Metro Exodus – Test / Review

    Was war das für ein Shistorm, den sich Metro Exodus entgegenstellen musste? Nur knapp zwei Wochen vor Release wird die Vertriebsplattform auf dem PC gewechselt. Die Spielerschaft war nicht sehr angetan davon und es folgte ein Shitstorm. Unabhängig davon ist Metro Exodus nun erschienen und wir konnten uns das Spiel etwas näher anschauen. In dieser Review möchten wir nicht auf den angesprochenen Shitstorm-Thematik und dem Drumherum eingehen, sondern wollen uns ganz dem Spiel widmen und was wir davon halten.


    An dieser Stelle sei genannt, dass es noch einen Beitrag zum Thema RTX geben wird. Dieser erscheint allerdings zu einem anderen Termin.

    Raus aus der Metro – Die Story

    Spieler, die mit der Metro-Serie vertraut sind, werden wahrscheinlich auch die Bücher gelesen haben. Mit Metro Exodus ist nach Metro 2033 und Metro: Last Light nun der dritte Teil der Serie erschienen, der vom aktuellen Buch Metro 2035 von Dmitry Glukhovsky inspiriert ist. Das heißt, dass das Spiel keine 1:1-Umsetzung des Buches ist und es sich an einigen Passagen und Ideen orientiert. Das heißt, dass Spieler manche Szenen direkt aus dem Buch wiedererkennen werden.

    Dennoch unterscheidet sich die Story von Buch und Spiel sehr stark: während wir im Buch noch viel unter der Erde unterwegs sind, befinden wir im Spiel eher an der Oberfläche.
    In Metro Exodus schlüpfen wir wieder in die Haut von Artyom, der immer wieder versucht an der Oberfläche per Funk Kontakt mit anderen Überlebenden aufzunehmen. Auf dem Rückweg in die Metro treffen Artyom und seine Frau Anna zufällig auf andere Überlebende, die nicht aus Moskau stammen und entdecken auch eine funktionsfähige Lokomotive, die Aurora.

    Auch ein Trupp des Sparta-Ordens trifft ein und nun stehen Artyom und seine Gruppe vor der Entscheidung Moskau mit der Aurora zu verlassen, um nach weiteren Überlebende zu suchen. So beginnt das Abenteuer von Metro Exodus.

    Die Geschichte ist ein sehr wichtiges Element über die gesamte Spieldauer hinweg. Wir erleben alles ausschließlich in der Ego-Perspektive durch die Augen des stummen Artyom. Es gibt keine gerenderten Videosequenzen, es geschieht alles Ingame und bezieht den Spieler direkt mit ein.

    Eine neue Messlatte? – Gameplay

    Metro Exodus kombiniert viele unterschiedliche Elemente und wird damit zu einem intensiven Spiel. Zunächst haben wir eine Mischung aus Open-World und Schlauchlevels. Das Spiel ist so gesehen in unterschiedliche „Stationen“ aufgeteilt, die wir aber nur einmalig besuchen. Das heißt, wenn wir beispielsweise an der Wolga ankommen und unsere Hauptaufgaben erledigt haben, fahren wir mit der Aurora weiter zur nächsten Station. Es gibt keine Abfrage nach dem Motto „Wollen Sie das Gebiet wirklich verlassen?“. Das ist aber auch nicht nötig, denn das würde den Spielfluss stören.

    Neben den Hauptaufgaben gibt es noch die Möglichkeit das Gebiet zu erkunden und eventuelle Nebenaufgaben zu erledigen. Wie wir das machen oder ob wir uns darauf überhaupt einlassen ist dem Spieler völlig freigestellt. Auf unserer Karte blinken keine unzähligen POIs auf oder ähnliches. Wenn wir als Spieler das Fabrikgebäude in der ferne erkunden wollen, dann liegt es an uns dies zu machen. Einige Sammelgegenstände gibt es auch, diese müssen aber aktiv gesucht werden und werden nicht auf der Karte angezeigt. Das Spiel schreibt uns an dieser Stelle nichts vor, sondern lässt uns alle Freiheiten.

    Das Gleiche gilt es auch meistens in unseren Hauptaufgaben. Es ist nicht immer notwendig alle Gegner zu töten, wir können auch versuchen zu schleichen. Das hängt wieder ganz von uns ab. Dabei haben wir auch die Möglichkeit einen Vorteil zu erhalten, wenn wir uns entschließen bei Nacht bestimmte Missionen zu erledigen. Denn Metro Exodus hat einen Tag/Nacht-Zyklus sowie ein Wettersystem.

    Wer jetzt denkt, dass sich das nun durch das gesamte Spiel zieht, der irrt. Wir reisen nicht von Open-World-Gebiet zu Open-World-Gebiet, sondern landen auch dazwischen in einem Schlauchlevel, was die eine Brise Abwechslung in den Spielfluss bringt.

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    Gustav Knaub
    Film- und Computerspielbegeisterter, der mit MediaField anfing und damit nun hier im Bereich für Spiele- und Filmtrailer gelandet ist.