VEVOR hat seinen ersten Auftritt auf der IFA Berlin beendet und zieht eine positive Bilanz. Nach fünf Messetagen nutzte die weltweit tätige Heimwerkermarke die Veranstaltung nicht nur zur Präsentation von Produkten, sondern vor allem, um mit europäischen Verbrauchern, Medienvertretern, Content-Creatorn und Geschäftspartnern direkt ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig gab das Unternehmen einen Ausblick auf seine weitere Expansion in Europa.
Ein wichtiger Bestandteil der Pläne: VEVOR will 2027 sein erstes europäisches Ladengeschäft in Frankreich eröffnen. Damit möchte das Unternehmen neben seinem umfangreichen Onlinegeschäft auch seine stationäre Präsenz auf dem europäischen Markt ausbauen.
Erster großer Auftritt in Europa
Am 8. September endete der fünftägige IFA-Auftritt von VEVOR. In Berlin präsentierte das Unternehmen insgesamt 20 Produkte aus drei großen Bereichen: Werkzeuge und Werkstatt, Haushalt und Küche sowie Garten und Outdoor. Dabei ging es VEVOR nach eigenen Angaben nicht ausschließlich um die Präsentation des eigenen Sortiments. Der Messeauftritt sollte vor allem die Möglichkeit schaffen, direktes Feedback vom europäischen Markt zu erhalten und Kontakte zu Verbrauchern, Medien und potenziellen Geschäftspartnern aufzubauen.
Damit betrat VEVOR auf der IFA gewissermaßen Neuland. Zwar ist die Marke bereits seit Jahren online in Europa aktiv, einen vergleichbaren direkten Kontakt mit europäischen Kunden hatte es für das Unternehmen bislang nicht gegeben.
„Die IFA hat uns eine wichtige Gelegenheit geboten, Verbraucher, Medienvertreter und Partner persönlich zu treffen und direktes Feedback vom europäischen Markt zu erhalten“, erklärt Shirley Liu, Leiterin des E-Commerce bei VEVOR Europe.

Rund 15.000 Produkte für Europa
VEVOR ist inzwischen deutlich größer auf dem europäischen Markt vertreten, als es der klassische Onlinehandel zunächst vermuten lässt. Das Unternehmen bietet europäischen Kunden nach eigenen Angaben rund 15.000 verschiedene Artikel an. Für die Versorgung des Kontinents verfügt VEVOR mittlerweile über 22 europäische Lagerhäuser. Damit sollen nicht nur kürzere Lieferwege, sondern auch eine bessere lokale Produktverfügbarkeit gewährleistet werden.
Neben dem eigenen Onlineshop ist VEVOR auf zahlreichen großen europäischen Marktplätzen vertreten, darunter Amazon, MediaMarkt Saturn, Kaufland, ManoMano und eBay. Die Strategie soll künftig allerdings noch breiter aufgestellt werden. VEVOR plant, sowohl seine Logistik als auch Kundenservice und After-Sales-Support in Europa weiter auszubauen. Gleichzeitig sollen Kunden mehr Möglichkeiten bekommen, Produkte auch offline zu erleben und auszuprobieren.

Frankreich wird zum Test für den stationären Handel
Eine zentrale Rolle spielt dabei Frankreich. Dort soll 2027 das erste europäische VEVOR-Ladengeschäft entstehen. Dass die Wahl auf Frankreich fällt, kommt nicht völlig überraschend. VEVOR bezeichnet den französischen Markt bereits heute als einen seiner stärksten Märkte in Europa. Hinzu kommt eine ausgeprägte Heimwerker- und Renovierungskultur.
Mit dem stationären Geschäft will VEVOR offenbar ein Konzept etablieren, das bereits außerhalb Europas erprobt wird. Im März 2026 eröffnete das Unternehmen in Houston, Texas, einen rund 3.000 Quadratmeter großen Omnichannel-Flagship-Store. Kunden können dort Produkte ansehen und ausprobieren. Nicht vorrätige Artikel lassen sich anschließend zur Lieferung bestellen. Das Konzept könnte damit auch als Blaupause für den geplanten europäischen Store dienen.
Diese Produkte zeigte VEVOR auf der IFA
Auf der IFA 2026 gab VEVOR einen Querschnitt durch sein aktuelles Sortiment. Neben klassischen Werkzeugen und Produkten für die Werkstatt standen dabei auch einige ungewöhnlichere Smart-Home- und Haushaltsprodukte im Mittelpunkt. Im Bereich Garten und Outdoor zeigte VEVOR beispielsweise die einziehbare Gartenschlauchtrommel XW40-1/2. Die verwendete Stahlfeder wurde laut Hersteller für mehr als 3.000 Öffnungs- und Schließzyklen getestet und soll einem Druck von bis zu 600 PSI standhalten. Ebenfalls aus dem Outdoor-Bereich stammt ein KI-gesteuerter Vogelfutterspender mit 2K-Kamera und zwei Solarmodulen. Das System soll mehr als 10.000 Vogelarten erkennen können und bei entsprechenden Erkennungen Benachrichtigungen an eine Smartphone-App schicken. Die Kamera zeichnet die Vögel in 2K-Auflösung auf. Für die Energieversorgung sorgen ein 5.200-mAh-Akku und die beiden Solarmodule.

Für Werkstatt und Garage präsentierte VEVOR unter anderem eine TISR-Wärmebildkamera mit Superauflösung. Sie bietet vier Wärmebildmodi und kann Temperaturen zwischen -20 und 550 Grad Celsius messen. Einsatzmöglichkeiten sieht der Hersteller unter anderem beim Aufspüren von Wärmeverlusten, Zugluft, Leckagen oder elektrischen Problemen. Auch für den Haushalt hatte VEVOR Neuheiten im Gepäck. Ein automatischer Vorhangöffner lässt sich ohne Bohren nachrüsten und soll mit seinem Doppelakku bis zu sechs Monate ohne erneutes Laden auskommen. Eine Integration in Amazon Alexa und Google Assistant ist ebenfalls vorgesehen.

Darüber hinaus feierte ein neuer Kammer-Vakuumierer auf der IFA seine Weltpremiere. Das Gerät soll im Dezember 2026 in Europa auf den Markt kommen und neben dem klassischen Vakuumieren über einen speziellen Versiegelungsmodus verfügen. Dieser soll Beutel bis zu 70 Prozent schneller versiegeln als der Standardzyklus. Hinzu kommen eine Vakuumfunktion für Gläser sowie ein Mariniermodus.

VEVOR will auch nach der IFA sichtbar bleiben
Für VEVOR soll die IFA allerdings nicht der einzige Schritt in Richtung einer stärkeren Offline-Präsenz in Europa bleiben. Das Unternehmen kündigte an, auch künftig an Messen und weiteren Offline-Veranstaltungen teilnehmen zu wollen. Damit verfolgt VEVOR offenbar eine klare Omnichannel-Strategie: Der Onlinehandel soll weiterhin das Fundament bilden, gleichzeitig möchte die Marke aber stärker dort präsent sein, wo Kunden Produkte selbst ausprobieren und sich persönlich informieren können.
„Mit Blick auf das Jahr 2027 und darüber hinaus werden wir unsere europäische Präsenz in den Bereichen Online- und Offline-Kanäle, Logistik und Kundensupport weiter ausbauen“, so Liu. Die Eröffnung des ersten europäischen Ladengeschäfts in Frankreich sei dabei ein wichtiger nächster Schritt für das langfristige Wachstum der Marke in Europa.
Nach dem Ende der IFA 2026 steht für VEVOR damit bereits das nächste große Ziel fest: Der Online-Heimwerkerhändler will in Europa zunehmend auch stationär Fuß fassen. Das gesamte Produktsortiment von VEVOR ist über den deutschen Onlineshop erhältlich.
