Die Levelplay Combat Liquid 360 HUD im Test

    © 2026 Game2Gether

    Mit der Combat Liquid 360 HUD bringt Levelplay eine All-in-One-Wasserkühlung auf den Markt, die sich nicht nur auf reine Kühlleistung konzentriert, sondern auch visuelle und funktionale Zusatzfeatures in den Vordergrund stellt. Besonders das integrierte 2,6-Zoll-Display hebt das Modell von klassischen AiO-Lösungen ab und richtet sich klar an Nutzer, die neben Performance auch Wert auf Monitoring und Individualisierung legen. In dieser Review wird untersucht, wie sich die Kühlung im Alltag schlägt und ob die Kombination aus Technik und Design überzeugen kann. Für unseren Test haben wir uns für das weiße Modell entschieden.

    Vielen Dank an Levelplay für die Bereitstellung des Testmusters.

    Ausstattung und Features

    Die Levelplay Combat Liquid 360 HUD ist eine geschlossene Wasserkühlung (AIO), die mit einem 360-mm-Radiator und drei vormontierten 120-mm-Lüftern ausgestattet ist. Der Fokus liegt auf einer einfachen Installation sowie einer möglichst aufgeräumten Optik im Gehäuse. Die drei Lüfter sind in einem gemeinsamen Rahmen vormontiert, was den Einbau erleichtert und Kabelmanagement vereinfacht. Zusätzlich verfügen sie über adressierbare RGB-Beleuchtung (ARGB), die eine optische Anpassung ermöglicht.

    Ein zentrales Merkmal ist das integrierte, runde 2,6-Zoll-Display auf der Pumpeneinheit. Dieses zeigt in Echtzeit verschiedene Systemdaten wie CPU-Temperatur, Auslastung, Leistungsaufnahme und Taktraten an. Die Anzeige dient somit als direktes Monitoring-Tool ohne zusätzliche Softwarefenster. Die Pumpeneinheit nutzt laut Hersteller eine Jet-Impingement-Technologie, bei der Kühlflüssigkeit gezielt mit hoher Geschwindigkeit auf die Kühlplatte geleitet wird, um die Wärmeübertragung zu verbessern. Ergänzt wird dies durch eine Kupfer-Kontaktfläche. Ein magnetisch befestigter Pumpendeckel erlaubt es, das Display flexibel auszurichten. Die verstärkten, gesleevten Schläuche sind auf Langlebigkeit und Flexibilität ausgelegt und sollen gleichzeitig eine saubere Optik gewährleisten.

    Die Montage wird durch Metallhalterungen unterstützt, die Kompatibilität mit aktuellen Intel- und AMD-Sockeln bieten. Wärmeleitpaste ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

    Technische Daten

    Kategorie Spezifikation
    Produktname Combat Liquid 360 HUD
    Farben Schwarz / Weiß
    CPU-Sockel Intel LGA1851 / LGA1700, AMD AM5 / AM4
    Radiator 394 × 120 × 27 mm, Aluminium
    Wasserblock Kupferboden, 89 × 80 × 64 mm
    Pumpendrehzahl 800 – 3000 RPM (±10 %)
    Pumpenanschluss 4-Pin
    USB-Anschluss 9-Pin (für Displaysteuerung)
    Lüftergröße 3 × 120 mm (im Rahmen integriert)
    Lüfterdrehzahl 800 – 2000 RPM (±10 %)
    Lautstärke 6 – 36 dBA
    Lüfteranschluss 4-Pin PWM
    ARGB-Anschluss 3-Pin
    Display 2,6 Zoll, rund
    Schläuche Verstärkt, gesleevt

    Über Levelplay

    Levelplay ist ein Hersteller von PC-Kühlungslösungen, der sich auf leistungsstarke und zugleich benutzerfreundliche Produkte spezialisiert hat. Das Unternehmen verfolgt den Ansatz, hohe Performance mit einem modernen, oft spielerischen Design zu verbinden, um sich von klassischen, eher technisch-nüchternen Lösungen abzuheben. Unter dem Motto „Be like liquid“ setzt Levelplay auf Anpassungsfähigkeit, Effizienz und kontinuierliche Weiterentwicklung. Hinter der Marke steht ein Team mit langjähriger Erfahrung im Bereich thermischer Technologien, das besonderen Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit legt.

    Verpackung und Lieferumfang

    Die Umverpackung der Levelplay Combat Liquid 360 HUD besitzt einen überwiegend schwarzen Hintergrund. Auf der Vorderseite findet sich eine großformatige Abbildung der AiO. Die Rückseite zeigt noch einige Details sowie eine beschriftete Abbildung des Displays. Seitlich finden sich auf der Umverpackung noch die technischen Daten.

    Der Lieferumfang besteht aus dem Radiator mit angebundenem Pumpenkopf und vormontierten Lüftern, Verbindungskabeln und dem Montagematerial für die diversen unterstützten Sockel.

    Design und Verarbeitung

    Die Levelplay Combat Liquid 360 HUD wird vollständig vormontiert geliefert und besitzt ein klassisches AiO-Design mit rechteckigem Radiator und aufgesetzten, einzelnen Lüftern. Bei unserem Testmuster handelt es sich um die weiße Ausführung der AiO. Das Aluminiumgehäuse des Radiator besitzt eine gleichmäßige Farbgebung und saubere Verarbeitung. Die Lamellen sind gleichmäßig ausgebildet und geformt.

    Der Rahmen der Lüfter ist ebenfalls in Weiß ausgeführt, ebenso die Kabel. Der Rotor besitzt eine Nabenabdeckung aus gebürstetem Aluminium und einen Rotor aus einem milchig, transparentem Kunststoff. So kann sich das Licht der integrierten ARGB-Beleuchtung gleichmäßig ausbreiten. Für eine einfache Verkabelung sind die Lüfter bereits untereinander verbunden, sodass lediglich ein Kabel benötigt wird. Dieses fasst das 4-Pin-PWM-Lüfterkabel mit dem 3-Pin-RGB-Kabel zusammen.

    Die Schläuche besitzen einen Überzug aus geflochtenem Nylon und werden optional mit zwei Clips zusammen gehalten. Das Gehäuse der Pumpenabdeckung ist zylindrisch geformt und besitzt auf der Oberseite in rundes Display. Die gesamte Abdeckung wird nur magnetisch gehalten und kann so leicht in 90°-Schritten gedreht werden. Für den Anschluss besitzt das Display ein USB-Kabel zum Anschluss an den internen Header. Die Pumpe wird über ein 3-Pin-Lüfterkabel angeschlossen.

    Montage

    Da die Levelplay Combat Liquid 360 HUD bereits zum Teil vormontiert geliefert wird, ist die eigentliche Montage schnell erledigt. Die Lüfter befinden sich bereits auf dem Radiator und sind auch elektrisch so verbunden, dass es nur ein Anschlusskabel gibt. Man muss daher nur noch den Montagerahmen am Sockel platzieren, Wärmeleitpaste auftragen, den Radiator im Gehäuse verschrauben und dann schließlich den Pumpenkopf auf die CPU setzen sowie befestigen.

    Für unseren Test wurde der CPU-Kühler in folgendem System (nur die relevanten Komponenten) montiert:

    CPU: Intel Core 7 Ultra 265KF
    CPU-Kühler: Levelplay Combat Liquid 360 HUD
    Mainboard: NZXT N9 Z890 (zum Test)
    RAM: Crucial Pro Overclocking 32 GB Kit DDR5-6000 UDIMM White (zum Test)
    GPU: Sapphire NITRO+ AMD Radeon™ RX 9070 XT (zum Test)
    PSU: NZXT C1000 Gold ATX 3.1 Weiß
    m.2-SSD: Crucial T700 2 TB (zum Test)
    Gehäuse: NZXT H7 Flow RGB (zum Test)
    OS: Windows 11
    sonstiges: NZXT interner USB-Hub, NZXT Control Hub
    OS: Windows 11

    Vormontage bei Intel LGA1700 und LGA1851

    Aufgrund der identischen Bohrungsgeometrie kann bei Intel für LGA1700 und LGA1851 das gleiche Montage-Kit genutzt werden. Man steckt lediglich die vormontierte Backplate mit den angesetzten Schrauben von hinten durch die Bohrungen des Mainboards und schiebt von vorne die Abstandhalter auf.

    Vormontage bei AMD AM4 und AM5

    Für die CPU-Sockel von AMD muss man die originalen Haltebügel entfernen und dann kann man die mitgelieferten Abstandshalter-Schraube-Kombinationen aufschrauben.

    Montage des Radiators und der Pumpeneinheit

    Dank der vormontierten Lüfter ist der Radiator schnell im Gehäuse verschraubt. Nun muss nur noch die beiliegende Wärmeleitpaste aufgetragen und der Pumpenkopf aufgesetzt werden. Für ein einfaches und gleichmäßiges Auftragen wird ein Spachtel mitgeliefert. Am Pumpenkopf dreht man nun den Montagering für Intel- oder AMD auf und kann diesen dann mit den beiligenden Muttern aufschrauben. Die Lüfter verbindet man dann mit dem CPU-FAN-Anschluss und einen 3-Pin-ARGB-Anschluss des Mainboards. Den Pumpenkopf schließt man an einen freien USB-2.0-Header an und die Pumpe verbindet man noch mit dem AiO/Pumpen-Anschluss des Mainboards (in der Regel neben CPU_FAN).

    © 2026 Game2Gether

    Kühlleistung

    Nachfolgend werden wir in unseren Leistungstests einen genaueren Blick auf die Kühlperformance der Levelplay Combat Liquid 360 HUD werfen.

    Testvorgaben

    Zum Test der Kühlperformance der AiO wurde der auf 240-W-TDP konfigurierte Intel Core 7 Ultra 265KF mit Prime95 im Small FFTs Test (maximum power/heat/CPU stress) mit konstanter Belastung gefordert. 

    Wir simulieren so einen extremen Dauerlastfall, der im üblichen Einsatz selten bis gar nicht auftritt. Jedoch sollte ein Kühlsystem immer so ausgelegt sein, dass es in der Lage ist, die maximal mögliche Abwärme zu kühlen. Die Gehäuselüfter liefen für einen ausreichenden Luftaustausch mit fester Drehzahl bei 25 % Steuersignal. Bei unserem Testsystem gilt es zu berücksichtigen, dass es sich um ein Air-Flow-Gehäuse handelt. Die Temperaturen fallen somit etwas geringer aus als in Gehäusen mit geschlossener Front.

    Die dargestellte Temperatur entspricht der durchschnittlichen Temperatur der Performance-Kerne. Diese wurden mittels HWiNFO64 ausgelesen und aufgezeichnet. Bei den Tests lag die Umgebungstemperatur bei etwa 22-24 °C. Für die einzelnen Messungen haben wir die Umgebungstemperaturen festgehalten und die Ergebnisse auf 22,5 °C Umgebungstemperatur normalisiert.

    Leistungstest

    © 2026 Game2Gether

    Die Levelplay Combat Liquid 360 HUD zeigt eine insgesamt gute Kühlperformance, die im zu erwartenden Bereich liegt. Der Unterschied zwischen einer Drehzahl von 2.000 RPM und 1.500 RPM fällt mit nur knapp 1 °C tatsächlich hier besonders minimal aus, hier kann man bei zu vernachlässigenden thermischen Einbußen einen guten akustischen Vorteil mitnehmen. Die Temperaturen bei einer Drehzahl von 1.000 RPM rücken schon recht dicht an die Grenzen der thermischen Drosslung heran und bei 800 RPM bricht die Kühlleistung zu stark ein, zumindest dann, wenn man eine Dauerlast kühlen möchte.

    Vergleich der Pumpendrehzahl

    © 2026 Game2Gether

    Wie wir es bereits schon bei vielen anderen AiOs gesehen haben, sind die Temperaturunterschiede zwischen den unterschiedlichen Pumpendrehzahlen marginal. Insbesondere bei einem Steuersignal von 50 % bis 100 % gibt es quasi keinen Unterschied. Auch hier kann man bedenkenlos drosseln und den Vorteil der Lautstärke nutzen. und hier kann man bedenkenlos die Drehzahl drosseln und den akustischen Vorteil mitnehmen.

    Lautstärke

    Die Lüfter weisen insgesamt einen weiten Lautstärkebereich von kaum bis deutlich hörbar auf. Bis zu einer Drehzahl von 1.000 RPM nimmt man sie kaum war. Danach werden sie hörbar und haben bis 1.500 RPM noch eine akzeptable Lautstärke. Drehzahlen über 1.500 RPM sollten mit Blick auf die Systemlautstärke möglichst vermieden werden. Die Pumpe wird oberhalb von 2.300 RPM deutlich lauter, darunter war sie in unserem Aufbau nicht zu hören. Mit einer Drehzahlvorgabe von 50 % bliebt man auf jeden Fall unter dieser Drehzahl und somit im akustisch idealen Bereich.

    Beleuchtungseffekte und Display

    Highlight der Levelplay Combat Liquid 360 HUD ist natürlich das in den Pumpenkopf integrierte Display und die ARGB-Beleuchtung der Lüfter. Dank einer angemessenen Anzahl einzelner LEDs und der transluzenten Lüfterblätter besitzen die Lüfter einen angenehm homogenen, aber dennoch differenzierten Lichteffekt. Helligkeit und Farbwiedergabe sind passend und fügen sich gut in unser Testsystem ein. Um das Pumpendisplay nutzen zu können, ist die Installation eines Treibers erforderlich, der sich auf der Homepage von Levelplay herunterladen lässt. Dann zeigt das Display die Temperatur und Leistungsaufnahme der CPU, sowie die Taktrate und Auslastund er CPU an. Das Display lässt sich nicht weiter individualisieren, sondern dient hier wirklich lediglich der Visualisierung der vorkonfigurierten Parameter.

    Fazit

    Die Levelplay Combat Liquid 360 HUD präsentiert sich im Test als solide All-in-One-Wasserkühlung mit einem klaren Fokus auf Design und Zusatzfunktionen. Die Kühlleistung bewegt sich auf einem guten Niveau und reicht auch für leistungsstarke Systeme aus, wobei sich insbesondere im mittleren Drehzahlbereich ein sinnvoller Kompromiss aus Temperatur und Lautstärke finden lässt. Positiv fallen zudem die einfache Montage, die aufgeräumte Verkabelung sowie die insgesamt hochwertige Verarbeitung auf.

    Das integrierte Display stellt ohne Frage das Highlight dar, bleibt in seinem Funktionsumfang jedoch eher schlicht und bietet keine erweiterten Anpassungsmöglichkeiten. Auch die Lautstärke unter Volllast könnte für empfindliche Nutzer ein Kritikpunkt sein, lässt sich jedoch durch angepasste Lüfter- und Pumpenprofile gut kontrollieren. Zudem darf man nicht außer Acht lassen, dass wir mit einer Dauerlast von 240 W getestet haben, was deutlich über üblichen Szenarien liegt. Daher kann man die Drehzahl bedenkenlos unter 1.500 RPM, besser sogar unter 1.000 RPM halten.

    Unterm Strich richtet sich die Combat Liquid 360 HUD vor allem an Nutzende, die neben zuverlässiger Kühlleistung besonderen Wert auf Optik und ein integriertes Monitoring legen. Wer genau diese Kombination sucht, erhält hier ein stimmiges Gesamtpaket mit modernen Features und ordentlicher Performance.

    Mit einem Preis von etwa 85 € bietet sie ein wirklich sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer eine ausgewogene Kombination aus Performance, Ausstattung und Design sucht, erhält hier ein überzeugendes Gesamtpaket.

    Die Combat Liquid 360 HUD wurde Game2Gether von Levelplay für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Alexander Schaaf
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.