Wenn du dir den neuesten Blockbuster oder deine Lieblingsserie anschaust, wird dir eins auffallen. Die Filmhelden greifen viel seltener zur Zigarette und das hat seine Gründe. Rauchen ist nicht nur gesellschaftlich schwieriger geworden als früher, es geht auch um die Vorbildfunktion. Vermeintliche Helden wie der Marlboro-Man sind nicht mehr präsent. Doch gilt das überall und hat es auch noch andere Gründe?
Weniger Menschen rauchen generell
Der Rückgang von Tabak auf der Leinwand hängt direkt mit dem realen Alltag zusammen. Die weltweiten Raucherquoten sinken seit Jahren, da das Bewusstsein für die Gesundheit in der Bevölkerung gestiegen ist. Der Griff zur klassischen Filterzigarette ist in vielen Ländern kein Standard mehr, sondern wird zunehmend an den Rand gedrängt.
Viele Konsumenten haben dem Rauchen abgeschworen und sind auf Alternativen umgestiegen. Im Alltag sieht man immer häufiger Menschen, die Tabakerhitzer nutzen und dafür Produkte wie Terea Sticks verwenden.
Da sich das Konsumverhalten der Gesellschaft wandelt, passen sich auch die Drehbücher an. Ein Charakter, der ununterbrochen Kette raucht, wirkt in einer modernen Kulisse schlicht nicht mehr zeitgemäß, es sei denn, die Handlung spielt in einer vergangenen Epoche.
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Filme haben immer häufiger eine Vorbildfunktion
Die Gesellschaft beobachtet Produktionsstudios und achtet auf die Einhaltung der Regeln. Die soziale Verantwortung ist groß, auch für Hollywood und Streaming-Plattformen.
Da viele Jugendliche das Verhalten von Serienfiguren kopieren und auf deren Verhalten achten, wird Rauchen als ungeeignet gesehen.
Um zu verhindern, dass junge Zuschauer durch den Konsum auf der Leinwand zum Tabak gebracht werden, gibt es strenge Richtlinien. In Amerika beispielsweise führt das Zeigen von Tabak im Film sogar zu einer höheren Alterseinstufung.
Die Zigarette spielt in der Thematik kaum mehr eine Rolle
Früher war der Rauch ein wichtiges Werkzeug für die Schauspielerei. Das Anzünden einer Zigarette signalisierte dem Zuschauer sofort Nervosität, Nachdenklichkeit oder Coolness. Es half den Darstellern, Pausen in Dialogen zu überbrücken oder eine geheimnisvolle Atmosphäre im Raum zu erzeugen.
Heute haben Filmemacher andere Wege gefunden, um die Gefühle der Charaktere darzustellen. Die Optik des Rauchs wird nicht mehr benötigt, um Spannung zu erzeugen.
Stattdessen setzen die Regisseure auf Mimik, veränderte Kameraeinstellungen oder Soundeffekte. Die Zigarette hat ihre Funktion als Requisite verloren, da sie im modernen Storytelling als überflüssiges Klischee gilt.
Passivrauchen für andere Stars wird vermieden
Ein praktischer Grund für den Verzicht betrifft die Arbeit am Filmset selbst. Bei den Dreharbeiten wird eine Szene oft Dutzende Male wiederholt, bis jede Einstellung perfekt sitzt.
Müsste ein Schauspieler dabei jedes Mal eine echte Zigarette rauchen, würde er im Laufe eines Drehtages Mengen an Nikotin aufnehmen, was zu Übelkeit führt.
Zudem belastet der Qualm das gesamte Team am Set. Die Kollegen müssen den Rauch stundenlang einatmen, was in Zeiten von Arbeitsschutz und rauchfreien Arbeitsplätzen kaum mehr vermittelbar ist.
Zwar gibt es Kräuterzigaretten ohne Nikotin als Ersatz, doch auch deren Verbrennungsrauch riecht streng und wird von vielen Darstellern am Set abgelehnt.
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In diesen Filmen und Videospielen wird noch geraucht
Trotz des Trends gibt es Bereiche, in denen der Tabak bewusst als Stilmittel bleibt. Historische Filme oder Serien wie Peaky Blinders, die in den 1920er Jahren spielen, nutzen den Qualm, um die Epoche realistisch darzustellen. Ohne die verrauchten Räume würde die Atmosphäre der damaligen Zeit verloren gehen.
Auch in der Welt der Videospiele taucht das Rauchen noch als Charaktermerkmal auf. Bekannte Figuren wie Solid Snake aus Metal Gear Solid oder Actionhelden in Grand Theft Auto nutzen Zigarren oder Zigaretten, um ihre harte Persönlichkeit zu unterstreichen.
Da Spiele oft ohnehin für Erwachsene freigegeben sind, greifen die Entwickler hier eher auf das alte Symbol zurück.

