Smarte Produkte sollen unseren gefüllten Lebensalltag vereinfachen. Nicht wenige von uns besitzen vermutlich eine ganze Reihe smarter Gadgets daheim, angefangen vom Fernseher bis hin zu Saugroboter und Ähnlichem. Kürzlich stießen wir auf einen smarten Trinkbrunnen für Katzen, den Klyqa Welly, den wir hier in den News bereits vorstellten.
Und so ergab sich die Situation, dass wir ein Testprodukt angeboten bekamen. Wie passend, denn unsere alte Dame daheim musste für den anstehenden Urlaub in den Osterferien für ein paar Tage alleine daheim auskommen. Für Futter war bereits gesorgt, aber dank des Klyqa Welly nun auch für frisches Wasser. Die perfekte Umgebung also, für einen Test des smarten Trinkbrunnens für Katzen!
Über den Klyqa Welly Trinkbrunnen für Katzen
Klyqa startete vor über 5 Jahren mit einem revolutionären Smart-Home-Konzept: smart,
stylisch, günstig und mit einem deutschen Programmier-Team. Die Vision: Mit innovativen, smarten Produkten eine neue Art des Komforts in den Alltag von Haustierbesitzern und ihren Fellnasen zu bringen. Für alle Klyqa-Produkte gilt: Mit der kostenlosen Klyqa Pets App ist die Steuerung nicht nur kinderleicht, sondern auch bequem und benutzerfreundlich. So sorgt Klyqa dafür, dass die Pflege der Haustiere und die Überwachung ihrer Gesundheit einfacher und effizienter wird.
Der Welly ist ein intelligenter Trinkbrunnen der nächsten Generation für Katzen und kleine Hunde, der täglich frisches, hygienisches und intelligent gesteuertes Wasser liefert. Er vereint fortschrittliche Wassertechnologie, hochwertige Filterung und modernes Design, um das Wohlbefinden von Haustieren zu verbessern und gleichzeitig den Alltag von Tierhaltern zu vereinfachen.
Das Herzstück dafür ist das Zwei-Tank-System, bei dem Frischwasser und Grauwasser strikt getrennt werden:
Schmutziges Wasser wird nicht zurückgeführt und nicht erneut “umgewälzt”, sondern bleibt getrennt. Zusätzlich sorgt die automatische Wassererneuerung dafür, dass das Wasser regelmäßig frisch bleibt – individuell einstellbar über die App.
Über integrierte Gewichts- und Sensorsysteme kann Welly das Trinkverhalten in Echtzeit erfassen, sodass Tierhalter*innen jederzeit sehen können, wie viel ihr Haustier tatsächlich getrunken hat. Damit wird aus einem einfachen Trinkbrunnen ein smarter Gesundheitshelfer – jederzeit und überall.
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Klyqa Welly – Aufbau und Inbetriebnahme
Die quadratische Box enthält natürlich alles, was man für den Start und Betrieb benötigt:
- Klyqa Welly Trinkbrunnen mit zwei Tanks und Basisstation mit integriertem Akku
- USB-C Netzteil
- BASF Ultra-Filter
- diverse Filterschwämme
- Reinigungsbürste
- Matte zur Unterlage
Die Tanks bestehen aus lebensmittelechtem ABS und finden ihren Platz auf der vorgegebenen Position der Basis. Der Tank für Frischwasser wird bis zum Füllstrich mit Wasser befüllt, anschließend wird der Filter eingesetzt. Dieser soll Verunreinigungen entfernen und gute 9 Monate halten, bevor er ersetzt werden sollte. Bei anderen Tank, dem Trinkbehälter, setzen wir einen kleinen Filter ein und im Grunde war es das auch schon.
An der Seite der Basis findet man neben dem USB-Anschluss zwei kleine Druckknöpfe: Ein- und Ausschalten und Wasserwechsel. Eine kleine Statusanzeige für den Akku gibt es auch noch. Diese zeigt an, ob der Akku lädt oder geladen ist. Mit einer Akkuladung soll der Welly zwei bis drei Wochen auch ohne Strom die Katzen mit Frischwasser versorgen.
Der Aufbau selbst war nahezu selbsterklärend und in wenigen Minuten erledigt. Wichtig zu wissen: Beim Einsetzen des Filters solltet ihr diesen schräg ins Wasser einführen, so dass alle Luft entweichen kann und er vollständig geflutet ist. Der Frischwassertank ist in seiner Form etwas nachgebend und nicht starr. Beim Befüllen stellt ihr diesen am besten ins Spülbecken, statt ihn festzuhalten. So habt ihr eine bessere Kontrolle, denn mit einer Füllmenge von 2,8L kommt ein kleines Gewicht zustande.
Das Netzteil ist ausreichend lang, so dass der Klyqa Welly nicht unbedingt in direkter Nähe zu einer Steckdose stehen muss. Eingesteckt und schon meldet die Basis, dass der Akku lädt. Nach rund zwei Stunden war dieser bei 100% und die Anzeige sprang auf grün.
Die App für den Welly
Klyqa nutzt eine App für alle hauseigenen Geräte für die Vierbeiner namens Klyqa Pet. Diese installiert ihr auf einem mobilen Endgerät entweder für Android oder iOS:
→ Klyqa Pet für Android
→ Klyqa Pet für iOS
Bei der Einrichtung müsst ihr ein neues Konto anlegen, sofern ihr noch keines besitzt. Nice to know: Die App wurde in Deutschland entwickelt und speichert alle Daten auf einem DSGVO-konformen Server in Deutschland.
Für jeden Vierbeiner wird ein eigenes Profil angelegt. Unsere Katze heißt Pipp, nur leider wurde der Name aufgrund seiner Kürze nicht akzeptiert. Zum Glück rufen wir sie gelegentlich Pippersen (wenn sie mal wieder etwas angestellt hat) und dieser Name war dann auch für die App OK. Alter, Rasse, Gewicht fehlen noch und wer mag, fügt auch ein Foto hinzu.
Anschließend wurde der Trinkbrunnen Welly der App hinzugefügt. WLAN Suche am Gerät aktivieren und schon erschien er als neues Gerät in der Pet App. Hier füttert man den Welly mit den Zugangsdaten für das hauseigene WLAN und nun wird er als neues Gerät geführt. Beim ersten Start wird eine Kalibrierung der Basis mit den beiden Tanks durchgeführt und ab sofort ist der Welly einsatzbereit.
In der Übersicht findet ihr alle Haustiere, in unserem Fall nur eine Katze. Aufgrund ihrer Daten errechnet die App eine ideale Hydratation für die Fellnase, die sie scheinbar im Idealfall jeden Tag erreichen sollte. Unsere Pipp mit ihren stolzen fast 19 Jahren ist eine alte Dame und ihre Trinkmenge wird mit 138ml empfohlen. In der Übersicht findet ihr eine Statistik der laufenden Woche, in der blaue Balken im Diagramm anzeigen, wir viel sie pro Tag aus dem Welly getrunken hat.
Im Tab Geräte werden alle integrierten Helferlein aus dem Hause Klyqa angezeigt, in unserem Falle nur der Welly. Dort stehen alle Infos zum Gerät und welche Modi aktuell gewählt sind:
- Lichtleiste ein- oder ausgeschaltet
- Sensor- oder Dauermodus
- Füllstand Frischwassertank
- Füllstand Abwassertank
- verbleibende Filterdauer
Das Tab Spotlight ist noch nicht aktiv, dort steht zum jetzigen Zeitpunkt: Kommt bald! Ein kurzer Teasertext suggeriert, dass es sich hierbei um Meilensteine und Erfolge handeln könnte, die unsere Haustiere erreichen können. Trophäen für das Haustier, yeah!
Der letzte Tab befasst sich mit den Einstellungen. Dort können Haustiere bearbeitet, Themen für die App festgelegt und die App mit Alexa und Google Assistant verbunden werden.
Smarte Funktionen
Der Klyqa Welly Trinkbrunnen misst dauerhaft, wieviel ml eure Katze getrunken hat und zeigt dies in der App mit einem Balken in der Übersicht an. Ebenso frischt er selbstständig das Frischwasser auf – und genau hier liegt ein großer Vorteil des Wellys. Freunde von uns haben für ihre drei Katzen einen Trinkbrunnen, der aus einem Wassertank und einer kleinen Fontaine besteht. Sprich, das Wasser zirkuliert in einem geschlossenen System. Der Welly jedoch setzt auf zwei Kammern, wodurch gewährleistet wird, dass die Katze immer mit frischem und gefiltertem Wasser versorgt wird.
Wie lange der Akku durchhält, liegt auch daran, in welchem Modus ihr den Welly betreibt: Dauermodus oder Sensorgesteuert. Beide Modi sind selbsterklärend. Im Dauermodus läuft die leise Pumpe dauerhaft. Wählt ihr den Sensor, dann startet der Trinkbrunnen, sobald er eine Bewegung registriert und stoppt nach kurzer Zeit wieder. In diesem Modus halten Akku und Filter natürlich länger. Wir selbst haben den Welly seit nun knapp 3 Wochen im Einsatz und fahren mit dem Sensormodus sehr gut. Er reagiert zuverlässig und der Akku musste in der Zeit nur 1x wieder aufgeladen werden. Der Filter steht derzeit bei 90%.
Die Lichtleiste ist für uns eher ein nettes Feature als eine wirkliche Hilfe. Angeblich sollen die an der vorderen Unterseite sitzende LED-Leiste die Katze animieren, sich am Trinkbrunnen zu bedienen. Unsere Katze lässt das Licht jedoch völlig kalt. Mag sein, dass dies eine Sache ist, die einfach am Wesen der Katze selbst liegt, ob sie sich dadurch zum Trinken animiert fühlt oder nicht. Ihr könnt wählen, was die Lichtleiste tun soll: Dauerhaft leuchten oder diverse Bewegungsmuster von sich geben. Alle Farben und Modi könnt ihr in der App einstellen.
Mag eure Katze kein kaltes Wasser? Dann könnt ihr die Heizfunktion aktivieren. Der Welly temperiert das kühle Nass auf eine angenehme Raumtemperatur, um dem Trinkgenuss der Katze entgegenzukommen. Außerdem könnt ihr manuell das Trinkwasser auffrischen lassen, falls es mal nötig sein sollte. War es in unserem Testzeitraum übrigens nie, mit unseren Einstellungen tat dies der Welly von sich aus alle zwei Tage. Den Zeitraum könnt ihr selbst in der App festlegen, ebenso die Uhrzeit.
Unser Fazit nach 3 Wochen
Positiv:
Der Klyqa Welly ist unser erster Trinkbrunnen und unsere 18-jährige Dame hat sich sehr schnell mit ihm angefreundet. Nach kurzer Inspektion ihrerseits fing sie direkt an zu trinken und tut dies seit dem konstant. Sie mag zwar nicht ganz auf ihre alte Trinkschale verzichten, aber binnen weniger Tage geht sie an den Stellplatz des Welly Trinkbrunnens und bedient sich dort mehrfach täglich.
Für uns war der Klyqa Welly tatsächlich für die Urlaubszeit, in der wir eine Woche verreist waren, eine große Hilfe. zwar hatten wir für eine ausreichende Versorgung mit Futter gesorgt, unser Katzensitter hatte dank des Wellys weniger Arbeit mit unserer Katze. Außerdem war es nett über die App zu beobachten, wieviel Wasser sie denn nun am Tag so trinkt.
Der Aufbau war kinderleicht und schnell erledigt. Selbst ohne Anleitung mittels beiliegender Zettel oder Anweisungen in der App hätte man den Aufbau und die Inbetriebnahme gut erledigen können. Eindeutiger war übrigens die Schritt-für-Schritt Handweisung in der App, da sich das Manual im Grunde auf einen bebilderten Zettel beschränkt.
Ganz wichtig für uns: Der Klyqa Welly läuft seit seinem Start absolut problemfrei und rund – und flüsterleise! Man hört ihn im Alltag kein bisschen, was wir total gut finden. Auch, dass es keine Fehlermeldungen o.Ä. gab, also genau so, wie man es erwartet.
Die Reinigung ist super einfach! Insbesondere die Trinkschale darf gelegentlich gereinigt werden und das ist im diesem Falle eine Sache von wenigen Handgriffen. Kurz die Schale abgehoben, unter fließendem Wasser abgespült, fertig. Auch finden wir die flache Konstruktion für unsere Katze ideal, sie kommt gut mit der Zunge ans Wasser und behält aufgrund der Bauform eine natürliche Körperhaltung
Negativ:
Die App hat noch ein paar Bugs bzw. Macken. Zwar bekommen wir auf der Startseite die Trinkmenge für die laufende Woche angezeigt, in der Geräteübersicht bleibt dieses Diagramm allerdings leer. Was irgendwie schade ist, denn dort könnte man die Ansicht von Tag auf Woche und Monat umstellen, aber die Anzeigen sind einfach immer blank.
Beim Aufbau solltet ihr im besten Fall den Trinkbrunnen schon direkt am Zielort aufstellen. Wir hatten ihn zunächst aufgebaut und später noch einmal versetzt. Das führte dazu, dass der Welly zwar noch in der App angezeigt wurde, aber keine Funktionen mehr nutzbar waren. Scheinbar hatte er durch die Unterbrechung der Stromzufuhr das WLAN vergessen. Hier half ein erneuter Integrationsprozess in der App, also löschen und noch mal neu integrieren.
Der Klyqa Welly Trinkbrunnen wird auf der offiziellen Webseite mit einem UVP von 139,99€ gelistet. Derzeit läuft eine Rabattaktion von 20%, wodurch der Endpreis auf 111,99€ schrumpft. An dieser Stelle muss jeder Katzenbesitzer für sich selbst entscheiden, ob man diese Investition tätigen möchte. Wir selbst hätten im Vorfeld vermutlich nicht daran gedacht, aber mittlerweile sagt die ganze Familie, dass der Welly seinen Preis wert ist. 7 tolle Farben stehen im Shop bereit, unser Testmuster wurde in grün geliefert.
Wir (und Pipp) bedanken uns ganz herzlich bei Klyqa zur Bereitstellung des Testmusters. Auf unseren Text und Bewertung hatte dies keinerlei Auswirkungen, da wir stets neutral testen.



