Scythe Ninja 5 – Test/Review

    Einleitung:..

    Wenn man sich entscheidet, einen neuen PC zu bauen, dann wird man früher oder später an dem Punkt ankommen, an dem man sich für die passende CPU-Kühlung entscheiden muss. Luft oder Wasser, beide Segmente weisen eine hohe Produktpalette auf und wird auch stets größer.

    Heute möchten wir euch den neuen Scythe Ninja 5 vorstellen und wollen herausfinden, wie sich das neue Schwergewicht in der Kühlung so anstellen wird.

    Bereits in den vergangenen Jahren hat Scythe mit dem Ninja immer wieder einen außerordentlich guten Kühler herausgebracht und hat den Ninja dann über die Zeit weiterentwickelt und verbessert.

    Groß, Größer, Scythe Ninja 5. Im direkten Vergleich zu den Vorgängern wird direkt deutlich, dass der Ninja 5 ordentlich an Masse dazugewonnen hat und diesmal auch direkt mit 2 Lüftern ausgeliefert wird.

    Wir bedanken uns bei Scythe für die Bereitstellung des Ninja 5 Testmusters.

    Technische Details:..

    Bauform: Tower
    Größe (L × B × H): 180 × 138 × 155 mm (mit Lüfter)
    Gewicht: 1.190 g (mit Lüfter)
    Heatpipes: Kupfer (vernickelt), 6 × 6 mm (Ø)
    Kupferbasis (vernickelt)
    Lamellen: Aluminium
    Kühler-Montage: Zweistufige Halterung mit Rückplatte
    AMD: Retention-Modul
    Lüfter (Modell 1): 2 × 120 × 120 × 27,0 mm
    Gleitlager, 300 – 800 U/min, 28,2 – 73,1 m³/h
    Lüfter-Montage: Befestigung: Drahtbügel
    Entkopplung: Lüfterrahmen
    Kompatibilität:
    AMD: Sockel FM2(+)/FM1/AM3(+)/AM2(+)/AM4
    Intel: LGA 2066/2011/1366/115x/775
    Preis: circa 50 €

    Verpackung und Lieferumfang:..

    Der Hersteller Scythe liefert dem Kunden den neuen Ninja 5 in einer schwarzen schlichten Verpackung aus. Wer sich ein wenig mit der Ninja-Serie auskennt, wird sicher die klassischen Ninjahinweise kennen. Im Fall des neuen Ninja 5 CPU-Kühler, würde man auch ohne den Scythe Ninja 5 Schriftzug sofort erkennen, um welchen CPU-Kühler es hier bei wohl handeln muss. Die Verpackung ist in einem Dezenten schwarz gehalten und wurde mit so einigen Aufdrucken verziert, die den neuen Ninja 5 Kühler zeigen. Und genau hier erkennt man den klassischen Ninja unter den CPU-Kühlern, denn oben auf Deckel wurde die sichtbare Oberseite vom Ninja 5 abgedruckt und hier ziert ein Ninjastern den CPU-Tower-Kühler. Auf der Vorderseite wurde der Kühler in seiner vollen Pracht, also mit zwei verbauten Lüftern abgedruckt und dies schaut schon verdammt mächtig aus. Die Spezifikationen vom Ninja 5 befinden sich nicht auf der Rückseite, sondern wurden auf der linken Seite abgedruckt. Hier findet man neben den Ausmaßen in mm auch noch Daten über Gewicht, Drehzahl und vieles mehr.

    Kommen wir nun zum Inhalt, hier finden wir neben dem Ninja 5 Kühlkörper noch einiges mehr an Zubehör, welches wir benötigen, um den Kühler zu montieren.

    Scythe zeigt sich sehr großzügig, was den Lieferumfang betrifft. So finden wir neben Kühlkörper und den zwei Lüftern, Montagezubehör für Intel und AMD Prozessoren. Darüber hinaus packt Noctua noch eine kleine Tube Wärmeleitpaste so wie ein Y-Adapter in den Lieferumfang. Also alles dabei, was man benötigt um den neuen Ninja 5 einfach und bequem zu montieren.

    Design und Verarbeitung:..

    Der neue Sythe Ninja 5 ist wie seine Vorgänger ein massiver Towerkühler, nur eben noch ein wenig mehr. Der Ninja 5 ist zwar nicht mehr ganz so hoch wie der Vorgänger, hat dafür aber ringsherum ein wenig an Masse dazu gewonnen. Die Abmessungen des Scythe Ninja 5 betragen stolze 138 x 155 x 180 mm B x H x T und das einschließlich beider montierten Lüfter. Eine Höhe von knapp 16 cm ist in der heutigen Zeit schon fast normal geworden und sollte so mit auch in ziemlich jedes Gehäuse passen. Aber wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte beim Hersteller seines Gehäuses kurz nachschauen.

    Die Bodenplatte vom Ninja 5, welche als Kontakt zum Heatspreader der CPU dient, besteht aus Kupfer und wurde fein sauber vernickelt. Es gibt wieder 6 Heatpipes die einen Durchmesser von 6 mm haben. Die Heatpipes wurden symmetrisch angeordnet und bieten so eine perfekte Kühlleistung.

    Die 6 verbauten Heatpipes wurden komplett in der Bodenplatte eingearbeitet, dies ist sinnvoll um die Wärme, die produziert wird, direkt abzufangen, um diese durch die Heatpipes an die Alulamellen weiterzuleiten.

    Der Ninja 5 Kühltower hat, sage und schreibe 41 Aluminiumlamellen je 2mm Abstand zueinander. Um genug Platz für RAM Riegel bereitzustellen, wurden die untersten 7 Lamellen gekürzt. Aber trotzdem sollte man darauf achten, welchen Ram man sich kauft, auch hier ist trotz der 7 Lamellen, die kürzer sind als die oberen, irgendwann das Maximum an Platz erreicht.

    Scharfe Kanten oder sonstige Produktionsfehler konnten wir bei unserem Testmuster nicht feststellen, hier hat man bei Scythe ganze Arbeit geleistet und hat hohen Wert auf einen optischen Genuss gelegt.

    Testsystem:..

    • Prozessor: Intel i7 6700K @Noctua NH-D15
    • Mainboard: MSI Z170A Gaming Pro Carbon
    • Grafikkarte: KFA2 GTX 1070Ti EX
    • Arbeitsspeicher: Apacer Commando 2800MHz
    • M.2: Plextor M8SeGN 512GB
    • Windows 10 Pro

    Testergebnisse:..

    Für die Messungen haben wir folgende Programme verwendet:
    Prime95 – Um die CPU auf 100% auszulasten
    Core Temp – Zum Bestimmen der Temperaturen

    Wir haben die nachfolgenden Tests in einem nicht klimatisierten Officeroom mit einer Raumtemperatur von Rund 25° vollzogen. Da wir bei den recht niedrigen Temperaturen testen, möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine zusätzlichen Lüfter für einen Airflow hinzugezogen haben, immerhin ist die Hardware aktuell auch in keinem Gehäuse verbaut. Wir werden den Scythe Ninja 5 mit den mitgelieferten Lüftern testen.

    Bei den Temperaturen waren wir sehr gespannt auf die Ergebnisse, denn hier kommt es wirklich drauf an, wie gut ein Produkt entwickelt und konstruiert wurde. Nachdem wir dann den Scythe Ninja 5 verbaut haben und das erste Mal Prime95 gestartet haben, waren wir sehr erstaunt über das überaus positive Ergebnis.

    Da die Temperaturen ja komplett im grünen Bereich lagen, haben wir unser OC-Profil im BIOS geladen und haben den i7-6700K sowohl mit 4,5GHz, 4,7GHz und 4,8GHz auf den Prime95 Prüfstand geschickt. Auch hier mussten wir feststellen, dass der neue Scythe Ninja 5 ein wahres Kühlungswunder ist. Bei einem OC-Takt von 4800Mhz stieg die Temperatur auf maximal 58°, das ist für einen Luftkühler ein sehr guter Wert, auch im Hinblick auf die Lüfter die lediglich eine maximale Geschwindigkeit von 800 Umdrehungen pro Minute schaffen.

    Fazit:..

    Kühleistung satt, dank geballter 1190 Gramm des neuen Scythe Ninja 5. Das aktuelle Top Produkt aus dem Hause Scythe braucht sich in jedem Fall nicht vor der Konkurrenz verstecken, so viel steht fest. Denn bei einem Preis von Rund 50€ bekommt man viel Kühlleistung für den schmalen Taler. Auch in puncto Qualität braucht sich der neue Ninja 5 nicht verstecken, hier wurde alles sauber verarbeitet.

    Sehr gute Kühlleistung
    Hohe Verarbeitunsqualität
    guter Lieferumfang
    leise Lüfter (max 800 upm)

    Die Lüfter werden dank PWM Steuerung zwischen 300 – 800 Umdrehungen pro Minute angesteuert, je nachdem wie warm das System ist. Selbst bei 800 Umdrehungen pro Minute ist der neue Scythe Ninja 5 einfach nicht zu hören.

    Die Montage ist recht simpel und sollte selbst für einen Neuling kein Problem darstellen. Einen passenden Schraubendreher liegt auch noch im Lieferumfang bei.

    Patrick Heinemann
    Nun bin ich knapp drei Jahre bei game2gether als Redakteur tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung teile ich mir mit meiner Kollegin Kathrin. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Managment. Online treibe ich mein Unwesen unter dem Pseudonym "[DDoS]Dr. Radical oder gerne mal auch als RaketenJohnny"