Teamgroup T-FORCE CARDEA ZERO Z340 – Test/Review

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    Teamgroup bietet unter der Gaming-Marke T-FORCE mittlerweile ein großes Portfolio an M.2-NVMe-SSDs, eine davon ist die CARDEA ZERO Z340. Die kleine Schwester haben wir uns vor kurzem bereits in einer Review angesehen. Die Z340 bietet Datenraten, die die PCIe Gen3-Schnittstelle beinahe auslasten.

    Vielen Dank an Teamgroup für die Bereitstellung des Testmusters.

    Über T-FORCE und Teamgroup:

    Team Group Inc. wurde 1997 in Taipeh, Taiwan, gegründet. Schwerpunkt des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung von Datenspeichertechnologien, dazu zählen SSDs, Speicherkarten und auch Arbeitsspeicher. Unter der Marke T-FORCE bietet Teamgroup Hardware speziell fürs Gaming, daneben gibt es noch die Marke T-CREATOR, die sich speziell an Creator und Content Designer richtet. Das Angebot von T-FORCE geht mittlerweile über Speicherprodukte hinaus und enthält auch PC-Gehäuse, AiO-Kühlungen, Peripherie und einiges mehr.

    Technische Daten:

    Die Teamgroup T-FORCE CARDEA ZERO Z340 richtet sich an all jeden, die das Maximum aus der PCIe Gen3-Schnittstelle herausholen wollen. Durch den M.2-2280-Formfaktor ist die NVMe SSD sowohl mit Desktop-PCs, als auch Notebooks kompatibel. Für eine effiziente Kühlung setzt die SSD auf die für Teamgroup typische patentierte Graphen-Kupfer-Folie mit einer Dicke von weniger als 1 mm. So bleibt die SSD weiterhin sehr flach und kann auch in Systemen mit wenig Einbauraum montiert werden. Dabei kann sie aber von einer optimierten Kühlung profitieren.
    Bei unserem Testmuster handelt es sich um das Modell mit 1 TB Speicherkapazität. Mit einer Schreibkapazität (TBW) von 1.665 TB und einer MTBF von 2 Millionen Stunden bietet die SSD eine üppige zu erwartende Lebensdauer.

    Formfaktor M.2 Typ 2280
    Schnittstelle PCIe Gen3 x4, NVMe 1.3
    Kapazität 256 GB, 512 GB, 1 TB, 4 TB
    Max. sequenzielle Lesegeschwindigkeit 256 GB: 3.000 MB/s
    512 GB, 1 TB: 3.400 MB/s
    4 TB: 3.500 MB/s
    Max. sequenzielle Schreibgeschwindigkeit 256 GB: 1.000 MB/s
    512 GB: 2.000 MB/s
    1 TB: 3.000 MB/s
    4 TB: 2.900 MB/s
    Max. zufällige Lesegeschwindigkeit 256 GB: 200.000 IOPS
    512 GB: 350.000 IOPS
    1 TB, 4 TB: 450.000 IOPS
    Max. zufällige Schreibgeschwindigkeit 256 GB: 200.000 IOPS
    512 GB: 300.000 IOPS
    1 TB, 4 TB: 400.000 IOPS
    TBW (Total Bytes Written) 256 GB: 380 TB
    512 GB: 800 TB
    1 TB: 1.665 TB
    2 TB: 2.400 TB
    MTBF 2 Millionen Stunden
    Abmessungen (LBH) 80,0 x 22,0 x 3,7 mm
    Gewicht 9 g
    Betriebstemperatur 0 °C bis 70 °C
    Garantie 5 Jahre

    Verpackung und Lieferumfang:

    Die SSD wird in einer schwarz-roten Umverpackung im unverkennbaren T-FORCE-Design geliefert. Diese zeigt auf der Vorderseite eine Produktabbildung und auf der Rückseite einige technischen Daten der SSD. Im Inneren wird die SSD durch einen Kunststoffblister geschützt. Eine Bedienungsanleitung liegt nicht bei. Diese ist allerdings auch nicht erforderlich, denn bezüglich der Montage muss man beispielsweise in der Anleitung vom Mainboard nachsehen.

    Design und Verarbeitung:

    Die SSD basiert auf einem blauen PCB, welches einseitig mit Speicherchips bestückt ist. Auf diesen befindet sich vollflächig die Graphen-Kupfer-Kühlfolie. Diese ist in Schwarz ausgeführt und mit einer goldenen Beschriftung versehen.

    Performance:

    Für die Performance-Tests wurde die NVMe SSD im unteren Slot unseres wie folgt konfigurierten Testsystems verbaut.
    CPU: Intel Core i7-11700K
    Mainboard: MSI MEG Z590 Ace
    RAM: Teamgroup T-FORCE XTREEM ARGB WHITE DDR4 2*16 GB @3.600 MHz
    SSD: Silicon Power P34A60 1 TB, Teamgroup T-FORCE ZERO Z330 1 TB (Test)
    GPU: Gigabyte RTX2060 Gaming OC
    Gehäuse: Zalman Z9 Iceberg Black (Test)
    OS: Windows 11

    Für die Leistungstests haben wir uns für sechs verschiedene Benchmarks entschieden:

    • Anvil’s Storage Utilities:
      Ein Vergleichstool für SSDs und HDDs. Es zeigt bei den einzelnen Tests nicht nur die Datenraten, sondern auch die Antwortzeiten an. Darüber hinaus wird der Datentransfer nicht nur in MB/s, sondern auch in IOPS erfasst.
    • AS SSD:
      Ein spezielles Benchmark-Tool für SSDs. Dieses erfasst neben den Datenraten auch die Zugriffszeit auf die gesamte SSD.
    • Atto Disk Benchmark:
      Dieses Benchmark-Tool blickt auf eine längere Entwicklungsgeschichte zurück und eignet sich sowohl für SSDs, als auch für HDDs.
    • CrystalDiskMark:
      Das Geschwister-Tool von CrystalDiskInfo prüft die Leistung von HDDs und SSDs sowohl sequentiell, als auch zufällig. Dabei kann die Zusammenstellung der jeweiligen Tests angepasst werden.
    • TxBench:
      Ein Benchmark für HDDs, SSDs und andere Speicher. Zusätzlich besteht die Möglichkeit die S.M.A.R.T.-Daten auszulesen.

    Nachfolgend finden sich unsere Testergebnisse zunächst einmal als Screenshot:

    Sequentielles Lesen und Schreiben:

    Zum besseren Vergleich der Ergebnisse haben wir die Daten für das sequenzielle Schreiben und Lesen in einer Tabelle zusammengefasst. Teamgroup gibt an, dass die Herstellerangaben ebenfalls mit CrystalDiskMark ermittelt wurden:

    Seq. Lesen Seq. Schreiben
    Herstellerangabe 3.400 MB/s 3.000 MB/s
    Anvil’s Storage Utilities 2.596 MB/s 2.622 MB/s
    AS SSD 2.924 MB/s 2.853 MB/s
    Atto 3.226 MB/s 2.867 MB/s
    CrystalDiskMark 3.339 MB/s 2.983 MB/s
    TxBench 3.244 MB/s 2.997 MB/s

    Interessanterweise sehen wir hier eine sehr starke Streuung der Ergebnisse, je nach verwendeter Software. Natürlich haben wir die Ergebnisse mehrfach überprüft und bestätigt. Was man aber erkennen kann ist, dass die Ergebnisse von CrystalDiskMark den Herstellerangaben nahezu entsprechen. Hier scheint die Benchmark-Software einen gewissen Einfluss auf die Ergebnisse zu haben. Insgesamt zeigen sich hier aber Datenraten, die wirklich sehr nahe an das Maximum der PCIe Gen3-Schnittstelle herankommen. Das sequentielle Lesen und Schreiben haben wir im Einsatz der SSD vor allem dann, wenn wir große Dateimengen verschieben oder laden wollen.

    4K-Test:

    Ein für den Alltag durchaus wichtiger Wert ist das Lesen und Schreiben von zufällig ausgewählten 4K-Blöcken. Denn dies entspricht eher einem Zugriff im normalen Einsatz des PCs oder beim Gaming. Hier erreichen wir die folgenden Werte:

    4K Q1T1 Lesen 4K Q1T1 Schreiben
    Anvil’s Storage Utilities 52 MB/s 234 MB/s
    AS SSD 54 MB/s 222 MB/s
    CrystalDiskMark 47 MB/s 240 MB/s
    TxBench 52 MB/s 180 MB/s

    Auch die hier gemessenen Datenraten sind in Ordnung, liegen allerdings auf dem Level der Mainstream-Modelle.

    Kopierbenchmark:

    AS SSD bietet auch ein Kopierbenchmark, dieser überprüft das Verschieben von Daten auf der SSD. Hierbei werden drei Szenarien getestet: ein Transfer einer ISO-Datei (zwei große Dateien), eines Programms (kleine Dateien) und eines Spiels (große und kleine Dateien). Hier erreiche die SSD bei der ISO-Datei 3.183 MB/s, beim Programm 1.173 MB/s und beim Spiel sogar 2.264 MB/s. Diese Werte sind deutlich realistischer als die Werte für das sequentielle Lesen und Schreiben. Hier kann die SSD natürlich von den insgesamt hohen Datenraten profitieren und sich deutlich von den Mainstream-Modellen absetzen. Wer häufiger Daten verschieben möchte, ist hier sicherlich besser aufgehoben.

    Temperaturen:

    Bei offener Montage ohne den Kühlkörper des Mainboards lag die Temperatur der SSD während unserer Benchmarks im Bereich von 40 °C bis 65 °C. Unter dem Kühlkörper des Mainboards lag die Temperatur immer im Bereich von 40 °C bis 59 °C. Die etwas höheren Temperaturen sind aufgrund der Datenraten unvermeidbar. Dennoch blieb die Temperatur der SSD in vielen Situationen unter der der System-SSD des Testsystems, obwohl hier immer der Kühlkörper des Mainboards montiert war. Die Graphen-Kupfer-Folie zeigt hier einen sehr guten Effekt auf die Kühlung der SSD.

    Fazit:

    Mit Blick auf die Datenraten reizt die Teamgroup T-FORCE CARDEA ZERO Z340 die PCIe-Gen3-Schnittstelle nahezu aus, besonders wenn man auf die Werte von CrystalDiskMark schaut. Dank der sehr hohen TBW-Werte und ebenso hohen MTBF wird die SSD eine sehr lange Lebensdauer bieten und eignet sich daher auch für Anwendungen mit einer erhöhten Anzahl von Lese-/Schreibzyklen, wie zum Beispiel bei Anwendungen im Videoschnitt. Besonders gut gefallen hat uns auch hier die Graphen-Kupfer-Folie, denn diese optimiert tatsächlich effizient die Temperatur der SSD.

    Laut Geizhals.de ist die NVMe SSD aktuell (Stand: 22.12.2021) kaum verfügbar und wenn nur zu recht hohen Preisen ab 167 €. Mit Blick aufs Preis-Leistungs-Verhältnis kann sie so aktuell auf dem deutschen Markt nicht mithalten.

    Vorteile: Nachteile:
    • Herstellerangaben werden bei der Verwendung des gleichen Benchmarks eingehalten.
    • Sehr hohe TBW-Werte.
    • Effiziente Kühlfolie, die auch ohne externen Kühlkörper die Temperaturen gering hält.
    • Problemlose Montage eines externen Kühlkörpers über die Kühlfolie.
    keine

    Die T-FORCE CARDEA ZERO Z340 M.2 NVMe SSD wurde Game2Gether von Teamgroup für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Quelle: Teamgroup Produktseite

    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich schreibe hier vor allem zu den Themen PC-Hardware und Marvel-Comics.