StartHardwareMeta VR Glasses: Meta kündigt neue VR-Brille für 2027 an

Meta VR Glasses: Meta kündigt neue VR-Brille für 2027 an

Meta will die virtuelle Realität mit einem neuen Gerätekonzept deutlich näher an klassische Brillen bringen. Im Rahmen der Meta Connect 2026 hat das Unternehmen die Meta VR Glasses vorgestellt. Das neue Gerät soll im Frühjahr 2027 erscheinen und kombiniert VR-Display, Computer, Entertainment und Gaming in einem deutlich leichteren Formfaktor.

VR-Technik im Brillenformat

Mit einem Gewicht von rund 100 Gramm sollen die Meta VR Glasses laut Meta etwa fünfmal leichter sein als eine Meta Quest 3. Statt eines klassischen Headsets mit Kopfband besteht das System aus zwei Komponenten: Die eigentliche Brille beherbergt Sensoren und Display, während ein über ein optisches Kabel verbundener „Puck“ Rechenleistung, Akku und Speicher übernimmt. Der Puck kann beispielsweise an einer Hosentasche oder Tasche befestigt werden.

(Bildquelle: Meta)

5K Infinite Display mit Micro-OLED

Für die Darstellung setzt Meta auf ein 5K Infinite Display auf Basis von Micro-OLED-Panels. Das System erreicht laut Hersteller 37 Pixel pro Grad und soll dadurch insbesondere bei Text eine hohe Darstellungsschärfe ermöglichen.

Dazu kommen speziell entwickelte Pancake-Linsen. Dolby Vision soll für kontrastreiche und farbintensive Bilder sorgen, während Dolby Atmos für räumlichen Klang direkt über die Brille unterstützt wird.

Bedienung mit Meta AI, Blicken und Gesten

Auch bei der Bedienung möchte Meta auf klassische Controller verzichten. Meta AI ist direkt in das Betriebssystem integriert. Nutzer sollen beispielsweise per Sprache, Blickrichtung und natürlichen Handgesten Filme starten, Apps öffnen, den virtuellen Arbeitsplatz anpassen oder nach Informationen suchen können.

Als Prozessor kommt Qualcomms Snapdragon Reality Elite zum Einsatz. Die Energieversorgung übernimmt der externe Puck. Meta gibt eine Laufzeit von bis zu drei Stunden bei kontinuierlicher Wiedergabe hochauflösender Medien an. Unterstützt wird außerdem 45-Watt-Schnellladen.

(Bildquelle: Meta)

Virtuelles Kino für unterwegs

Einen Schwerpunkt legt Meta auf Entertainment. Die Meta VR Glasses sollen unter anderem als persönliches Kino dienen. Das Gerät ist laut Meta das erste VR-Gerät mit IMAX-Enhanced-Zertifizierung. Damit sollen ausgewählte Filme im erweiterten IMAX-Bildformat auch zu Hause beziehungsweise unterwegs erlebt werden können.

Gemeinsam mit Disney arbeitet Meta zudem an 3D-Inhalten. Ab November sollen Disney+-Abonnenten in ausgewählten Ländern unter anderem Filme wie „Marvel’s The Avengers“ und „Black Panther“ in 3D streamen können. Ergänzend sind immersive Umgebungen wie Tatooine, Avengers Tower oder der Scare Floor geplant.

Zum Marktstart der Meta VR Glasses sollen außerdem VR-Enhanced-Versionen bekannter Filme wie „Avengers: Infinity War“ und „Star Wars: A New Hope“ über die Disney Immersive Cinema by ILM App verfügbar sein. Dabei sollen die Umgebung des Nutzers, dynamische Effekte, 3D-Bilder und räumlicher Klang Teil des Filmerlebnisses werden.

Auch weitere Streaminganbieter sollen über die TV-App verfügbar sein. Meta nennt unter anderem Prime Video, YouTube, DIRECTV, AMC+, Crunchyroll, Plex und Tubi. Peacock, HBO Max und Paramount+ sollen zudem erstmals ihre 3D-Medienkataloge anbieten.

Sport aus der ersten Reihe

Auch Sport soll zu einem wichtigen Bestandteil der Plattform werden. Über Apps von NBA, MLB und ESPN sollen entsprechende Inhalte verfügbar sein. Gemeinsam mit ESPN entwickelt Meta außerdem „Immersive Sports“ mit 8K-Streaming und 180-Grad-Ansichten.

Zum Start der Meta VR Glasses sollen laut Meta mehr als 100 immersive Live-Sportveranstaltungen pro Jahr angeboten werden. Dafür arbeitet das Unternehmen unter anderem mit MLB, NBC Sports, TNT Sports und UFC zusammen.

(Bildquelle: Meta)

Gaming ohne klassische VR-Grenzen

Die Meta VR Glasses sollen gleichzeitig als Gaming-Plattform dienen. Zum Start sind mehr als 75 Spiele geplant, die sich vollständig über Handgesten steuern lassen. Darüber hinaus soll der komplette Meta-Quest-Katalog mit tausenden Titeln zur Verfügung stehen. Touch-Plus-Controller werden ebenfalls unterstützt.

Über Xbox Cloud Gaming sollen außerdem hunderte Spiele direkt auf die Brille gestreamt werden können. Dafür wird lediglich ein Bluetooth-Gamepad benötigt. Auch Handhelds lassen sich laut Meta drahtlos oder über USB-C verbinden und können so ein großes virtuelles Display nutzen.

Virtueller Arbeitsplatz mit mehreren Bildschirmen

Neben Entertainment und Gaming sieht Meta die VR Glasses auch als mobilen Arbeitsplatz. Nutzer können mehrere virtuelle Bildschirme erzeugen und damit beispielsweise an einem Tisch oder Schreibtisch arbeiten. Interessant ist dabei die Möglichkeit, Tisch oder Schreibtisch selbst als virtuelle Tastatur- und Touchpad-Oberfläche zu verwenden. Zusätzlich können Mac- und Windows-PCs kabellos oder über USB-C verbunden werden. Dank Full-Color-Passthrough bleiben dabei die reale Tastatur, der Schreibtisch, das Smartphone und die Umgebung sichtbar.

(Bildquelle: Meta)

Hologramme für Videotelefonie

Eine weitere Besonderheit ist die angekündigte Hologramm-Technologie. Meta möchte eine fotorealistische digitale Version des Nutzers inklusive Echtzeit-Mimik und Reaktionen erzeugen.

Bei einem Videoanruf soll das Hologramm für den Gesprächspartner räumlich im Sichtfeld erscheinen. Spatial Audio soll zusätzlich dafür sorgen, dass die Stimme aus der Position des virtuellen Gegenübers kommt. Die Funktion soll unabhängig davon funktionieren, ob die andere Person selbst die Meta VR Glasses, ein Smartphone oder einen Computer verwendet. Unterstützt werden laut Meta unter anderem WhatsApp und Zoom.

Start im Frühjahr 2027

Die Meta VR Glasses sollen im Frühjahr 2027 auf den Markt kommen. Der angekündigte US-Preis liegt bei 1.299,99 US-Dollar.

Damit positioniert Meta die neue Hardware nicht lediglich als weiteres VR-Headset, sondern als Kombination aus persönlichem Kino, Gaming-Plattform, mobilem Multi-Monitor-Arbeitsplatz und Kommunikationsgerät. Der entscheidende Unterschied zur bisherigen Quest-Hardware liegt dabei vor allem im Formfaktor: Statt eines klassischen Headsets mit Kopfband soll die Technik in einer rund 100 Gramm schweren Brille und einem externen Rechen- und Akkumodul untergebracht werden.

Alex
Alex
Meine Leidenschaft für PC-Hardware begleitet mich seit meiner Jugend. Über viele Hardware-Generationen hinweg habe ich eigene Systeme aufgebaut, getestet und weiterentwickelt – später kamen auch Konsolen und Gaming-Equipment hinzu. Bei Game2Gether bin ich vielseitig unterwegs: von Hardware und Technik über Gaming und Reviews bis hin zu aktuellen News. Mein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Hardware, wobei mich vor allem die Technik hinter den Produkten und deren praktischer Nutzen interessieren.
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