Worms Rumble – Test / Review

    (Bildquelle: Spiel-Screenshot)

    In Worms Rumble duellieren sich die berühmten Würmer endlich in Echtzeit und unter anderem im Royal Rumble mit bis zu 32 Spielern. Aber das Wichtigste zuerst, die Heilige Handgranate ist dabei, Halleluja!

    Systemanforderungen der PC-Version

    Die Systemanforderungen von Worms Rumble fallen überraschend schlank aus, auch schwache Gaming-PCs sind hier geeignet. So kann der ein oder andere HTPC hier bestimmt fürs Gaming umfunktioniert werden.

    Mindestanforderungen Empfohlen
    Betriebssystem Windows 10 64-bit Windows 10 64-bit
    CPU (Intel) Intel Core i5-2300 Intel Core i5-6600
    CPU (AMD) FX-4350 Ryzen 5 1600
    RAM 4 GB 8 GB
    Grafik  GeForce oder Radeon mit 2 GB GeForce oder Radeon mit 4 GB

    Hauptsächlich haben wir das Spiel mit folgender Hardware in WQHD-Auflösung getestet:
    CPU: Intel Core i7-10700K @ 4,7 GHz
    RAM: Corsair Vengeance RGB Pro 32 GB @ 3.200 MHz
    GPU: Gigabyte RTX2060 Gaming OC

    Auf diesem System läuft das Spiel mit vollen Einstellungen flüssig und ohne Abstürze, die FPS liegen zwischen 100 und 150 Bilder pro Sekunde und das obwohl nur eine RTX2060 bei WQHD-Auflösung genutzt wurde. Insgesamt also ein recht schlankes Spiel mit guter Hardwarekompatibilität, es muss ja nicht immer ein RTX3090 sein.

    Auf Grund der geringen Mindestanforderungen haben wir auch einen Test auf einem älteren System in Full-HD-Auflösung durchgeführt:
    CPU: Intel Core i5-4670
    RAM: 24 GB
    GPU: MSI GeForce GTX 960 Gaming 2G

    Auch hier läuft das Spiel sehr gut. Zwar mussten wir die Qualitätseinstellungen auf Mittel bis Hoch reduzieren, die Unterschiede sind aber nur minimal. Dabei liegt die Bildrate immer noch im Bereich von 100 fps. Also definitiv ein Titel der auch auf älteren bzw. schwächeren Systemen gut spielbar ist.

    Menüführung, Optionen und Steuerung:

    Die Menüführung ist übersichtlich. Direkt auf der ersten Seite wählt man den Spielmodus aus. Neben dem Trainingsmodus gibt es hier Deathmatch, Last Worm Standing und Last Squad Standing zur Auswahl. Auf der zweiten und dritten Menüseiten kann man seinen Wurm und die Waffen optisch anpassen. Hierbei steht einem eine sehr große Auswahl an Skins zur Verfügung. Kaufen kann man diese mit Ingame-Währung die man über die Matches freischaltet, zuvor muss man diese jedoch über Erfahrungslevel freischalten. Auch die Sprache von Wurm und Ansager lässt sich hier variieren. Freundesliste, Statistiken und die Einstellung (Grafik, Sound, Steuerung) dürfen natürlich auch nicht fehlen.
    Zwischenzeitlich gibt es auch einen Labormodus, hier können wir Spielvarianten testen die ggf. ins Spiel implementiert werden.

    Wie bereits erwähnt gibt es natürlich auch ein Levelsystem für Waffe und Wurm. Mit jedem Kill, Schaden den wir verursachen und weiteren Aktionen sammeln wir Erfahrungspunkte für unseren Wurm und die jeweiligen Waffen. Beide können im Level aufsteigen und so Belohnungen freischalten.

     

    (Bildquelle: Spiel-Screenshot)

    Würmer wollen Waffen:

    Bevor wir uns genauer mit dem Gameplay von Worms Rumble befassen kommen wir erstmal zu den wichtigen Dingen. Schauen wir uns also zunächst mal an welche Waffen unsere Würmer einsetzten können. Ein paar Worms-2-Klassiker sind dabei, allerdings nicht alle (wo ist das Super-Schaf?).

    Bezeichnung Beschreibung
    Baseballschläger Ein Worms-Klassiker ist der Baseballschläger. Hiermit ziehen wir in den Nahkampf gegen andere Würme oder versuchen in echter Baseball-Manier Granaten zurück zum Absender zu schlagen. Leider kann man nicht mehr wie früher den gegnerischen Wurm ins Meer schlagen und ertränken.
    Handkanone Mit starken Einzelschüssen attackieren wir unseren Gegner, müssen jedoch durch die recht langsame Schussfolge sehr zielgenau vorgehen. Mit ein bisschen Übung allerdings eine sehr tödliche Waffe.
    Sturmgewehr Mit schneller Schussfolge und zum Glück relativ großem Magazin ist dieses vollautomatische Gewehr für große Distanzen oder gegen mehrere Würmer zeitgleich ideal. Sehr gut aus der Bewegung zu nutzen.
    Schrotflinte Durch einen gewissen Streuradius (eine Schrotflinte halt) ist die Schrotflinte ideal um im Nahkampf unseren Gegner zu durchsieben. Ideal ebenfalls auch für größere Gegnergruppen und insbesondere für den Einsatz aus der Bewegung.
    Bazooka Die Bazooka ist nur etwas für den Fernkampf. Hier schlägt ein minimaler Realismus zu, denn wir können nicht unverwundet durch die Explosionen unserer Geschosse kriechen. Im früheren rundenbasierten Spielsystem war die Bazooka allerdings etwas mächtiger.
    Plasmablaster Diese Waffe erinnert ein bisschen an Comics/Mangas. Nach einer leider recht langen Aufladezeit schießen wir Plasma-Geschosse ab, die an den Wänden abprallen. Für ein direktes Duell ist die Waffe zu langsam, jedoch super um aus dem Hinterhalt zuzuschlagen.
    Hammerhai Der Hammerhai ist quasi ein Multiraketenwerfer der gleich in Salven schießt. Wunderbar um gleich ganze Würmergruppen auf einmal zu eliminieren. Das Feuerwerk ist gratis. Allerdings muss man hier aufpassen selber nicht zu viel Schaden davonzutragen.
    Schafwerfer Statt mit Schafen zu werfen oder ein Super-Schaf zielgenau auf den Gegner zu steuern haben wir dieses mal einen Schafwerfer. Ähnlich wie die Bazooka schießt werfen wir nun das Schaf in Richtung des Ziels. Wenn es einen Wurm trifft explodiert das Schaf, ansonsten sprengt es sich nach Ablauf einer gewissen Zeit selber.
    Wächterwerfer Hiermit schießen wir nicht direkt, wir platzieren Minikanonen mit Laserauslöser. Sobald ein feindlicher Wurm erfasst wird legen die Wächter los. Ideal zur Abwehr, wenn man sich verschanzen möchte. Platziert man mehrere Wächter können diese dem Gegen durchaus stark schaden.
    Raketenschild Schutz und Waffe in einem. Der Schild schützt gegen Explosionen und Geschosse. Dank raketengetriebener Schlag- oder besser Turbofunktion machen wir Würmer in der Umgebung platt indem wir raketengetrieben nach vorne schießen.

    Darüber hinaus gibt es natürlich auch Krallwalleier mit denen wir um uns werfen können, die Rede ist von Granaten. Da wäre zum einen die klassische Splittergranate und die Banane. Letztere versucht auch direkt mal den Bereich in dem sie eingesetzt wird, wahrscheinlich war sie schon schlecht. Und zu guter Letzt wäre da natürlich die Heilige Granate, Halleluja macht die einen Schaden.

    Neben den Waffen können wir unseren Wurm auch mit ein paar weiteren hilfreichen Items ausrüsten. Zum einen können wir uns mit Medi-Pacs und Energydrinks heilen, wobei letztere uns gewissermaßen Bonus-LP bringen. Für mehr Mobilität auf der Karte gibt es zum einen Raketenrucksäcke, mit denen wir fliegend schnell vor feindlichem Beschuss ausweichen können. Zum anderen gibt es Kletterseile (da werden Worms 2 Erinnerungen wach) mit denen wir dort empor klettern können wo es keine Wände oder Böden gibt.

    Der Einstieg ins Spiel und der erste Eindruck:

    Beim ersten Start wird einem direkt ein Tutorial angeboten. Ausnahmsweise haben wir das nicht weggeklickt und tatsächlich mal gespielt. Man bekommt hier einen sehr guten Einstieg ins Spiel. Zwar muss man nicht wirklich lernen wie man Worms spielt: Würmer -> Bumm -> Freude. Aber eine kurze Erläuterung der Steuerung ist natürlich auch nicht verkehrt. Im Testparcours kann man wunderbar üben wie wir unseren Wurm möglichst schnell und geschickt über Hindernisse bewegen. Aber nicht nur langweilig über Hindernisse, am wichtigsten ist dabei natürlich alle Zieltafeln zu treffen. Darüber hinaus kann man hier sämtliche Waffen ausgiebig testen, leider nicht am bewegenden Wurm. Für ein erstes Gefühl reichen die Zieltafeln aber wunderbar aus. Ein Schießstand mit Bots wäre super.

    (Bildquelle: Spiel-Screenshot)

    Als alter Worms 2 Veteran ist man natürlich von der Optik begeistert, das Spiel präsentiert sich in einer zeitgemäßen Grafik. Auch die Explosionen verfügen über gute optische Effekte. Leider kann man aber nicht mehr die Landschaft zerstören und Tunnel quer durch die Spielfläche graben.

    Die Steuerung ist wie üblich bei Worms und sehr intuitiv. Einzig das Klettern an Wänden mit Hilfe von Mehrfachsprüngen bedarf teilweise etwas Übung.

    Spiel und Spaß im Multiplayer:

    Worms Rumble verfügt über drei verschiedene Multiplayer-Modi. Diese schauen wir uns nun kurz an.

    Deathmatch

    Als erster Multiplayer-Modus steht uns das Deathmatch zur Verfügung.  Hier geht’s um Abschüsse, der Wurm mit den meisten Kills gewinnt die Partie. Segnet unser Wurm mal das Zeitliche können wir aber wieder neu einsteigen. Ein sehr dynamischer Spielmodus mit überraschend einsteigerfreundlichen Partien. Leider bietet das Deathmatch keinen Team-Modus, ein Squad Deathmatch wäre eine tolle Ergänzung.

    Last Worm/Squad Standing

    Ab geht’s ins Battle Royal. Wir starten mit bis zu 32 Würmen in die Partie. Nur einer kann überleben. Den Battle-Royal-Modus gibt es für einen Wurm (Einzel-Multi-Player quasi) oder Squads aus drei Würmern.

    (Bildquelle: Spiel-Screenshot)

    Spielt man alleine im Last-Worm-Standing-Modus wählt man zu Beginn der Partie einen Punkt auf der Karte aus an dem man spawnen möchte. Wie üblich beginnt man danach sich Ausrüstung zu suchen und geht dann auf die Jagd nach anderen Würmen. Die Karte verkleinert sich nach und nach, denn es werden immer mehr Bereiche mit Giftgas geflutet. Die Partien sind so sehr dynamisch und man trifft innerhalb kürzester Zeit auf gegnerische Würmer.

    Im Team-Modus besteht jedes Squad aus drei Würmern. Dabei kann man die Squads auch random über eine automatische Spielersuche bilden. Den Spawnpunkt wählt hier der Gruppenanführer aus. Segnet unser Wurm das zeitliche kann er von Mitspielern wiederbelebt werden solange nicht das gesamte Squad down ist.

    Fazit:

    Nach vielen enttäuschenden Neuauflagen von Worms hat uns Worms Rumble durchaus überrascht. Die Grafik bietet wunderschöne Explosionen und verpasst Worms eine aktuelle Optik. Das Gameplay ist sehr intuitiv. Die Duelle in den verschiedenen Modi sind sehr dynamisch und kurzweilig, eine Deathmatch-Partie dauert z.B nur wenige Minuten. Durch die kurzen, dynamischen Partien schafft man auch wenn man wenig Zeit hat ein paar Runden zu spielen. Weitere Team-Modi wären noch eine gute Ergänzung, hier wird aktuell viel Potential verschenkt.

    Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut, Worms Rumble kostet bei Steam gerade einmal 14,99 €. Es gibt auch einige kostenpflichtigen Zusatzinhalte für 1,99 € bis 7,99 €. Diese beinhalten jedoch nur Dinge wie Outfits für die Würmer, Spracheffekte, Waffenskins usw. stellen demnach nur optische Aufwertungen dar.

    Pro:

    • Dynamische Partien, insbesondere im Battle Royal.
    • Gute Grafik, mit schönen Effekten versehen.
    • Auch mal für eine kurze Runde geeignet.
    • Läuft auch auf älteren Systemen gut.

    Contra:

    • Leider nur ein Team-Modus vorhanden:
      • Ein Team-Deathmatch würde sich anbieten, in diesem Modus könnte man wunderbar zusammenarbeiten.
      • Capture the Flag könnte man z.B. in zwei Teams bestreiten. Das ergäbe sicherlich ein unterhaltsames Durcheinander. Alternativ auch ein toller Squad-Modus.
    • Ein paar Waffen wie der Luftschlag oder das Superschaf vermisst man durchaus als Worms-2-Veteran.

    Preis-Leistung-Award

    Alexander Schaaf
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich schreibe hier vor allem zu den Themen PC-Hardware und PlayStation.