StartHardwareUNIQMAG: UQ68, UQ71 und MX10 verbinden magnetische Technik mit außergewöhnlichem Design

UNIQMAG: UQ68, UQ71 und MX10 verbinden magnetische Technik mit außergewöhnlichem Design

Magnetische Tastaturen und ein moderner Retro-Controller: UNIQMAG möchte Gaming-Peripherie mit ungewöhnlicher Technik neu denken. Mit der UQ68 und UQ71 präsentiert das Unternehmen zwei magnetische Gaming-Tastaturen, während der MX10 die Technologie in einen modernen Leverless-Controller für Fighting Games überträgt.

UNIQMAG setzt auf magnetische Innovation

Bei Gaming-Tastaturen sind magnetische Switches längst kein völliges Novum mehr. UNIQMAG geht bei seinen aktuellen Modellen allerdings einen ungewöhnlichen Schritt weiter. Sowohl die UQ68 als auch die UQ71 setzen auf die hauseigene Uniqlev-Technologie, die ohne klassische Federn auskommt.

UNIQMAG bezeichnet Uniqlev als den weltweit ersten federlosen magnetischen Switch. Statt einer herkömmlichen mechanischen Konstruktion kommt eine magnetische Rückstellung zum Einsatz. Laut Hersteller soll der Switch eine Lebensdauer von mehr als 100 Millionen Betätigungen erreichen.

(Bildquelle: UNIQMAG)

Eine weitere Besonderheit ist die sogenannte parabolische Auslösekurve. Anders als bei klassischen linearen magnetischen Switches soll dadurch ein besonders intuitives und gleichmäßiges Eingabeverhalten entstehen. Gerade bei schnellen Spielen soll die Kombination aus Präzision, Geschwindigkeit und gleichbleibendem Auslöseverhalten ihre Stärken ausspielen.

UQ68: Kompaktes Design mit auffälliger Beleuchtung

Die UQ68 richtet sich an Spieler, die eine kompaktere Tastatur bevorzugen, ohne auf die technischen Möglichkeiten der magnetischen Plattform verzichten zu wollen. Optisch geht UNIQMAG dabei einen eigenen Weg. Auffällig sind vor allem die seitlichen Lichtflächen, die mit einem mehrschichtigen Spiegeleffekt kombiniert werden. Zusammen mit der RGB-Beleuchtung jeder einzelnen Taste entsteht eine ungewöhnliche Lichtwirkung, die die Tastatur deutlich von klassischen Gaming-Keyboards abhebt.

(Bildquelle: UNIQMAG)

Im Inneren arbeitet auch hier die Uniqlev-Technologie gemeinsam mit einem hochpräzisen TMR-Sensor. Dieser ermöglicht laut UNIQMAG eine sehr feinfühlige Erfassung der Tastenposition. Die Auslösung lässt sich dabei individuell konfigurieren und soll bis in einen Bereich von 0,005 Millimetern präzise einstellbar sein.

Für Spieler stehen außerdem Funktionen wie Rapid Trigger, DKS und SOCD zur Verfügung. Damit soll die UQ68 nicht nur beim klassischen Tippen, sondern insbesondere im kompetitiven Gaming ihre Stärken ausspielen.

UQ71: Aluminium, Carbon und sichtbare Eingaben

Die UQ71 verfolgt einen etwas anderen Ansatz. Hier kombiniert UNIQMAG die magnetische Technik mit einem besonders hochwertigen Gehäuse. Der Rahmen besteht aus Aluminium, während Carbon-Faser-Elemente für zusätzliche Stabilität sorgen. Dadurch vermittelt die Tastatur einen entsprechend hochwertigen Eindruck und soll gleichzeitig eine hohe Verwindungssteifigkeit bieten.

(Bildquelle: UNIQMAG)

Besonders interessant ist eine Funktion, die man bei einer Gaming-Tastatur nicht unbedingt erwarten würde: Im unteren rechten Bereich befinden sich zusätzliche Anzeigeleuchten für die Eingabetiefe. Statt lediglich als RGB-Spielerei zu dienen, visualisieren die Anzeigen laut UNIQMAG tatsächlich, wie weit eine Taste gerade gedrückt wird. Die Technik wird damit gewissermaßen sichtbar und kann dabei helfen, das eigene Tipp- und Spielverhalten besser zu verstehen und zu optimieren.

TMR-Sensorik als Herzstück

Die Grundlage für die präzise Erfassung der Tasten bildet bei beiden Tastaturen ein TMR-Sensor. Die Abkürzung steht für Tunnel Magnetoresistance. Der Sensor soll die Position der magnetischen Switches besonders genau erfassen und ermöglicht damit die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten. UNIQMAG gibt für seine UQ-Serie eine Auslösepräzision von bis zu 0,005 Millimetern sowie eine Polling-Rate von 8.000 Hz an. Damit sollen Eingaben besonders schnell und präzise verarbeitet werden.

(Bildquelle: UNIQMAG)

Interessant ist dabei auch der Blick auf die Zukunft: Laut UNIQMAG wurde die Sensorplattform so entwickelt, dass sie auch zukünftige Switch-Varianten und unterschiedliche Layouts unterstützen kann. Die Tastaturen sollen damit nicht lediglich ein fertiges Produkt, sondern die Basis für ein weiter wachsendes Ökosystem bilden.

Software gehört zum Konzept dazu

Zur Hardware gehört der Uniqmag Driver. Über die Software können Nutzer zahlreiche Eigenschaften der Tastaturen individuell konfigurieren. Dazu gehören unter anderem die Auslösepunkte, Rapid Trigger, Beleuchtungsprofile, Makros, Shortcuts und Tastenbelegungen. Damit lässt sich die Tastatur an unterschiedliche Spiele und persönliche Vorlieben anpassen.

(Bildquelle: UNIQMAG)

Gerade für ambitionierte Spieler ist die Möglichkeit interessant, die Auslösung sehr fein abzustimmen. Je nach Spiel kann eine besonders frühe Auslösung gewünscht sein, während bei anderen Anwendungen eine längere Auslösebewegung sinnvoller sein kann.

MX10: Magnetische Technik für Fighting Games

Mit dem MX10 wagt sich UNIQMAG schließlich in einen Bereich vor, in dem schnelle und präzise Eingaben besonders wichtig sind: Fighting Games. Der MX10 ist als Leverless- beziehungsweise Mixbox-Controller konzipiert und verzichtet damit auf den klassischen Arcade-Stick. Statt eines Joysticks kommen einzelne Tasten für die Richtungen zum Einsatz. Das ermöglicht schnelle und klar definierte Eingaben und richtet sich insbesondere an Spieler aus der Fighting-Game-Community.

(Bildquelle: UNIQMAG)

Technisch greift der MX10 dabei auf die Erfahrung zurück, die UNIQMAG mit seinen magnetischen Tastaturen gesammelt hat. Zum Einsatz kommen federlose TMR-Magnetschalter, die eine hohe Präzision und schnelle Reaktion ermöglichen sollen. Der Controller soll zudem über vollständig frei belegbare Tasten verfügen und verschiedene Verbindungsmöglichkeiten bieten. Neben einer kabelgebundenen Verbindung sind 2,4 GHz und Bluetooth vorgesehen. Laut UNIQMAG soll der MX10 mit mehr als 15 Plattformen funktionieren, wobei auch die Nutzung an der PlayStation 5 über einen Adapter möglich ist.

(Bildquelle: UNIQMAG)

Moderner Controller mit einem Hauch Retro

Optisch geht der MX10 einen interessanten Mittelweg. Das Grundprinzip erinnert an klassische Arcade-Controller, die moderne Umsetzung wirkt allerdings deutlich reduzierter und zeitgemäßer. Gerade dadurch passt der MX10 gut zur Philosophie von UNIQMAG: Bewährte Konzepte aus der Gaming-Geschichte werden nicht einfach kopiert, sondern mit aktueller Technik kombiniert.

Für Fighting-Game-Spieler ist dabei vor allem die Kombination aus Leverless-Layout und magnetischer Eingabe interessant. Schnelle Richtungswechsel und komplexe Eingabefolgen sollen sich dadurch besonders präzise umsetzen lassen.

MX10 soll über Kickstarter starten

Beim MX10 geht UNIQMAG ebenfalls den Weg über eine Kickstarter-Kampagne. Der offizielle Start ist derzeit für Herbst 2026 vorgesehen. Interessierte können bereits vor dem eigentlichen Kampagnenstart eine Reservierung vornehmen. UNIQMAG stellt dabei einen Super-Early-Bird-Preis von 129 US-Dollar in Aussicht, während der reguläre Verkaufspreis mit 199 US-Dollar angegeben wird.

Damit möchte UNIQMAG offenbar bereits vor dem offiziellen Start eine Community rund um den Controller aufbauen. Neben den frühen Preisen sollen Unterstützer unter anderem Einblicke in die Entwicklung, Produktionsfortschritte und weitere exklusive Inhalte erhalten.

Ein ungewöhnliches Peripherie-Portfolio

Mit der UQ68, UQ71 und dem MX10 zeigt UNIQMAG, dass sich das Unternehmen nicht ausschließlich auf klassische Gaming-Tastaturen konzentrieren möchte. Die beiden Tastaturen verbinden federlose Magnetschalter, TMR-Sensorik, hohe Abtastraten und umfangreiche Software-Anpassungen mit einem auffälligen Design. Der MX10 überträgt dieses technische Konzept anschließend auf einen Controller, der speziell für die Fighting-Game-Community interessant sein dürfte.

Besonders spannend ist dabei die gemeinsame technologische Basis. UNIQMAG möchte die magnetische Eingabe nicht nur als einzelnes Feature verkaufen, sondern daraus ein eigenes Peripherie-Ökosystem entwickeln. Die UQ68 und UQ71 sind dabei der aktuelle Einstieg in diese Welt, während der MX10 zeigt, wohin die Reise gehen könnte. Ob sich die ungewöhnliche Technik langfristig gegen etablierte mechanische und magnetische Lösungen durchsetzen kann, wird sich vor allem in der Praxis zeigen.

Alex
Alex
Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.
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