Nachdem Dune: Awakening bereits im vergangenen Jahr sein Debut für PC feierte, dürfen Spielerinnen und Spieler auf der PS5 nun endlich auch die gefährlichen Wüsten von Arrakis erkunden. Dabei profitieren Konsoleros von zahlreichen Patches und haben deutlich weniger Frust vom Start weg. Hier im Test von Dune: Awakening für Playstation 5 erfahrt ihr alles Wissenswerte!
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Dune: Awakening, der Launch-Trailer für Playstation 5. Für diesen Test wurde uns ein kostenloser Key zur Verfügung gestellt, was selbstverständlich keinerlei Auswirkungen auf unser Urteil hatte.
Die grundlegenden Spielmechaniken von Dune: Awakening unterscheiden sich in der PC- und Konsolen-Version nicht. Story und Gameplay sind identisch und sollen hier im Test nur am Rande erwähnt werden. Wer das Spiel noch nicht kennt, der kann einen Blick in unseren damaligen Testartikel zu Dune: Awakening für PC werfen:
→ Dune: Awakening im Test (PC)
Arrakis jetzt auch im Singleplayer
Den wohl fundamentalsten Unterschied im Vergleich zur bisherigen Spielversion erlebt man bereits bei der Modus-Auswahl. Dune: Awakening war zum Launch als reines Multiplayer-Spiel gestartet, mit dem Start der Konsolenversion wird das Abenteuer um einen Singleplayer-Modus erweitert. So bekommen wir auf der Playstation 5 also direkt ein Feature, was auf der Wunschliste der PC-Fraktion schon seit Monaten ganz weit oben steht.
Man kann sich vorstellen, dass es einem Mammutprojekt war, ein rein auf Multiplayer ausgelegtes Spiel in einen Singleplayer zu transferieren. Missionen mussten re-designed werden und überhaupt musste man jeden einzelnen Aspekt des Spiels neu betrachten. Insbesondere das Endgame stand hier im Fokus, da auf dem PC die beiden Häuser Atreides und Harkonnen um Einfluss auf den Landsraad konkurrieren. Durch diese Einflussnahme kann sich die Spielerfahrung schlussendlich für alle Spieler des Servers teils grundlegend ändern. Im Singleplayer-Modus auf Playstation 5 wird das Ringen der beiden Häuser nun simuliert, so dass der Erfahrung auch im Solospiel nichts entgegensteht.
Außerdem stehen euch nun auch diverse Hilfen und Erleichterungen in den Optionen zur Auswahl, mit denen ihr Dune: Awakening spezifischer an eure Bedürfnisse anpassen könnt. So kann man beispielsweise den Sandwurm deaktivieren und das Sammeln von Ressourcen beschleunigen. Entschärft wurde der viel kritisierte Basenbau, der kompliziert und unnötig verschachtelt war. Auf der PS5 funktioniert das Bauen des ersten Unterschlupfes tadellos, logisch und flüssig. Hierbei kommt auch der Pluspunkt dazu, dass man mittlerweile komplette Stützpunkte in den Rucksack ins Inventar packen kann, um sie an einem anderen Punkt auf der Karte wieder neu platzieren zu können.
Zum Glück konnten die Entwickler den Sog des Spiels auch komplett auf die Konsole transportieren. Arrakis ist bekanntlich ein lebensfeindlicher Planet und so wird gerade am Spielanfang das Survival-Element fordernd. Im Verlauf des Spiels gewöhnt man sich natürlich an die Mechaniken, aber gewöhnt euch daran, dass ihr und eure Spielfigur mit jedem Schritt die feindseligkeit der Wüste spüren werdet. So kann die Distanz zwischen ein paar schattigen Felsen schon dazu führen, dass man in der Gluthitze an die körperliche Grenze stößt.
In der Summe führen all die genannten Punkte dazu, dass sich Dune: Awakening nun viel entspannter spielen lässt als noch zum Release. Ein Kritikpunkt war, dass selbst die einfachsten, aber wiederkehrenden Dinge, teilweise in Arbeit mündeten und man so viel zu sehr mit Funktionen beschäftigt war, ohne jedoch wirklich im Spiel weiter zu kommen. Die neue Zugänglichkeit auf Konsole entschärft und durchbricht dieses Muster. Man kann also gut und gerne mal auch nur eine Stunde im Spiel verbringen und erzielt dennoch Fortschritte.
Technik
Dune: Awakening bietet die beiden bekannten Modi zur Auswahl: Performance und Qualität. Beim Performance-Modus bekommt ihr flüssige 60 Frames geboten. Bei der Standard-PS5 wird dafür auf Frame Generation zurückgegriffen, während die Playstation 5 Pro ohne diese auskommt. Entscheidet ihr euch für den Qualitäts-Modus, dann halbiert sich die Bildrate auf 30 FPS, im Gegenzug dafür bekommt ihr dann natürlich eine schickere Grafik in 4K. Mit zunehmendem Getümmel bemerkten wir auf der Standardkonsole jedoch häufigere Frameeinbrüche und so entschieden wir uns schlussendlich für den Performance-Modus, der ohnehin bei den allermeisten Spielen eine gute Figur macht.
Fazit
Das Survival-Spektakel Dune: Awakening spielt sich auf der Playstation 5 erstaunlich gut! Erstaunlich deshalb, weil ich vorab einige Bedenken hatte, was die Steuerung und insbesondere den neuen Einzelspieler-Modus betrifft. Jetzt, nach zahlreichen Stunden in der unerbittlichen Welt von Arrakis, kann ich sagen: Fast schon meisterhaft, wie gewissenhaft die Entwickler von Funcom hier ihr Handwerk erledigt haben.
Der Solo-Modus funktioniert hervorragend und saugt Spielerinnen und Spieler förmlich mitten rein ins wüste Ödland. Progression, Basenbau, Survival und Erkundung lassen kaum Wünsche offen. Einziger Wehrmutstropfen: Ihr dürft euren Spielcharakter aus dem Solospiel nicht mit in den Multiplayer nehmen.



