DeepCool MACUBE 110 – Test / Review

    Design, Verarbeitung und Ausstattung:

    Insgesamt ist das DeepCool MACUBE 110 eher schlicht gehalten und in zwei Farbgebungen verfügbar. Entweder komplett schwarz oder außen weiß und innen schwarz. Unser Testmuster verfügt über die weiß-schwarze Farbgebung.

    Die äußere Erscheinung:

    Die Lackierung ist sehr gleichmäßig und macht einen sehr guten Eindruck. Das Gehäuse  besteht größtenteils aus Stahlblech, dieses ist recht dünn ausgeführt. Bedingt durch die Formgebung ist es aber ausreichend stabil gehalten. Die Luftzufuhr erfolgt bei diesem Gehäuse über zwei schmale, seitliche Lüftungsschlitze in der Front. Um einen gewissen Staubschutz zu ermöglichen sind diese mit einem feinmaschigen Mesh-Blech versehen. Dieser Aufbau bedeutet natürlich einen etwas eingeschränkten Luftstrom, jedoch haben wir hier auch kein Airflow-, sondern eher ein Design-Gehäuse vorliegen. Dennoch könnten die Lüftungsschlitze etwas großzügiger ausfallen.

    An der Oberseite findet sich ein weißer magnetischer Staubschutzfilter bestehend aus einem Mesh-Draht-Gewebe. An der Unterseite schützt ein ebenso gefertigter schwarzer Staubfilter den Lufteinlass des Netzteils.

    Am Frontpanel finden sich für die Konnektivität ein Kombi-Klinke-Anschluss, wie bei aktuellen Gaming-Headsets üblich, und zwei USB 3.0-Anschlüsse. Auf einen USB-C-Port wurde leider verzichtet. Jeweils links und rechts ist der Power- und Reset-Switch positioniert. Diese muss man zur Betätigung recht weit eindrücken. Bedingt durch geringe Abmessungen ist das mit größeren Fingern nicht ganz so ideal.
    Die ebenfalls vorhandene HDD-LED leuchtet weiß und blendet, wenn man senkrecht von oben schaut, leider sehr stark. Ebenfalls überträgt sich das Blinken stark in den Innenraum und stört so die innere Beleuchtung. Hier wäre eine stärker diffuse Abdeckung und eine Blende im Innenraum hilfreich gewesen. Alternativ kann man diese natürlich auch wieder ausstecken.

    Schön gelöst ist die Befestigung der seitlichen Scheibe aus getemperten Glas. Dieses wird mit recht starken Magneten gehalten. Um die Scheibe abnehmen zu können ist im oberen Bereich eine Griffleiste montiert. Aber auch die geschlossene rechte Seite lässt sich dank gefangener Rändelschrauben leicht (de-)montieren.

    Das Innenleben:

    Das Gehäuseinnere ist gleichmäßig schwarz matt lackiert. In das Mainboard-Tray ist ein sehr großzügiger Ausschnitt für die Backplates von Kühlern und ggf. vorhandene rückseitig montierte NVMe-SSDs vorhanden. Die Abstandshalter zur Aufnahme eines Mainboards sind bereits vormontiert. Rund um das Mainboard finden sich diverse Öffnungen zur Kabeldurchführung. Dabei sind diese großzügig dimensioniert und passend positioniert. Die Öffnungen sind alle einwandfrei entgratet. Leider verfügen diese über keine Gummimanschetten zum Schutz der Kabel sowie zum Verschließen der Öffnung.
    Ein schönes Feature ist hier aber die vorinstallierte, einstellbare Abstützung für schwere Grafikkarten. Bei dieser muss man aber die Ausrichtung beachten (den Halter nach oben), da die Stütze ansonsten nicht hoch genug ist.

    Wenn man die rechte Seite des Gehäuses öffnet, zeigt sich ausreichend viel Platz zum Verlegen der Kabel (Fläche und Höhe). Jedoch muss man beim Verlauf des 24-pol Kabels etwas darauf achten, dass es sich nicht mit zu vielen dickeren Kabeln kreuzt. Für das Kabelmanagement finden sich auch verschiedene Befestigungspunkte für Kabelbinder. Die Kabel für die Front-Panel-Anschlüsse sind nur grob vorverlegt.

    An der Gehäuserückseite ist ein schwarzer 120 mm (Standard-)Lüfter vorinstalliert. Dieser kann mittels 4-pin Molex- oder 3-pin Lüfter-Anschluss betrieben werden. Somit ist zumindest ein grundlegender Luftstrom sichergestellt. Es empfiehlt sich zumindest in der Front noch ein oder zwei Lüfter nachzurüsten. Die Blenden der PCIe-Slots müssen leider hinausgebrochen werden. Möchte man also einen Slot wieder schließen muss man zunächst eine entsprechende Blende besorgen.

    Laufwerksoptionen:

    Auf der Rückseite des Mainboard-Trays finden sich zwei Montagepunkte für 2,5″ Festplatten. Diese verfügen über Gummimanschetten zur Entkopplung vom Gehäuse. Eine 3,5″ Festplatte kann unter der Abdeckung für den Netzteilbereich in einem vorinstallierten, entnehmbaren Käfig montiert werden. Leider verfügt dieser über keine Gummidämpfer für eine HDD und bietet auch nicht genug Platz solche nachzurüsten. Alternativ kann der Käfig auch für 2,5″ Festplatten oder SSDs genutzt werden. Für letztere sind entsprechende Verschraubungspunkte vorgesehen.
    Das Netzteil sollte bei eingebautem Laufwerkskäfig nicht zu lang ausfallen, da es ansonsten zu Platzproblemen mit den Kabelanschlüssen kommen kann.

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    Alexander Schaaf
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich schreibe hier vor allem zu den Themen PC-Hardware und Marvel-Comics.