Alphacool Core Ocean T38 360 mm – Test/Review

    Kühlleistung 360 mm Baugröße:

    Zum Test der Kühlperformance der Alphacool Core Ocean T38 CPU AiO 360 mm wurde zunächst der i9-12900K mit Prime95 im Small FFTs Test (maximum power/heat/CPU stress) mit konstanter Belastung gefordert. Die Tests wurden mit drei Powerlimits gemäß der TDP und PL1/PL2-Limits der Core i7/i9-CPUs durchgeführt: 125 W, 190 W, 241 W. Wir simulieren so einen extremen Dauerlastfall, der im üblichen Einsatz selten bis gar nicht auftritt. Jedoch sollte ein Kühlsystem immer so ausgelegt sein, dass es in der Lage ist, die maximal mögliche Abwärme zu kühlen. Die Gehäuselüfter liefen für einen ausreichenden Luftaustausch mit einer Drehzahl von 600 RPM. Bei unserem Testsystem gilt es zu berücksichtigen, dass es sich um ein Air-Flow-Gehäuse handelt. Die Temperaturen fallen somit etwas geringer aus als in Gehäusen mit geschlossener Front.
    Zur Erprobung der AiO wurden zunächst folgende Lüfterdrehzahlen festgelegt:

    • 14 % Steuersignal – 500 RPM
    • 30 % Steuersignal – 1.000 RPM
    • 51 % Steuersignal – 1.500 RPM
    • 76 % Steuersignal – 2.000 RPM
    • 100 % Steuersignal – 2.300 RPM

    Die Drehzahl der Pumpe haben wir zunächst auf die volle Drehzahl von 3.200 RPM eingestellt und dann einen Vergleich mit reduzierter Drehzahl durchgeführt. Dafür haben wir uns für die angegebene Minimaldrehzahl von 2.500 RPM entschieden.

    Die erfassten Temperaturen entsprechen dem arithmetischen Mittelwert aller Kerntemperaturen der P-Cores. Die E-Cores sind unkritisch, da deren Temperatur immer unterhalb derer der P-Cores liegt. Diese wurden mittels HWiNFO64 ausgelesen und aufgezeichnet. Bei den Tests lag die Umgebungstemperatur bei etwa 22 °C.

    CPU-Leistung 241 W:

    Bei maximaler Lüfterdrehzahl zeigt die AiO eine sehr hohe Kühlleistung und hält die CPU sogar bei 241 W Leistungsaufnahme bei knapp unter 76 °C. Reduziert man nun die Lüfterdrehzahl zunächst auf 2.000 RPM ist so gut wie kein Unterschied zu erkennen. Dieser liegt im Bereich von 0,5 °C. Reduziert man die Drehzahl auf 1.500 RPM steigt die Temperatur um etwa 2 °C auf 78 C an. Reduziert man nun weiter auf 1.000 RPM steigt die Temperatur auf 83 °C an, die Kerne sind dabei aber immer noch deutlich vom thermischen Limit entfernt. Eine Drehzahl von 500 RPM reicht hingegen nicht mehr aus, um die vollen 241 W abzuführen. Hier läuft die CPU nach einigen Minuten in die thermische Drosselung.

    CPU-Leistung 190 W:

    Reduziert man die Leistung der CPU auf 190 W fallen die Temperaturen natürlich geringer aus. Mit einer Drehzahl von 2.300 RPM erreichen wir so 64 °C und liegen somit bei 51 W weniger Abwärme um 12 °C niedriger. Die Temperatur bei 2.000 RPM unterscheide sich kaum von selbiger. Bei 1.500 RPM wird es nur um etwa 1 °C wärmer. Bei 1.000 RPM sind es nun nur 3 °C mehr, es werden 67 °C erreicht. Auch mit nur 500 RPM ist jetzt ein stabiler Betrieb möglich, die Temperatur liegt dabei mit 78 °C in einem durchaus guten Bereich.

    CPU-Leistung 125 W:

    Bei einer Abwärme von 125 W rücken die Temperaturen auch bei der Baugröße 360 mm noch weiter zusammen. Bei einer Drehzahl von 2.300 RPM und 2.000 RPM kommen wir nun mit knapp über 47 °C auf die gleiche Temperatur. Dementsprechend liegt die Temperatur bei 1.500 RPM nun mit 48 °C nur noch um 1 °C höher. Etwas größer ist der Sprung zu einer Drehzahl von 1.000 RPM, hier liegt die Temperatur bei 51 °C und bei 500 RPM sind es 59 °C.

    Vergleich der Leistungsaufnahmen.:

    Vergleicht man nun die Temperaturen bei den unterschiedlichen Leistungsaufnahmen miteinander, sieht man, dass das Zusammenrücken bei geringer Leistungsaufnahme der CPU etwa geringer ausfällt, wie bei der Baugröße 280 mm. Bei maximaler Lüfterdrehzahl ergibt sich zwischen einer Leistungsaufnahme von 125 W und 241 W ein deutlicher Temperaturunterschied von 29 °C. Im Großen und Ganzen verhält sich die Baugröße 360 mm hier wie die Baugröße 280 mm. Man sollte aber bedenken, dass wir in unserem Test eine Vollauslastung der CPU simuliert haben. Im Alltagsbetrieb ist eine solche Situation selten dauerhaft der Fall, insbesondere nicht beim Gaming. Die tatsächliche Temperatur des i9-12900K werden sich auch beim Betrieb mit 241 W Powerlimit eher im unteren Bereich bewegen, da die CPU gar nicht so stark ausgelastet wird.

    Vergleich der Pumpendrehzahl:

    Ein interessanter Aspekt ist natürlich noch die Auswirkung der Pumpendrehzahl auf die Kühlleistung, da hier natürlich auch eine Möglichkeit zur Reduzierung der Lautstärke liegt. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich hier nur bei der maximalen Lüfterdrehzahl von 2.300 RPM und dieser fällt mit etwa 3 °C sogar recht gering aus. Betreibt man die AiO mit einer Lüfterdrehzahl von 1.000 RPM, rückt der Unterschied auf etwa 1 °C zusammen. Man kann hier für den Betrieb also bedenkenlos reduzieren.

    Zusammenfassung der Tests zur Kühlleistung:

    Leider haben wir für dieses Testsystem noch keine ausführlichen Vergleichsmessungen vorgenommen. Jedoch haben wir vor dem Umbau noch einen Text mit der zuvor verbauten NZXT Z63 AiO (280 mm) vorgenommen. Im Vergleich zu dieser bietet die Alphacool-AiO eine um etwa 8 °C geringe Temperatur im Maximallastfall.

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    Alexander Schaaf
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.