StartNewsBau-Simulator: Evolution auf der gamescom angespielt – Mehr bauen, mehr abreißen

Bau-Simulator: Evolution auf der gamescom angespielt – Mehr bauen, mehr abreißen

Mit Bau-Simulator: Evolution führt astragon Entertainment die bekannte Reihe weiter und erweitert das bisherige Spielprinzip um einige interessante neue Arbeitsschritte. Wir konnten den Titel auf der gamescom 2026 am Stand von astragon rund eine Stunde selbst anspielen und uns einen Eindruck davon verschaffen, wie sich die Neuerungen in der Praxis anfühlen.

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Vertrautes Fundament mit neuen Möglichkeiten

Wer bereits den Vorgänger gespielt hat, wird sich in Bau-Simulator: Evolution sehr schnell zurechtfinden. Das grundsätzliche Gameplay und auch die Steuerung orientieren sich stark am bisherigen Konzept. Fahrzeuge auswählen, zur Baustelle fahren und die einzelnen Arbeitsschritte erledigen – das bekannte Spielprinzip bleibt erhalten.

Gleichzeitig wirken die Bauvorhaben nun deutlich vollständiger. Dafür sorgen vor allem die neuen Tätigkeiten, die zwischen den bekannten Arbeitsschritten für zusätzliche Abwechslung sorgen. Besonders Mauern und Verputzen sind uns dabei positiv aufgefallen. Beide Tätigkeiten sind angenehm unkompliziert umgesetzt und erinnern fast ein wenig an ein kleines Cozy-Minispiel.

Damit entsteht ein schöner Mittelweg zwischen Simulation und zugänglichem Gameplay. Wer möglichst viele Arbeitsschritte selbst erledigen möchte, bekommt mehr Möglichkeiten als zuvor. Gleichzeitig bleibt die Reihe ihrer vergleichsweise entspannten Herangehensweise treu.

Jetzt wird auch abgerissen

Die wohl größte Neuerung ist allerdings eine Tätigkeit, die auf den ersten Blick so gar nicht zum klassischen Aufbaugedanken des Bau-Simulators passt: Abrissarbeiten.

Dabei stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um bestehende Strukturen zu entfernen. Vom Presslufthammer über den Abrissbagger bis hin zur Abrissbirne reicht das Spektrum. Je nach Aufgabe und Baumaterial kommt entsprechend ein anderes Werkzeug zum Einsatz.

Auch die offiziellen Lizenzpartner bringen dafür passende Maschinen und Anbaugeräte ins Spiel. Unter anderem kommen der SENNEBOGEN 670 E mit Abrissbirne, ein hydraulischer Kombischneider Epiroc C 1600 U mit Universalbacken sowie ein Abbruchhammer von Wacker Neuson zum Einsatz.

Gerade die Abrissarbeiten sorgen dafür, dass sich die Bauvorhaben abwechslungsreicher anfühlen. Statt ausschließlich etwas Neues zu errichten, müssen wir nun teilweise zunächst Platz schaffen, bevor das eigentliche Bauprojekt beginnen kann. Dadurch ergeben sich zusätzliche Arbeitsschritte und ein insgesamt runderer Ablauf.

Mauern und Verputzen als kleine Minispiele

Neben dem Abriss erweitern auch Mauern und Verputzen das Tätigkeitsfeld. Beide neuen Arbeitsschritte sind dabei angenehm zugänglich umgesetzt. Sie fühlen sich fast wie kleine Cozy-Minispiele innerhalb der Simulation an und bringen etwas Abwechslung in die ansonsten bekannten Abläufe.

Gerade diese Mischung funktioniert gut: Die neuen Tätigkeiten vermitteln uns zusätzliche Arbeit auf der Baustelle, ohne dass daraus unnötig komplizierte Mechaniken entstehen. Dadurch wirken die einzelnen Bauvorhaben insgesamt umfangreicher und vollständiger.

Arbeitsschritte dürfen weiterhin übersprungen werden

Trotz der zusätzlichen Möglichkeiten bleibt Bau-Simulator: Evolution seinem zugänglichen Ansatz treu. Wer keine Lust hat, jeden einzelnen Arbeitsschritt selbst durchzuführen, kann auch weiterhin einzelne Tätigkeiten überspringen.

Das wurde sogar komfortabler gelöst. Während man beim Vorgänger dafür teilweise noch über das Menü gehen musste, lässt sich ein Arbeitsschritt nun direkt im laufenden Bauvorhaben per Tastenklick überspringen. Das ist eine kleine Änderung, die sich im Spiel aber angenehm bemerkbar macht. Damit können Spieler selbst entscheiden, wie detailliert sie ihre Baustelle abarbeiten möchten.

Fuhrpark bleibt vertraut

Beim Fuhrpark setzt die Evolution ebenfalls eher auf Bewährtes als auf einen kompletten Neustart. Die Fahrzeugauswahl bewegt sich ungefähr auf dem Niveau des ersten Teils, wobei natürlich neue Maschinen und Anbaugeräte für die zusätzlichen Tätigkeiten hinzukommen.

Beim Fahren selbst vermitteln die Fahrzeuge einen dynamischen Eindruck. Allerdings geht die Physik dabei teilweise etwas weiter in Richtung Spielspaß als in Richtung realistischer Simulation. Gerade beim Fahrverhalten wirken einige Maschinen etwas dynamischer, als man es von ihren realen Vorbildern erwarten würde. Für das eigentliche Gameplay funktioniert das allerdings gut und passt zum insgesamt zugänglichen Ansatz des Spiels.

Noch einmal bessere Grafik

Auch optisch hat Bau-Simulator: Evolution gegenüber dem Vorgänger noch einmal zugelegt. Die Umgebungen und Maschinen wirken detaillierter und insgesamt moderner. Gerade bei den Fahrzeugen kommt die zusätzliche grafische Qualität gut zur Geltung.

Noch wichtiger für eine Simulation ist allerdings, dass die Technik funktioniert – und hier hinterließ die von uns gespielte Vorabversion einen guten Eindruck. Während unserer rund einstündigen Session lief das Spiel stabil und performant. Auch Kamera und Steuerung funktionierten problemlos.

Natürlich handelt es sich bei unserer Version noch nicht um die finale Fassung. Entsprechend können sich bis zur Veröffentlichung noch Details verändern.

Erst Early Access auf dem PC

Bei der Veröffentlichung hat sich seit den ursprünglichen Plänen ebenfalls etwas geändert. Bau-Simulator: Evolution startet zunächst im Early Access auf Steam für den PC. Die Entwickler wollen die zusätzliche Entwicklungsphase nutzen, um Feedback und Wünsche der Community stärker in die weitere Entwicklung einfließen zu lassen. Geplant sind weitere Inhalte und Updates, die nach und nach erscheinen sollen.

Die PC-Version soll noch 2026 in den Early Access starten. Die Versionen für PlayStation 5 und Xbox Series X|S wurden dagegen auf 2027 verschoben.

Unser erster Eindruck

Nach rund einer Stunde mit Bau-Simulator: Evolution fällt unser erster Eindruck positiv aus. Das Spiel versucht nicht, das bisherige Konzept komplett neu zu erfinden, sondern erweitert es an den richtigen Stellen.

Vor allem die Abrissarbeiten sind eine sinnvolle Ergänzung. Zusammen mit dem Mauern und Verputzen entstehen dadurch deutlich abwechslungsreichere Bauvorhaben, die sich stärker wie komplette Projekte anfühlen. Gleichzeitig bleiben Steuerung und Gameplay vertraut, sodass sich auch Spieler des Vorgängers schnell zurechtfinden dürften. Besonders gut gefällt uns dabei, dass die zusätzlichen Tätigkeiten nicht unnötig kompliziert wirken. Sie erweitern das Spiel, ohne dessen zugänglichen Charakter zu verlieren.

Bau-Simulator: Evolution könnte damit genau das richtige Maß an Evolution bieten: mehr Möglichkeiten, ohne das bewährte Fundament einzureißen.

Bau-Simulator: Evolution – Fakten

Entwickler weltenbauer.
Publisher astragon Entertainment
Genre Simulation
Plattformen PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S
PC-Version Early Access auf Steam, 2026
Konsolenversionen 2027
Getestete Version Vorabversion auf der gamescom 2026
Alex
Alex
Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.
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