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Posted 12. November 2015 by Christoph in Gadget
 
 

Erfahrungsbericht: Mein Erstes „Clempad 5.0 Plus“ von Clementoni


Wir durften uns einige Tage mit einem Tablet für Kinder beschäftigen. Die Firma Clementoni hat eine ganze Reihe solcher Tablets speziell auf Kinderhände und deren Bedürfnisse zugeschustert. Hier schildern wir unsere persönlichen Eindrücke vom Clempad 5.0 Plus, das ab einem Alter von 3+ Jahren empfohlen wird.

Als Vater von zwei Kindern lebe ich in der Gewissheit, dass meine Kids viele Dinge für ganz selbstverständlich betrachten, die erst im Laufe meines Lebens erfunden wurden. Bei mir war das damals nicht anders, für mich waren Farbfernseher und CD ebenso absoluter Standard, wie es heute eben Internet und mobile Endgeräte sind. Als Elternteil steht man dabei oft vor gewissenhaften Entscheidungen: Einerseits möchte man aktuelle Technik seinen Kindern nicht vorenthalten, denn sie sollen damit schließlich sicher umgehen können. Auf der anderen Seite will man aber auch nicht, dass der Nachwuchs stundenlang vor einem Display sitzt, anstatt – zumindest bei aktueller Wetterlage – draußen durch Blätterhaufen zu flitzen.

Da kam das Angebot von Clementoni mit dem Clempad 5.0 Plus doch gerade recht. Als Technikfreak besitze ich selbst zwei Tablets und bekomme oft schweißgebadete Hände, wenn meine Tochter das gute Stück in die Höhe reißt. Umso gespannter war ich, ob das Clempad eine guter Alternative für meine älteste Tochter (knapp 4 Jahre) sein könnte.

Technische Eckdaten

  • 7″ HD LCD Bildschirm mit 1024 * 600 Pxl
  • 1 GB DDR3 RAM
  • Quad Core 1,2 GHz Prozessor
  • 2500 mAh Akku
  • Android 5 Lollipop
  • 8GB interner Speicher + max. 64GB erweiterbar
  • 0,3 Mpx Kamera (Front) und 2 Mpx Kamera (Rück)
  • WLAN, micro USB , Kopfhöreranschluss, Mikrofon
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Der Startbildschirm in der Oberfläche für Kinder ist farblich freundlich. Klare Symbole und leichte Strukturen sorgen für einen guten Überblick.

 

Zum Lieferumfang gehört neben dem Tablet ein großer Eingabestift, ein USB-Kabel und der passende Netzstecker. Dazu gesellt sich noch ein mehrsprachiges Manual, das einen Überblick über die wichtigsten Features gibt. Hier kann ich aber direkt anmerken, dass die Kurzanleitung nur für Neulinge lohnenswert ist. Wer ein eigenes Tablet besitzt, der benötigt keine ersten Schritte.

Ganz wichtig ist die rote Silikonhülle, die das Tablet stoßfest umschließt. Wir haben es mehrfach vom Tisch geschubst und außer einem dumpfen Knall beim Aufschlag auf den Holzboden hat sich nichts getan. Es sitzt also bombenfest und robust verpackt in seinem Bumper und sollte nicht dummerweise das Display direkt auf einem spitzen Gegenstand landen, dann hält das Clempad tatsächlich einiges aus.

Beim ersten Starten kommt der Einrichtungsassistent, bei dem wir Sprache, Länderregion und Accounts (WLAN, Gmail für den Play Store) einrichten. Das Clempad wird mit Android 5.0.2 Lollipop ausgeliefert und so steht beim Verbinden mit dem heimischen WLAN dann auch schon ein Update parat. Nach dem Download folgt der Neustart und wir können das Clempad nun anpassen.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Clempad 5.0 Plus zwei interaktive Oberflächen besitzt. Die eine ist die normale Android Oberfläche samt gängiger Menübuttons und Desktopstrukturen. Die zweite ist aber die, um die es sich eigentlich dreht, denn diese ist dann auf die Kids zugeschnitten.

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Es sind bereits etliche Apps vorinstalliert. Auf Wunsch lädt man sich einfach neue Apps aus dem Store runter.

 

Diese Oberfläche ist quietschbunt und hat kindgerechte Icons. Links am Bildschirmrand befinden sich noch ein paar Shortcuts, etwa das Profil. Einige Icons starten direkt die entsprechende App, bei anderen öffnen sich Untermenüs, die dann thematisch die untergruppierten Apps listet. Von Hause aus sind schon eine Vielzahl an Apps vorinstalliert und im Grunde kann man das Tablet ab Werk schon absolut gut nutzen. Es gibt Apps zum Ausmalen von Bildern, edukative Lernapps oder einfach nur solche, die ein kleines Spiel auf das Display zaubern. Gerade bei den Malapps macht sich der beiliegende Stift direkt nützlich, der auf Eingabe prompt und direkt reagiert. Grenzen gibt es hier kaum und so findet man Lernapps zum Thema Lesen, Rechnen und noch vieles mehr.

Gleichzeitig können auch viele Multimedia-Formate wiedergegeben werden. Wir haben ein paar Videos ausprobiert, die auch alle abgespielt werden konnten. Das Clempad beherscht also die gängigen Videocodecs. Außerdem entpuppt sich das Clempad auch als gute Musikzentrale. Sowohl Kindermusik als auch Hörspiele im MP3-Format wurden einwandfrei abgespielt. Im Audio-Visuellen Bereich muss man mit Abstrichen leben: Sowohl das Bild (durch die niedrige Auflösung), als auch der Ton (durch leicht blechern klingende Lautsprecher) sind suboptimal. Unsere Tochter hat das nicht gestört, von daher bleibt dieses Manko wohl auf die Argusaugen der Eltern beschränkt. Abhilfe schafft der Anschluss eines Kopfhörers, wodurch der Ton dann schon merklich natürlicher klingt.

Damit man seinem Schützling das Clempad sorgenfrei überlassen kann, verfügt das Tablet über einen Elternbereich, der durch ein Passwort geschützt ist. Hier können die Eltern eine Vielzahl an Einstellungen festlegen, die dann später dem Kind verborgen bleiben. Etwa ein Zeitlimit, von wann bis wann das Tablet genutzt werden darf. Oder die Anzahl an aufrufbaren Apps. Ferner kann der Internetzugriff über den Browser so eingestellt werden, dass nur sichere Webseiten von der White List aufgerufen werden können, wohingegen der Rest blockiert wird.

Für Nachschub an Apps sorgen zum einen der normale Play Store und zum anderen ein spezieller Store an Apps, die für das Clempad optimiert sind. Hierbei solte man sich rechtzeitig um eine Speichererweiterung in Form einer micro-SD Karte bemühen, da sonst der interne Speicher schnell belegt ist. Beide Stores lassen sich gewohnt gut bedienen und neu installierte Apps können als Shortcut auf dem jeweiligen Desktop abgelegt bzw. verschoben werden.

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In der Oberfläche für Eltern kann man u.A. die Nutzungsdauer festlegen. Das und viele Einstellungen mehr beruhigen das elterliche Gewissen.

 

Fazit

Das Clempad 5.0 Plus von Clementoni ist ein hervorragender Begleiter für Kinder ab 3 Jahre. Schaut man rein auf die technischen Spezifikationen, dann würde man sich als Erwachsener wohl dieses Gerät nicht antun wollen, da die Hardware ziemlich simpel gehalten wurde. Da es sich hierbei allerdings um ein für Kinder optimiertes Tablet handelt und dem Nachwuchs Daten wie Ram oder Pixeldichte ziemlich schnuppe sind, entfällt dieser Fakt eigentlich komplett. Viel wichtiger ist, dass man als Elternteil ein ruhiges Gewissen hat, wenn der Sprössling alleine mit dem Tablet am spielen ist. Und genau das kann man dank der intuitiven Oberfläche und den vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten, die nahezu jedes Detail regeln lassen. Spielend lernen war für Kinder vielleicht noch nie schöner.

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*Sponsored Post. Das Muster wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

 


Christoph

 
Christoph
Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur