World of Warcraft bekommt eine neue Heimat für alle, denen das ursprüngliche Azeroth noch immer am Herzen liegt. Mit World of Warcraft: Forever wagt Blizzard den nächsten Schritt für die Classic-Idee: Statt lediglich die Vergangenheit erneut zu veröffentlichen, soll eine dauerhaft weiterentwickelte Version des ursprünglichen Azeroth entstehen. Der Startschuss fällt am 4. November 2026, die Beta beginnt bereits am 17. September.
Während World of Warcraft heute mit modernen Erweiterungen immer weiter wächst und WoW Classic die Geschichte des ursprünglichen Spiels erneut durchläuft, verfolgt Forever einen anderen Ansatz. Blizzard bezeichnet das Projekt als eine neue, dauerhafte dritte Möglichkeit, World of Warcraft zu erleben. Dabei bleibt das Spiel fest in der Ära des ursprünglichen Azeroth verankert. Die Maximalstufe bleibt bei 60, gleichzeitig bekommt die Welt neue Gebiete, Geschichten, Dungeons, Schlachtzüge, Klassenkombinationen und weitere Inhalte.
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Ein neues Azeroth statt einer weiteren Classic-Version
World of Warcraft: Forever setzt zeitlich nach den Ereignissen von Warcraft III Reforged: Forsaken Kingdom und vor Molten Core an. Damit befindet sich Azeroth weiterhin in der frühen Phase der Warcraft-Geschichte. Der entscheidende Unterschied zu WoW Classic: Blizzard möchte nicht einfach das ursprüngliche Spiel konservieren. Stattdessen soll Forever dort weitermachen, wo die ursprüngliche Welt noch zahlreiche ungenutzte Möglichkeiten bot.

Die Östlichen Königreiche und Kalimdor werden deshalb erweitert und teilweise neu gedacht. Unfertige Bereiche, bislang nur angedeutete Orte und offene Geschichten werden aufgegriffen. Gleichzeitig sollen sich neue Inhalte so anfühlen, als hätten sie schon immer in das klassische Azeroth gehört. Blizzard verfolgt dabei vier zentrale Prinzipien: Das Spiel soll zugänglich und vertraut bleiben, die Welt selbst soll im Mittelpunkt stehen, die Reise soll wichtiger sein als das Erreichen des Endspiels und die sozialen Elemente von World of Warcraft sollen erhalten und weiter gestärkt werden.

Das bedeutet auch: keine fliegenden Reittiere und kein Level Scaling. Der Weg durch die Welt soll wieder Bedeutung bekommen. Quests, Dungeons, Berufe, Erkundung und gemeinsames Spielen sollen gleichermaßen Bestandteil des Fortschritts sein.
Mehr als 1.000 neue Quests
Ein wesentlicher Bestandteil von World of Warcraft: Forever ist die Erweiterung der klassischen Welt. Blizzard verspricht mehr als 1.000 neue Quests, die sich über die gesamte Reise von Level 1 bis 60 verteilen. Neue Inhalte sollen damit nicht erst im Endgame beginnen, sondern bereits während des Levelns für neue Geschichten und Entdeckungen sorgen.
Vier neue beziehungsweise grundlegend erweiterte Regionen stehen dabei besonders im Mittelpunkt:
- Berg Hyjal führt in die Zeit nach der Niederlage Archimondes und lässt Spieler beim Wiederaufbau der Region helfen.
- Shen’dralas greift die Geschichte der Shen’dralar, Eldre’Thalas und der Region rund um Dire Maul auf.
- Riverglades ist ein neues Grenzgebiet mit Flüssen, Grasland, Handelsrouten und mehr als 150 Quests.
- Zephras Isle dient als neues Startgebiet für die neue spielbare Rasse der Himmelsgeborenen.
Gerade die Verteilung der neuen Inhalte über die komplette Levelphase dürfte für Classic-Spieler interessant werden. Blizzard möchte damit verhindern, dass Forever lediglich eine weitere Variante des bekannten Endgame-Grinds wird.
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Die Himmelsgeborenen kommen nach Azeroth
Mit den Himmelsgeborenen erhält World of Warcraft: Forever außerdem eine komplett neue spielbare Rasse. Ihre Heimat ist Zephras Isle, wo Spieler eine neue Startgeschichte von Level 1 bis 12 erleben. Die Region verbindet dabei die klassische Warcraft-Ästhetik mit Elementen, die an die Himmelswelt von Skywall erinnern. Interessant ist, dass die Skyborne nicht einfach eine neutrale Rasse darstellen. Bereits bei der Charaktererstellung entscheiden sich Spieler für Horde oder Allianz.

Horde-Himmelsgeborene folgen den elementaren Traditionen ihrer Kultur und können Schamanen spielen. Allianz-Himmelsgeborene orientieren sich dagegen an der arkanen Vergangenheit ihrer Vorfahren und erhalten Zugriff auf die Klasse des Magiers. Beide Fraktionen können außerdem Krieger, Jäger, Schurken und Druiden als Skyborne spielen. Für die Druiden gibt es sogar eigene, speziell für die neue Rasse entwickelte Gestalten. Dazu kommen neue Volksfähigkeiten, Anpassungsmöglichkeiten, Stimmen und Animationen.
Neun neue Dungeons für das klassische Azeroth
Auch für Gruppen gibt es reichlich neues Futter. Blizzard kündigt neun neue Dungeons an, die verschiedene bislang kaum oder gar nicht genutzte Bereiche der ursprünglichen Welt erschließen.
- Halle der Thane unter Ironforge
- Ruinen von Lordaeron
- Ausgrabungsstätte
- Stadt Dalaran
- Blackmaw Hold
- Drowned City
- Krol’dok Stronghold
- Gefängnis von Alcaz
- Shaper’s Terrace
Damit entstehen nicht einfach neue Instanzen irgendwo außerhalb der bekannten Welt. Stattdessen werden Orte, die Spieler aus der klassischen Karte kennen oder deren Geschichten bislang nur angedeutet wurden, zu eigenständigen Abenteuern. Die Ruinen von Lordaeron führen beispielsweise zu den Verlassenen, während Dalaran von magischen Problemen heimgesucht wird. An anderer Stelle warten Titanengeheimnisse, Naga und Piraten oder eine mysteriöse Verderbnis.
Zwei neue Raids und ein neues Schlachtfeld
Auch das Endgame soll mit neuen Herausforderungen wachsen. Zum Start sind zwei neue Schlachtzüge vorgesehen: Hyjal Summit und Barrow Deeps. Barrow Deeps ist als Schlachtzug für 10 Spieler ausgelegt, während Hyjal Summit Gruppen von 20 Spielern auf die Probe stellt. Beide sollen neue Tier-Sets und weitere Belohnungen bieten. Außerdem deutet Blizzard bereits eine legendäre Belohnung an, die zu einem späteren Zeitpunkt genauer vorgestellt werden soll.
Für PvP kommt mit den Darkspear Islands zudem ein neues Schlachtfeld hinzu. Hier treten zwei Teams mit jeweils 15 Spielern gegeneinander an. Das Schlachtfeld kombiniert strategische Kontrollpunkte mit Elementen aus dem bekannten Arathibecken. Damit möchte Blizzard auch den PvP-Bereich stärker in die Entwicklung von Forever einbinden.
Neue Klassenmöglichkeiten und Systeme
Obwohl World of Warcraft: Forever stark auf den Grundprinzipien des klassischen Spiels basiert, soll es nicht bei einer einfachen Wiederholung bleiben. Blizzard erweitert Klassen um neue Fähigkeiten und Talente und öffnet gleichzeitig neue Kombinationen aus Volk und Klasse. Dabei soll jedoch die Identität der einzelnen Klassen erhalten bleiben. Zusätzlich führt Forever neue Systeme ein. Dazu gehört beispielsweise Legacy, ein Fortschrittssystem für Spieler, die besonders gerne leveln und mehrere Charaktere spielen.

Mit Camping kommt außerdem eine soziale Funktion hinzu: Spieler können Lagerfeuer in der offenen Welt errichten, an denen andere Abenteurer vorbeikommen, sich beteiligen und von Handwerks- beziehungsweise Lagerfeuer-Boni profitieren können. Auch moderne Komfortfunktionen finden ihren Weg nach Forever – allerdings optional. Dazu gehören Transmog, Controller-Unterstützung sowie unterschiedliche Darstellungen für Charaktermodelle.
Spieler können zwischen klassischen und moderneren Darstellungen wechseln. Für Charaktermodelle stehen außerdem HD- und SD-Varianten zur Verfügung. Die Umgebung selbst bleibt dagegen ihrem klassischen Stil treu. Gleichzeitig sorgen technische Verbesserungen für zusätzliche Details: Flüsse bewegen sich durch Elwynn Forest, Nebel liegt über den Gewässern von Darkshore und Mondlicht fällt durch die Bäume von Ashenvale.
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Level 60 bleibt das Ziel
Eine der wichtigsten Entscheidungen von Blizzard ist gleichzeitig eine der ungewöhnlichsten: Die Maximalstufe bleibt bei 60. World of Warcraft: Forever soll nicht dem klassischen Muster folgen, nach dem mit jeder großen Erweiterung die Levelgrenze steigt und die bisherige Ausrüstung zunehmend an Bedeutung verliert.
Stattdessen will Blizzard Azeroth dauerhaft innerhalb dieser frühen Phase der Warcraft-Geschichte weiterentwickeln. Neue Raids sollen beispielsweise ab dem 9. Dezember freigeschaltet werden. Danach sollen weitere Schlachtzüge, Dungeons, PvP-Inhalte, Weltinhalte und zusätzliche Quests folgen. Auch Hardcore sowie die Überarbeitung eines bekannten klassischen Schlachtzugs sind bereits Bestandteil der langfristigen Planung. Damit macht Blizzard deutlich, dass Forever nicht als einmaliges Experiment gedacht ist.
World of Warcraft: Forever – die verschiedenen Editionen
World of Warcraft: Forever selbst benötigt keine separate Vollversion. Der Zugang ist zum Start am 4. November 2026 in einem aktiven World-of-Warcraft-Abonnement beziehungsweise mit entsprechender Spielzeit enthalten. Wer zusätzliche Inhalte möchte, kann zwischen mehreren optionalen Paketen wählen.
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Himmelsgeborene Heroic Pack
Das Himmelsgeborene Heroic Pack richtet sich vor allem an Spieler, die sich zusätzliche Inhalte rund um die neue Rasse sichern möchten. Enthalten sind unter anderem:
- Zugang zur neuen spielbaren Rasse Himmelsgeborene und zum Startgebiet Zephras Isle
- frühzeitige Namensreservierung
- das Bodenreittier Cerulean Prideclaw
- kosmetische Gegenstände
- Dekorationen für Behausungen
- ein Invite-A-Friend-Startcode
Das Reittier ist allerdings nicht automatisch sofort nutzbar: Die entsprechende Reitfertigkeit muss im Spiel separat erworben werden.
Himmelsgeborene Epic Pack
Das Himmelsgeborene Epic Pack enthält alle Inhalte des Heroic Packs und legt noch einige Extras drauf. Dazu gehören insbesondere:
- Zugang zur Beta ab dem 17. September 2026
- 30 Tage Spielzeit, die ab dem Start von Forever am 4. November gutgeschrieben werden
- zusätzliche kosmetische Gegenstände
- Haustiere
- Tabards
- insgesamt drei Invite-A-Friend-Startcodes
Wer also schon vor dem offiziellen Start einen Blick auf World of Warcraft: Forever werfen möchte, muss mindestens zum Epic Pack greifen. Die Beta läuft laut Blizzard bis zum 21. Oktober 2026.
Warcraft Forever Collection
Das umfangreichste digitale Paket ist die Warcraft Forever Collection. Sie enthält sämtliche Inhalte des Himmelsgeborene Epic Packs und erweitert das Paket um mehrere Warcraft-Produkte:
- World of Warcraft: Forever Himmelsgeborene Epic Pack
- 30 Tage WoW-Spielzeit
- Warcraft III: Reforged
- die neue Kampagne Warcraft III Reforged: Forsaken Kingdom
- zusätzliche Behausungsdekorationen mit Forsaken- und Menschen-Figurinen für das moderne World of Warcraft
Damit richtet sich die Collection vor allem an Spieler, die den kompletten Warcraft-Neustart rund um Forever erleben möchten. Besonders interessant ist dabei die Verbindung zwischen den beiden Spielen: Forsaken Kingdom erzählt die Geschichte rund um den Fall Lordaerons und die Entstehung der Verlassenen, während World of Warcraft: Forever anschließend eine neue Richtung für Azeroth einschlägt. Die Warcraft Forever Collection ist allerdings nur zeitlich begrenzt bis zum 11. Januar 2027 erhältlich.
Collector’s Edition für Warcraft-Fans
Wer lieber etwas für das Regal als nur digitale Extras haben möchte, bekommt außerdem eine World of Warcraft: Forever Collector’s Edition. Die physische Sammleredition enthält zusätzlich zur digitalen Warcraft Forever Collection verschiedene physische Sammlerstücke. Der digitale Teil schaltet dabei das Himmelsgeborene Epic Pack, Warcraft III: Reforged und Warcraft III Reforged: Forsaken Kingdom frei. Zusätzlich liegt der Collector’s Edition eine Reihe physischer Erinnerungsstücke bei, die sich an den frühen Tagen von Azeroth und der Warcraft-Geschichte orientieren. Damit ist die Collector’s Edition vor allem für Sammler interessant, während das Skyborne Heroic Pack und das Epic Pack eher auf Spieler zugeschnitten sind, die zusätzliche Forever-Inhalte suchen.
Welche Edition lohnt sich?
Wer einfach World of Warcraft: Forever spielen möchte, braucht keine der Sondereditionen, ein aktives WoW-Abonnement oder entsprechende Spielzeit reicht aus. Das Heroic Pack ist die günstigere Variante für zusätzliche Himmelsgeborene- und Kosmetik-Inhalte. Das Epic Pack dürfte dagegen vor allem für Spieler interessant sein, die bereits vor dem Release in die Beta wollen.
Wer darüber hinaus auch Warcraft III: Reforged und die neue Forsaken Kingdom-Kampagne besitzen möchte, bekommt mit der Warcraft Forever Collection das umfangreichste digitale Paket. Die Collector’s Edition richtet sich schließlich an Fans, die zusätzlich physische Sammlerstücke ihr Eigen nennen möchten.
Kein Modus und kein neues Classic
Eine wichtige Abgrenzung nimmt Blizzard selbst vor: World of Warcraft: Forever ist weder ein Modus noch eine Saison und auch keine neue Version von Classic. Stattdessen soll Forever als dauerhaftes eigenes Zuhause für diese Interpretation von Azeroth bestehen.
Das erklärt auch den Namen. Während WoW Classic die ursprüngliche Entwicklungsgeschichte erneut durchläuft, soll Forever eine Welt erschaffen, die auf dem ursprünglichen Spiel basiert und sich gleichzeitig kontinuierlich weiterentwickelt. Der Ansatz erinnert damit durchaus an das, was viele Spieler seit Jahren unter „Classic Plus“ verstehen. Blizzard selbst verwendet diesen Begriff allerdings nicht als offiziellen Namen. Forever ist vielmehr ein eigenständiger Weg, das klassische Azeroth weiterzudenken.
Ein ziemlich großes Experiment
Mit World of Warcraft: Forever geht Blizzard einen ungewöhnlichen Weg. Statt das klassische Azeroth lediglich erneut aufzulegen, wird die ursprüngliche Welt zur Grundlage für eine neue Entwicklungslinie. Das Konzept hat dabei einen klaren Reiz: Die Levelgrenze bleibt bei 60, während Blizzard neue Geschichten, Gebiete, Dungeons, Raids und Systeme hinzufügen kann. Azeroth muss dadurch nicht ständig größer und höher werden, sondern kann sich vor allem in die Breite entwickeln.
Ob dieses Konzept langfristig funktioniert, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie gut Blizzard den Spagat zwischen Nostalgie und neuen Inhalten hinbekommt. Die ersten angekündigten Gebiete, die Himmelsgeborenen, die neuen Dungeons und die geplanten Raids zeigen allerdings bereits, dass Forever deutlich mehr sein möchte als ein weiterer Classic-Neustart.
World of Warcraft: Forever startet am 4. November 2026. Die Beta beginnt am 17. September. Der Zugang zum eigentlichen Spiel ist Bestandteil eines aktiven World-of-Warcraft-Abonnements beziehungsweise von Spielzeit.
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