TL;DR: PSSR 2 ist Sonys komplett überarbeitetes KI-Upscaling für die PS5 Pro – es liefert schärfere 4K-Bilder bei stabilen 60 FPS, eliminiert das störende Flimmern der ersten Version und schließt die Lücke zu PC-Upscalern wie DLSS 4.5. Seit dem 16. März 2026 ist es per System-Update verfügbar.
Die PlayStation 5 Pro löst ihr Versprechen ein. Mit dem System-Update vom 16. März 2026 (Version 26.02-13.00.00.40) hat Sony PSSR 2 (PlayStation Spectral Super Resolution 2) veröffentlicht – die zweite Generation seiner KI-gestützten Upscaling-Technologie. Das Ergebnis: Aus einer internen Auflösung von rund 1080p rekonstruiert die KI ein 4K-Bild, das bei typischem Wohnzimmer-Abstand kaum von nativem 4K zu unterscheiden ist. Und das bei nur circa 2 Millisekunden Rechenzeit pro Frame – identisch zur Vorgängerversion. Heißt konkret: bessere Grafik ohne FPS-Verlust. Spiele wie Final Fantasy VII Rebirth erreichen jetzt die visuelle Qualität des Grafikmodus bei flüssigen 60 FPS.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist PSSR?
- Was ist neu an PSSR 2?
- Wie funktioniert PSSR 2 technisch?
- PSSR 2 vs. DLSS 4.5 und FSR 4: Der Vergleich
- Welche Spiele profitieren von PSSR 2?
- Wie aktiviere ich PSSR 2 auf der PS5 Pro?
- Was ist Project Amethyst?
- FAQ: Häufig gestellte Fragen
- Fazit
Was ist PSSR?
PSSR steht für PlayStation Spectral Super Resolution – Sonys hauseigene Upscaling-Technologie, die exklusiv auf der PS5 Pro läuft. Sie nutzt ein neuronales Netzwerk, um Bilder mit niedrigerer Auflösung in hochwertige 4K-Grafik hochzurechnen. Das Prinzip: Die Konsole rendert das Spiel intern bei circa 1080p bis 1440p und lässt die KI die fehlenden Pixel intelligent rekonstruieren. So bleibt genug Rechenleistung für höhere Frameraten und aufwendigere Effekte wie Raytracing übrig.
Was ist neu an PSSR 2?
PSSR 2 ist keine kleine Anpassung, sondern eine grundlegende Überarbeitung der Technologie. Die erste Version hatte spürbare Schwächen: weiches Bild, Flimmern bei Vegetation und Haaren sowie Rauschen in Raytracing-Szenen. PSSR 2 behebt diese Probleme gezielt und liefert über verschiedene Titel hinweg deutlich konsistentere Ergebnisse. Sony selbst spricht von einem „ganz anderen Ansatz“ gegenüber der Vorgängerversion.
Höhere Bildschärfe und Detailtreue
PSSR 2 rekonstruiert feinste Details, die beim Rendern in niedrigerer Auflösung verloren gehen. Selbst beim Upscaling von einer Basis knapp über 1080p werden Stoffnähte, einzelne Haarsträhnen und kleine Texte in der Spielwelt präzise aufgelöst. Das weiche, leicht verwaschene Bild der ersten Version gehört der Vergangenheit an.
Schluss mit Flimmern und Shimmering
Das größte Problem von PSSR 1 war das störende Flimmern und Schimmern – besonders sichtbar bei feiner Vegetation, Zäunen oder Haaren. PSSR 2 verbessert die temporale Stabilität massiv. Das Bild bleibt auch bei Kamerabewegungen ruhig und stabil, ohne das nervige Pulsieren der ersten Generation.
Bessere Bewegungsklarheit
Die KI erkennt schnelle visuelle Übergänge jetzt deutlich besser. Ghosting-Effekte – also Nachzieheffekte bei sich schnell bewegenden Objekten – werden minimiert. Laut technischen Analysen vermeidet PSSR 2 bestimmte Formen von Ghosting sogar besser als die PC-Konkurrenz von NVIDIA und AMD.
Saubereres Raytracing
In Szenen mit Raytracing-Beleuchtung (RTGI) zeigte PSSR 1 oft störendes Rauschen und Bildfehler. PSSR 2 liefert hier deutlich konsistentere Ergebnisse. Gelegentlich auftretendes Restrauschen liegt laut Analysen meist an den Denoising-Lösungen der Spiele-Engines selbst, nicht an PSSR.
Wie funktioniert PSSR 2 technisch?
PSSR 2 basiert auf einem rekurrenten neuronalen Netzwerk (RNN), das jedes einzelne Frame Pixel für Pixel analysiert. Das Netzwerk wurde mit hochauflösenden „Ground Truth“-Daten trainiert, um feine geometrische Details vorherzusagen, die beim Rendern in niedrigerer Auflösung verloren gehen. Es erzeugt ein überzeugendes 4K-Bild aus nur etwa einem Viertel der nativen Pixelanzahl.
Die drei Säulen der PPR-Bibliothek
Das Update führt eine aktualisierte PlayStation Pixel Reconstruction (PPR) Bibliothek ein, die auf drei technischen Säulen steht:
- Temporale Stabilität: Verhindert Flimmern und Shimmering zwischen aufeinanderfolgenden Frames
- Stochastisches Sampling: Ermöglicht effiziente Bildrekonstruktion trotz niedriger Basisauflösung
- Bewegungsklarheit: Reduziert Geisterbilder und Unschärfen bei schnellen Kamerabewegungen
Das Bemerkenswerte: Trotz der massiv besseren Bildqualität benötigt PSSR 2 weiterhin nur circa 2 Millisekunden pro Frame – nahezu identisch zur ersten Version. Die visuelle Aufwertung kostet also keine zusätzliche Performance.
PSSR 2 vs. DLSS 4.5 und FSR 4: Der Vergleich
PSSR 2 erreicht eine Qualitätsschwelle, die es auf Augenhöhe mit führenden PC-Technologien bringt. Der Abstand ist so gering geworden, dass die Unterschiede bei typischen Wohnzimmer-Sitzabständen oft nur noch subtil sind.
| Kriterium | PSSR 2 | DLSS 4.5 | FSR 4 |
|---|---|---|---|
| Temporales Ghosting | Sehr gering – Vorteil PSSR 2 | Faserige Nachzieheffekte möglich | Faserige Nachzieheffekte möglich |
| Komplexe Hintergründe (Zäune, Leitungen) | Leichte Schwächen | Bessere Linienrekonstruktion | Bessere Linienrekonstruktion |
| Performance-Kosten | ~2 ms/Frame | Hardware-abhängig | Hardware-abhängig |
| Verfügbarkeit | PS5 Pro exklusiv | NVIDIA RTX GPUs | AMD + breite Kompatibilität |
Fazit des Vergleichs: PSSR 2 hat bei der Vermeidung von Ghosting die Nase vorn. Bei extrem komplexen Szenen mit Maschendrahtzäunen oder dünnen Stromleitungen liefern DLSS 4.5 und FSR 4 noch leicht vollständigere Ergebnisse.
Welche Spiele profitieren von PSSR 2?
Zahlreiche Titel werden bereits unterstützt – entweder durch dedizierte Entwickler-Patches oder über den neuen systemweiten Toggle.
Spiele mit nativer PSSR 2-Unterstützung
- Resident Evil Requiem – Das erste Spiel mit PSSR 2-Integration, nutzt eine Basis knapp über 1080p
- Final Fantasy VII Rebirth – Erreicht jetzt Grafikmodus-Qualität bei 60 FPS (Basis: 1152p–1224p)
- Silent Hill 2 & Silent Hill f – Stabilere Vegetation, deutlich reduziertes Rauschen im Nebel
- Monster Hunter Wilds – Verbesserte Kantenglättung und Bildstabilität in der offenen Spielwelt
- Dragon’s Dogma 2 – Bessere Bildstabilität in großen Spielwelten
- Alan Wake 2 – Profitiert bei Raytracing-lastigen Szenen
- Senua’s Saga: Hellblade II – Stabilere Bildrekonstruktion
- Control – Verbesserte Raytracing-Darstellung
- Dragon Age: The Veilguard – Konsistentere Bildqualität
- Nioh 3 & Rise of the Ronin – Profitieren von besserer temporaler Stabilität
Kommende PSSR 2-Titel
- Crimson Desert – Unterstützt PSSR 2 direkt zum Launch am 19. März 2026 (zu unserem Beginner Guide)
- Assassin’s Creed Shadows – Update folgt in den kommenden Wochen
- Cyberpunk 2077 – Update angekündigt
Sony hat zudem bestätigt, dass die meisten neuen PS5 Pro-Titel künftig standardmäßig mit PSSR 2-Unterstützung erscheinen werden.

Wie aktiviere ich PSSR 2 auf der PS5 Pro?
Die Aktivierung ist denkbar einfach. Navigiere zu: Einstellungen → Bildschirm und Video → Videoausgabe → PSSR-Bildqualität verbessern (Enhance PSSR Image Quality). Dieser neue systemweite Toggle wurde mit dem Update eingeführt.
Drei Szenarien für Spiele
- Automatisch via Toggle: Bestehende Spiele mit PSSR 1-Unterstützung profitieren ohne Entwickler-Patch vom verbesserten Modell – einfach Schalter aktivieren
- Native Entwickler-Patches: Für bestmögliche Ergebnisse integrieren Studios PSSR 2 direkt – wie bei Resident Evil Requiem oder FF VII Rebirth
- Zukünftige Titel: Erscheinen standardmäßig mit PSSR 2
Wichtig: Da die Ergebnisse bei unpatchten Spielen variieren können, ist der Toggle optional. Sollten unerwartete visuelle Effekte auftreten, lässt er sich jederzeit deaktivieren. Dass Sony diese Option überhaupt anbietet, gilt als Vertrauensbeweis in die Stabilität der Technologie.

Was ist Project Amethyst?
Project Amethyst ist die strategische Forschungspartnerschaft zwischen Sony und AMD, die Ende 2024 formalisiert wurde. Der Deal funktioniert bidirektional: Sony bringt Expertise bei Machine-Learning-basierter Bildrekonstruktion und konsolenspezifischer Optimierung ein, AMD steuert die Hardware-Architektur und die Integration in den FSR-Technologie-Stack bei.
Der Clou: Die in PSSR 2 erzielten Fortschritte – besonders bei der temporalen Stabilität und Ghosting-Reduktion – sollen in zukünftige FSR-Versionen für den PC einfließen. Davon profitiert langfristig der gesamte Spielemarkt.
PS5-Pro-Chefarchitekt Mark Cerny bezeichnete die PS5 Pro und ihre Machine-Learning-Technologie als den „Anfang“ von Sonys Reise in diesem Bereich – ein klarer Hinweis darauf, dass die PlayStation 6 noch stärker auf KI-Upscaling setzen wird.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu PSSR 2
Brauche ich ein spezielles Update für PSSR 2?
Nein. Das System-Update (Version 26.02-13.00.00.40) vom 16. März 2026 installiert PSSR 2 automatisch. Über den neuen Toggle in den Einstellungen kannst du es auch auf Spiele anwenden, die noch keinen dedizierten Patch erhalten haben.
Kostet PSSR 2 Performance?
Nein. PSSR 2 benötigt circa 2 Millisekunden pro Frame – praktisch identisch zur ersten Version. Die bessere Bildqualität kommt ohne FPS-Verlust.
Funktioniert PSSR 2 auch auf der normalen PS5?
Nein. PSSR ist eine exklusive Technologie der PS5 Pro und nutzt die zusätzliche Hardware-Leistung der Pro-Variante für das KI-Upscaling.
Ist PSSR 2 besser als DLSS 4.5?
PSSR 2 ist auf Augenhöhe. Es vermeidet Ghosting besser als DLSS 4.5, während NVIDIAs Lösung bei sehr komplexen Hintergrunddetails leicht vorne liegt. Für das Wohnzimmer-Setup sind die Unterschiede marginal.
Was bringt PSSR 2 für die Zukunft der PlayStation?
PSSR 2 gilt als Testfeld für die PS6. Die nächste Konsolengeneration könnte dank KI-Upscaling auf natives 4K verzichten und stattdessen sogar 8K-Auflösungen aus niedrigen internen Puffern generieren.
Welche Basisauflösung nutzt PSSR 2?
Die interne Renderauflösung liegt typischerweise zwischen 1080p und 1440p. Daraus generiert PSSR 2 ein vollwertiges 4K-Ausgabebild – aus nur etwa einem Viertel der nativen Pixelanzahl.
Fazit: PSSR 2 macht die PS5 Pro endlich „Pro“
Mit PSSR 2 liefert Sony das, was viele Spieler seit dem Launch der PS5 Pro erwartet haben: echte 4K-Qualität bei stabilen 60 FPS, ohne die Kompromisse der ersten PSSR-Generation. Die Partnerschaft mit AMD über Project Amethyst zeigt, dass KI-Upscaling keine Notlösung ist, sondern die Zukunft des Konsolen-Gamings. Wer eine PS5 Pro besitzt, sollte das Update sofort installieren und den Toggle aktivieren. Und wer noch überlegt: Spätestens jetzt macht die Pro-Version Sinn.

