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Warhammer 40.000: Dawn of War III – Test / Review

 

 
Zusammenfassung
 

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Posted 5. Mai 2017 by

Knapp 6 Jahre ist es nun her, dass die letzte Erweiterung zu Dawn of War II erschienen ist und Fans auf einen Nachfolger warten mussten. Jetzt ist es soweit, denn mit Warhammer 40.000: Dawn of War III ist am 27. April der neueste RTS-Ableger im Warhammer 40.000-Universum erschienen. Wir haben uns den Strategietitel für den PC angeschaut und verraten Euch in diesem Test was wir davon halten.

Wieder zurück zu den Wurzeln – Das Gameplay

Während mit dem Vorgänger Dawn of War II eine drastische Änderung in Sachen Gameplay vorgenommen wurde, kehrt jetzt der dritte Teil zu den Wurzeln der Serie zurück. Das heißt, dass der Basisbau wieder in das Spiel findet. Aber nicht nur Elemente aus dem ersten Teil der Serie sind in Dawn of War III vorhanden, sondern es vereint im Grunde genommen Teil 1 und 2. Neben Basisbau und Massenschlachten haben wir auch bis zu drei Helden, bzw. Eliteeinheiten mit denen wir das Schlachtfeld dominieren können. Der Basisbau ist allerdings nicht so umfangreich wie beispielsweise im ersten Dawn of War. Der Fokus liegt im dritten Teil auf den großen Kämpfen auf dem Schlachtfeld.

Warhammer 40.000: Dawn of War III bietet uns drei Völker, die sich unterschiedlich spielen. Mit an Bord sind die Space Marines, Orks sowie die Eldar. Dabei bringt jedes Volk seine eigenen Tricks mit. Während die Eldar sich ihrer bekannten Telporter-Technik bedienen und sich und ihre Gebäude teleportieren können, können sich die Space Marines Verstärkung direkt in den Kampf holen. Die Orks hingegen können Schrott auf dem Schlachtfeld verwenden um Einheiten mit Upgrades zu versorgen oder auch Mechs aus größeren Wracks erstellen.
Apropos Versorgung: Ressourcen erhalten wir, indem wir bestimmte Punkte auf der Karte einnehmen und entsprechend mit Upgrades und Generatoren ausbauen. So entsteht ein taktischer Kampf um die Herrschaft auf der Karte, sodass wir überlegen müssen wie wir mit unseren Einheiten vorgehen.

Wie auch der Basenbau wurde das Upgradesystem etwas zurückgeschraubt. Wenn wir uns an den ersten Teil der Serie erinnern, dann war es möglich bei fast jeder Einheit diverse Upgrades durchzuführen. Dies wurde nun im dritten Teil auf einige wenige Upgrades verringert.
Stattdessen sind die oben angesprochenen Eliteeinheiten vorhanden, die wir nach und nach mit Schädeln (Skulls) freischalten. Jedes der drei Völker besitzt 9 dieser Eliteeinheiten, von denen wir drei in eine Schlacht mitnehmen können. Diese reichen dabei von stärkeren Einheiten, wie beispielsweise den Terminatoren-Trupps der Space Marines, über mächtige Helden aus der Kampagne bis hin zu gigantischen Mechs, die über das Schlachtfeld wandern. Dabei haben die Eliteeinheiten unterschiedliche Eigenschaften in Bezug auf Verteidigung, Angriff, usw.

Der Auswahlbildschirm der Eliteeinheiten

Dabei sollte aber beachtet werden, dass der Einsatz der Eliteeinheit nicht bedeutet das Spiel direkt für sich zu entscheiden. Eine Mischung aus kleinen Einheiten und der gezielte Einsatz der Eliteeinheiten ist entscheidend für den Ausgang eines Spiels. Denn auch in Dawn of War III greift das Schere, Stein, Papier-Prinzip, was uns zum taktischen Vorgehen bewegt.
Neben den Eliteeinheiten wählen wir zusätzlich noch sogenannte Doktrinen, die uns verschiedene Vorteile im Spiel bieten, um unsere Strategie zu unterstützen. Die Doktrinen werden ebenfalls mit den genannten Schädeln (Skulls) freigeschaltet. Die Schädel selbst erhalten wir durch das Spielen von Multiplayer-Partien sowie Missionen.

Doktrinen

Drei Völker, eine Story – Die Kampagne

Die Kampagne von Dawn of War III bietet uns 17 klassische RTS-Missionen, in denen wir aber alle drei Völker spielen dürfen. Wobei uns jede Mission etwa eine starke Stunde unterhält. Je nach Schwierigkeitsgrad wird einiges vom Spieler abverlangt. Denn auf der Stufe „Schwer“ zieht der Schwierigkeitsgrad stark an und kann auch erfahrene RTS-Spieler ins Schwitzen bringen. Aber auch knackige Nebenziele können uns das Leben etwas schwer machen. Grundsätzlich bieten die Missionen immer etwas Abwechslung, jedoch läuft es meistens darauf hinaus eine Armee aufzubauen, um dann die gegnerische Basis zu vernichten.

Die Geschichte wird mit animierten Standbildern erzählt, die an sich gut aussehen. Dennoch hätten wir uns Rendersequenzen, wie die des Intros, für die Kampagne gewünscht.
Inhaltlich geht es in der Kampagne um den mächtigen Speer des Khaine, der den Ordensmeister Gabriel Angelos, die Runenprophetin Macha sowie Orkboss Gorgutz aufeinandertreffen lässt. Dabei ist im Spiel durchgehend die bekannte düstere Warhammer 40.000-Atmosphäre unser ständiger Begleiter.

MOBA-Ähnlilcher Mehrspieler-Modus? – Der Multiplayer

Im Multiplayer-Modus macht Dawn of War III einiges anders, als seine Vorgänger. In einem Match ist es nun das Ziel den gegnerischen Energiekern zu zerstören, nachdem sein Schutzschild und Wachturm von uns vernichtet worden sind. Hinzukommt, dass wir auch um die Vorherrschaft auf der Karte mit unserem Gegner kämpfen, um wichtige Ressourcen-Punkte einzunehmen und auszubauen. Haben wir Mitspieler in unserem Team, so erhalten alle Mitglieder Ressourcen wenn ein Punkt eingenommen wird.

Elite mit unterschiedlichen Skins (Buttons unten) zur Auswahl

Das Ziel den Energiekern des Gegners im Herzen seiner Basis zu vernichten, nachdem wir seine äußeren Verteidigungspunkte zerstört haben, weist auf den ersten Blick gewisse Parallelen zu MOBA-Titel wie League of Legends auf. Dabei kann dieser Modus auch mit mehreren Spielern gespielt werden, sodass Konstellationen von bis zu 3 gegen 3 Spielern möglich sind. Aber auch Spiele gegen die KI sind möglich. Zusätzlich dazu können wir auch unsere Einheiten etwas individualisieren, indem wir die Möglichkeit haben unterschiedliche Farben/Skins zu benutzen.
Für die Multiplayer-Matches sind insgesamt acht Karten vorhanden auf denen der neue Modus gespielt werden kann. Leider ist aber nur dieser neue Modus in Dawn of War III verfügbar, sodass der Multiplayer-Part des Spiels etwas mager ausfällt.

Hohe Anforderungen? – Die Technik

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Dawn of War III ein Hardware-Monster ist. Allerdings lässt sich sagen, dass ein guter Vierkern-Prozessor sowie eine Grafikkarte der Mittelklasse aus den letzten vier Jahren ausreicht, um den Titel auf hohen Einstellungen in Full HD zu spielen. Für die 3vs3-Multiplayer-Matches wird explizit ein Intel Core i5-Prozessor oder ein vergleichbarer Prozessor mit vier physikalischen Kerne empfohlen.
Es ist aber erstaunlich wie gut Dawn of War III funktioniert und welche Einstellungsmöglichkeit geboten werden. So kann bei schwacher Hardware nicht nur die Auflösung eingestellt werden, sondern auch die Render-Auflösung. Nachfolgend sind noch die Hardwareanfoderungen gelistet.

Minimum:

    • Betriebssystem: 64-bit Windows 7 mit aktuellsten Updaten
    • Prozessor: 3 GHz Intel Core i3 mit vier logischen Kernen oder vergleichbar
    • Speicher: 4 GB RAM, 1 GB VRAM
    • Grafikkarte: NVIDIA GeForce 460 oder AMD Radeon 6950 oder vergleichbare DirectX 11-Grafikkarte
    • DirectX: Version 11
    • Netzwerk: Breitband Internet Verbindung
    • Festplattenspeicher: 50 GB freier Speicher
    • Zusätzliche Info: Intel Core i5 mit vier physischen Kernen oder vergleichbar für 3vs3-Multiplayer-Matches empfohlen. Internetverbindung zum Spielen und Fortschritt benötigt.

Empfohlen:

    • Betriebssystem: 64-bit Windows 10 mit aktuellsten Updaten
    • Prozessor: 3 GHz Intel Core i5 oder vergleichbar
    • Speicher: 8 GB RAM, 2 GB VRAM
    • Grafikkarte: NVIDIA GeForce 770 oder AMD Radeon 7970 oder vergleichbare DirectX 11-Grafikkarte
    • DirectX: Version 11
    • Netzwerk: Breitband Internet Verbindung
    • Festplattenspeicher: 50 GB freier Speicher
    • Zusätzliche Info: Internetverbindung zum Spielen und Fortschritt benötigt.

Fazit

Warhammer 40.000: Dawn of War III ist vielleicht nicht der Nachfolger geworden, den sich viele gewünscht haben. Wenn die Steam-Bewertungen betrachtet werden, dann beschweren sich viele Nutzer über den geringen Umfang (nur drei Völker) und die starke Auslegung auf den Multiplayer-Modus. Nüchtern betrachtet stimmt dies nur zum Teil.
Dass nur drei Völker vorhanden sind, ist in erster Linie nicht allzu schlimm, zumal der Spieler mit allen drei in der umfassenden Kampagne in Kontakt kommt und die Möglichkeit hat diese zu spielen. Die Inszenierung der Story ist leider mit den animierten Standbildern und/oder Funksprüchen etwas schwach, wie weiter oben schon angemerkt.
Für den Multiplayer-Modus hätte es definitiv noch einen alternativen Modus geben sollen sowie eine größere Auswahl an Karten. Jedoch greift hier der Steamworkshop ein und versorgt das Spiel mit Karten aus der Community.

Über den Preis von 59,99 € (Steam) kann natürlich gestritten werden, jedoch muss auch beachtet werden, dass das Spiel bei Keyseller nur knapp die Hälfte kostet.
Warhammer 40.000: Dawn of War III ist für uns aber dennoch ein gut gelungenes RTS-Game, das Echtzeitstrategen anspricht, die auf Massenschlachten mit zusätzlichen Heldeneinheiten stehen. Das Gesamtpaket des Titels überzeugt: rundes RTS-Gameplay im düsteren Warhammer 40.000-Universum mit einer umfassenden Kampagne und einem Multiplayer-Modus.


Gustav Knaub

 
Gustav Knaub
Film- und Computerspielbegeisterter TI Student, der mit MediaField anfing und damit nun hier im Bereich für Spiele- und Filmtrailer gelandet ist.


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