Noctua NH-U12A chromax.black – Test/Review

    Design und Verarbeitung:

    Der Noctua NH-U12A chromax.black ist sehr hochwertig verarbeitet, alle Kühlrippen sind parallel, alle Bleche vollständig entratet und auch die schwarz matte Oberflächenbeschichtung ist fehlerfrei aufgetragen. Die Halteklammern des Lüfters sind dezent gehalten und kaum wahrnehmbar. Optisch fallen die sieben Heatpipes direkt auf, da so die komplette Breite der Coldplate mit Heatpipes versehen ist.
    Die Rahmen der beilegenden Lüfter sind gleichmäßig in mattem Schwarz gehalten. Im Vergleich hierzu ist der Rotor etwas heller, da hier die Glasfaserbeimischung deutlich sichtbar ist. Was der Optik des Kühlers jedoch nicht schadet.

    Montage:

    Der CPU-Kühler wird zwar vormontiert geliefert, allerdings muss für die Montage der Lüfter abgenommen werden, um Zugriff auf die Verschraubungen zu erhalten. Durch die verwendeten Montageklammern ist das aber kein Problem.

    Für unseren Test wurde der CPU-Kühler in folgendem System (nur die relevanten Komponenten) montiert:
    CPU: Intel Core i7-10700K
    Mainboard: MSI MPG Z490 Gaming Carbon WiFi
    RAM: Teamgroup T-FORCE DARK Z FPS 2x 8 GB @4.000 MHz (zum Test)
    Gehäuse: Fractal Design Meshify 2 XL (zum Test)
    Gehäuselüfter: Fractal Design Dynamic X2 GP-14 (2 vorne, 1 hinten)

    Vormontage bei LGA115x und LGA1200:

    Aufgrund der gleichen Bohrungsgeometrie kann bei Intel für LGA115x und LGA1200 das gleiche Montage-Kit genutzt werden. Durch das neue Montage-Kit mit Kompatibilität zum Sockel LGA1700 muss nun das Bracket zunächst vormontiert werden. Hierzu werden die Stifte in die innere Bohrung gesteckt und mit den beiliegenden Clips gesichert. Sehr schön ist, dass zwei zusätzliche Clips beiliegen, falls mal einer beschädigt werden sollte. Bei der Montage am Mainboard muss man die Asymmetrie der Sockelrückseite nicht mehr beachten, das neue Bracket passt in beiden Ausrichtungen. Nun werden von der Vorderseite aus die schwarzen Abstandhalter aus Kunststoff aufgeschoben und die Montagebügel können verschraubt werden. Diese werden für den NH-U12A chromax.black in der Regel senkrecht positioniert, somit ist eine Ausrichtung des Kühlers in Richtung des Gehäuseluftstroms möglich.

    Vormontage bei LGA1700:

    Hier gibt es nur kleine Unterschiede im Vergleich zum Sockel LGA1200. Bei der Vormontage des Brackets werden hier, aufgrund des größeren Sockels, die Stifte in die äußere Bohrung eingesetzt. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass hier die blauen an Stelle der schwarzen Abstandhalter verwendet werden.

    Vormontage bei AM4:

    Für die Montage an einem AM4-Sockel müssen zunächst die Halteelemente von AMD entfernt werden. Die originale Backplate wird weiterhin genutzt. An diese werden nun die beiden Halteelemente des CPU-Kühlers mittels Schrauben und Abstandhaltern montierten.

    Montage des Kühlkörpers:

    Der Kühlkörper wird mit zwei Muttern mittels Kreuz-Schlitz-Schraubendreher montiert. Hierzu muss, wie bereits erwähnt, der Lüfter kurz abgenommen werden. Dann kann der Kühlkörper aber problemlos verschraubt werden, dabei zieht man die Schrauben so lange an, bis diese stramm sitzen (Aufpassen: nicht überdrehen). Anschließend können beide Lüfter wieder mit den Klammern befestigt und am Mainboard mit dem Y-Kabel angeschlossen werden. Aber auch ein separater Anschluss am Board ist möglich, wenn die entsprechenden Anschlüsse vorhanden sind. So könnte man theoretisch auch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten des vorderen und hinteren Lüfters experimentieren. Für eine schöne Verlegung der Kabel könnte das Y-Kabel jedoch ruhig etwas länger ausfallen.

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    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich schreibe hier vor allem zu den Themen PC-Hardware und Marvel-Comics.