Firaxis blickt bei Civilization VII weit nach vorne: Mit „Arc of Tomorrow“ kommt 2027 das Atomzeitalter ins Spiel, während die erste kostenpflichtige Erweiterung „Earthrise“ den Wettlauf ins All eröffnet. Bereits in diesem Monat erscheint zudem Update 1.5.0. Anlässlich der PAX West und des 35. Geburtstags der Civilization-Reihe haben 2K und Firaxis Games einen umfangreichen Ausblick auf die Zukunft von Sid Meier’s Civilization VII gegeben. Während mit Update 1.5.0 bereits in diesem Monat einige lange erwartete Verbesserungen anstehen, geht es 2027 deutlich weiter: Das kostenlose „Arc of Tomorrow“-Update erweitert das Spiel um das Atomzeitalter, anschließend soll mit „Earthrise“ die erste kostenpflichtige Erweiterung erscheinen.
Damit wagt sich Civilization VII erstmals über den bislang abgedeckten historischen Zeitraum hinaus und führt die Spieler von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die nahe Zukunft und schließlich sogar darüber hinaus ins Sonnensystem.
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Arc of Tomorrow bringt das Atomzeitalter
Der größte kostenlose Inhaltsnachschub für Civilization VII steht 2027 an. Arc of Tomorrow führt ein komplett neues, viertes Zeitalter ein, das ungefähr die Zeit von den 1950er-Jahren bis in die 2050er-Jahre abbildet.
Damit verändert sich nicht nur der zeitliche Rahmen der Kampagnen. Firaxis will das Atomzeitalter mit eigenen Spielmechaniken, Gebäuden, Einheiten, Grafiken, Zivilisationen, Anführern und weiteren Inhalten deutlich von den bisherigen Zeitaltern abheben.
- Atomzeitalter: Ein neues viertes Zeitalter erweitert den spielbaren Zeitraum bis in die nahe Zukunft.
- Moderne Welt: Neue Stadtarchitektur, aktualisierte Technologie- und Zivilisationsbäume, neue Triumphe, Sozialpolitiken und narrative Ereignisse sollen die Epoche charakterisieren.
- Neue Zivilisationen und Anführer: Neben neuen, zum Zeitalter passenden Zivilisationen kehrt Gandhi als Anführer zurück.
- Erweitertes Nuklear-Gameplay: Atomwaffen erhalten zusätzliche offensive und defensive Möglichkeiten. Gleichzeitig wird das Konzept der gegenseitig garantierten Zerstörung weiterentwickelt.
- Stadtstaaten: Siedlungen können künftig ihre Unabhängigkeit erhalten und als Stadtstaaten freigegeben werden. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, Größe und Loyalität des eigenen Imperiums zu kontrollieren.
- Große Filmwerke: Filmteams suchen nach geeigneten Drehorten. Welcher Standort optimal ist, hängt unter anderem vom gewünschten Filmgenre ab und kann unterschiedliche Vorteile bringen.
- Industrieprodukte: Durch die Kombination bestimmter Rohstoffe lassen sich neue und besonders mächtige Ressourcen herstellen, darunter beispielsweise angereichertes Uran.
Besonders interessant dürfte dabei das überarbeitete Nuklear-Gameplay werden. Civilization VII bekommt damit nicht einfach nur modernere Einheiten, sondern eine neue Ebene strategischer Entscheidungen rund um nukleare Abschreckung und Kriegsführung.
Earthrise: Civilization geht ins All
Noch einen Schritt weiter geht die erste kostenpflichtige Erweiterung. Sid Meier’s Civilization VII: Earthrise soll ebenfalls 2027 erscheinen und beschäftigt sich mit der Beziehung der Menschheit zum Weltraum, gleichzeitig rückt aber auch der Schutz der Erde stärker in den Mittelpunkt.

Die Erweiterung soll sich dabei nicht auf das Atomzeitalter beschränken, sondern die Entwicklung über mehrere Zeitalter hinweg begleiten. Bereits in der Antike und im Zeitalter der Erkundung beginnen die Spieler damit, den Nachthimmel zu kartografieren und Himmelskörper zu benennen. Auf diese Weise wird nach und nach Wissen über das Sonnensystem und die Stellung der Erde darin aufgebaut. Im Zeitalter der Moderne folgen schließlich die ersten Orbitalmissionen um Erde und Mond. Diese bereiten den Weg für die späteren Weltraumoperationen.
Im Atomzeitalter wird daraus ein wesentlich umfangreicheres Unterfangen: Die Spieler können eine eigene Weltraumagentur gründen und Missionen zu verschiedenen Zielen im Sonnensystem starten. Dabei lassen sich unter anderem planetare Besonderheiten und bislang unerschlossene Ressourcen entdecken, die anschließend der eigenen Zivilisation auf der Erde zugutekommen.
Die Erde wird zum strategischen Faktor
Earthrise beschränkt sich allerdings nicht auf die Eroberung des Weltraums. Auch die Umwelt und der Klimawandel sollen eine größere Rolle spielen. Neue Technologien und Fähigkeiten ermöglichen es, Gelände und Feldboni innerhalb des eigenen Reiches zu verändern. Hinzu kommen neue Ingenieurbauwerke, mit denen sich die Auswirkungen zunehmender Naturkatastrophen abmildern lassen.
Die globale Erwärmung soll dabei nicht zwangsläufig in einer Katastrophe enden: Laut Firaxis können Spieler sogar versuchen, die Erderwärmung wieder umzukehren.
Interessant ist zudem ein neues Fortschrittssystem für unterschiedliche Biome. Je besser eine Zivilisation darin wird, bestimmte Landschaften zu bewirtschaften, desto mehr Vorteile kann sie daraus ziehen. Die entsprechenden Fähigkeiten werden dadurch weiter verstärkt.
Update 1.5.0 kommt bereits diesen Monat
Wer nicht bis 2027 warten möchte, bekommt schon in Kürze Nachschub. Update 1.5.0 soll noch im September 2026 erscheinen und bringt neben verschiedenen Quality-of-Life-Verbesserungen eine von der Community lange erwartete Funktion zurück:
Wahrer Startort: Weltkarte
Die neue „True Start Location: Earth“-Karte orientiert sich bei Landmassen, Eigenschaften und Ressourcen an der realen Welt. Dadurch sollen historische und alternative Szenarien auf einer tatsächlichen Weltkarte stärker zur Geltung kommen.
Darüber hinaus überarbeitet Firaxis mehrere bestehende Kartentypen. Terra Incognita und Shuffle werden mit dem Voronoi-Algorithmus zur Kartengenerierung aktualisiert. Die Karten sollen dadurch abwechslungsreicher und natürlicher wirken.
Auch die Ressourcengenerierung wurde optimiert. Karten sollen schneller geladen und generiert werden, während die Platzierung von Ressourcen natürlicher ausfallen soll.
Weitere Verbesserungen
- Einfluss kann künftig genutzt werden, um in einer Allianz zu bleiben, ohne automatisch in die Kriege eines Verbündeten hineingezogen zu werden.
- Überarbeitete Tooltips sollen Aktionen verständlicher machen.
- Siedlungsbanner werden angepasst.
- Die Spielvorbereitung erhält weitere UI-Verbesserungen.
- Ein neues Kachel-Lineal soll bei der Planung von Städten helfen.
Erst testen, dann 2027 spielen
Firaxis will die Entwicklung von Arc of Tomorrow zudem teilweise gemeinsam mit der Community vorantreiben. Über den Firaxis Feature Workshop können sich Spieler für die Möglichkeit anmelden, kommende Inhalte selbst auszuprobieren. Eine erste Testrunde ist noch für 2026 vorgesehen.
Konkrete Veröffentlichungstermine für Arc of Tomorrow und Earthrise gibt es derzeit noch nicht. Während Arc of Tomorrow für alle Besitzer von Civilization VII kostenlos bereitgestellt werden soll, handelt es sich bei Earthrise um eine separat erhältliche kostenpflichtige Erweiterung. Für beide Inhalte wird das Basisspiel benötigt.
