Fear the Wolves – Preview

    Fear the Wolves ist ein neues Battle Royale Game, welches aber trotzdem irgendwie ganz anders ist. In Fear the Wolves müssen wir nicht nur gegen andere Spieler überleben, sondern müssen uns auch vor den mutierten Wölfen in acht nehmen. Doch damit nicht genug, denn es gibt noch weitere Gefahren im Gebiet von Fear the Wolves.

    Keyfeatures:..

    • Das Spiel: Ein Battle-Royale-Erlebnis für 100 Spieler, bei dem sowohl Solo- als auch Gruppenmodi möglich sind.
    • Die Grundlagen: Mehr als 20 Gewehre mit über 25 Zusatzgeräten, mehr als 15 Schutzanzüge, Versorgungsgüterabwürfe, Hilfsmittel und vieles mehr
    • PvE: Wolfsrudel verfolgen Spieler und sind eine tödliche Gefahr, während Anomalien durch die Katastrophe ebenfalls gemieden werden müssen, um zu überleben.
    • Eine Karte: Eine 25 km² große Karte in der Ruinenlandschaft rund um Tschernobyl, mit Flüssen, Wäldern, zerstörten Ortschaften, geheimen Militärlagern und vielem mehr.
    • Dynamisches, auf Abstimmung basierendes Wetter-System: Das Wetter in Tschernobyl ändert sich ständig: Es gibt klare Tage, herbe Winde, donnernde Stürme und mehr – und über diese Änderungen wird durch Spieler und Zuschauer eines Spiels abgestimmt.
    • Der Lauf der Zeit: Ein Spiel beginnt am Morgen, durchläuft die Mittagszeit und endet schließlich am Abend mit der Rettung.
    • Fahrzeuge: Heruntergekommene, aber funktionierende Jeeps stehen in der Landschaft bei Fear the Wolves herum – eine laute und auffällige, aber auch schnelle Möglichkeit, um den gefährlichen Bereichen zu entkommen.
    • Radiation: Strahlung verteilt sich zufällig und ungleichmäßig über das Schlachtfeld. Je nach Intensität birgt sie unterschiedliche Gefahren.
    • Die Rettung: Am Ende jedes Spiels kommt es zu einem dramatischen Finale zwischen den letzten verbliebenen Spielern, die um den Platz im rettenden Helikopter kämpfen
    • Zuschauermodus: Tote Spieler können ein Spiel weiterhin verfolgen und über das Wetter abstimmen.

    Der Schauplatz und der klassische Battle Royale Ablauf?:..

    Fear the Wolves erinnert ein wenig an ein atmosphärisches Meisterwerk aus dem Jahre 2007, die Rede ist selbstverständlich von S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl. In Fear the Wolves springen wir im verseuchten Tschernobyl ab und kämpfen mit bis zu 99 anderen Spielern ums Überleben. Doch das ist dann auch schon alles, was sich Fear the Wolves mit anderen Titel aus dem Battle Royale Genre teilt. Die Welt ist interaktiv und so es gibt ständig Wetterveränderung, die auch durch ein Votingsystem der schon toten Spieler beeinflusst werden kann. Eine weitere Besonderheit sind vermutlich die mutierten Wölfe, welche sich alleine oder gleich im Rudel an die Spieler heranwagen und nicht nur sinnlos auf die Spieler zulaufen, denn gerade im Rudel merkt man ein taktisches Vorgehen der mutierten Wölfe, die um jeden Preis einen Spieler niederstrecken möchten.

    Und da dies noch nicht düster genug ist, rascheln überall die Büsche und die Raben werden aufgeschreckt und fliegen davon. Darüber hinaus gibt es noch den Geigerzähler, welcher gerne mal anspringt, wenn man sich zu lange in einem Gebiet aufhält, denn die Atomstrahlung ist in jedem Abschnitt etwas anders. Sollte die Strahlung dem Spieler Leben abziehen, könnt ihr diese verlorene HP nicht ohne Weiteres wiederbekommen.

    Das alles ist schon ziemlich düster und klingt atemraubend und spannend, doch der Überlebenskampf ist weit aus schlimmer als bisher angenommen, denn wenn bei Fear the Wolves etwas fehlt, ist es die Menge an Loot, wie man ihn stellenweise aus anderen Spielen kennt. In Fear the Wolves findet man nicht einfach mal in jedem Haus Dinge, die man benötigt um in diesem verseuchten Szenario überleben zu können. Selbst wenn man mal das Glück hat, ein Haus zu betreten, wo direkt drei Waffen zur Auswahl herumliegen, gibt es dann trotzdem prompt das nächste Problem. Munition ist ein Wort, was das Spiel kaum kennt. Jede Patrone sollte man bewusst und klug einsetzen, denn sonst liegt man früher oder später im Dreck und verfehlt das Ziel zu gewinnen ganz schnell.

    Ansonsten verhält sich der Loot wie auch bei anderen Titel des Battle Royale Genres ziemlich identisch, man muss zum besseren Schutz eine Kevlarweste, Helme und Weiteres finden, doch auch die passende Gasmaske sollte man lieber einpacken. Gerade die Schutzanzüge sind ein guter Anfang um sich länger in stärker verstrahlten Gebieten aufhalten zu können, um eventuell genau die zwei Minuten zum looten zu haben, die man benötigt um die Gegner die im gleichen Gebiet abgesprungen sind, dann eiskalt zu überraschen und niederzustrecken.

    Rambo Geballer oder Realismus:..

    Fear the Wolves ist sicherlich kein Battle Royale Titel, den man als einsteigerfreundlich bezeichnen sollte, denn das Gameplay und das Verhalten der Waffen richtet sich doch eher an Hardcore Spieler. Die Waffen fühlen sich realistisch an und auch die Ballstik wird aktuell, so gut es geht physikalisch korrekt berechnet. Die Uzi springt wie ein wildes Pferd bei Dauerfeuer herum und als Scharfschütze muss man sogar die Windrichtung und den Bulletdrop exakt mit in seine Schussbahn einberechnen.

    Alle Waffen im Spiel kann man mit diversen Attachments ausstatten, um so zum Beispiel mehr Munition pro Magazin zu haben, oder aber man schraubt einen Kompensator auf den Lauf, um eine bessere Kontrolle beim Schießen über die Waffe zu haben. Auch gibt es Schalldämpfer im Spiel, welche aber den Schaden einer Waffe mindern. Visiere dürfen in einem Spiel wie Fear the Wolves auch nicht fehlen, so gibt es vom Red Dot, über dem ACOG bis hin 8x Scharfschützenvisier ist alles im Spiel enthalten.

    Das durchaus spannende Finale:..

    Nach dem man sich also durch diverse Gebäude gelootet und sich durch die Gegend geschlichen hat um zu überleben, gibt es irgendwann wie in jedem Battle Royale Titel immer einen Gewinner. Bei Fear the Wolves kann man auf zwei verschiedene Art und Weisen das Match für sich entscheiden. Zum einen gibt es den klassischen Weg, alle müssen vor einem Selbst sterben, oder aber, man ist der erste Spieler am Abholort, wo ein Militärhelikopter ein Seil herablässt. Eigentlich hat man dann schon gewonnen, naja, außer es bekommt ein gegnerischer Spieler mit und sieht, wie man gerade das Seil hochgezogen wird und knallt, einen einfach ab und man wie ein Sack Kartoffeln zu Boden fällt.

    Wir haben Runden erlebt, wo noch über 10 Spieler am Leben waren und das Match wurde beendet, da ein einzelner Spieler es doch tatsächlich geschafft hat, die Gunst der Stunde für sich nutzen zu können. Gerade das Campen am Ende wird also schnell bestraft.

    Performance:..

    Wir haben Fear the Wolves auf unserem Projekt-PC getestet und haben so mit nicht gerade die schlechteste Ausgangslage für einen Test verwendet. Zum Einsatz kamen also ein i7-8700K, eine GTX1080Ti und 32GB Ram. Bei Fear the Wolves handelt es sich um einen Early Access Titel, der sich noch in einem eher frühen Entwicklungsstadium befindet und so gibt es noch keine richtige Performanceoptimierung bei dem Titel.

    Dies spiegelt sich auch trotz sehr guter Hardware wieder. Wir spielten Fear the Wolves auf einer Auflösung von 3440×1440 Pixeln und haben alle Grafikeinstellung auf Maximum gestellt und haben immer wieder schon durchaus spürbare Framedrops beim Spielen bemerkt. Im Großen und Ganzen läuft das Spiel aber dennoch sehr rund und man kann locker die 90-100 FPS erreichen, wenn man von den FPS Drops mal absieht. Der Publisher Focus Home Interactive hatte im Twitch Livestream aber bereits einen Performancepatch erwähnt und versucht diesen so schnell wie möglich zu veröffentlichen.

    Wir sind gespannt und hoffen auch sehr, dass die Playerbase von Fear the Wolves noch deutlich ansteigt, denn aktuell sieht es dahin gehend wirklich sehr mau aus.

    Fazit:..

    Fear the Wolves hat dank der S.T.A.L.K.E.R. Atmosphäre und dem Schauplatz Tschernobyl durchaus potenzial ein guter Ableger des Battle Royale Genres zu werden, denn hier wird vieles anders gemacht. Und anders ist in dem Fall von Fear the Wolves durchaus auch besser.

    Die Stimmung, das Wetter, die Musik und die emotionale Kälte machen Fear the Wolves zu einem spannenden Titel, der in jedem Fall mehr Aufmerksamkeit verdient hat.

    Von Anfang bis zum Ende ein spannendes Match, denn niemand weiß so recht, wo die letzte Zone sein wird, denn hier gibt es keinen Kreis, der einfach stumpf kleiner wird, sondern es gibt kleine Vierecke, die völlig Random zur Redzone werden.

    Das einzige Manko aktuell ist die Anzahl der Spieler. Im Durchschnitt spielen knapp 180-200 Spieler pro Tag. Solo spielen stellt kein Problem dar, doch Duo oder Squadspieler haben momentan Probleme eine Lobby zu finden. Bei unserem Test haben wir meistens nur zwischen 20-23 Uhr Duo Lobbys gefunden. Davor und danach, keine Chance.

    Pro:

    Das etwas andere Battle Royale
    Kulisse Chernobyl genial umgesetzt
    Konzept
    Waffenrealismus
    Mutierte Wölfe
    Anomalien
    Random Todeszones

    Kontra:

    Fahrzeug-Handling
    Motorensounds
    Absprung fühlt sich an wie ein Sack Kartoffeln

    Unsere Wertung: „4 von 5 Sternen“
    Patrick Heinemann
    Nun bin ich knapp drei Jahre bei game2gether als Redakteur tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung teile ich mir mit meiner Kollegin Kathrin. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Managment. Online treibe ich mein Unwesen unter dem Pseudonym "[DDoS]Dr. Radical oder gerne mal auch als RaketenJohnny"