StartNewsPermafrost: Überleben in einer eisigen Welt – unser Eindruck von der Gamescom

Permafrost: Überleben in einer eisigen Welt – unser Eindruck von der Gamescom

Auf der Gamescom konnten wir uns Permafrost von Toplitz Productions in einer Präsentation genauer anschauen. Der Survival-Titel schickt uns in eine von Eis und Kälte geprägte Welt, in der nicht nur menschliche Gegner und wilde Tiere zur Gefahr werden. Auch die Umgebung selbst kann jederzeit über unser Überleben entscheiden. Nach dem, was uns gezeigt wurde, will Permafrost dabei nicht primär mit actionreichen Kämpfen, sondern besonders mit Crafting, Erkundung und Basenbau punkten.

Die Kälte ist der eigentliche Gegner

Schon während der Präsentation wurde deutlich, dass die Kälte eine zentrale Rolle im Spiel einnimmt. Je nachdem, welche Ausrüstung unser Charakter trägt, verfügen wir über eine unterschiedliche Kälteresistenz. Damit wird die Wahl der Ausrüstung zu einem wichtigen Bestandteil des Überlebens.

Das ist insbesondere dann relevant, wenn wir uns in immer kältere Gebiete vorwagen. Die Umgebung wird dadurch nicht einfach zu einer optischen Kulisse, sondern bestimmt unmittelbar, wie lange wir uns dort aufhalten können. Zusätzliche Ausrüstung kann die Kälteresistenz weiter erhöhen und damit neue Möglichkeiten bei der Erkundung eröffnen.

Wer die Temperaturen unterschätzt, bekommt die Konsequenzen zu spüren: Die zunehmende Kälte schwächt den Charakter und kann schließlich sogar zum Ausfall führen. Damit entsteht ein interessantes Zusammenspiel zwischen Erkundung, Ausrüstung und Vorbereitung.

Crafting und Basenbau statt Dauer-Action

Beim Kampfsystem hält sich Permafrost dagegen eher zurück. Kämpfe gegen menschliche Gegner und wilde Tiere gehören zwar zum Spiel, stehen aber nicht im Mittelpunkt. Das System wirkt vielmehr grundlegend gehalten und soll offenbar vor allem eine weitere Gefahr innerhalb der Welt darstellen.

Deutlich wichtiger sind dagegen Crafting und Basenbau. Die eigene Ausrüstung ist entscheidend dafür, wie gut wir mit den widrigen Bedingungen zurechtkommen. Gleichzeitig soll die eigene Basis einen sicheren Rückzugsort und Ausgangspunkt für unsere weiteren Unternehmungen darstellen.

Damit legt Permafrost seinen Fokus stärker auf die klassischen Survival-Elemente: Ressourcen sammeln, Ausrüstung herstellen, die eigenen Möglichkeiten erweitern und sich Schritt für Schritt auf die immer härteren Bedingungen vorbereiten.

Eine Welt, die neugierig macht und gleichzeitig abschreckt

Besonders gut funktioniert bereits in der Präsentation die Atmosphäre. Die eisige Landschaft wirkt spannend und lädt zur Erkundung ein, vermittelt gleichzeitig aber auch ein Gefühl von Bedrohung und Isolation.

Genau diese Mischung könnte zu einer der großen Stärken von Permafrost werden. Die Welt wirkt nicht wie ein freundlicher Spielplatz, den wir einfach nach Belieben erkunden können. Stattdessen vermittelt sie den Eindruck, dass jeder Ausflug gut vorbereitet sein sollte. Neben der Kälte können uns wilde Tiere und menschliche Gegner jederzeit gefährlich werden.

Auch technisch machte das Spiel während unserer Präsentation einen guten Eindruck. Die gezeigten Szenen liefen flüssig und die Grafik konnte mit einer ansprechenden Darstellung der verschneiten Welt überzeugen.

Gemeinsam durch die eisige Wildnis

Permafrost lässt sich sowohl alleine als auch gemeinsam mit anderen Spielern erleben. Der Koop-Modus wurde uns während der Präsentation ebenfalls als eines der interessanten Features vorgestellt. Gerade bei einem Survival-Spiel bietet das natürlich spannende Möglichkeiten, gemeinsam Ressourcen zu sammeln, die Umgebung zu erkunden und die eigene Basis auszubauen.

Doch auch wer alleine unterwegs ist, muss nicht vollständig auf Gesellschaft verzichten. Hunde können als treue Begleiter mit auf die Reise genommen werden. Dabei stehen unterschiedliche Rassen zur Auswahl, sodass sich der persönliche Vierbeiner nach den eigenen Vorlieben auswählen lässt. Der Hund ist dabei nicht ausschließlich ein atmosphärisches Extra. Die tierischen Begleiter können uns auch in Kämpfen unterstützen und damit zu einem nützlichen Teil unserer Überlebensstrategie werden. Gleichzeitig gibt es natürlich auch die deutlich entspanntere Seite der Mensch-Hund-Beziehung: Wir können unseren Begleiter streicheln und so für einige Momente der unwirtlichen Umgebung entkommen.

Damit verbindet Permafrost die harte Survival-Erfahrung mit einem kleinen, aber sympathischen persönlichen Element. Gerade in einer Welt, die ansonsten von Kälte, Gefahren und Einsamkeit geprägt ist, dürfte ein treuer vierbeiniger Begleiter für viele Spieler eine willkommene Ergänzung sein.

Unser Eindruck

Nach der Präsentation auf der Gamescom hinterlässt Permafrost einen interessanten Eindruck. Der Titel versucht offenbar nicht, mit einem besonders komplexen Kampfsystem oder permanenter Action zu punkten. Stattdessen stehen das Überleben in der Kälte, Crafting, Ausrüstung und der Aufbau einer eigenen Basis im Vordergrund.

Besonders spannend finden wir dabei die konsequente Einbindung der Kälte. Dass die eigene Ausrüstung unmittelbar darüber entscheidet, wie gut wir mit unterschiedlichen Temperaturen umgehen können, verleiht der Erkundung einen zusätzlichen strategischen Aspekt.

Gleichzeitig erzeugt die verschneite Welt eine Atmosphäre, die uns bei der Präsentation durchaus im Gedächtnis geblieben ist: faszinierend, aber ebenso bedrückend und beängstigend. Man möchte herausfinden, was sich hinter dem nächsten Hügel verbirgt – weiß aber gleichzeitig, dass die Welt dort draußen alles andere als ungefährlich ist.

Ob diese Mischung aus Survival, Crafting, Basenbau und Koop langfristig überzeugen kann, werden wir spätestens mit den kommenden Versionen des Spiels sehen. Unser erster Eindruck von der Gamescom fällt jedenfalls positiv und durchaus neugierig aus.

Alex
Alex
Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.
Die neusten Artikel