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Ghost in the Shell – Filmkritik (Spoilerfrei)

 

 
Zusammenfassung
 

Filmtitel:
 
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Buchvorlage:
 
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Regisseur:
 


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Posted 30. März 2017 by

Inhalt

In einer nahen Zukunft ist Major (gespielt von Scarlett Johansson) eine Anführerin einer Sondereinsatzgruppe der Sektion 9. In der dystopischen Metropole ist sie mit ihrem Team auf der Jagd nach gefährlichen Hacker. In diesem Zeitalter können sich Hacker in die Psyche anderer Menschen einloggen, um sie zu kontrollieren. Während Major und das Team einem mächtigen Feind auf der Spur sind, wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und sie muss sich entscheiden zwischen Verbündeten und ihren Gegnern. Ihr Körper ist nämlich nur eine Hülle, doch ihr Geist aus der Vergangenheit ist geblieben. Das ist Grund genug für Major herauszufinden, was damals passiert ist und wer ihr das angetan hat.

Wird es eine Drei-Punkt-Landung?

Kritik

Ghost in the Shell beeindruckt mit der gut eingefangenen Kulisse. Hier wurde die Vorlage einer Hightech-Stadt bestens eingefangen. Mir fielen vor allem die Wohnblöcke auf, welche aus dem Anime vertraut sind. Die Kostüme und Schauspieler sehen auch super aus, sogar die Tiere beziehungsweise das Fell stimmen mit dem Anime über ein. Nur fallen mehr negative Dinge ins Gewicht, die für einen guten Genre-Film entscheidend sind. Leider kommt es schon früh zu einem mühseligen dran Bleiben. Es wird schon sehr früh viel erzählt und es ist schwer der Handlung zu folgen, ohne abgelenkt zu werden. Eine andere Sache, die ebenfalls fehlt und wünschenswert gewesen wäre, ist die blutige und dramatische Action! Hier wird im Großteil die Kamera auf Majors Gesicht und Waffe gehalten, wenn es zur Schießerei kommt. In der nächsten Szene fallen die Gangster einfach um, ohne dass man nachvollziehen konnte, wo und ob sie getroffen wurden, da weder Blut fließt noch zum Großteil Einschusslöcher in der Kleidung und Körper zu sehen sind, welches im Anime sogar der Fall ist.

Der Film ist voll von CGI-Effekten, welche auch verdammt gut in Szene gesetzt sind. Nur bei Scarlett Johansson hat man darauf verzichtet und stattdessen auf ein mehr als auffälliges Bodypainting gesetzt. Warum auch immer. Als Schauspielerin funktioniert Scarlett Johansson super in Actionfilmen, von daher kann ich nicht behaupten, dass sie etwas falsch gemacht hat. Das trifft aber auch auf Pilou Asbæk zu, der die Rolle von Batou fantastisch wiedergibt. Das Problem ist einfach, dass es anstrengend ist, dem Film zwischen den paar „Action-Szenen“ zu folgen.

Schöner Häuserblock aus der Anime-Vorlage.

Fazit

Das ist wohl das schwerste Fazit, das ich mir überlegen musste. Mich freuen Filmumsetzungen von Animes, Mangas und Comics mit echten Personen, doch manchmal sind bestimmte Geschichten nicht dafür gedacht, umgesetzt zu werden oder es wird der Fehler gemacht, die breite Masse anzusprechen zu wollen. Man muss dem Film hoch anrechnen, dass einige Szenen und Orte original aus dem Anime eins zu eins übernommen wurden, doch kann man die Spannung und die Atmosphäre, die der Anime rüber bringt, nicht einfangen. Das fehlende Blut, Schmerz und Dramatik sind Gründe für die Schwäche des Filmes. Schon am Anfang kommt es zu einem großen Palaver und die eigentliche „Action“, oder besser gesagt der Endkampf, ist in 5 Minuten abarbeitet. Die Kämpfe zwischen ein paar Gangster und Maschinen sind kurz und nicht gerade aufregend.

Für Ghost In The Shell Fans könnte es möglicherweise nicht das sein, was sie sich erhofften. Besucher des Films, den der Titel vor dem Trailer schon nichts sagte, eventuell noch weniger. Auf den Inhalt möchte ich nicht weiter eingehen, da ich nichts vorweg greifen möchte und die Anime/Manga-Kenner die Handlung eh schon kennen. Als Genre-Film im Bereich Sci-Fi mag er ganz in Ordnung sein, jedoch wurde im Ganzen meine Erwartungen nicht erfüllt.

Review aus der Originalvertonung ohne Untertitel.

Unsere Wertung:
3 von 5 Sternen

Ghost In The Shell startet heute in den deutschen Kinos.


Daniel Plaumann

 
Daniel Plaumann
Zuständig für Film, Comics und den Xbox Bereich. Fachverkäufer bei Saturn.


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