Starfield Free Lanes, Terran Armada und PS5 – Test / Review

    Nachdem die Gerüchteküche monatelang kochte, wurde kürzlich das RPG-Epos Starfield auch für Playstation 5 veröffentlicht. Doch nicht nur das Basisspiel, sondern auch gleich alle bisherigen Erweiterungen halten Einzug auf Sonys Konsole. Alles Wichtige erfahrt ihr hier bei uns im Test. Dabei beziehen wir uns auf unsere ursprüngliche Review von Starfield, die ihr hier finden könnt: → Test Starfield

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    Technik auf der Playstation 5

    Spannend an dieser Stelle ist natürlich, wie sich das Sternenabenteuer Starfield auf der PS5 in Hinsicht der Technik schlägt. Im Großen und ganzen bekommt man natürlich das selbe geboten, wie auf Xbox Series X/S.  Größter Nutzen durch das spätere Release sind natürlich die zahlreichen Bugfixes, die es zwischenzeitlich gab und die beiden großen DLCs, wodurch man inhaltlich also aus dem Vollen schöpfen darf.

    Beim Start habt ihr die Wahl, welchen Grafikmodus ihr bevorzugt. Mittlerweile kennen wir die Vor- und Nachteile vom Performance- und Grafikmodus, Starfield ist hier keine Ausnahme. Sind euch 60Frames pro Sekunde wichtig, dann wählt ihr den Performance Modus, nehmt dafür aber grafische Einbußen in Kauf. Umgekehrt spielt sich der Qualitätsmodus, der in puncto Detaildichte mehr hermacht, dafür aber bei 30 Frames gedeckelt ist. Besitzt ihr einen Bildschirm, der 120 HZ unterstützt, dann könnt ihr die goldene Mitte wählen: 40 Frames und eine nur leicht abgespeckte Grafik. Hochgerenderte 4K bekommt ihr in allen Modis übrigens. Im Spiel selbst merkt man besagte Einbußen bei der Grafik nur in manchen Bereichen, z.B. beim Weitblick auf Planetenoberflächen. In der Nahansicht sind am deutlichsten die etwas unschärferen Schatten auffällig. Da ihr on demand den Modus wechseln könnt, solltet ihr mit den Einstellungen etwas herumspielen und dann eure Wahl treffen.

    Allerdings bemerkt man die etwas in die Jahre gekommene Creation Engine. Gerade Gesichtszüge und Bewegungen von NPCs wirken etwas holzig und abgehackt. Und auch, dass Bethesda in ihrer Vergangenheit immer wieder Probleme mit Konsolen aus dem Hause Sony hatten, zeigt sich bei Starfield. Ganze drei Mal ist das Spiel einfach komplett abgestürzt und die Konsole fror ein. Dank zahlreicher automatischer Spielspeicherungen geht immerhin wenig Fortschritt verloren, ärgerlich ist es aber natürlich trotzdem. Veteranen fühlen sich an Zeiten von Fallout 3 und New Vegas erinnert.

    Darüber hinaus werden auch die Features des DualSense Controllers unterstützt. Audiologs spielt der verbaute Lautsprecher ab und die adaptiven Trigger ziehen euch noch etwas mehr rein in den Weltraum. HD Rumble wird ebenfalls spürbar und gut umgesetzt, während ihr mittels Touchpad einen schnellen Zugriff auf die Karte oder das Inventar bekommt.

    Neben dem PS5-Release erhielten natürlich auch PC-Spieler Zugang zu den neuen Inhalten des Free-Lanes-Updates sowie zum Terran-Armada-DLC. Das DLC fällt im Vergleich deutlich kleiner aus als das erste Story-Addon „Shattered Space“ und bietet in erster Linie neuen Endgame-Content. Das Einstiegslevel liegt hier bei 50.

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    Story

    In Terran Armada sieht sich unser Sternenblütiger mit der namensgebenden neuen Fraktion der Terraner konfrontiert, die den besiedelten Systemen eine neue Ordnung aufzwingen will und diese mit ihrer Roboterarmee durchsetzen möchte. Neben der neuen achtstündigen Questreihe erwarten die Spieler hier auch neue Orte, wie die Raumstation Anchor Point, neue Begleiter, Ausrüstung, Schiffsteile und eine neue Luxusimmobilie für besonders wohlhabende Spieler.

    Gameplay

    Außerdem bringt das DLC mit den Incursions eine neue Mechanik ins Spiel, bei der die Terraner bestimmte Systeme besetzen, die es zu befreien gilt. Diese befinden sich jedoch nicht unbedingt direkt an nahegelegenen Planeten, sondern im Deep Space, weshalb ihr hier auf den neuen Cruise-Modus des Free-Lanes-Updates angewiesen seid. Alternativ müsst ihr euch jedoch eventuell auch auf einer Planetenoberfläche in heftige Bodengefechte stürzen, um das System zu befreien. Das DLC ist in der Premium-Edition von Starfield enthalten und kann wahlweise für 10 Euro separat erworben werden. Für diesen Preis liefert es einen ordentlichen Content-Nachschub, auch wenn das Rad hier nicht neu erfunden wird.

    Das Free-Lanes-Update hingegen hat keine Levelbeschränkung und ist kostenlos für alle Spieler von Beginn an verfügbar. Die größte und wohl spannendste Neuerung ist hier der zuvor erwähnte Cruise-Modus, der es euch erlaubt, Planeten direkt anzufliegen, statt von einer Ladesequenz zur nächsten zu springen. Unterwegs könnt ihr dann auch verschiedene Anomalien finden, die beispielsweise kleinere Quests bieten oder euch mit zusätzlichem Loot belohnen. Es lohnt sich also, unterwegs die Augen offenzuhalten. Daneben gibt es eine neue legendäre Ausrüstungsstufe und X-Tech. Letzteres erlaubt es euch, jede Waffe zu verbessern, ihr Effekte zu verleihen und sie sogar in eine legendäre Waffe zu verwandeln. Ihr könnt eure Lieblingswumme also theoretisch das gesamte Spiel über benutzen. Auch euer Schiff kann auf diese Weise weiter verbessert werden, indem ihr mithilfe von X-Tech die Schildstärke, Waffen, Triebwerke oder den Grav-Antrieb optimiert. Das ist jedoch nur ein kleiner Ausblick – was noch alles in dem Update steckt, könnt ihr hier in unserer Preview nachlesen.

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    Technik

    Technisch bleibt hingegen alles beim Alten. Dadurch läuft Starfield auch unverändert butterweich und lässt uns die neuen Inhalte bequem genießen. Während unseres Tests des DLCs und der Update-Inhalte konnten wir keine nennenswerten Bugs oder Fehler entdecken. Wer Starfield bereits besitzt, sollte für die neuen Inhalte vielleicht erneut einen Blick riskieren. Und wer bislang noch nicht in den Deep Space vorgedrungen ist, bekommt hier ein rundes Gesamtpaket, das sich seit seinem ursprünglichen Launch stark weiterentwickelt hat.

    Fazit

    Das „Terran Armada“-DLC liefert soliden Nachschub für erfahrene Spieler, richtet sich mit seinem hohen Einstiegslevel aber klar an das Endgame. Die neue Story rund um die Terraner, zusätzliche Orte und Ausrüstung sorgen für Abwechslung, bleiben jedoch im Umfang hinter früheren Erweiterungen zurück. Wirklich interessant wird es durch die neuen Incursions, die das Gameplay sinnvoll erweitern, ohne es grundlegend zu verändern.

    Deutlich stärker fällt dagegen das kostenlose Free-Lanes-Update ins Gewicht: Der neue Cruise-Modus verbessert das Erkunden spürbar und macht den Spielfluss immersiver, während Features wie X-Tech mehr Freiheit bei der Ausrüstungs- und Schiffsentwicklung bieten. Technisch bleibt alles stabil und rund.

    In Kombination ergeben Update und DLC jedoch ein stimmiges Gesamtpaket: kein revolutionärer Schritt, aber eine klare Verbesserung und ein guter Grund, (wieder) in die Welt von Starfield einzutauchen.

    Starfield im PSN

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    Dennis Witzmann
    Seit meiner Jugend bin ich begeisterter Spieler. Ob PC oder Konsolen, ich bin überall Zuhause. Doch in den Bereichen MMO und JRPG findet man mich am meisten.