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Ballista MK-1 Gaming Maus – Test / Review

 
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Overview
 

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Total
90%


 
Total Score
11%


User Rating
no ratings yet

 

Positives


wertige Verarbeitung / perfekte Haptik / sinnvolle Platzierung der Buttons / viele Einstellungsmöglichkeiten / gehobenes Spielerlebnis / gute Gleitfähigkeit

Negatives


keine Gewichtseinstellungen / Aufdrucke sind Geschmackssache / nur für Rechtshänder geeignet


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Posted 5. Juli 2015 by

Es gibt wohl keine Peripherie für Gamer, die so entscheidend ist wie eine anständige Maus. Dementsprechend hoch sind die Ansprüche, die man an sein Gaming-Maus stellt; hier muss einfach alles perfekt sein. Neben den bekannten Marken, wie etwa Steelseries, Roccat und Razer, empfinden wir, dass auch vermeintlich kleinere Hersteller durchaus mehr Beachtung für ihre Kreationen verdient hätten. Hier hätten wir ein solches Exemplar: Die Ballista MK-1 von Shogun Bros.

Zugegeben: Als wir den Namen Shogun Bros. zum ersten mal hörten, dachten wir zuerst an einen Klempner von Nintendo, der in seinem neusten Abenteuer im fernen Orient sein Unwesen treibt. Das ist natürlich völliger Irrsinn. Viel mehr ist es so, dass der Hersteller seine Kampfmaus mit dem Beinamen Ballista MK-1 schon vor einigen Monaten auf den Markt brachte. Nur nicht bei uns in Deutschland, hier zu Lande kam die Wunderwaffe erst kürzlich in die Lager.

Und wie wir vorweg schon verraten dürfen: Was für eine Schande, dass man uns dieses Prachtstück so lange vorenthalten hat!

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Der erste Eindruck beginnt bei der Verpackung. Bei der Ballista MK-1 ist diese eher schlicht und nicht so überladen mit Infos, wie man es sonst leider oft findet. Die Maus sitzt bombensicher in der Ummantelung.

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Auf der Rückseite prangern einige Features und Bildchen. Getreu dem Motto: Manchmal ist eben weniger etwas mehr.

 

Kommen wir zu den Kerndaten, mit denen Shogun Bros. um unsere Gunst werben und uns die Ballista MK-1 schmackhaft machen möchten:

  • 8200 DPI Gaming Grade HD Sensor
  • 1000 Hz Übertragungsrate
  • 12.000 Frames pro Sekunde
  • 10 benutzerdefinierbare Tasten für unterschiedliche Situationen
  • Tastatur Direct Input, Makro, Rechnerbetrieb kann auf jede Taste gelegt werden
  • Makrotasten für komplexe Sequenzen
  • 5 Mapping-Sets – 50 Makrotasten
  • Jeder Modus wird farblich dargestellt
  • Jeder Modus ist benennbar und wird namentlich während des Wechsels angezeigt
  • X-und Y-Achse Level per LED-Anzeige
  • Scroll-Beschleunigungs Level per LED-Anzeige
  • Präzisions Sniping-System per LED-Anzeige
  • Stabile Hand- und Fingerauflage
  • Gummierter Daumengriff
  • Gummierte Oberfläche
  • Teflon Gleitauflage für sicheren Kontakt auch auf nicht-ebenen Flächen
  • Vergoldeter USB-Anschluss mit geflochtenem Kabel nach Military Spezifikationen
  • Kompatibel mit Windows XP/Vista/7/8

Das alles klingt schon sehr gut. Bleibt zu hoffen, dass sich die Maus auch im Alltagstest so gut schlägt, wie sich die Fakten auf dem Papier lesen. Daher haben wir die Ballista MK-1 knapp 3 Wochen im Dauerbetrieb gehabt. Mit einem täglichen Einsatz zwischen 2 und 12 Stunden, haben wir der Maus so ziemlich jede erdenkbare Situation vorgesetzt. Office und Videoschnitt auf der Workstation und dann natürlich reichlich Spiele aus verschiedenen Genre (Shooter, RTS, MMO, MOBA), um Dinge wie etwa Latenz, Genauigkeit, Haptik und Makroeinsatz gut beurteilen zu können.

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Neben dieser roten Variante steht die Ballista MK-1 auch noch in schwarz zur Verfügung. Hier sieht man, wo später der Daumen Platz nehmen wird.

 

Die Oberseite ist mit einem leichten Gummi überzogen, das die Hand binnen Sekunden mit der Ballista MK-1 verschmelzen lässt. Gleichwohl lässt sich bei den derzeit sehr heißen Temperaturen auch festhalten, dass die Schweißbildung ziemlich minimiert wird und der Grip nicht darunter leidet.

Ferner liegen auf der Oberseite, neben den obligatorischen beiden Mausbuttons, 2 weitere Schalter: „Konfiguartion“ und „Modus“. Mittels dieser beiden Buttons kann man ohne Verzögerung zwischen vorher angelegten Konfigurationen hin und her wechseln oder es gar noch etwas feiner tunen. Nicht nur, dass die linke und rechte Maustaste einen angenehmen Druckpunkt und eine präzise Ansprechung haben, auch die beiden Zusatzbuttons drücken sich sehr direkt und zuverlässig. Das Mausrad dreht butterweich, hat sanfte Einrastpunkte und ist nach unten, nach links und nach rechts drückbar. Außerdem – und das haben wir als sehr schickes Gimmik empfunden – leuchtet es in verschiedenen Farben und zeigt euch so visuell, welches Profil ihr gerade verwendet.

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Gegenüber sieht die MK-1 deutlich ruhiger aus.

 

An der seitlichen Position, wo der Daumen liegt, ist das Gummi spürbar härter und soll dafür sorgen, dass man immer Herr über die umliegenden Buttons ist. In erster Linie wären hier die beiden Tasten zu nennen, die direkt über dem Daumen liegen. Beide Buttons sind ausreichend groß und mittig angebracht, weshalb man eigentlich nie Gefahr läuft, dass man einen Button nicht richtig klickt.

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Links: Alpha und Beta Button / Mitte vorne: Mausrad / Mitte hinten: Config und Mode Buttons / Rechts: LED_Anzeige für X und Y Achse

 

Etwas weiter hinten am Daumengelenk findet man die Regulierung der DPI Einstellungen. Mittels Pfeiltasten kann man so die Abtastrate wahlweise erhöhen oder senken. Zuerst dachten wir, dass diese Position ziemlich ungünstig ist. In der Benutzung zeigte sich dann jedoch, dass die Tasten hier genau richtig sitzen. Damit ist nämlich sichergestellt, dass man in der Hitze des Gefechts den Regler nie unabsichtlich bedient, zeitgleich sitzt er doch nah genug am Daumen, dass er auf Wunsch ziemlich leicht erreichbar ist. Und weil man als passionierter Gamer auch alles im Blick haben möchte, zeigt die seitlich leuchtende DPI-Anzeige, welche Settings wir gerade verwenden. Die LEDs liegen etwas weiter vor dem Daumen, wodurch man als Rechtshänder mit einem kleinen Seitenblick immer diese Lämpchen sofort erkennt.

Auf der rechten Seite befinden sich oberhalb zwei weitere Buttons, die nach Lust und Laune belegt werden können. Zur besseren Unterscheidung sind sie mit Alpha und Beta Schriften markiert.

Alles in Allem macht die Maus in der Hand einen extrem hochwertigen Eindruck, die jedoch ein klein wenig zu leicht ist. Mancher Gamer mag ungern auf mehr Gewicht in der Hand verzichten und in diesem Falle muss man klar betonen, dass eine Variation der Gewichtung bei der Ballista MK-1 leider nicht möglich ist.

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Die Draufsicht der Ballista MK-1

 

Bevor man alle Vorteile der Maus ausschöpfen kann, sollte man die mitgelieferte Software installieren. Und anschließend einige Zeit mitbringen, diese für seine Bedürfnisse zu konfigurieren, was dank der multiplen Einstellungsmöglichkeiten ein paar Minütchen dauern wird.

Die Konfiguration ist jedoch nahezu ein Kinderspiel, denn die Software ist eigentlich selbsterklärend. Im Menü ist links der erste Punkt „Button Function“, was letztlich bedeutet: Welcher der 11 belegbaren Buttons bekommt welche Funktion zugewiesen. Gamer können hier z.B. einen Button zum schnellen Wechsel von Waffe 1 zu Waffe 3 belegen. In Office macht beispielsweise eine Belegung für copy und paste Sinn. Letztlich kann sich hier jeder frei austoben, es sind keine Grenzen gesetzt. Das Experimentieren macht den meisten Sinn, denn nur so kann man herausfinden, welche Kombinationen im Alltag die wichtigsten sind und welche man gerne als Shortcut auf die Maus legen möchte.

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Die Software ist kinderleicht zu bedienen

 

Weiter geht es mit den „Makros“. Hier dürfen kurze und lange Ketten von Befehlen auf die gewünschte Taste belegt werden. Gerade für Spieler von MMOs sind diese Vereinfachung eine wunderbare Möglichkeit, lange Aktionsketten auf eine simple Ausführung zu reduzieren. Den letzten Punkt bildet „DPI & Tools“. 4 unterschiedliche Settings erlaubt die Ballista MK-1, Refresh- und Beschleunigungs-Rate inklusive. Was richtig klasse ist, ist die Variabilität zwischen X und Y Achse, auch wenn dieses Feature wohl nur für hartgesottene Gamer spannend sein dürfte. Normalerweise ändert sich mit der Einstellung der Sensibilität die Geschwindigkeit von beiden Achsen synchron. Bei der MK-1 hat man die Möglichkeit, beide Achsen getrennt voneinander zu variieren. Hieße in einem Shooter beispielsweise: Ich möchte schnellere Blickwechsel nach links und rechts haben, gleichzeitig soll aber der Blick nach oben und unten langsamer sein. Wie auch immer, die Software lässt hier alle Spielräume offen.

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Bei den Makros bleiben schier unendlich viele Einstellungen offen

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Ungewohnt, aber sinnvoll: Beide Achsen können unabhängig voneinander konfiguriert werden.

 

 

Kommen wir abschließend, trotz all der Lubhudelei, noch zu einem Kritikpunkt. Es ist das bekannte Meckern auf hohem Niveau, aber uns gefallen die Aufdrucke überhaupt nicht. Natürlich ist das Geschmackssache und augenscheinlich ist die Ballista MK-1 auf einen militären Look getrimmt. Jedoch sind die kleinen Schriftzüge wie „Precision Sniping System (PRS)“ und Co. ziemlich deplatziert und rauben dem so hochwertigen Produkt etwas den Charme. Im besten Falle finden das jüngere Spieler noch cool.

 

Fazit

In den 3 Wochen Dauerbelastung hat sich die Ballista MK-1 von Shogun Bros. hervorragend geschlagen. Besonders beim Spiel „Sniper Elite 3“, wo es bekanntlich auf ein ruhiges Händchen ankommt, hat die Maus ihre Klasse herausgespielt. Der Wechsel der DPI Einstellungen on the fly hat so richtig viel Spaß gebracht und unser Targeting hat sich merklich verbessert. Bei MMOs und MOBAs nutzten wir intensiv die Makros und konnten eine enorme Erleichterung gegenüber herkömmlicher Mäuse erleben, die keine Makros unterstützen. Zusätzlich zur gehobenen Spielerfahrung kommt hinzu, dass die Ballista MK-1 auch längere Sessions locker wegsteckt, da die Hand nie zur Schweißbildung neigt und man jederzeit die Gewissheit hat, ein wertiges Produkt unter der Handfläche zu spüren. Auch im normalen Desktop- und Officebetrieb haben wir keinerlei Grund zum Meckern und können der MK-1, mit Ausnahme der Sinnlos-Schriftzüge und der fehlenden Gewichtsvariabilität, eigentlich nichts anderes verpassen als einen dicken Daumen nach oben!

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Wir bedanken uns herzlich bei Bora Computer zur Bereitstellung des Rezensionsmusters!

Verfügbarkeit: Die Produkte von Shogun Bros. sind in den Online-Shops von Bora Computer, K&M Computer und Schwanthaler Computer erhältlich. Neben Abholung bieten die Shops u.A. Paypal und Amazon Payments zur Zahlung an. Die hier vorgestellte Gaming-Maus Ballista MK-1 kostet ca. 79€. Zur Auswahl stehen die Farben Schwarz und Rot.

Bora_Computer_banner

 


Christoph

 
Christoph
Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur


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