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Police Simulator auf der Gamescom 2026 – Unser erster Eindruck macht Lust auf mehr

Im Rahmen der Gamescom konnten wir uns in einem rund einstündigen Termin ausführlich den neuen Police Simulator von astragon Entertainment ansehen. Einer der Entwickler nahm sich dabei viel Zeit, uns den kommenden Titel vorzustellen und einen Einblick in Gameplay, Spielwelt und die zahlreichen Neuerungen zu geben.

Schon beim ersten Blick auf den Titel fällt eine deutliche technische Weiterentwicklung auf. Police Simulator wird mit der Unreal Engine 5 entwickelt und präsentiert sich entsprechend detailliert. Hinter dem neuen Teil steht das Entwicklerstudio GRIP Studios, während astragon Entertainment als Publisher fungiert. Der Release ist aktuell für 2027 auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S geplant.

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Eine lebendige Stadt als Arbeitsplatz

Schauplatz des neuen Police Simulator ist die fiktive US-Metropole Faremont City. Die Stadt soll dabei deutlich mehr sein als eine hübsche Kulisse. Sie ist in drei Bezirke unterteilt, die wiederum aus mehreren Stadtvierteln bestehen. Im Verlauf unserer Karriere werden nach und nach weitere Bereiche zugänglich.

Besonders interessant fanden wir dabei den Ansatz bei der Gestaltung der Stadt. Für die Erstellung von Faremont City arbeiten die Entwickler mit echten Stadtplanern. Dadurch soll die Stadt nicht wie eine zufällig zusammengestellte Ansammlung von Straßen und Gebäuden wirken, sondern nachvollziehbare Strukturen besitzen. Bei der Orientierung helfen außerdem verschiedene Points of Interest, kurz POIs. Sie dienen als markante Orientierungspunkte innerhalb der Stadt und erleichtern es, sich in der weitläufigen Spielwelt zurechtzufinden.

Auch der Verkehr machte während der Präsentation bereits einen guten Eindruck. Die Fahrzeuge bewegten sich nachvollziehbar durch die Stadt und auch bei den NPCs war eine interessante Besonderheit zu erkennen: Sie bewegen sich nicht einfach nur zufällig durch die Gegend, sondern verfügen über einen echten Start- und Zielpunkt.

Das klingt zunächst nach einem kleinen Detail, kann aber erheblich dazu beitragen, dass die Stadt glaubwürdiger wirkt. Schließlich entsteht dadurch der Eindruck, dass sich die Bewohner tatsächlich auf dem Weg zu einem bestimmten Ort befinden und nicht nur als Statisten durch die Straßen laufen.

Die Polizeistation als zentraler Hub

Eine weitere interessante Designentscheidung betrifft die Polizeistation. Sie fungiert als zentraler Hub und ist damit ein wichtiger Bestandteil des eigentlichen Spiels. Die Entwickler möchten dadurch unter anderem die Anzahl klassischer Menüs reduzieren. Statt zahlreiche Funktionen über separate Menübildschirme aufzurufen, werden verschiedene Aktionen direkt innerhalb der Station durchgeführt.

Ein Beispiel dafür ist das Umkleiden des eigenen Charakters. Wir wählen unsere Kleidung also nicht einfach über ein Menü aus, sondern erledigen dies direkt in der Spielwelt. Mit dem Aufzug starten wir dann schließlich in unsere Schicht.

Dieser Ansatz passt gut zum generellen Simulationsgedanken. Die Polizeistation wird dadurch zu einem tatsächlichen Ausgangspunkt unserer Arbeit und nicht nur zu einem Ladebildschirm zwischen zwei Einsätzen.

Vom Strafzettel bis zum bewaffneten Einsatz

Beim Umfang der Einsätze möchte Police Simulator eine große Bandbreite abdecken. Insgesamt soll es mehr als 50 Missionen und Einsätze geben. Diese reichen von Verkehrsverstößen und Unfällen bis hin zu Fahrzeugdiebstahl, Drogendelikten und bewaffneten Bedrohungen.

Damit dürfte sich der Arbeitsalltag unserer virtuellen Polizistin beziehungsweise unseres virtuellen Polizisten deutlich abwechslungsreicher gestalten. Mal geht es um einen vergleichsweise unspektakulären Strafzettel, mal müssen wir auf einen ernsteren Zwischenfall reagieren. Die unterschiedlichen Situationen bringen dabei auch unterschiedliche Anforderungen an unsere Ausrüstung und Vorgehensweise mit sich.

Was darf ich eigentlich ahnden?

Da Police Simulator in einem US-amerikanischen Setting angesiedelt ist, stellt sich natürlich schnell die Frage, welche Verstöße wie behandelt werden dürfen. Hierfür gibt es im Spiel ein Ingame-Handbuch, in dem wir nachschlagen können, welche Strafe beziehungsweise Maßnahme bei einem bestimmten Verstoß möglich ist.

Das ist gerade für Spieler interessant, die nicht mit den entsprechenden Abläufen vertraut sind. Statt sämtliche Regeln auswendig lernen zu müssen, können wir uns bei Bedarf direkt im Spiel informieren. Damit entsteht gleichzeitig ein interessanter Teil des Simulationscharakters: Nicht jede Situation lässt sich einfach nach dem eigenen Bauchgefühl lösen.

Verantwortung statt wildem Ballern

Auch wenn der neue Police Simulator erstmals umfangreicher auf Schusswaffen setzt, soll das Spiel keinesfalls zum Shooter werden. Während unserer Präsentation sind wir deshalb auch nur grob auf diesen Bereich eingegangen. Der Schusswaffeneinsatz steht eindeutig nicht im Mittelpunkt. Vielmehr geht es darum, die Waffe als eines von mehreren Einsatzmitteln in bestimmten Situationen sinnvoll und verhältnismäßig einzusetzen.

Das passt zum grundsätzlichen Ansatz des Spiels. Ein übermäßiger oder unangemessener Einsatz der Waffe kann Konsequenzen haben. Auch andere Fehlentscheidungen können bestraft werden und im schlimmsten Fall zum vorzeitigen Ende der Schicht führen. Die Entwickler verfolgen damit bewusst keinen Ansatz nach dem Motto „Polizist sein und einfach alles ausprobieren“. Stattdessen sollen unsere Entscheidungen Konsequenzen haben.

Auch beim Setting für jüngere Spieler wird auf einen familienfreundlichen Ansatz geachtet. So sind beispielsweise im Umfeld von Schulen keine Schießereien vorgesehen. Bei der Namenswahl des eigenen Charakters gibt es zudem keine freie Texteingabe, sondern vorgegebene Auswahlmöglichkeiten. Dadurch soll verhindert werden, dass im Mehrspielermodus beleidigende oder obszöne Namen verwendet werden.

Ausrüstung und Talentbaum

Unsere Karriere besteht allerdings nicht nur daraus, von Einsatz zu Einsatz zu fahren. Mit zunehmendem Fortschritt können wir neue Ausrüstung freischalten. Dazu sammeln wir im Verlauf der Missionen außerdem Punkte, die wir in einen Talentbaum investieren können. Dadurch soll sich der eigene Charakter im Laufe der Karriere weiterentwickeln.

Welche Möglichkeiten sich daraus im Detail ergeben und wie stark sich die Entwicklung auf das eigentliche Gameplay auswirkt, konnten wir in unserer Präsentation noch nicht vollständig beurteilen. Der grundsätzliche Ansatz verspricht aber eine zusätzliche Motivation, auch langfristig weitere Schichten zu absolvieren.

Die offiziellen Informationen bestätigen ebenfalls, dass mit zunehmendem Karrierefortschritt neue Stadtviertel, Fahrzeuge, Ausrüstung und Verantwortlichkeiten freigeschaltet werden.

Unterstützung auf vier Pfoten

Eine der größten Neuerungen ist der Diensthund. K-9-Einsätze gehören zu den Features, die sich die Community bereits länger gewünscht hat und die nun erstmals ihren Weg in die Reihe finden. Der Hund kann unter anderem beim Aufspüren von Verdächtigen und beim Erkennen illegaler Substanzen helfen.

Während unserer Präsentation wurden zu diesem Bereich allerdings noch nicht allzu viele Details verraten. Einen kleinen Einblick konnten wir dennoch bekommen. So lässt sich unter anderem die Hunderasse auswählen. Und natürlich darf der vierbeinige Kollege auch gestreichelt werden. Wie umfangreich die K-9-Einsätze letztendlich ausfallen und welche zusätzlichen Möglichkeiten sie für das Gameplay bieten, bleibt daher noch abzuwarten.

Dialoge sollen lebendiger werden

Ein Punkt, auf den die Entwickler besonders großen Wert legen, sind Dialoge und Synchronisation. Das zeigte sich bereits bei der Präsentation. Bei der Vertonung wird beispielsweise auf die richtige Betonung geachtet. Außerdem sollen Gespräche abhängig von der Situation unterschiedlich verlaufen können.

Gerade bei einer Simulation, in der viele Situationen zunächst eher unspektakulär wirken können, ist das ein wichtiger Punkt. Wenn Gespräche und Reaktionen abwechslungsreich gestaltet sind, kann das erheblich zur Atmosphäre beitragen.

Mit dem Streifenwagen durch Faremont City

Natürlich gehört auch das Fahren zu unserem Polizeialltag. Dafür steht eine Auswahl verschiedener Polizeifahrzeuge zur Verfügung, vom SUV bis zum klassischen Streifenwagen. Die Fahrzeuge sind dabei für unterschiedliche Situationen gedacht. Die Entwickler versprechen zudem eine überarbeitete Fahrphysik und einen lebendigen KI-Verkehr. Während unserer Präsentation machte insbesondere der Verkehr bereits einen guten Eindruck.

Dass sich die Fahrzeuge und NPCs nicht einfach zufällig durch die Stadt bewegen, sondern nachvollziehbaren Routen folgen, dürfte dabei ebenfalls helfen, Faremont City glaubwürdiger wirken zu lassen.

Gemeinsam auf Streife

Wer nicht alleine für Recht und Ordnung sorgen möchte, kann den Polizeialltag auch gemeinsam mit einem Freund erleben. Der neue Police Simulator bietet einen Koop-Modus für zwei Spieler. Besonders interessant: Das Spiel unterstützt vollständiges Crossplay, sodass Spieler plattformübergreifend gemeinsam auf Streife gehen können.

Den Koop-Modus konnten wir während unseres Termins allerdings nicht selbst erleben, da er uns nicht vorgeführt wurde. Wie gut die unterschiedlichen Aufgaben im gemeinsamen Spiel funktionieren und welche zusätzlichen Möglichkeiten sich daraus ergeben, bleibt somit für einen späteren Test offen.

Unser erster Eindruck

Nach rund einer Stunde Präsentation bleibt vor allem ein Eindruck hängen: Der neue Police Simulator macht Lust auf mehr. GRIP Studios scheint sich nicht darauf zu beschränken, die bekannte Formel lediglich technisch aufzupolieren. Mit der Unreal Engine 5, der umfangreicher gestalteten Stadt, den neuen K-9-Einsätzen, dem Fortschrittssystem, dem Talentbaum und dem stärkeren Fokus auf glaubwürdige NPCs und Dialoge gibt es einige interessante Ansätze.

Besonders gut gefällt uns dabei, dass der Titel trotz der größeren Möglichkeiten nicht versucht, aus der Polizeisimulation einen Shooter zu machen. Schusswaffen gehören zum Werkzeugkasten, stehen aber nicht im Zentrum. Stattdessen bleibt der eigentliche Polizeialltag mit seinen vielen kleinen und großen Aufgaben der Kern des Spiels. Auch die Idee, die Polizeistation als interaktiven Hub zu nutzen und möglichst viele Aktionen direkt in der Spielwelt stattfinden zu lassen, gefällt uns.

Noch sind allerdings einige Fragen offen. Insbesondere die genaue Umsetzung des Talentbaums, der K-9-Einsätze, des Koop-Modus und der anspruchsvolleren Einsätze müssen wir uns zu einem späteren Zeitpunkt genauer ansehen.

Unser erster Eindruck fällt dennoch eindeutig positiv aus. Die Präsentation hat uns neugierig gemacht und wir sind gespannt darauf, Faremont City irgendwann selbst auf Streife erkunden zu können.

Police Simulator – Die wichtigsten Fakten

Information Details
Entwickler GRIP Studios
Publisher astragon Entertainment
Genre Working Simulation
Engine Unreal Engine 5
Schauplatz Faremont City, US-inspirierte Metropole
Missionen & Einsätze Über 50
Spieler 1–2 Spieler
Koop Online-Koop für zwei Spieler
Crossplay Ja
Plattformen PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S
Polizeifahrzeuge Verschiedene Fahrzeugtypen
Ausrüstung Unter anderem Radarpistole, Kameras, Verkehrskegel, Absperrungen, Elektroschockwaffe und Schusswaffen
Diensthund Ja, K-9-Einsätze mit verschiedenen Hunderassen
Charakteranpassung Ja
Fortschrittssystem Freischaltbare Ausrüstung, Fahrzeuge, Stadtviertel und Talentbaum
Release 2027
Preis Noch nicht bekannt
USK/Altersfreigabe Noch ausstehend

Hinweis: Die Angaben basieren auf unserer einstündigen Gamescom-Präsentation sowie den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Informationen des Publishers. Bis zum Release können sich einzelne Inhalte und Funktionen noch ändern.

Alex
Alex
Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.
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