The Last of Us Remastered Test / Review

    The Last of Us war das größte Meisterwerk, welches es für die letzte Konsolengeneration gab! Und nach etwas mehr als einem Jahr bringt Naughty Dog schon die Portierung für die PlayStation 4 heraus. Ob es überhaupt möglich ist The Last of Us weiter zu verbessern, lest ihr in unserem Review.

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    Eine meisterhafte Geschichte

    Wir wollen euch gar nicht zu viel über die Geschichte rund um die Hauptprotagonisten verraten. Naughty Dog hat es auf überragende Art und Weise geschafft die einzelnen Figuren in Szene zu setzen. Durch die glaubhaften Charaktere und die stringent durchdachte Geschichte, könnt ihr euch auf eine emotionale Reise durch eine postapokalyptische Welt freuen. Hierbei werden euch die Schicksale einzelner Menschen und die Verzweiflung der Überlebenden deutlich aufgezeigt. Dank dem auf der Disc vorhandenen DLC dürft ihr sogar die Vorgeschichte eines Hauptcharakters spielen und dieser mehrstündige DLC ist jede Spielminute wert. Wenn ihr bisher The Last of Us verpasst habt, solltet ihr es spätestens jetzt das Spiel für die Story nachholen.

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    Leicht verändertes Spielprinzip

    In unserem Test zu The Last of Us für die PlayStation 3 gehen wir auf einzelne Teilaspekte nochmals näher ein. In diesem Review behandeln wir nur die Unterschiede zwischen beiden Versionen. Naughty Dog hatte damals die Schwächen des PlayStation 3-Controllers erkannt und aufgrund der schlechten Griffigkeit die Ziel- und Schusstaste auf R1 und L1 gelegt. In der neuen Version sind die beiden Aktionen endlich da wo sie hingehören. Durch die verbesserten R2 und L2 Tasten auf dem PlayStation 4-Controller wurden die Aktionen wieder auf ihre altbekannten Plätze gelegt. Dies könnt ihr durch Einstellungen im Optionsmenü aber wieder zurück ändern.

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    Außerdem bewegt ihr euch jetzt mit flüssigen 60 Frames pro Sekunde durch das Spielgeschehen. Das dies gerade in hitzigen Gefechtssituationen hilfreich ist, dürfte euch aus unzähligen Shootern bekannt sein. Durch die hohe Framerate verlaufen die Schussgefechte flüssiger und dadurch lässt sich das Fadenkreuz viel besser einstellen. Leider führt die erhöhte Framerate dazu, dass einige Spieler Kopfschmerzen davon bekommen können. Deshalb ist es gut, dass ihr das Spiel durch eine Option auch wieder auf 30 Frames pro Sekunde runterfahren könnt. Des Weiteren gibt es einen neuen Fotomodus mit dem ihr die wunderschöne Welt auf Bildern einfangen könnt. Naughty Dog hat dem Fotomodus auch ein paar nette Features beigefügt und so dürft ihr mit mehreren Objektiven das Ganze noch schöner in Szene setzen. Außerdem werden die Sounds der Audiodateien und der Aktionen wie zum Beispiel das an- und ausschalten eurer Taschenlampe direkt aus eurem PlayStation 4-Controller abgespielt.

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    12 Wochen im Multiplayer

    Im Multiplay-Modus dürft ihr euch durch einen Team-Deathmatch-Modus und einen Last-Man-Standing-Modus kämpfen. Der Last-Man-Standing-Modus ist leider extrem langweilig, da meistens der größte Camper immer gewinnt. Spannender ist das Team-Deathmatch, da ihr nur mit sehr wenig Munition im Gepäck in den Kampf geschickt werdet. Daher zählt jeder Schuss den ihr abgebt. Außerdem liegen überall Kisten herum, in denen ihr nützliche Gegenstände findet. Aus den Einzelteilen könnt ihr dann Molotowcocktails oder Verbandskästen erstellen. Solche Gegenstände sind oftmals im Kampf sehr wichtig. Verwundete Mitspieler können von euch wiederbelebt werden und deshalb tötet ihr eure Gegner besser sobald sie verwundet am Boden liegen. Der PlayStation 4-Version liegen viele weitere Karten aus diversen DLCs bei.

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    Für Abschüsse und Exekutionen von verwundeten Gegnern gibt es Teile, die man auch als Erfahrungspunkte bezeichnen könnte. Mit diesen Teilen könnt ihr euch Verbesserungen für das gerade laufende Spiel kaufen. Nützlich ist immer wieder die kaufbare Rüstung, die euch länger am Leben hält, und zusätzliche Munition für eure Hauptwaffe. Außerdem wird anhand der erhaltenen Teile berechnet wie viele Rationen ihr bekommt. Die Rationen sind nach dem Spiel wichtig, da ihr damit eure Fraktion versorgen müsst. Die Fraktion ist eine fiktive Gruppe von NPCs die die Apokalypse überleben wollen und somit eine interessante Form eines Levelsystems ist. Anfangs könnt ihr zwischen zwei Fraktionen wählen und das Ziel ist möglichst lange mit diesen Leuten zu überleben. Jedes Spiel entspricht dabei einem Tag und jeden Tag verbraucht eure Gruppe eine bestimmte Menge Rationen. Normalerweise wächst eure Gruppe am Anfang relativ schnell und dann müsst ihr sehen, wie ihr an genügend Rationen herankommt. Falls alle Mitglieder der Fraktion sterben fangt ihr einfach wieder von vorne an. Mit den Mitgliedern eurer Fraktion und den gesammelten Rationen schaltet ihr weitere Waffen, Verbesserungen und Kleidung für euren Charakter frei.

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    Fazit

    Der Multiplayer-Modus kann uns zwar immer noch nicht vom Hocker hauen, aber The Last of Us bleibt hauptsächlich ein Einzelspieler-Spiel. Und da nehmen wir als Bonus doch gerne noch den Multiplayer-Modus mit. The Last of Us ist im Einzelspieler-Modus eine großartige Erfahrung und wir können jedem von euch das Spiel allein wegen der Story empfehlen. Besitzer der PlayStation 3- Version sollten nur zum Vollpreis zugreifen, wenn sie den Einzelspieler-DLC noch nicht besitzen. Sobald der Preis etwas gefallen ist, lohnt sich der Kauf aufgrund der neuen Gestaltung auch für die Besitzer der Vorgängerversion. Spätestens jetzt sollten alle Neulinge wegen der verbesserten Grafik, der höheren Framerate und den vielen enthaltenen DLC-Inhalten zugreifen. Ihr werdet es auf jeden Fall nicht bereuen!

    The Last of Us Remastered Award