KFA2 RTX 2080 EX – Test / Review

    Preis/Leistung:..

    Der aktuelle Verkaufspreis der KFA2 RTX 2080 EX startet bei 689 Euro und ist aktuell auch die günstigste RTX 2080 auf dem Markt. Bei Mindfactory könnt ihr die Karte für die genannten 689 Euro bestellen. Nach dem Test muss man hier wieder sagen, dass neue Karten nicht teuer sein müssen, um gut zu sein. Dennoch sind 689 Euro recht viel für eine Grafikkarte und da stellt sich immer die Frage, ob der Preis gerechtfertigt ist. Die neuen RTX Karten bringen diverse Features wie Raytracing in Echtzeit und DLSS mit sich und die RTX 2080 übertrifft in Sachen Performance die der GTX 1080 Ti, auch wenn das Ergebnis sehr knapp ausfällt. Da die GTX 1080 Ti allerdings nicht mehr hergestellt wird und die neuen RTX Karten viele neue Features an Board haben, ist die RTX 2080 in jedem Fall ein wahres Preis/Leistungswunder. Preislich liegt die Karte unter einer GTX 1080 Ti und bietet ein wenig mehr Leistung, mit dem Bonus Raytracing und DLSS in Zukunft nutzen zu können. Dank DLSS und Raytracing werden die kommenden Monate für Spieler vielversprechend und interessant ausfallen. Die KFA2 RTX 2080 EX hat in jedem Spiel, welches wir in 4K getestet haben über 60 Bilder pro Sekunde darstellen können.

    PS. Wie schnell sich in Zukunft Raytracing und DLSS – Deep Learning Super Sampling etablieren wird, können wir zum jetzigen Stand noch nicht beurteilen, aber man liest immer wieder, welche Spiele demnächst DLSS Support bekommen werden. Da nun die Hardware bereitsteht, müssen nur noch die Entwickler auf dem Technikzug aufspringen und ihr bestes geben.

    Overclocking Potenzial:..

    Die KFA2 RTX 2080 EX ist ab Werk über 1-Click OC mit geringen 45 MHz übertaktet, doch wir dachten uns, dass hier noch mehr geht und haben uns mit Xtreme Tuner Plus, GPU-Z und Unigine Benchmark an die Overclockschrauben herangewagt. Wir haben direkt mit einem Offset von +100MHz begonnen und haben uns dann bis 150MHz herangetastet und haben mit dem Offset von +150MHz über 2000MHz geschafft. Dies war für uns das Ziel, welches schon im Vorfeld als sehr realistisch eingestuft wurde. Doch jeder der sich ein wenig in die RTX Generation eingelesen hat, der wird schnell herausfinden, dass ab einem gewissen + Takt kaum noch Mehrleistung herausspringt. Doch taktet man den Memory Clock der RTX Karten hoch, so bekommt man am Ende mehr für den steigenden Stromverbrauch, so haben wir die 2000 – 2084MHz erst mal so stehen lassen und haben ein wenig Spaß mit dem Memory Clock gehabt. Nach einiger Zeit haben wir uns schon nicht mehr getraut weiter zu probieren da wir schon jenseits der +1000MHz angekommen sind. Da der Treiber und die Software aber automatisch auf die letzte funktionierende Einstellung zurückspringt, falls man übertreibt, haben wir trotzdem weitergemacht.

    Nach einiger Zeit sind wir bei brachialen +1500MHz Memory Clock angekommen und konnten unseren Augen nicht glauben, als wir diese Zahl dort gesehen haben. Der Benchmark lief durch, die Temperaturen waren noch im grünen Bereich und GPU-Z hat uns die Zahl bestätigt. Nun wollten wir es aber wissen und haben direkt ein Offset von +1600MHz auf die Karte gegeben, doch dies war zuviel des guten, System ist eingefroren. Da der Wert mit 1550MHz dann noch stabil lief, können wir an dieser Stelle nur sagen, dass der Freeze irgendwo zwischen +1550 und 1600MHz eintritt. Wir wollten die Karte nun schonen und haben uns mit stabilen 1550Mhz beim Memory Clock zufriedengegeben. Der Boosttakt lag dabei immerhin auch noch bei soliden 2025MHz, denn bei einem Memory Clock von 8600MHz (Werkstakt 7000MHz) haben wir leider nicht mehr den Boosttakt von 2084MHz erreichen können. Wir müssen dazu noch erwähnen, dass wir das Ganze mit dem Customkühler von KFA2 probiert haben. Ob mit einer Wasserkühlung noch mehr drin ist, ist eher fraglich, denn ohne Weiteres kann man der Karte auch nicht mehr Power zuführen.

    Abschließend kann man nur sagen, dass die KFA2 RTX 2080 EX ein wahrer Overclockingchampion ist. Extreme Overclocking Performance, Temperaturen im grünen Bereich und einem besseren Benchmarkergebnis sprechen für sich. Bisher hat keine KFA2 Karte die wir getestet haben so ein Overclockingpotenzial ans Tageslicht gebracht.

    Kühlung:..

    Ein wahres Wunder ist wieder einmal die Eigenkreation des Lüfterkonzepts aus dem Hause KFA2. Dies ist eine der Stärken der KFA2 Custom-Kühler. Hier weiß man, wie man leise und effiziente Kühlergebnisse abliefert. Im 2D Betrieb kühlt die Karte vollständig passiv, hier ist die Rede von einem Silent Modus, welcher dazu beiträgt, dass die Lüfter erst bei 3D Anwendungen dazuschalten. Unter 3D Last dosiert die Karte und passt die Drehzahl so an, dass die Karte in 99% der Fälle auf unter 70° kühlt. Wir haben die 70° nur beim Übertakten der Grafikkarte kurzzeitig mal überschritten. Das Kühldesign ist so effektiv gebaut, dass die Karte sich eher nicht vom Übertakten beeindrucken lässt. Bei der KFA2 RTX 2070 OC war dies anders, dort wurde aber auch ein anderes Kühlprinzip verwendet. Dem Kühlkonzept der neuen KFA2 RTX 2080 EX würden wir es auch zutrauen, eine 2080 Ti vernünftig zu kühlen, was bei der Vaporchamberkühlung der 2070 nicht der Fall war.

    Fazit:..

    KFA2 hat es wieder einmal getan und bewiesen das gute Hardware nicht teuer sein muss. KFA2 liefert mit der neuen RTX 2080 in der EX-Version ein wahres Monster aus. High-End Grafikkarte zum Schnäppchenpreis, dass trifft es am besten.

    KFA2 hat mit der GeForce RTX 2080 EX die aktuell günstigste RTX2080 auf den Markt gebracht und bietet dem Käufer eine perfekt verarbeitete und leistungsstarke Grafikkarte aus. Die RTX 2080 EX von KFA2 liegt knapp über dem Leistungsniveau einer GTX 1080 Ti, jedenfalls wenn man die RTX 2080 nicht übertaktet. Unser Test hat eindrucksvoll bewiesen, wie viel Mehrleistung man aus der KFA2 GeForce RTX 2080 EX herauskitzeln kann. Der Boost taktet zwischen 2025 und 2080MHz und der Memory Clock lief stabil mit 8550MHz, dass ist ein ordentlicher Zuwachs, denn die Karte hat ab Werk einen Boosttakt von 1755MHz und einen Memory Clock von 7000MHz. Wenn man dies in drei Worten beschreiben müsste, würden die Worte auf „Extreme Overclocking Performance“ fallen.

    Der Kühler der KFA2 RTX 2080 EX nimmt knapp drei Slots in Anspruch und wird durch zwei 100mm Axiallüfter unterstützt und die scheinbar brachiale Kühlung merkt man auch. Trotz der extremen Übertaktung der Grafikkarte wurde die KFA2 RTX 2080 EX nicht wirklich warm. Das spricht für ein sehr ausgeklügeltes Kühlungskonzept. Die Karte bleibt in den meisten Fällen sehr leise, nur in Ausnahmefällen, hört man die Karte dann doch mal. Für unseren Overclocking Test, haben wir die Lüfter auf 100% gestellt und da ist die Karte sehr laut, doch diese Drehzahl werdet ihr nie unter normalen Bedingungen erreichen. Die automatische Regelung ging bis maximal 60%.

    Solltet ihr aktuell auf der Suche nach der passenden 4K Gaming Grafikkarte sein, so solltet ihr die KFA2 RTX 2080 EX in jedem Fall genauer anschauen. Denn hier bekommt man ein Stück Hardware die genau diese Anforderung erfüllt und dabei sehr günstig ist, denn aktuell gibt es keine günstigere Karte auf dem Markt. Nicht nur 4K Gaming zeichnet die KFA2 RTX 2080 EX aus, sondern auch das Overclockingpotenzial und der gute Custom Kühler. Eine GTX 1080 Ti ist kaum noch zu bekommen, und wenn doch, kosten diese wesentlich mehr wie die RTX 2080. Die RTX 2080 bietet euch dafür aber noch Raytracing und DLSS Support.

    Pro:..

    + sehr gute Verarbeitung
    + Werksseitig übertaktet (1-Click OC +45MHz)
    + 8 Gigabyte Grafikspeicher
    + Custom-Kühler
    + Semipassive Kühlung
    + Schickes neues Design
    + extreme Kühlleistung
    + Beeindruckende Performance
    + Lässt sich extrem übertakten (Memory Clock)
    + RGB-Beleuchtung
    + Raytracing, DLSS und NVLink
    + PhysX, DirectX 12
    + DP 1.4 und HDMI 2.0b
    + Aktuell günstigste Karte auf dem Markt

    Kontra:..

    – Bisher konnten wir nichts finden

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    Patrick
    Nun bin ich knapp 7 Jahre bei game2gether als Autor tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung habe ich vor knapp 4 Jahren übernommen. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Management. Online erkennt man mich unter dem Pseudonym "eXilitY" oder RaketenJohnny.