Guns, Gore & Cannoli – Test / Review

    Guns, Gore & Cannoli feierte bereits vor geraumer Zeit bei Steam seinen Siegeszug und jetzt sind dann auch endlich die Konsoleros dran. Das Spiel erscheint heute im Xbox Marktplatz und in Kürze folgt auch die PS4-Version. Hier im Test stellen wir die Xbox One Version von Guns, Gore & Cannoli vor.

    Guns, Gore & Cannoli ist ein reinrassiger Run-N-Gun Titel, der an Contra oder Metal Slug erinnert. Die Kurzform lautet deshalb: Lauft von links nach rechts durch die Level und ballert alles über den Haufen, was euch vor die Flinte kommt.

    So die Kurzform, aber diese schmücken wir jetzt noch etwas aus. Die trashige Rahmenstory nimmt uns mit auf die Reise in eine Stadt, die von Zombies bedroht wird und es nur eine Rettung gibt, nämlich die der Mafiosi. Daher schlüpfen wir in die Rolle eines Paten, im Spiel alias Vinnie Cannoli und machen uns auf, die untote Brut zu besiegen. Und so ganz nebenbei decken wir zwischen all den Hirntoten dann auch noch eine faustdicke Verschwörung auf.

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    Einfach mal alles in Schutt und Asche legen

     

    Neben der arcadigen Balleraction und der abgedroschenen Story sticht Guns, Gore & Cannloni durch eine unglaubliche Portion Humor heraus. Gerade diejenigen, die diverse Zombie- und Mafiosi-Filme kennen, werden immer wieder die Seitenhiebe erkennen, die das Spiel punktuell und sehr geschickt in den Verlauf einbindet. Aber auch ohne dieses Wissen ist der Humor eine Klasse für sich und weiß, von vorne bis hinten zu begeistern.

    Spielerisch steht das Dezimieren aller umherstreunenden Feinde im Fokus. Dazu zählen neben diversen Zombieklassen auch Gegner wie etwas monströse Ratten und die obligatorischen Bosskämpfe. Letztere bieten dann auch eine ordentliche taktische Weisung, denn ohne geschicktes Ausweichen endet man hier ganz schnell als Kanonenfutter.

    Wo wir schon gerade bei den Kanonen sind: Diese sind natürlich euer bestes Argument, das ihr anstürmenden Untoten präsentieren könnt. In Guns, Gore & Cannoli gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Ballermänner, vom einfachen Colt angefangen bis hin zu Raketenwerfern und Molotov-Cocktails. Dabei gilt stets die Devise, dass man die Waffe auch je nach Gegnertyp natürlich möglichst effektiv wechseln sollte.

    Technisch zeichnet das Spiel eine äußerst präzise Steuerung aus, hier sitzt jede kleine Stickbewegung auf den Punkt genau. Auch die Waffen und deren Feuerradius sind sehr harmonisch. Rein von der Steuerung passt wirklich alles im Spiel, denn diese ist knackig und neigt niemals zur Schwammigkeit. Gleiches Lob können wir für Grafik und Sound ausgeben. Alle Level sind optisch ansprechend und Abwechslungsreich inszeniert. Der Sound bzw. der Soundtrack tun ihr übriges, um das blutige Geschehen auf der Mattschreibe bestens zu untermalen. Und: Es gibt keinerlei Störfaktoren wie Ruckler, Frameeinbrüche oder Tearing.

    So spaßig der Koop-Shooter auch ist, so schnell ist er auch schon wieder vorbei. Keine 5 Stunden brauchten wir für einen kompletten Durchlauf, das ist ein wenig schade. Denn der hohe Spaßfaktor lässt Guns, Gore & Cannoli sehr kurzweilig erscheinen.

     

    Fazit

    Hirn aus und Feuer frei, so könnte man es vielleicht auf den Punkt bringen. Guns, Gore & Cannoli bietet satte Solo- und Koop-Action, die leider viel zu schnell wieder vorbei ist. Dabei macht der Side-Shooter verdammt viel richtig, denn sowohl Technik als auch Spielspaß stimmen fast perfekt. Eins dieser Spiele, die man nach getaner Arbeit ohne groß zu zögern eine Runde daddeln kann, um den Alltag kurz hinter sich zu lassen.

    cannoli

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    Christoph
    Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur