Phanteks Eclipse P300 Test / Review

    Eclipse P300 Front

    Über die Firma Phanteks:

    Im Jahre 2007 hat sich eine Gruppe von niederländischen Ingenieuren mit über 20 Jahren Erfahrung in der Aktiv-Kühlung von Prozessoren bei Phanteks zusammengefunden. Dabei wurden zwei Dinge ganz klar fokussiert: High-End Qualität und kompromisslose Innovationskraft. Beides findet sich in der vergleichsweise überschaubaren Produktanzahl wieder. Manchmal ist weniger eben doch mehr.Phanteks Logo SW

    Das Eclipse P300 ein Preis/Leistungs Hammer?

    Der Markt für Computer Gehäuse ist hart umkämpft. Vor allem im Sektor für uns Gamer ist die Auswahl mittlerweile schier endlos. Mit dem Phanteks Eclipse P300 blicken wir für euch auf ein Gehäuse das den Spagat zwischen günstigen Preis und coolen Design versucht. Ob dies gelungen ist, könnt ihr in diesem Test erfahren.

    Mit dem Eclipse P300 liefert Hersteller Phanteks ein auf den ersten Blick schickes Metall Midi-Tower Case mit getönter Echtglasscheibe. Neben der über das Mainboard steuerbaren RPG Beleuchtung bringt das Gehäuse zwei Front USB-Anschlüsse mit sich. Auch für das schnelle einsetzen von Audio und Micro Klinke ist an der Oberseite gesorgt. Mit obendrauf wird ein 120 MM Lüfter geliefert, der an der Rückseite verbaut ist und die warme Luft aus dem Case transportieren soll.

    Auf dem Papier steht hier ein wirklich gut ausgewogenes Gaming Case mit ordentlicher Ausstattung. Der Clou an der Sache, das Eclipse gibt es nicht nur in verschiedenen Farbvarianten, sondern ist mit einem durchschnittlichen Preis von 59,90 Euro richtig günstig. Da hier natürlich schnell der Verdacht aufkommt, das sich der niedrige Preis negativ auf die Qualität auswirkt, haben wir hier besonderes Augenmerk darauf gelegt.

    Technische Details:

    • Maße: 200 x 450 x 400 mm (B x H x T)
    • Gewicht: ca. 6 kg
    • Material: Stahl, Kunststoff, Hartglas
    • Farbe: Schwarz
    • Formfaktor: E-ATX (bis 275 mm Breite), ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
    • Lüfter insgesamt möglich:
      2x 140 / 2x 120 mm (Vorderseite)
      1x 140 / 120 mm (Deckel)
      1x 120 mm (Rückseite)
    • Davon vorinstalliert:
      1x 120 mm (Rückseite)
    • Radiator-Mountings (teilweiser Verzicht auf HDD- und/oder Lüfter-Slots):
      1x max. 240/280 mm (Vorderseite)
      1x max. 120 mm (Rückseite)
    • Filter: Vorderseite, Netzteil, Deckel (entnehmbar)
    • Laufwerksschächte:
      1x 2,5 Zoll (hinter Mainboard-Tray, 1x zusätzlich durch optionales SSD-Bracket)
      2x 2,5/3,5 Zoll (intern; werkzeugfreie Montage)
    • Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
    • Erweiterungsslots: 7
    • I/O-Panel:
      1x Power-Button (mit RGB-LED)
      1x LED-Regler
      2x USB 3.0
      2x Audio
    • Grafikkartenlänge: max. 330 mm
    • CPU-Kühler-Höhe: max. 160 mm
    • Netzteil-Länge: max. 197 mm

    Verpackung und Lieferumfang.

    Unser Partner Caseking.de lieferte uns den Phanteks Eclipse P300 Midi-Tower in einem schlichten aber gut gepolsterten Karton. Neben ordentlich viel Schaumstoff wurde das Gehäuse nochmals in Kunststoff eingepackt und die getönte Glasscheibe mit einer Folie versehen, so das es auch wirklich unbeschadet ankommt.

    An Zubehör ist das nötigste vorhanden, neben den üblichen Schrauben Sortiment wurden noch ein paar Kabelbinder und zwei Phanteks Klettverschlüsse beigelegt, eine bebilderte Kurzanleitung darf natürlich nicht fehlen. Damit ist alles was man für den durchschnittlichen Rechner Bau benötigt vorhanden und man kann mit einem ordentlich Build loslegen.

    Mit im Lieferumfang befindet sich außerdem ein vorinstallierter 120 mm Lüfter sowie ein Magnetischer Staubfilter an der Oberseite. Auch die beiden Lufteinlässe an der Front sind mit Mesh Filtern von innen ausgestattet, so das der Innenraum staubfrei bleiben sollte.

    Verarbeitung und Design des Gehäuses

    Was einem schon beim Auspacken des Eclipse P300 direkt auffällt, ist die stabile Verarbeitung des Rahmen uns der Gehäuse Wände. Hier wurde kein billiger Kunststoff verwendet, sondern aus Stahl gearbeitet Teile. So wirkt das kompakte Gehäuse schwer und hochwertig. Die getönte Echtglas Scheibe, welche mit vier Rendelmuttern samt Gummistopper befestigt wird, sitzt passgenau auf dem Gehäuse und ist natürlich das Designstechnische Highlight des Eclipse P300. Auch richtig gut gefiel uns die schon vorinstallierte RGB Beleuchtung, welche neben dem Power Button auch noch eine LED an der Unterseite des Sichtfensters ansteuert und viele verschiedene Farben zur Auswahl bietet.

    Trotz seiner kompakten Bauweise kann das Case Grafikkarten bis zu 330 mm Länge aufnehmen. Auch der Einbau einer AiO Wasserkühlung samt Lüfter ist an der Front möglich. Insgesamt können drei 140 mm große Lüfter sowie ein 120 mm Lüfter verbaut werden. Wer einen Radiator mit in das Case schrauben will, hat an der Vorderseite Platz für bis zu 280mm großes Modell. Was genügend Raum für einen auf Preis / Leistung bedachten Gaming Rechner darstellt. Der Innenraum ist frei von scharfen Kanten oder verarbeitungs-Fehlern, auch an der Lackierung konnten wir keine Mängel feststellen. Die Echtglasscheibe wurde sauber verarbeitet und hatte ebenfalls keine Kratzer oder Mängel.

    Folgende Komponente wurden für den Aufbau unseres Testsystems verwendet:

    • Case: Phanteks Eclipse P300
    • PSU: be quiet! Pure Power 550 Watt
    • MB: Asrock Z270 Pro 4
    • CPU: Intel Core i5 6600K
    • CPU Cooler: Enermax LiqFusion24
    • GPU: MSI GTX 1060 Gaming X 6GB
    • RAM: 2x Kingstone Hyper X DDR4 2400 MHz
    • SSD: Samsung 850 Evo 256 GB

    Zusammenbau des Eclipse P300

    Das P300 Case eignet sich durch seine kompakte Form und der getönten Glasscheibe natürlich wunderbar, um auf dem heimischen Schreibtisch platz zu finden. Umso wichtiger ist ein sauberer Aufbau und möglichst gut versteckte Kabel. Für dieses Problem hat Phantaks aber wunderbar vorgesorgt. Das Gehäuse verfügt über zahlreiche Möglichkeiten die Kabel aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen. Durch die Sinnvoll angebrachten Durchführungen auf der rechten Seite des Mainboards sowie an der Unterseite, ist es uns einfach und ohne großen Aufwand möglich die Kabel zu verlegen.

    Die Rückseite bietet alles, was man für einen ordentlichen Aufbau sucht. Neben einen gut dimensionierten Raum für das Netzteil, gibt es auch noch einen 3,5 Zoll Festplatten Rahmen sowie eine Aufhängung für 2,5 “ SSD Festplatten. Zudem wurde genug Luft zum Gehäusedeckel gelassen, so das man die zusammenlaufenden Kabelstränge sauber verlegen und mit den beigelegten Klettverschlüssen sichern kann. Eine Einbaumöglichkeit für optische Laufwerke bietet das Eclipse P300 übrigens nicht, was man aber heutzutage sicherlich verschmerzen kann.

    Selbst der Einbau unserer AiO Wasserkühlung war kein Problem. Die Frontabdeckung kann ohne Schrauben einfach abgezogen werden, so das man genug Platz findet die Lüfter und den Radiator zu montieren. Trotzdem bietet das Eclipse P300 dann immer noch genug Platz, um eine Gaming Grafikkarte einzubauen. Die von uns verbauten Lüfter bekommen über die Front Einlässe staubfreie Frischluft dank Mesh Filter in der Innenseite des Gehäuses. Der obere Lüfter ist zudem durch ein abnehmbares magnetisches Gitter geschützt. Auch das Netzteil bekommt einen abnehmbaren Filter vorgesetzt.

    P300 Test Ende

    Fazit:

    Mit dem Eclipse P300 hat Phanteks ein wirkliches gutes und durchdachtes  Gaming Gehäuse abgeliefert. Was man für um die 59 Euro Straßenpreis hier Geboten bekommt kann sich wirklich sehen lassen. Neben den verwendeten hochwertigen Material hat uns vor allem die sehr gute Verarbeitung gefallen. Wir konnten keine Kanten oder übergroße Spaltmaße feststellen, auch die Glasscheibe sitzt sehr genau und nimmt durch die Gummipuffer keine Schwingungen auf. Wer also auf der Suche nach einem kompakten Case ist, das zudem richtig gut aussieht auf dem Schreibtisch kann hier getrost zugreifen.

    Pro:

    + Hochwertige Materialien

    + Kompakter aber trotzdem geräumiger Innenraum

    + Tolle Optik

    + Getöntes Echtglas

    + Steuerbare RGB Beleuchtung vorinstalliert

    + Preis Leistung

    Kontra:

    – AiO Wasskühlung kann nur an der Front verbaut werden

    – Einbau des 3,5 Zoll Einbaurahmen etwas umständlich

    Award Gold