StartBuchtippBuch ReviewDaredevil & Punisher – Im Visier des Teufels – Comic Review

Daredevil & Punisher – Im Visier des Teufels – Comic Review

Daredevil & Punisher – Im Visier des Teufels Inhaltsangabe: „Anwalt Matt Murdock vertritt den Mafioso Dino Gnucci vor Gericht. Als der Punisher diesen ins Visier nimmt, tritt Matt ihm als Daredevil entgegen und muss entscheiden, ob er Frank Castle tötet, um einem Verbrecher das Leben zu retten! Unterdessen schmieden andere Gangster Pläne, das Mafia-Imperium der Gnuccis an sich zu reißen. Im folgenden Krieg machen sich sowohl Daredevil als auch der Punisher die Hände schmutzig. Ein neuer Band über die Vergangenheit des blinden Helden, von Jimmy Palmiotti (Punisher: Frank ist zurück!), Tommaso Bianchi (Doom: Herrscher der Welt Sonderband) und Gabriel Guzman (Cable).“

Autor: Jimmy Palmiotti
Zeichner: Tommaso Bianchi
Veröffentlichung: Bereits erhältlich! (29.09.2026)
Preis: 16,00 Euro
Ausstattung: Über das Kreativ-Team, Cover-Gallery und Mini Marvel Short

Über Daredevil & Punisher – Im Visier des Teufels

Der Sammelband Daredevil & Punisher – Im Visier des Teufels enthält die Comic-Ausgaben The Devil’s Trigger 1 bis 5 aus Januar 2026 bis Mai 2026. Damit ist es eine ganz frisch abgeschlossene Reihe in einem Sammelband. An der Fehde zwischen Daredevil und Punisher, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sind Autor Jimmy Palmiotti und Zeichner Tommaso Bianchi beteiligt. Palmiotti gründete 1998 zusammen mit Joe Quesada das Label Marvel Knights. Damit wurde den beiden Figuren neues Leben eingehaucht und fand Anklang bei den Lesern. Ihre beste Entscheidung damals – Garth Ennis und Steve Dillon ins Boot zu holen und die zwei Ikonen zum neuen Punisher-Kreativteam zu machen.

Daredevil & Punisher – Im Visier des Teufels erzählt eine Geschichte noch lange bevor sich Daredevil und Punisher richtig kannten. Sogar Misty Knight kennt nicht die wahre Identität des Roten und hält Daredevil und Matt für zwei verschiedene Personen. Der Punisher hat fast die komplette Familie Gnucci ausgelöscht und eine neue Gruppe von Kriminellen wollen die Lücke mit einem neuen Imperium füllen. Das schmeckt dem Helden und Anti-Helden gar nicht, aber beide haben verschiedene Herangehensweisen und kommen sich fortan in die Quere. Dabei steckt Murdock einiges ein und darf mit den Blessuren nicht auffliegen, wenn er seiner Rolle als blinder Anwalt noch nachgehen möchte. Außerdem lernt Matt seine neue Nachbarin kennen und muss neben Schlafmangel obendrein für seinen Freund Foggy und die Arbeit Zeit finden.

Im Laufe der Ermittlungen möchte Matt Murdock dem Punisher vermitteln, dass das Morden nicht die Lösung ist und das Gefängnis die gerechte Strafe. Zumal es auch die Falschen erwischen kann. Hingegen bringt Frank Castle ihm schonungslos bei, dass man sich auf das System nicht verlassen kann. Es stellt sich heraus, dass die Bösen trotz der Gesetze und langen Freiheitsstrafen irgendwann wieder frühzeitig auf freien Fuße sind. Eine brutale Schlacht beginnt zwischen den Beiden und auch der neuen Gruppe, die für die Ablösung der Mafia-Familie sorgt. Denn diese ist verantwortlich für die ganzen Freilassungen wegen guter Führung und heuert an, um mit dem Teufen und Castle abzurechnen.

Im Visier des Teufels

Während der eine sich auf das System verlässt, funktioniert für den anderen dieses schon lange nicht mehr. Nur das Ausradieren macht dem ein Ende!

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Eindruck

Daredevil & Punisher – Im Visier des Teufels liest sich wie eine Kombination alter Erzählungen aus vergangenen Comics und der Netflix-Serien. Alles kommt vertraut vor. Was ich damit meine, ist zum Beispiel die Auslöschung der Mafia-Familie Gnucci. Dies war zuletzt zu sehen in The Punisher: One Last Kill oder dass der Teufel von Hells Kitchen festgekettet mit einer Waffe in der Hand war. Frank Castle gibt Daredevil in diesem Moment die Chance einen Mord an einem Schwerverbrecher zu verhindern, in dem er auf ihn schießen muss, um dies zu verhindern. Es fällt auf, dass sich die Handlung mehr auf Daredevil fokussiert. Er ist es auch, der am meisten Interaktion mit anderen Nebenfiguren hat und den Hinweisen der neuen Bande nachgeht. Frank bleibt hingegen wie er ist und gerät immer wieder in Konflikte, zum Nachteil der Konfliktverursacher.

Dennoch verliert der Comic nicht an Interesse und ist mitreißend. Dies liegt vor allem an Tommaso Bianchi. Unglaublich, wie nur eine Person mit dem gleichen Zeichenstil dafür sorgen kann, mit Textboxen und gegensätzlichen Kontrast zwei verschiedene Atmosphären zu schaffen. Das Spiel mit den Farben sorgte für eine positive heldenhaftere Umgebung, während man Matt Murdock folgt und düster und rauer wird es dann mit dem Auftritt des Punishers. Bei einem Aufeinandertreffen der beiden ist der Verlauf fließend.

Das Lesen ist manchmal schwer, da einige Grammatikfehler dabei sind. Als Beispiel war man sich wahrscheinlich nicht sicher, ob man die Person aus dem Englischen mit „Sie“ oder „Du“ anspricht. „Sie hörst mir zu“ war einer der Sätze, die mich zum Straucheln brachten im Lesefluss. Ich denke auch, dass ein paar Wörter übersetzt wurden, bei denen es nicht notwendig war. Auch bei der Zensur von Schimpfwörtern muss man sich erst sicher sein, dass das weibliche Schimpfwort mit „B“ gemeint ist, damit der Satz Sinn ergibt.

Eine weitere Sache, die mir aufgefallen ist, ist die letzte Seite. Diese hat auf der einen Hälfte ein Bild und ist auf der anderen Seite komplett leer. Für gewöhnlich steht dort bei diesen gebundenen Ausgaben etwas über die Historie der Hauptfiguren. Ob dies aber so gewollt ist oder es sich um einen Fehldruck handelt, bleibt wohl ein Rätsel. Das kann wahrscheinlich nur die Kanzlei von Nelson and Murdock lösen.

Fazit

Daredevil & Punisher – Im Visier des Teufels kommt auf 120 Seiten und vermischt bekannte Szenarien mit neuer Action. Für Fans kommt einem die Geschichte definitiv vertraut vor. Der Grund, warum sich die beiden bekriegen und später ins Gespräch kommen oder seinen es die Ziele und Motivation des Punisher. Die Action rockt und die Beiden harmonieren auf ihre eigene Art und Weise, weil sie eben so verschieden sind. Dennoch fehlt mir irgendwas an dieser Ausgabe. Für jemanden, der die Serie nicht kennt und noch keine Berührungspunkte hatte mit Daredevil und dem Punisher ist der Comic phänomenal. Den Plot habe ich an der Stelle bewusst nicht preisgegeben. Zumal Zeichner Bianchi einen fantastischen Job abgeliefert hat. Rau, blutig und brutal. Autor Jimmy Palmiotti hat natürlich ebenso seinen Teil dazu beigetragen, indem Matt eine charakterliche Entwicklung vollzieht. Dass der Punisher bleibt, wie er ist, das dürfte niemanden wunderen. Frank ist hoffnungslos verloren und bei ihm stößt der Teufel nur auf taube Ohren. Zumindest fürs Erste…

Daredevil & Punisher – Im Visier des Teufels vom Panini Verlag ist bereits erhältlich und für 16,00 Euro zu haben.

Vielen Dank an Panini für die Bereitstellung des Comics.

Unsere Wertung:
4 von 5 Sternen

Bildquelle: © Jimmy Palmiotti, Tommaso Bianchi, Panini

Daniel Plaumann
Daniel Plaumann
Seit 2014 schreibe ich für das tollste Online Magazin in Deutschland. Ich kümmere mich um alles an News von den Microsoft Studios, einigen Releases und Buchkritiken zu Comics sowie Mangas.
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