Spirit Luckys großes Abenteuer – Test/Review

    (Bildquelle: Bandai Namco)

    Mit Spirit Luckys großes Abenteuer schauen wir uns heute mal einen Titel für den Gaming-Nachwuchs an. Das Spiel basiert auf der DreamWorks-Animationsserie Spirit: wild und frei. Da sich das Spiel besonders an den Nachwuchs richtet, gut es werden sich sicherlich auch einige Mütter über diesen Titel freuen, werden wir das Spiel insbesondere auf die Kindertauglichkeit testen. Für unseren Test wurde uns die Nintendo-Switch-Version zur Verfügung gestellt.

    Lucky und Spirit:

    Zu Beginn der TV-Serie zieht Lucky mit ihrem Vater und ihrer Tante aus einer Großstadt nach Miradero, einer kleinen Stadt in der Prärie. Dort befreit sie das junge Wildpferd Spirit, zusammen mit Ihren Freundinnen Pru und Abigail, wie auch deren Pferden Chica Linda und Boomerang erlebt sie viele verschiedene Abenteuer.

    Lucky findet in einer Truhe, die ihrer Mutter gehörte, eine Schatzkarte. (Bildquelle: Bandai Namco)

    Schon in der Serie erfährt man, dass Luckys verstorbene Mutter früher als Kunstreiterin beim Zirkus war. Am Anfang des Spiels schaut Lucky gemeinsam mit ihrem Vater eine Kiste mit Dingen durch, die ihrer Mutter früher gehörten. Dabei findet sie eine alte, geheimnisvolle Schatzkarte. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Abigail und Pru macht sie sich nun auf der Suche nach dem versteckten Schatz. Dabei steht Lucky natürlich ihr treuer Mustang Spirit zur Seite. In diversen Missionen erledigt man spannende Aufgaben, sammelt Tiere und Gegenstände ein oder erkundet die Landschaft.

    Das Abenteuer ruft:

    Für viele sicherlich zentral ist die Möglichkeit mit Spirit zu interagieren. Man kann ihn nicht nur reiten, sondern muss sich auch um sein Wohlergehen kümmern, sodass die Bindung zwischen Lucky und Spirit stärker wird. Mit der Zeit wird Spirit sichtbar dreckiger, dadurch reduziert sich die maximal aufladbare Energie und er muss öfters rasten. Um ihn zu reinigen, führt man ihn zum Stall und putzt ihn dort. Neben der Pflege von Spirit muss man ihn auch regelmäßig zum Wassertrog führen. Hier kann er sich erholen und so seine Energiereserven, die in Form von Hufeisen angezeigt werden, auffüllen.

    Die Missionen basieren auf dem üblichen Quest-Schema, man erhält eine Mission die einen zu einem oder verschiedenen Orten führt. Dort muss man nun Gegenstände einsammeln oder andere Aufgaben erledigen. Die Quests beginnen recht einsteigerfreundlich. Hier muss man zum Beispiel zunächst Luckys Vater dabei helfen seinen Hammer und seine Nägel zu finden. Dazu schickt er einen zu verschiedenen Orten, an denen man die Gegenstände einsammeln muss. So führen die Quests zu einem schnellen Erfolgserlebnis. Der Schwierigkeitsgrad steigt mit fortschreitendem Spiel nur moderat an, aber man sollte hier nicht vergessen, dass es sich um ein Spiel für Kinder handelt.

    Fotomodus und Kleiderschrank:

    Im Laufe der Quests erhält man einen Foto-Modus. Hier kann man insbesondere Bilder von Spirit aufnehmen. Eine kleine Checkbox zeigt einem hier an ob Dinge wie Bildausschnitt, Blick in die Kamera usw. erfüllt werden.

    Ebenso interessant ist sicherlich die Möglichkeit das Aussehen von Lucky zu verändern. Hierzu sammelt man in den diversen Missionen Outfits und Gegenstände ein. In Luckys Zimmer, dies erreicht man, indem man das Haus betritt, kann man sie nun umziehen und dabei die Hose, das Oberteil und die Kopfbedeckung auswählen. Dies ist aber erst möglich, wenn man auf den Missionen erste Kleidungsstücke gefunden hat.

    Steuerung, Grafik, Performance:

    Die Steuerung ist leicht erlernbar und intuitiv möglich. Etwas gewöhnungsbedürftig ist hier nur, dass man für manche Interaktionen an recht eng definierten Punkten stehen muss. Die jeweils verfügbaren Aktionen werden unten Rechts mit Symbolen in einer den Tasten entsprechenden Anordnung angezeigt. Allerdings gab es manchmal Momente in denen die Steuerung etwas träge reagiert hatte, insbesondere beim Reiten.
    Leider unterstützen die Spielemenüs nicht die Touchscreen-Funktion des Nintendo Switch, wenn man diesen im Handheld-Modus benutzt.

    Im Vergleich zu vielen anderen Switch-Titeln ist die Grafik in Ordnung, natürlich nicht vergleichbar mit dem Standard der Next-Gen-Konsolen. Dennoch kommt es stellenweisen zu recht starken Rucklern, diese treten vor allem dann auf, wenn man auf Spirit aufsitzt bzw. losreitet.

    Kindertauglichkeit:

    Die USK von Spirit Luckys großes Abenteuer ist mit 0 Jahre angegeben. Das ist für die Handlung und Inhalte auf jeden Fall in Ordnung. Auch die Steuerung ist, wie bereits erwähnt, recht einfach, sodass auch die dreijährige Tochter des Autors schnell in der Lage war die reitende Lucky zu steuern.

    Möchte das Kind aber auch die Geschichte richtig verfolgen können und nicht einfach nur wild durch die Gegend laufen gibt es leider ein kleines Problem. Denn die Dialoge im Spiel sind leider nicht vollständig vertont. Hier muss man sehr viel Text lesen, wozu man natürlich auch erstmal richtig lesen können muss. Somit ist das Spiel eigentlich nur von Kindern ab der zweiten Schulklasse eigenständig spielbar. Bei kleineren Kindern muss immer jemand dabei sein, der das Vorlesen übernimmt. So kann man natürlich auch schöne gemeinsame Stunden mit diesem Spiel verbringen, jedoch kann es für das Kind auch etwas frustrierend sein, wenn es das Spiel alleine nicht richtig spielen kann.

    Abgesehen von der Textkomponente sind die Quests sehr kinderfreundlich gehalten. Der moderate Schwierigkeitsgrad macht das Spiel einsteigerfreundlich und sorgt für ein schnelles Erfolgserlebnis.

    Fazit:

    Spirit Luckys großes Abenteuer bietet eine liebevoll erzählte Geschichte, die die Handlung der TV-Serie Spirit: Wild und frei ergänzt. Das Spiel ist kinderfreundlich gestaltet, setzt aber voraus, das das Kind bereits gut lesen kann. Denn die Gespräche sind sehr textlastig und werden nicht von den Sprechern erzählt. In der Switch-Version kam es teileweise zu recht starken Rucklern, insbesondere wenn man auf Spirit aufsteigt. Auch die an und für sich einsteigerfreundliche Steuerung wies zwischenzeitlich einige Probleme auf und reagierte verzögert.

    Empfehlen können wir das Spiel aber allen großen und kleinen Fans der zugehörigen TV-Serie. Vielleicht machen sich auch ein paar große und kleine Fans gemeinsam auf den Weg um Lucky auf ihren Abenteuern zu helfen.

    Vorteile: Nachteile:
    • Eine für Kinder liebevoll erzählte Geschichte.
    • Ideal für alle Fans der TV-Serie mit großem Wiedererkennungswert.
    • Viele Interaktionsmöglichkeiten mit Spirit.
    • Einfache, gut zugängliche Steuerung.
    • Die Quests haben eine für Kinder angenehme Länge.
    • Teilweise recht starke Ruckler (Switch-Version).
    • Die Steuerung reagiert beim Reiten teilweise träge (Switch-Version).
    • Nicht besonders aufwändige Grafik.
    • Die Dialoge werden nicht vorgelesen, dadurch für Kinder die noch nicht lesen können nicht alleine spielbar.

    Die Switch-Version von Spirit Luckys großes Abenteuer wurde Game2Gether für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Quelle: Bandai Namco

    Alexander Schaaf
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich schreibe hier vor allem zu den Themen PC-Hardware und Marvel-Comics.