Gullivers Reisen Filmkritik

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    Gullivers Reisen
    Start: 10 Februar 2010
    Darsteller:
    Jack Black (Lemuel Gulliver), Jason Segel (Horatio), Emily Blunt (Prinzessin der Liliputaner), Amanda Peet (Darcy Silverman), Billy Connolly (König der Liliputaner), Chris O’Dowd (General Edward), T.J. Miller (Dan), James Corden (Jinks) Regie: Rob Letterman

    Inhalt:
    Gulliver (Jack Black) fristet seit Jahren ein langweiliges Dasein in der Poststelle eines Verlags, während seine Kollegen innerhalb kürzester Zeit per Beförderung grinsend an ihm vorbeiziehen. Doch Gulliver will Hoch hinaus und träumt insgeheim von der ganz großen Karriere.
    Doch Tages sieht es so aus, als ob die große Chance für unseren Helden gekommen ist, denn durch einen Zufall schafft er es für einen Reisebericht beauftragt zu werden, wenn auch mittels eines gefälschten Reiseberichts. Seine Aufgabe lautet, ins sagenumworbene Bermuda Dreieck zu fahren, um darüber Bericht zu erstatten.
    Frohen Mutes sticht er in See und schippert los, wobei ihm jedoch ein Unwetter einen Strich durch die Rechnung macht, und er in einem Land namens Lilliput, deren Einwohner winzige Menschen sind, strandet. Dort wird Gulliver nach Gefangennahme aufgrund irrwitziger Lügengeschichten und Begeisterung der Lilliputaner zu seinem New-Yorker Style und div. Draufgängergeschichten, nach denen er u.a. bereits Präsident und Bestreiter des Darth Vader war, zum General ernannt und groß gefeiert, aber er merkt recht bald, dass Macht und Anerkennung auch Verantwortung mit sich zieht.

    Wer die gut bekannte Gulliver-Lilliputgeschichte erwartet, der muss sich auf viel Neues gefasst machen, denn Jack Black verleiht mit seinem typischen Humor dem Film einen ganz anderen Touch. Die Story wird locker mit einem romantischen Hintergrund angeleiert und nimmt jedoch eine unerwartete Wendung.
    Nachdem Gulliver (Jack Black) auf Lilliput gestrandet ist, wird er vorerst eingesperrt und lernt in seinem Gefängnis Horatio (Jason Segel) kennen, der ihm schnell gesteht, dass er sich in die Prinzessin der Lilliputaner (Emily Blunt) verliebt hat. Der eifersüchtige General Edward (Chris O’Dowd) hätte ihn daraufhin hier einsperren lassen. Man ist sich ab und zu nicht sicher ob man sich gerade eine Komödie oder eher eine Romanze ansieht Da sich die sich die Liebesschmachterei wie ein roter Faden durch den gesamten Film zieht und das gepaart mit Jack Blacks Humor leicht skurril wirkt.
    Durch eine glorreiche Heldentat Gullivers wird er nun doch aus seiner Gefangenschaft erlöst und nimmt sich vor, seinem neuen, einzigen besten Freund Horatio, zu seiner Angebeteten zu verhelfen, was einige fragwürdige aber durchaus witzige Flirttipps mit sich zieht. Gulliver wird vorerst als großer Held gefeiert, und das nicht zu knapp. Die immer wieder kehrenden „spontanen“ vom singenden Black angeführten Tanzeinlagen, um ein Thema zu verdeutlichen oder zu unterstreichen, versuchen den immer weiter abstumpfenden Film cooler und rockiger wirken zu lassen. Gespräche, die auf den ersten Blick recht wortgewandt erscheinen mögen, werden recht schnell mit Blacks Sprüchen durchsiebt und lassen sie eintönig sinnfrei wirken, sodass dem Zuschauen an zunehmend mehr Stellen das Lachen im Halse stecken bleibt. Der 3D Effekt kommt leider viel zu kurz, nahezu unscheinbar und der Kontrast zwischen groß und klein hätte viel deutlicher gemacht werden können.

    Im Allgemeinen fällt die kleine Welt der Lilliputaner viel zu grob aus. Es fehlen die besonderen Details, die den Streifen realistischer hätte wirken lassen. Dafür wurde gut inszenierten Transformerseffekten nicht gegeizt. Das Ende ist leicht überzogen was aber nach dem gesamten Film zu erwarten war.
    Fazit:
    Für jeden, der die Originalversion 1939 kennt ist der Film eine witzige Ergänzung aber nicht wirklich empfehlenswert. Durch den stumpfen Humor kann eine Neuverfilmung leider nicht ganz realisiert werden, was an sich recht schade um die Story ist. Der Streifen kommt vom groben Inhalt ans Original ran aber ist nicht besser als die Erstverfilmung. Für jeden Jack Black- Fan ist der Film jedoch ein absolutes Muss.
    Wertung: 50 %

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