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Gamescom 2026 – God Save Birmingham im Hands-on – Herausforderndes Zombie-Survival im Mittelalter

Mit God Save Birmingham verbindet Ocean Drive Studio klassische Survival-Mechaniken mit einem ungewöhnlichen Szenario und einer ausgesprochen unangenehmen Ausgangslage. Im Hands-on auf der Gamescom 2026 hinterließ das mittelalterliche Zombie-Survival einen überwiegend positiven Eindruck. Vor allem der hohe Schwierigkeitsgrad und die physikbasierten Möglichkeiten machen neugierig. Grafisch und beim Aufbau der Spielwelt gibt es allerdings noch Luft nach oben.

Es gibt angenehmere Orte für eine Zombie-Apokalypse als das Birmingham des 14. Jahrhunderts. In God Save Birmingham erwachen wir als gewöhnlicher Bewohner der mittelalterlichen Stadt und müssen feststellen, dass Familie, Nachbarn und vermutlich ein erheblicher Teil der Bevölkerung inzwischen zu Untoten geworden sind.

Keine Schusswaffen, keine moderne Ausrüstung und vor allem keine übernatürlichen Fähigkeiten helfen dabei. Es bleibt nur das, was sich finden, herstellen oder irgendwie zweckentfremden lässt. Genau daraus zieht God Save Birmingham seinen Reiz.

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Project Zomboid trifft mittelalterliches Birmingham

Das Spiel orientiert sich vermutlich an Project Zomboid und überträgt dessen kompromisslose Survival-Idee in ein historisches Setting. Häuser werden nach Nahrung, Wasser und Materialien durchsucht, Verletzungen müssen versorgt und brauchbare Gegenstände zu Waffen oder Werkzeugen verarbeitet werden.

Hunger, Durst, Erschöpfung und verschiedene Charakterwerte verlangen zusätzlich Aufmerksamkeit. Langfristig geht es darum, einen sicheren Unterschlupf aufzubauen, Fähigkeiten zu verbessern und sich an Wetter und Umgebung anzupassen.

Das alles ist nicht neu. Im Hands-on funktionierten diese bekannten Mechaniken allerdings erstaunlich gut, weil God Save Birmingham schon in der Ausgangssituation erheblichen Druck erzeugt.

Brunnen in God Save Birmingham
Quelle: press kit

Sterben gehört hier vermutlich zum Alltag

Bereits wenige Zombies können zu einem ernsthaften Problem werden. Wer unvorbereitet in einen Kampf gerät, befindet sich schnell auf der Flucht. Damit ist der hohe Schwierigkeitsgrad wohl eine der auffälligsten Eigenschaften des Spiels. Und gerade das passt auch hervorragend zum Szenario des Spiels. God Save Birmingham ist vieles aber bestimmt keine mittelalterliche Zombie-Power-Fantasy. Stattdessen entsteht das Gefühl, tatsächlich nur ein gewöhnlicher Mensch zu sein, der irgendwie den nächsten Tag erreichen möchte.

Spannend wird dabei vor allem die Physik. Fässer, Möbel und andere Gegenstände können genutzt werden, um Untote aufzuhalten, Wege zu blockieren oder Barrikaden zu improvisieren. Weil Schusswaffen fehlen, muss die Umgebung stärker in das eigene Überleben einbezogen werden.

Barrikade Mechanik in God Save Birmingham
Quelle: press kit

Die Welt muss noch mehr bieten

Weniger überzeugend präsentierte sich bislang die eigentliche Spielwelt. Die im Hands-on verfügbare Karte war angenehm übersichtlich, wirkte dadurch aber gleichzeitig noch recht begrenzt. Für eine kurze Demo funktioniert das. Über viele Stunden könnte der bekannte Kreislauf aus Erkunden, Looten, Craften und Überleben jedoch schnell an Reiz verlieren, wenn Birmingham nicht genügend Überraschungen und unterschiedliche Situationen bietet.

Auch grafisch hinterließ God Save Birmingham trotz Unreal Engine 5 einen eher durchwachsenen Eindruck. Das mittelalterliche Setting besitzt durchaus Atmosphäre und insbesondere Architektur und Beleuchtung können schöne Momente erzeugen. Charaktermodelle, Animationen und Teile der Umgebung wirken dagegen stellenweise bereits etwas in die Jahre gekommen.

Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass sich das Spiel weiterhin in Entwicklung befindet.

Zombie Attacke in God Save Birmingham
Quelle: press kit

Koop könnte God Save Birmingham deutlich besser machen

Die vielleicht spannendste Perspektive bietet deshalb der geplante Koop-Modus. Gerade die improvisierten Situationen könnten gemeinsam erheblich besser funktionieren: Einer sammelt Nahrung, während ein anderer den Unterschlupf absichert bis irgendwo eine Zombiegruppe angelockt wird und aus dem sorgfältigen Plan plötzlich völliges Chaos entsteht.

Im gemeinsamen Survival könnte God Save Birmingham seine größte Stärke entwickeln. Viele der bekannten Survival-Systeme wirken alleine zunächst solide, im Koop könnten daraus jedoch jene ungeplanten Geschichten entstehen, von denen das Game langfristig lebt.

Hands-on-Fazit zu God Save Birmingham

God Save Birmingham erfindet Survival nicht neu. Crafting, Hunger, Durst, Ressourcenmanagement, Verletzungen und der Ausbau eines Unterschlupfs sind bekannte Mechaniken. Das mittelalterliche Birmingham, der Verzicht auf moderne Waffen und der hohe Schwierigkeitsgrad verleihen der Mischung jedoch eine eigene und durchaus spannende Identität – als ob das Mittelalter nicht schon gefährlich genug gewesen wäre.

Das Hands-on hinterließ deshalb einen größtenteils positiven Eindruck. Die Survival-Mechaniken funktionieren, die physikbasierten Möglichkeiten machen neugierig und die gnadenlose Ausgangslage passt hervorragend zum Spielkonzept.

God Save Birmingham – Infobox

Titel: God Save Birmingham
Genre: Medieval Zombie Survival Simulator
Engine: Unreal Engine 5
Setting: Birmingham im 14. Jahrhundert
Gameplay: Survival, Crafting, Looting, Physik, Basisbau
Plattform: PC via Steam zunächst im Early Access
Konsolenversionen: werden geprüft
Besonderheit: Mittelalterliches Zombie-Survival ohne moderne Schusswaffen

Andreas Danner
Andreas Danner
Ich liebe Games seit die ersten Pentium Rechner das Licht der Welt erblickten. Ob Soulslikes, narrative RPGs oder Indie-Perlen mit neuen Perspektiven, mich faszinieren spannende Kompositionen aus Design, Gameplay und Story, auch in VR und KI-getriebenen Welten. Games sind für mich nicht nur Unterhaltung, sondern auch Kunst und Kultur.
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