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gamescom 2026: Bergwerk – A Mining Sim verbindet realistischen Bergbau mit zugänglichem Gameplay

Auf der gamescom 2026 hatten wir die Gelegenheit, Bergwerk – A Mining Sim in einer rund halbstündigen Präsentation kennenzulernen. Zwei Entwickler von Hindsight Studios zeigten uns dabei, wie aus einem kleinen Kohlebergwerk nach und nach ein umfangreicher Industriebetrieb entsteht. Schon während der Präsentation fielen uns dabei vor allem die ansprechende Grafik und die intuitive Steuerung positiv auf.

Interessant ist vor allem der Ansatz der Entwickler: Bergwerk – A Mining Sim möchte die Abläufe des Bergbaus möglichst realistisch darstellen, nimmt an den richtigen Stellen aber Vereinfachungen vor, damit das Spiel nicht unnötig kompliziert wird.

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Schritt für Schritt in die Tiefe

Unser Bergwerk ist in verschiedene Teufen unterteilt. Der Begriff stammt aus dem Bergbau und bezeichnet die Tiefe unter der Tagesoberfläche. Neue Teufen müssen wir nach und nach für Geld freischalten und erschließen. Dabei gibt es allerdings einen deutlichen Unterschied zur Realität: In Bergwerk – A Mining Sim finden wir auf jeder erschlossenen Teufe Kohle. Die verschiedenen Kohlesorten orientieren sich dagegen wieder an den tatsächlichen Gegebenheiten und unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Eigenschaften und Qualität.

Zu Beginn sind unsere Möglichkeiten noch sehr begrenzt. Mit einer einfachen Spitzhacke beginnen wir mit dem Abbau und arbeiten uns anschließend über verschiedene Abbaumaschinen und den Einsatz von TNT bis hin zu modernen Abbauverfahren wie dem Strebabbau vor. Gerade diese Entwicklung hat uns während der Präsentation gut gefallen. Der technische Fortschritt wird nicht einfach über eine abstrakte Technologie-Leiste dargestellt, sondern verändert auch die Art und Weise, wie wir unser Bergwerk betreiben.

Sicherheit unter Tage

Ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist die Absicherung unserer Stollen. Denn wer unter Tage arbeitet, muss natürlich auch dafür sorgen, dass die aufgefahrenen Strecken stabil bleiben. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Angefangen bei einfachen Holzbalken über Stahlbögen bis hin zu weiteren Ausbauformen müssen wir unsere Stollen entsprechend absichern. Ebenso gilt es die Grubengase und den Staub im Blick zu behalten.

Auch hier zeigt sich der Anspruch an realistische Abläufe. Gleichzeitig geht Bergwerk – A Mining Sim beim Thema Spielbarkeit einen Schritt zurück von der Realität: Unser Charakter kann nicht sterben. Sollte ein Stollen einstürzen, werden wir stattdessen zurück zum Fahrkorb gesetzt. Das nimmt dem Einsturz zwar seine existenzielle Konsequenz, sorgt aber dafür, dass Fehler nicht gleich das Ende des eigenen Bergwerks bedeuten.

Kohle muss auch aus dem Bergwerk heraus

Nicht nur der Abbau selbst spielt eine Rolle. Die geförderte Kohle muss anschließend natürlich auch transportiert werden. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Unter Tage können wir beispielsweise Loren und Förderbänder einsetzen. Später kommen verschiedene Fahrzeuge hinzu, mit denen sich das Material transportieren lässt.

Eine kleine, aber interessante Besonderheit: Wie im echten Bergbau können wir auch auf dem Förderband mitfahren. Das sorgt nicht nur für eine authentische Atmosphäre, sondern kann auch bei der Fortbewegung unter Tage praktisch sein. Mit zunehmender Größe unseres Bergwerks werden die Transportwege entsprechend komplexer. Die Planung der Infrastruktur wird damit zu einem wichtigen Teil des Spiels.

Mehrere Schächte und ein wachsendes Bergwerk

Im späteren Spielverlauf können wir mehrere Schächte auf unserem Gelände einrichten. Diese müssen dabei nicht isoliert voneinander betrachtet werden, denn die unterirdischen Bereiche lassen sich miteinander verbinden.

So entsteht nach und nach ein immer komplexeres Netzwerk aus Schächten, Strecken und Abbaugebieten. Gerade hier zeigt sich die Tiefe des Spiels: Wir bauen nicht einfach eine einzelne Mine aus, sondern können unser Bergwerk zu einem umfangreichen unterirdischen System entwickeln.

Auch die Oberfläche wächst mit. Gebäude wie Fördergerüste, Lagerhallen oder Aufbereitungsanlagen lassen sich auf erworbenen Grundstücken platzieren. Damit entsteht nach und nach aus dem kleinen Betrieb ein immer größer werdendes Industrieunternehmen.

Realismus an den richtigen Stellen

Neben der Grafik und Steuerung war es vor allem die Vielzahl realistischer Abläufe, die bei unserer Präsentation einen positiven Eindruck hinterlassen hat. Bergwerk – A Mining Sim versucht, die verschiedenen Aspekte des Bergbaus miteinander zu verbinden, ohne daraus eine reine Fachsimulation zu machen.

Dazu gehören neben dem Abbau und der Absicherung unter Tage auch Stromversorgung, Wasserhaltung, Bewetterung, Gaskontrolle und Staubmanagement. Hinzu kommen unterschiedliche Abbauverfahren und mehr als 15 Maschinen, die im Laufe des Spiels zur Verfügung stehen.

Auch die Wirtschaft spielt eine Rolle. Schwankende Kohlepreise, Kredite, Wartungskosten und Investitionen bestimmen mit, wie schnell unser Unternehmen wachsen kann.

Unser erster Eindruck von der gamescom

Nach rund einer halben Stunde Präsentation bleibt bei uns vor allem der Eindruck eines ungewöhnlich tiefgehenden Bergbau-Simulators, der seine Komplexität nicht zum Selbstzweck macht. Viele Abläufe sind an der Realität orientiert, gleichzeitig greifen die Entwickler dort vereinfachend ein, wo eine 1:1-Umsetzung vermutlich eher den Spielfluss bremsen würde.

Besonders gefallen haben uns dabei die verschiedenen Möglichkeiten, das eigene Bergwerk aufzubauen. Von der ersten Spitzhacke über Maschinen und Sprengstoff bis hin zu komplexen unterirdischen Strukturen und dem Strebbau entwickelt sich das Spiel Schritt für Schritt weiter.

Auch optisch hinterließ Bergwerk – A Mining Sim bei unserer Präsentation einen guten Eindruck. Zusammen mit der unkomplizierten Steuerung könnte daraus eine Simulation werden, die sowohl Simulationsfans als auch Spieler anspricht, die bislang wenig Berührungspunkte mit dem Bergbau hatten.

Bergwerk – A Mining Sim erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Einen konkreten Veröffentlichungstermin gibt es bislang noch nicht.

Alex
Alex
Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.
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