The Outer Worlds Test / Review

    Mit The Outer Worlds hatte Obsidian auf der E3 das Spiel angekündigt, auf das viele Fallout New Vegas Fans schon lange gewartet haben.

    Als Fallout im Weltraum bezeichneten viele Fans das Spiel, nachdem sie den ersten Trailer dazu gesehen hatten. Das die Jungs durchaus wissen wie man gute Rollenspiele macht weiß man ja nicht nur dank New Vegas, auch Knights of the Old Republic 2, Pillars of Eternity, Tyranny und South Park: Der Stab der Wahrheit gehen auf das Konto von Obsidian.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Fallout in Space:

    Willkommen in der Zukunft! The Outer Worlds versetzt uns in das 24. Jahrhundert, indem ein großer Teil der Menschheit die Erde bereits verlassen hat, um sich einer der vielen Kolonien im tiefen des Weltraums anzuschließen. Im Gegensatz zur Erde winken hier nämlich eine moderne Unterkunft und ein Job, so wird es jedenfalls suggeriert. So begeben auch wir uns nach der Charakter Erstellung auf die Reise ins Universum. Wir finden uns wieder auf dem Raumschiff Hope, das auf dem Weg in die Hylcyon Kolonie ist. Damit für die Passagiere die lange Strecke möglichst kurzweilig daher kommt, werden alle nach dem Start in einen Kälteschlaf versetzt.

    Den Planeten Terra 2, das eigentliche Ziel unserer Reise, hat das Raumschiff aber nie erreicht. Auch alle Passagiere an Board sind 70 Jahre nach dem Start, immer noch eingefroren in ihren Kälteschlafkammern. Damit begrüßt einen The Outer Worlds und schickt uns eine ungewisse Zukunft.

    Wir selbst wurden unsanft aus dem Kälteschlaf geweckt, es begrüßt uns der Gesetzlose Phineas Welles, was genau er von uns will, bleibt für erste allerdings unklar. Dass sich der Traum vieler Kolonisten von Wohlstand auf fremden Planeten nicht erfüllt hat, wird uns unmittelbar nach unserer Landung klar. Hier werden wir von einer Welt begrüßt die von einem korrupten Regime geführt wird und die Kolonisten als Sklaven Tag für Tag für sich schuften lässt.

    The Outer Worlds Test Review
    Den Kolonisten wird fernab der Erde eine glänzende Zukunft versprochen.

    Charakter Erstellung und Skills

    Doch beginnen wir erst noch mal ganz am Anfang. Bevor uns The Outer Worlds in Abenteuer fernab der Erde schickt, müssen wir uns für einen Hauptcharakter entscheiden. Hier muss man klar sagen das Obsidian das Rad nicht neu erfindet, sondern eher auf alte Stärken setzt.

    Nachdem man sich durch die Menüs für das Aussehen des Alter-Egos geklickt hat, kommt man zu der Verteilung der Skill Punkte. Beim durchlesen der einzelnen Tooltips wird einen schnell klar, The Outer Worlds ist bei weiten kein „Weltraum Shooter“. Natürlich haben nah und Fernkampf Skills auch hier eine wichtige Dasein Berechtigung, mit Skill Punkten wie Inspiration oder Lügen wird einen aber schnell klar, das Spiel wird einiges an Dialogen bieten.

    Wer nun aber befürchtet, man klickt sich von einer Dialogbox zur nächsten kann beruhigt werden. Außerhalb der Städte und Raumhäfen, warten einige Monster und Verbrecher darauf euch ins jenseits zu befördern und hier hilft dann meistens ein guter Blaster mehr als eine logische Argumentation.

    Das aus der Fallout Reihe bekannte VATS-System, gibt es in The Outer World allerdings nicht. Hier stellt das Spiel einem eine temporäre Zeitlupenfunktion zur Seite, welche vor allem in hektischen Kämpfen mit größeren Gegner Gruppen sehr hilfreich war. Natürlich kann man auch diese Funktion über seine Skillpunkte weiter ausbauen und verbessern.

    Im Team macht der Weltraum noch mehr Spaß

    Da es sich bei The Outer Worlds um ein waschechtes Rollenspiel handelt, dürfen natürlich auch die Begleiter nicht fehlen. Auf unserer Reise durch die Spielwelt, kommt es natürlich immer wieder zu Dialogen mit unseren Weggefährten, diese sind wirklich sehr gut (in englischer Sprache) vertont. Was dazu führt das mit im Laufe des Spielgeschehens eine echte Bindung zu dem ein oder anderen Charakter aufbaut und den Rollenspiel Charakter von The Outer Worlds nochmals unterstreicht.

    Insgesamt könnt ihr auf bis zu sechs unterschiedlichen Begleitern treffen, wobei man aber immer nur maximal zwei gleichzeitig mit auf die jeweilige Mission nehmen kann. Jeder der Teamkollegen bietet dabei natürlich unterschiedliche Skills und Vorteile an, auch der ein oder andere Dialog wird sich im Spiel verändern, wenn man einen bestimmten Begleiter mit dabei hat, was dazu führen kann das man seine eigentliche Wahl nochmals überdenkt und evtl. am Ende einen ganz anderen Weg geht.

    The Outer Worlds Team
    Maximal zwei Begleiter könnt ihr nach verlassen eures Schiffs, mit auf die Missionen nehmen

    Wunderschöne Welten mit dunkler Geschichte

    Besonders gut gefallen bei unserem Test zu The Outer Worlds, hat uns das sehr stimmige Setting. Die einzelnen Planeten und Anlaufpunkte die man im Spielverlauf besucht sind alle sehr abwechslungsreich gestaltet. Dennoch verbindet sie die Story über eine sehr dunkle Zukunft der Menschheit.

    Die dreht sich weitestgehend um eine kapitalistischen Dystopie. So bekommen die Kolonisten keine medizinische Versorgung wenn sich nicht genug für den jeweiligen Konzern arbeiten. Auf einem Planeten wird den Bewohner sogar weiß gemacht, das nur die krank werden welche nicht genug Arbeit ableisten. Auch der Freitod ist kein echter Ausweg, wählt man diesen begeht man in der Spielwelt eine Straftat, welche bezahlt werden muss, da der Tod des Arbeiters eine Zerstörung von Unternehmenseigentum gleicht.

    Zur stimmigen auf drückend dunklen Atmosphäre tragen die Gestaltung rund um die Spielwelt besten dazu. Städte sind voll mit leuchtenden Werbeslogans, die zu Gehirnwäsche der jeweiligen Bevölkerung dienen soll. Aber auch schöne offene Landschaften mit Monstern und diversen Verstecken zum erkunden bietet das Spiel.

    Test Fazit zu The Outer Worlds:

    Die Entwickler bei Obsidian haben alte Fallout New Vegas Fans nicht enttäuscht. Bei The Outer Worlds versucht man erst gar nicht zu verstecken. woher das Game Design stammt, einen Hauch New Vegas findet man an allen Ecken und Enden im Spiel. Aber das ist auch gut so, denn The Outer Worlds wirft uns in eine riesige sehr tiefe Rollenspiel Welt.

    Vor allem das tolle Setting und die sehr gute (englische) Vertonung tragen dazu bei, das die Spielwelt absolut lebendig und authentisch wirkt. Die Grafiken und einzelnen Planeten sind alle samt sehr detailliert gestaltet worden, da stört es auch gar nicht so sehr, dass die Technik rund um The Outer Worlds schon etwas angestaubt ist.

    Für Fans von New Vegas und generell komplexen und großen Rollenspielen ist The Outer Worlds ein absoluter Top Titel und wird euch garantiert für 20-30 Stunden in eine parkende Welt mit toller Story ziehen, die außerdem dank vielen entscheidungs- und Skill Möglichkeiten einen hohen wieder spiel wert bietet.

    The Outer Worlds Raumschiff
    Unser Raumschiff dient uns als Hauptzentrale um schnell von Planet zu Planet zu reisen, inklusive einer KI mit einem sehr eigenen Humor.

    Pro:

    + Fantastische Spielwelt

    + Tolle Story

    + Hervorragend vertonte Dialoge

    + Viele verschiedene Spielwege möglich

    Kontra:

    – Etwas angestaubte Technik

    – Kampfsystem wirkt oft chaotisch