Mad Catz B.A.T. 6+ Review

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    Die Mad Catz B.A.T. 6+ kommt, verglichen mit ihren Brüdern und Schwestern aus der R.A.T. Reihe optisch brav und gemäßigt daher. Wir haben die Maus für euch eine Woche lang zur Probe gespielt und geschaut was die kleine Fledermaus so unterm Flügel hat.

    Lieferumfang Mad Catz B.A.T. 6+

    Neben den obligatorischen Stickern und einer mehrsprachigen Anleitung befindet sich vor allem eines neben der Maus im Karton: Anbauteile. Sowohl für den Mausrücken als auch die Seiten gibt es jeweils zwei Teile die man kinderleicht entfernen und anbringen kann. Ein Magnetsystem macht es möglich. Damit lassen sich die Konturen der Maus „komplett ohne Auflage“ zu „Links/-Rechtshänder“ umbauen oder sogar mit zwei Flügeln ausstatten. Da sollte für jeden Handtyp was dabei sein.

    Anbauteile BAT 6+
    Hier sieht man alle Anbauteile der Mad Catz B.A.T. 6+ versammelt.

    Technische Daten

    • 10 programmierbare Tasten

    • Dakota Schalter mit einer Lebensdauer von 60 Mio. Klicks

    • USB Typ A mit 1,8 m Kabel

    • 115g Gesamtgewicht

    • 5 programmierbare Softwareprofile

    • DPI einstellbar von 50 bis 16.000

    • PixArt PMW3389 optischer Sensor

    • Polling Rate 2000 Hz bei 0,5 ms

    • Beschleunigung von 50 G

    Materialverarbeitung

    Die Qualität das verwendeten Kunststoffes ist okay. Man hat hier nicht das billigste Material verwendet, aber auch nicht das teuerste. Zumindest macht auf uns alles einen stabilen Eindruck. Lediglich bei den komplett versiegelten Oberflächen scheiden sich die Geister. Mitunter fühlt sich die Maus zu glatt an, was hin und wieder störend wirken kann.

    An der Qualität der Gleitpads gibt es nichts auszusetzen. Außer vielleicht deren knapp bemessene Größe und die nicht ganz nachvollziehbare Platzierung bzw. das Fehlen dessen wenn man die Maus ohne die Flüge bzw. im Links- und Rechtshänderaufbau konfiguriert hat. Dann wirkt immer die dem Daumen gegenüberliegende Seite „kipp-gefährdet“.

    Das Kabel der Maus wirkt verhältnismäßig starr. In unserem Test stellte dies kein Problem dar. Nur auf begrenztem Raum könnte dies durchaus den Bewegungsfreiraum einschränken.

    Konturen und Größe der Mad Catz B.A.T. 6+

    Wie bei jeder Maus kommt es auf den passenden Sitz auf zwei Faktoren an.
    Die Handgröße des Benutzers und wie dieser die Finger positioniert.

    Die Köpfe hinter der B.A.T. 6+ betonen immer wieder, dass man sich mit dem Design an Rennwagen orientiert und versucht hat, deren Konturen in die Optik mit einfließen zu lassen. Das ist auch sichtlich gelungen. Schnittig kommt die kleine Maus daher.

    Klein ist dann auch das erste Stichwort. Wir haben unseren Redakteur gebeten seine Hand neben der B.A.T. 6+ zu fotografieren, damit man einen Eindruck von den Größenverhältnissen bekommt. Auch wenn die Hand unseres Schreiberlings mit einer Handschuhgröße von 14 eine echte Pranke ist, bekommt man hier ein gutes Bild davon, wie klein die Maus wirklich ist.
    Am besten macht ihr euch aber selbst ein Bild davon wie die Maus in eurer Hand liegt. Da sind wie gesagt die Geschmäcker verschieden.

    Was sich aber nicht so leicht wegreden lässt, ist die ungewöhnliche Kontur der Maus genau dort, wo der Benutzer später seinen kleinen Finger hat (siehe Seitenansicht). Der Verlauf der silbernen Kanten lässt uns keine ordentliche Auflage, so dass der kleine Finger permanent zu wandern scheint. Das scheinen die Erbauer bei der Konzeptionierung wohl übersehen zu haben. Baut man die Maus um, so dass man auch einen Flügel unterm kleinen Finger hat, ändert sich der Konturverlauf nicht, aber man bekommt zumindest eine Auflage wo man den Finger lassen kann ohne aufs Mauspad zu kommen und die Bewegung zu bremsen.

    Software Mad Catz B.A.T. 6+

    Hier hat Mad Catz B.A.T. 6+ ein wenig nachzubessern. Zumindest lag zum Zeitpunkt unseres Tests noch keine Zertifizierung der Software durch Microsoft vor.
    Auch die Webside madcatz.de scheint den Betrieb eingstellt zu haben, so dass dass man den Treiber über den internationalen Zwilling madcatz.com beziehen muss.
    Ist dieser aber ersteinmal installiert, funktioniert diese recht intuitiv.

    Von DPI bis Leuchtfarben und Tastenbelegung könnt ihr hier alles einstellen was die Anleitung verspricht und dann auch an der Maus abrufen.

    Aber Vorsicht!

    Uns hat die leere Tastenbelegungsseite der Software dazu veranlasst jeder Taste ihre ursprüngliche Funktion zu zuweisen. Linksklick zu Linksklicks, Mausrad zu Mausrad usw.
    Am Ende wurden wir dann gewarnt, dass wenn wir diese Einstellungen speichern, die Maustasten nicht mehr funktionieren würden.
    „Das kann man bestimmt zurücksetzen. In den Auslieferungszustand quasi.“; dachten wir uns und schossen die Warnung in den Wind.
    Und siehe da, weder Rechtsklick noch Linksklick noch der Mausradklick wollten ab diesem Zeitpunkt funktionieren. Da half auch kein Rest auf die Werkseinstellungen und keine Neuinstallation des Programmes.

    Denn unter C:\Users\Public\Documents\Mad Catz hat das Programm einen Ordner angelegt, wo die einzelnen Profile gespeichert wurden. Erst die Löschung dieses Ordners behob die von uns herbeigeführte Störung.

    Also: Nehmt die Warnungen der Software ernst.

    Die Dakota Switches

    Der Vorteil dieser Switches liegt in dem Entfallen des Prell- und Entprelleffekt des Sensorkontaktes. Oder simpler ausgedrückt: Die Taste reagiert schneller und zuverlässiger. Nicht registrierte Klicks sollen damit der Vergangenheit angehören. Die Reaktionszeit des Schalters soll damit auf schmale 2ms gesunken sein, was die Dakota Switch 60% schneller macht als andere mechanische Taster.

    Im Praxistest ließ sich dieses Ergebnis aber nicht immer reproduzieren.
    Vielleicht lag das an der bereits beschriebenen, für unseren Redakteuer unhandlichen Kontur der Mad Catz B.A.T. 6+, oder an einer zu geringen Eingewöhnungszeit. Erst wenn wir die Maus fest unter der Hand hatten, ließ sich ein Unterschied zu anderen Mäusen erahnen.

    Pro

    • Dakota-Switches
    • Praktisches Magnetsystem zum Umrüsten
    • Beidhändig nutzbar
    • Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten in der Software
    • Gute Verarbeitung

    Contra

    • Eigenwillige Kontur
    • Sehr kompakter Aufbau

    Fazit

    Die Mad Catz B.A.T. 6+ platziert sich genau mittig zwischen einer Gaming- und regulären Desktopmäusen. Die Dakota-Switches sind eine schicke Neuerung die wir sicherlich noch öfter zu Gesicht bekommen werden. Zusammen mit der soliden Verarbeitung stehen diese nämlich ganz oben auf der Liste der Pluspunkte für diese Maus.
    Einzig die Form bleibt ein Punkt bei dem sich am besten jeder ein eigenes Bild machen sollte. Denn wie für alle beidhändigen Mäuse, gilt auch für die Fledermaus, dass hier einige Kompromisse eingegangen wurden.

    Die Mad Catz B.A.T. 6+ wurde Game2Gether für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Weiter zu noch mehr Hardwaretests von Game2Gether.

    Roland
    Variety Gamer seit rund 20 Jahren. Bei allem zuhause was RPG-Elemente hat oder competitive ist. In der Freizeit auch gerne mal in Gambeson und Kettenhemd auf Larp-Events unterwegs. Allerdings bisher immer auf Seite der Schurken. *diabolisches Händereiben*