Fractal Design Meshify 2 XL – Test / Review

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    Design, Verarbeitung und Ausstattung:

    Insgesamt ist das Fractal Design Meshify 2 XL von außen recht schlicht in Schwarz gehalten. Dabei besteht die Front aus einem geformten Mesh-Gitter und die linke Seite aus getemperten Glas. Erhältlich ist es mit zwei verschiedenen Glasscheiben, einmal mit klarem Glas und einmal mit dunkel getöntem Glas.
    Das Gehäuse ist sauber verarbeitet und fehlerfrei lackiert. Kratzer sind auch nirgends zu erkennen. Ebenso sind alle Blechkanten und Ausschnitte sauber entgratet.

    Die äußere Erscheinung:

    Von Außen fällt einem direkt die bereits erwähnte 3D-geformte Mesh-Front des Gehäuses auf. Diese ist als Tür ausgeführt und beinhaltet den Staubfilter der Frontlüfter. Um diesen herausziehen zu können muss die Fronttür allerdings demontiert werden. Dazu zieht man die drei Scharniere nach vorne aus der Halterung heraus. Man kann auch die gesamte Front abnehmen, jedoch ist die Montage der Lüfter auch bei lediglich geöffneter Tür möglich. Umrahmt wird das Frontelement von einem schwarzen Kunststoffrahmen, dieser passt leider nicht ganz so gut zur restlichen Optik des Gehäuses.

    Die Frontpanel-Anschlüsse finden sich wie üblich vorne an der Oberseite. Hier finden sich diverse Anschlüsse, darunter je ein 3,5 mm Klinkenanschluss für Kopfhörer und Mikrofon. Dazu kommt ein USB 3.1 Gen 2 Typ-C Anschluss und zwei USB 3.0 Anschlüsse. Ein Power- und Reset-Knopf sind natürlich auch vorhanden. Eine Power- oder HDD-LED gibt es nicht.
    Den Hauptteil der Oberseite bildet ein großes Lüftergitter, sodass auch hier ein guter Luftaustausch möglich ist, schließlich steht bei diesem Gehäuse der Air-Flow im Vordergrund. Die gesamte obere Abdeckung entfernt man, indem man diese an der Rückseite anhebt und aus den vorderen Klammern löst. Leider sind die beiden Klammern an der Vorderseite etwas hakelig und man hat das Gefühl diese würden abbrechen. Nun kann man den Staubfilter der Oberseite entnehmen und reinigen.

    Die Gehäuseunterseite verfügt ebenfalls über einen Staubfilter, dieser lässt sich problemlos nach vorne herausziehen. Alle Staubfilter sind feinmaschig ausgeführt und schützen alle Bereiche über die eine Frischluftzufuhr erfolgt.

    Die Seitenteile sind über einen Klick-Mechanismus befestigt und lassen sich so leicht werkzeuglos abnehmen. Da man allerdings nur von hinten her ziehen kann biegt sich die Glasscheibe etwas beunruhigend beim Abnehmen.
    Unser Testmuster verfügt über das klare Glas, dies ermöglicht einen wunderbaren Blick auf die verbaute Hardware.

    Das Innenleben – Lüfter und Radiatoren:

    Hinter der bereits erwähnten Fronttür befindet sich der Montagebereich für die Frontlüfter, hier sind bereits zwei Fractal Design Dynamic X2 GP-14 vorinstalliert. Dabei ist soviel Platz vorhanden, dass hier drei 140 mm, vier 120 mm Lüfter oder Radiatoren bis zu einer Größe von 480 mm Platz finden.

    An der Oberseite des Gehäuses findet sich ein ebenso großer Montagebereich für Lüfter, bzw. Radiatoren. Hier sind die gleichen maximalen Lüfter-/Radiatorgrößen wie an der Vorderseite möglich. Das Highlight ist hier aber auf jeden Fall die Möglichkeit das gesamte Top-Panel zu demontieren. Perfekt für einen besseren Zugriff bei der Hardwaremontage. Auch die Radiatoren einer Wasserkühlung oder großen AiO kann man so angenehm vormontieren und erst dann in das Gehäuse einsetzen.

    In der Gehäuserückseite findet ein 120 oder 140 mm großer Lüfter Platz. Auch hier ist ein 140 mm messender Lüfter vorinstalliert. An PCI-Slots stehen insgesamt neun Stück zur Verfügung, um auch die Erfordernisse der E-ATX-Mainboards abdecken zu können. Zusätzlich sind drei senkrechte Slots vorhanden, damit man die Grafikkarte auch ordentlich präsentieren kann (River-Kabel nicht enthalten). Die Slotblenden verfügen alle über Lüftungsschlitze.
    Ein besonders Detail des PCI-Slot-Bereichs ist das Fehlen der sonst üblichen Zwischenstege. Eine tolle Lösung für Grafikkarten die mehrere Slots belegen. So können die Stege keine Lüftungsschlitze mehr verdecken.

    Baut man im PSU-Bereich des Gehäuses die vorinstallierten Laufwerkskäfige aus, kann hier vor dem Netzteil ein Radiator bis zu einer Größe von 280 mm unsichtbar montiert werden.

    Das Gehäuse verfügt auch über einen vorinstallierten Lüfterhub. Hier können drei Lüfter mit 4-Pin-Anschluss und sechs Lüfter mit 3-Pin-Anschluss angeschlossen werden. Das RPM-Signal des ersten 4-Pin-Anschlusses wird dabei an das Mainboard übertragen. So kann man entweder den Hub nutzen um lediglich die Gehäuselüfter anzusteuern, oder aber auch um CPU-Kühler und Gehäuselüfter gemeinsam über ein Signal anzusteuern.

    Das Innenleben – Mainboard und Kabelmanagement:

    Das Mainboard-Tray verfügt über einen großzügigen Ausschnitt auf Höhe der CPU, um einen guten Zugriff auf das CPU-Kühler-Bracket zu ermöglichen. Für die Kabeldurchführung sind rings um den Mainboard-Montagebereich Öffnungen vorgesehen, die mit Gummimanschetten verschlossen sind. So werden zum einen die Kabel geschont und zum anderen die Öffnungen verschlossen. Wenn breitere Mainboards verbaut werden, besteht auch die Möglichkeit die seitlichen Öffnungen in eine zweite Position zu versetzen. Verbaut man im Deckel flache Radiatoren gibt es keinerlei Probleme beim Verlegen der Kabel. Lediglich das EPS-Kabel muss bei der Montage von Radiatoren für 140 mm Lüfter in Push-Pull-Konfiguration ggf. etwas anders verlegt werden.
    Der vordere Gehäusebereich lässt sich von dem standardmäßigen Open-Layout in ein Storage-Layout umbauen, worauf wir im nächsten Abschnitt genauer eingehen werden. Dadurch reduziert sich zwar die maximale Länge der Grafikkarte, allerdings passen dann mit einer maximalen Länge von 359 mm immer noch die meisten Grafikkarten problemlos.

    Im Hinblick auf die Grafikkarte bietet das Gehäuse viel Platz. Denn im Open-Layout können Grafikkarten verbaut werden, die Länger als 50 cm sind. Möchte man seine Grafikkarte vertikal montieren ist ein PCIe-Riser-Modul separat erhältlich. Die Befestigungspunkte hierfür sind vorbereitet. Auf diese Weise können Grafikkarten im Triple-Slot-Design verbaut werden.

    An der Rückseite des Mainboard-Trays finden sich einige vorinstallierte Kabelführungshilfen und Klettbinder zum Bündeln der Kabel. Es gibt auch noch einige weitere Ösen, an denen man Kabelbinder fixieren kann. Die Montage weiterer Laufwerke ist hier ebenfalls möglich. Der PSU- und Laufwerks-Bereich des Gehäuses wird durch eine zusätzliche abnehmbare Blende aus Kunststoff verdeckt, so können die Kabel des Netzteils schön verstaut werden und sich beim Montieren der Seitenabdeckung nicht verklemmen.

    Laufwerksoptionen:

    Für die Montage von Laufwerken bietet das Fractal Design Meshify 2 XL vielfältige Möglichkeiten. So kann man im PSU- und Laufwerks-Bereich des Gehäuses bis zu vier 3,5″-Festplatten (und natürlich auch 2,5″) in einzelnen Laufwerksschlitten verbauen. An der Rückseite des Mainboard-Trays besteht zusätzlich noch die Möglichkeit zwei 2,5″ Laufwerke  zu montieren.
    Im Open-Layout des Gehäuses findet man vorne im Gehäuse auf der Rückseite zwei sogenannte Multi-Brackets. Hier besteht die Möglichkeit je ein 2,5″- oder 3,5″-Laufwerk zu installieren. Durch die quadratisch angeordneten Bohrungen kann das Bracket flexibel ausgerichtet werden. Auf der Abdeckung des PSU-Bereichs können zusätzlich noch drei 2,5″- (wenn kein Riser-Kabel genutzt wird) und mittels eines weiteren Multi-Brackets (separat erhältlich) ein 2,5″- oder 3,5″-Laufwerk verbaut werden.
    Um das Gehäuse in das Storage-Layout umzubauen wird eine Abdeckung von der rechten auf die linke Seite versetzt. In dem so entstehenden Raum können bis zu 12 Laufwerksschlitten für 2,5″- oder 3,5″-Laufwerken eingesetzt werden (dazu müssten 10 Schlitten nachgekauft werden).

    Somit sind folgende Laufwerkskombinationen möglich:
    Open Layout: 5x 2,5″ Laufwerke und 7x 2,5″ oder 3,5″ Laufwerke
    Storage Layout: 5x 2,5″ Laufwerke und 16x 2,5″ oder 3,5″ Laufwerke

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    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich schreibe hier vor allem zu den Themen PC-Hardware und Marvel-Comics.