Tiny Troopers: Global Ops – Test

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    Die Tiny Troopers sind zurück! In Tiny Troopers: Global Ops, ihrem nun bereits dritten Einsatz, sind sie gefragter denn je, denn überall auf der Welt lauern skrupellose Schurken. Ob der arcadige Twin-Stick-Shooter im Single- und Multiplayer auch ordentlich was hermacht, das erfahrt ihr hier bei uns im Test!

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    Mehr Informationen

    Für diesen Test spielten wir Tiny Troopers: Global Ops auf Playstation 5

     

    Momentan erscheinen reihenweise Hochglanz-Titel fast schon im wöchentlichen Rhythmus. Da tut es mal ganz gut, wenn ein weniger komplexes Spiel an den Start geht: Unkomplizierter Einstieg, keine zig Buttonkombinationen zu merken, sondern einfach loslegen und abschalten.

    Tiny Troopers: Global Ops könnte genau ein solcher Titel sein, wenn euch der Kopf nach flinker Action steht. Es ist einer dieser typischen Locked and Loaded Titel, also Spiel starten, Waffe laden und unkompliziert loslegen. Und laut der Beschreibung der Spieleentwickler steckt darin auch eine Menge Spaß: Über 40 Mission, 4 Spieler (lokaler) Koop und volle Crossplay-Unterstützung, we like!

     

    Start im Bootcamp

    Obwohl Tiny Troopers: Global Ops sich im Grunde recht selbsterklärend spielt, müssen wir die Grundausbildung absolvieren. Innerhalb des kurzen Tutorials lernen wir alle Buttons und Mechaniken kennen. Neben Bewegungen und dem Einsatz der Waffe müssen auch Ausweichrollen geübt werden, um in den folgenden Missionen erfolgreich zu sein. Ihr lauft und zielt jeweils mit einem der beiden Analogsticks, alle übrigen Aktionen sind die Buttons zugeordnet.

    Grundsätzlich habt ihr immer eine primäre Waffe mit unendlicher Munition dabei. Angefangen bei einer Pistole mit recht träger Schussfrequenz geht es über eine Maschinenpistole bis hin zum Sturmgewehr. Etwaige Sonderausrüstungen findet ihr innerhalb der Einsätze in Form von bunten, einsammelbaren Icons. Erwartet hierbei die üblichen Verdächtigen wie Handgranaten und Raketenwerfer, aber auch Luftschläge und Dronen.

    Über sechs Kapitel verteilt kämpft ihr euch dann in mehreren Dutzend Einsätzen quer über den gesamten Globus. Vorab instruiert euch der Commander mit dem jeweiligen Einsatzziel. Auch hier erwarten euch wenige Ausreißer zu üblichen Missionen: Findet X, Zerstört Y oder Eskortiert Z. Die Einsatzbesprechungen sind auf Bildeinspieler reduziert und die verwendete Sprache wird nach ein paar Sätzen schon recht schnell nervig. Denn während euch der alte Veteran über die Ziele informiert, dreschen eure Soldaten im Minutentakt irgendwelche holen Phrasen. Sie sollen wohl lustig klingen, die Gags sind aber zumeist äußerst flach. Nun gut, niemand erwartet in Tiny Troopers: Global Ops eine verzweigte Story und cineastische Zwischensequenzen, von daher kann man über diesen Punkt einigermaßen hinwegsehen.

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    Wir gegen alle

    Schon bei der ersten Mission werden ihr eine gewissen Grundhektik feststellen. Feinde tauchen nämlich nicht nur vor euch in den recht schlauchigen Leveln auf, sondern spawnen auch mal gerne neben und hinter euch. Gerade zuletzt genannte Variante ist ein permanenter Stressfaktor, da durch die Kamera dieser Teil nahezu nie einsehbar ist. Ihr bemerkt Gegner nur dann, wenn sich ihre Geschosse nähern.

    Für den Schweregrad ist das jedoch nur minder relevant, denn Treffer steckt ihr selbst auf „Normal“ ziemlich gut weg. Relevant wird das erst ab etwa der Mitte des Spiels, wo euch auch auf dem mittleren Schweregrad Treffer schon deutlich mehr zusetzen können in ihrer Masse. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ihr, je nach eigenem Anspruch, durchaus auf „Schwer“ starten solltet, sofern ihr nicht zu schnell durch Tiny Troopers: Global Ops durchrushen möchtet.

    Da ihr immer nur einen der bis zu Vier Soldaten des Teams steuert, übernimmt die KI den Rest des Trupps. Sie schießen selbstständig auf nahende Feinde und haben, ähnlich wie die ebenfalls KI-gesteuerten Gegner, eine mittelgute Trefferquote. Für jeden Kämpfer des eigenen Teams stellt eine grüne Leiste die Lebenspunkte dar. Sinkt die Leiste auf 0, sackt der Kamerad in sich zusammen und ist außer Gefecht gesetzt. In diesem Fall solltet ihr die Füße in die Hand nehmen und diesen schnell wiederbeleben, damit er euch weiterhin unterstützt.

    Nahezu alle Missionen spielen sich recht repetitiv. Es gibt einen definierten Startpunkt, von dem aus ihr euch auf die Spuren zum Ziel begebt. Zahlreiche Feinde erledigt ihr in bester Twin-Stick-Shooter Manier und weicht eurerseits wiederum möglichst allen Geschossen aus. In Camps oder anderen Zwischenstopps sucht ihr die Umgebung nach Informationen ab und sammelt alles ein, was euch in die Hände fällt. Während das Gameplay so für Neulinge absolut leicht zu verstehen und meistern ist, dürften Veteranen des Genres über mangelnde Abwechslung klagen. Bis zum Ende hin gibt es kaum wirklich Neues zu entdecken, abgesehen von ein paar Waffen oder Gadgets.

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    Rudimentäre Upgrades

    Nach jeder erfolgreich absolvierten Mission werdet ihr anhand eurer Leistung bewertet. Habt ihr alle auffindbaren Items gesammelt und einen hohen Schweregrad eingestellt, winken umso mehr Punkte.

    Diese setzt ihr dann zwischen den Einsätzen in der Basis in wertvolle Upgrades um. Erwartet hier die üblichen Features, also mehr Durchschlagskraft für alle Ballermänner, größere Magazine, bessere Rüstungen usw.

    Gleiches dürft ihr dann auch für eure KI-Kameraden tun, wobei ihr hier Vorsicht walten lassen solltet. Segnen diese nämlich im Gefecht das Zeitliche, dann sind sie raus aus dem Spiel und mit ihnen auch die Upgrades. Zwar bekommt ihr Nachschubs-Söldner wie am Fließband, aber eben nicht die kostbaren Hochstufungen.

    Bei der Optik dürft ihr ebenfalls Hand anlegen. Auch hier gilt: Kennen wir alles so in seiner Form. Andere Köpfe, andere Kleidungen oder eine andere Hautfarbe. Nichts Neues an der Front quasi.

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    Mehr Spaß im Team

    Die große Stärke von Tiny Troopers: Global Ops ist der Mehrspieler-Modus. Mit bis zu vier Spielerinnen und Spielern macht das bunte Treiben deutlich mehr Spaß als Solo. Hier zeigt sich dann auch der dicke Pluspunkt der leichten Zugänglichkeit. Im Grunde könnt ihr euch jedes Familienmitglied oder jeden Freund schnappen, selbst wenn diese/r keine Erfahrung mit Videospielen hat. Die wenigen Buttons und die klar definierte Spielmechanik sprechen ganz klar pro Einsteigerfreundlichkeit.

    Etwas ärgerlich hingegen sind die reproduzierbaren Bildrateneinbrüche während der Sessions zu viert. Nämlich genau dann, wenn alle zeitgleich eine Granate werfen oder es insgesamt zu zahlreichen Explosionen auf dem Bildschirm kommt. Hier stockt kurz das Bild, was angesichts der doch wenig ressourcenhungrigen Grafik so nicht vorkommen dürfte.

    Mitunter stießen wir auch auf ein paar wenige Clippingfehler, wo unsere Figur urplötzlich fest hing und man nur mit einem Ausweichmanöver wieder frei kam. In der Summe wären diese kaum erwähnenswert, nur leider kommt einem in solchen Momenten die Hektik des Spiels in die Quere. Steht man nämlich unter feindlichem Feuer und die eigene Figur klebt irgendwo fest, dann steckt man fleißig Treffer ein, die nicht auf das eigene Unvermögen zu schieben sind.

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    Fazit

    Tiny Troopers: Global Ops ist ein flinker und leicht zu lernender Twin-Stick-Shooter. Während man alleine im Solo-Play gut unterhalten wird, entfaltet das Spiel seine beste Seite nur im Multiplayer. Hier gilt: Je mehr, umso besser! Klar, das Geschehen wird mit bis zu vier Spielerinnen und Spielern deutlich chaotischer und somit im Gesamtpaket auch sehr viel unterhaltsamer.

    Ansonsten erlebt man auch in diesem, neusten Abenteuer der Tiny Troopers genau das, was die Reihe bisher ausgezeichnet hat. So gut wie kaum Neues, statt dessen bleibt man dem gewohnten Stil treu. Tiny Troopers: Global Ops hat dahingehend keine großen Ausreißer nach oben oder unten.

    Für den gemütlichen und unbeschwerten Zock kann man bei Tiny Troopers: Global Ops bedenkenlos zugreifen.

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    Christoph
    Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur