MEGA MAN Legacy Collection – Test / Review

    Heute ist der offizielle Release der Mega Man Legacy Collection für den Nintendo 3DS. Was diese Sammlung von Capcom zu bieten hat, erfahrt ihr im folgenden Bericht genau. Vorab sei gesagt, es handelt sich bei der Sammlung nur um die, für den NES, erschienen Titel: Mega Man 1 bis Mega Man 6. Es sind jedoch keine Remakes, sondern eine Ansammlung, der alten Spiele mit dem blauen Roboter.

    Inhalt

    In der Mega Man Collection sind nicht nur die Mega Man Teile 1 – 6 aufzufinden, sondern auch ein Herausforderungsmodus, eine Musichall mit allen Liedern zu den Spielen, Bildergalerie zu den Episoden, Einstellungen zum Gameplay und eine Einbindung für den Mega Man Amiibo.

    Das Besondere in den Einstellungen ist, dass man hier zwischen den europäischen Titel Mega Man und dem japanischen Titel Rockman wechseln kann. Folglich ändert sich auch die Sprache in den Spielen. Ebenfalls kann der schwarze Rand, der durch die 4:3-Bildausgabe kommt, mit Mega Man Designs verschönert werden.

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    Gameplay

    Mega Man ist bekannt für sein anspruchsvolles und schweres Gameplay. Hier wird einem Nichts geschenkt und man ist über jeden erreichten Checkpoint dankbar. Wie im Original üblich, kann der Spieler aus allen Levels auswählen, mit welchem er beginnen möchte. Es gibt kein sehr leichtes Level 1 oder sehr schweres Level 8. Jedes Spiel hat 9 Stages, welche von dem Schwierigkeitsgrad kaum Unterschiede aufweisen.

    Die Stages sind meistens dem Typen angepasst, welchen deinem Gegner entspricht. Air Man, Wood Man und so weiter spricht für sich, was einem erwartet. In den Leveln die Mega Man bietet, muss man auf alles gefasst sein. Es ist üblich, dass man ein Level mehrere Male anspielen muss, bis es einem gelingt, den Endgegner zu erreichen. Die Aufgabe ist es folglich sich das komplette Level zu merken. Die Gegner sind immer an derselben Stelle und haben immer dasselbe Angriffsmuster, was es nicht leichter macht. Oftmals sind es die äußeren Einwirkungen, wie ein Laufband oder ein Kopfüber-Level, das den Schwierigkeitsgrad drastisch steigen lässt. Worauf geachtet werden sollte, sind die Gegner, die sich selbst schützen können oder nur an bestimmten Stellen verwundbar sind. Knifflig wird es, wenn solch ein Roboter einem den Weg blockiert und zusätzlich auch noch auf einer schmalen Plattform balancieren müsst.

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    Die schlichte Steuerung aus den Nintendo Entertainment System Zeiten kommt da gerade richtig. Mit dem Steuerkreuz bewegt man sich, mit Y wird geschossen und mit B gesprungen. Des Weiteren kann man mit Select die Fähigkeiten von Mega Man wählen. Diese können in manchen Level sehr hilfreich sein, welche man bekommt, durch das Erledigen des entsprechenden Endgegners. So kann auch Mega Man Gegenstände die im Weg sind heben oder Bumerangs werfen. Das Sammeln der Fähigkeiten und der Rüstungsfarbe kommt nicht zu kurz.

    Erstmalig kann das Spiel auch pausiert werden, um ins Menü zurückzukehren. Was damals undenkbar war, ist heute kein Problem. Ist die Lust oder Motivation vergangen, kann einfach an Ort und Stelle das Spiel gespeichert werden und beim nächsten Anlauf versucht man es weiter.

    Herausforderungen

    Der Modus „Herausforderung“ könnte für die Mega Man Profis interessant sein. Als ob die Reihe nicht schon schwer genug ist, muss man hier unter Zeitdruck einzelne Levelpassagen bestehen oder bestimmte Gegner erledigen. Die Missionen bestehen meist aus einer Kette mehrerer Abschnitte aus den Levels der Mega Man Teile. Über 55 Herausforderungen werden einem geboten, welche freigeschaltet werden bei Beenden anderer Missionen. Selbstverständlich fällt die Belohnung höher aus, wenn besonders schnell das Level-Paket beendet wird. Der Modus ist zum Üben genau das Richtige oder das nächste Ziel, falls die normalen Spiele schon geschlagen wurden.

    Museum

    Zu jedem Spiel gibt es eine Galerie. Darin zu finden sind: Bilder der Original Verpackungen, Bilder zu Charakteren, einige Level-Designs, Konzeptentwürfe und vieles mehr. Einige verraten sogar die Attribute der Charakter, wie auf dem Bild zu sehen.

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    Fazit

    Mega Man macht doch immer wieder riesen Spaß, auch wenn man am liebsten den Kontroller oder in diesem Fall den Nintendo 3DS aus Frust gegen die Wand schmeißen möchte. Mega Man ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven oder verwöhnten Speicherern (Obwohl dies hier nun möglich ist). Hier tut jeder Fehler weh. Man könnte meinen, dass die Collection etwas dürftig ausfällt, mit Mega Man 1-6. Jedoch sollte man beachten, dass dies alle Teile waren für den NES und die, aus der SNES-Reihe ebenfalls noch nicht im eShop zur Verfügung stehen, abgesehen der GameBoy Version. Klein ist diese Sammlung dennoch nicht. Mit der Musichall und den ganzen Songs aus den ersten sechs Mega Man Teilen sowie der gigantischen Bildergalerie ist die Mega Man Collection ein toller Titel für den Sammler und ein Must Have für diejenigen, die noch nie in Kontakt kamen mit dem Super Fighting Robot. Eines ist mir leider negativ aufgefallen, denn an einigen stellen der Spieltitel kommt es zu starken Rucklern, wenn mehr Action auf dem Bildschirm passiert. Wenn beispielsweise drei Roboter gleichzeitig schießen, beginnt das Spiel stark zu hängen.

    Zur Wertung der Grafik sei gesagt, dass es für damalige Verhältnisse ein riesen Schritt nach vorne war. Es ist kein HD Remake und hat bewusst die charmante 8-Bit Grafik beibehalten, damit auch eingesessene Gamer sich an die schöne alte Zeit zurückerinnern können.

    Die MEGA MAN Legacy Collection ist ab heute im eShop verfügbar und kostet 14,99€.

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    Daniel Plaumann
    Zuständig für Film, Comics und den Xbox Bereich. Fachverkäufer bei Saturn.