Styx: Blades of Greed – Test / Review

    Der gerissenste aller Goblins ist zurück. In Styx: Blades of Greed schleicht, stiehlt und meuchelt sich das grüne Spitzohr durch den Kontinent Iserian. Welche Geschichte der dritte Serienableger erzählt, wie sich Blades of Greed spielt und welche Neuerungen das Spiel bereithält, haben wir uns in der Redaktion von Game2Gether genauer angeschaut.

    Story: Ein Leben im Schatten

    Styx: Blades of Greed knüpft an die Geschehnisse des Vorgängers an. Nachdem Styx in Shards of Darkness gegen Ende seine Klinge gegen Djarak richtet und das Spiel hier abrupt endet, knüpft Blades of Greed genau an diesem Punkt an und zeigt uns zu Beginn ihr Duell auf Helledryns Schiff, welches jedoch unterbrochen wird.

    Infolgedessen beschließt Styx, diesmal keine Aufträge mehr für andere anzunehmen und stattdessen seiner eigenen Mission zu folgen. Der grünhäutige Schleichkünstler ist nämlich auf der Suche nach Quarz – einer wertvollen und zugleich gefährlichen Ressource, der besondere Kräfte innewohnen. Diesen Quarz finden wir auf einem von drei sehr weitläufigen Leveln, die es zu erkunden gilt. Dabei sind Story-Cutscenes hinter einer bestimmten Anzahl an Quarz verborgen.

    Der Meister der Heimlichkeit ist zurück

    Das hat auch Einfluss auf unsere Spielzeit: Jagen wir nur der nötigsten Anzahl des blauen Minerals hinterher, erledigen wir die Hauptgeschichte in rund 20 Stunden. Wer jedoch alles erleben und entdecken möchte, sollte rund 60 bis 70 Stunden einplanen.

    Dadurch hat man das Gefühl als stehe die Story hier nicht wirklich im Fokus, stattdessen hat man sich dazu entschieden den Spielern eine Stealth-Sandbox zur Verfügung zu stellen, was nicht unbedingt schlecht ist.

    Dennoch begegnet der Spieler auf Styx’ Reise alten und neuen Charakteren und sieht sich mit der Inquisition als zentraler Bedrohung konfrontiert. Gleichzeitig legen die Story-Ereignisse den Grundstein für die Schwarze Hand aus dem Rollenspiel Of Orcs and Men von 2012.

    Gameplay

    Spielerisch baut Blades of Greed auf dem Stealth-Gameplay seiner Vorgänger auf. Wie auch schon in den vorherigen Teilen kann sich unser Goblin nicht problemlos durch Gegnerhorden schnetzeln, sondern muss auf Verstohlenheit und Heimlichkeit setzen. Dazu bieten die weitläufigen Level zahlreiche Versteckmöglichkeiten und alternative Wege, vorbei an den mächtigen Wachen.

    Dafür stehen Styx verschiedene Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung, mit denen wir uns den Weg etwas erleichtern können, wie etwa die Möglichkeit, mit gezielten Sandwürfen Fackeln und Co. zu löschen oder sich vorübergehend unsichtbar zu machen. Isolierte Wachen können heimlich von hinten ausgeschaltet werden. Kommt es dennoch zum Kampf mit mehr als einer Wache, stehen alle Zeichen auf Neustart – sofern ihr nicht rechtzeitig die Beine in die Hand nehmen könnt.

    Manche Bereiche müssen von Wachen befreit werden, um weiterzukommen. Hier ist Geschick und Geduld gefragt.

    Um in seinem Vorhaben, sich sämtlichen Quarz unter den Nagel zu reißen, erfolgreich zu sein, bedarf es oft Geduld, strategischer Planung und einer guten Beobachtungsgabe.

    Hat man die Spielmechaniken einmal verinnerlicht, bietet Styx eine besondere Erfahrung, denn Spiele mit einem solch starken Schleichfokus und geringer Fehlertoleranz sind inzwischen recht selten geworden.

    Die drei Maps dienen dabei als Spielplatz und zeichnen sich nicht nur durch weitläufige Gebiete aus, sondern auch durch ihre Vertikalität, die den Goblin in luftige Höhen befördert. Denn die Gebäude reichen oftmals sehr hoch oder sind levelartig aufeinander aufgebaut.

    Ton & Technik

    Wo Blades of Greed mit seiner Story schwächelt, gleicht es das mit seinem großartigen Leveldesign aus. Die drei Maps sind nicht nur optisch beeindruckend, sondern lassen Spieler sämtliche Mechaniken auch perfekt auskosten. So glänzt die erste Karte, The Wall, vor allem mit ihrem vertikalen Design aus Betonburgen und baufälligen Slums.

    Alle Gebiete eröffnen mit fortschreitender Story neue Areale, auch wenn wir dafür oft noch einmal durch die vorherigen Bereiche hindurchmüssen. Dennoch macht es auch beim erneuten Besuch Spaß, sich auf dem Weg zum selbst gesetzten Ziel an den Wachen vorbeizuschleichen und dabei neue Wege auszuprobieren.

    Über den Skilltree schalten wir neue Fähigkeiten frei – von Unsichtbarkeit bis Gedankenkontrolle ist alles Möglich.

    Demgegenüber steht leider das eher durchwachsene Voice Acting. Styx: Blades of Greed ist nur auf Englisch vertont, jedoch gibt es Texte in insgesamt elf Sprachen, darunter auch Deutsch. Die Qualität der Vertonung schwankt stark, und oftmals wirkt der Ton, mit dem die Voice Lines eingesprochen wurden, nicht passend zu den Geschehnissen auf dem Bildschirm. Dadurch fallen einige Szenen leider recht flach aus.

    Die Systemanforderungen für Styx: Blades of Greed sind moderat. Wer sich durch die Schatten des Kontinents Iserian bewegen möchte, sollte auf dem PC Folgendes mitbringen:

    Mindestanforderungen

    • Betriebssystem: Windows 10
    • Prozessor: Intel Core i7-8700K, AMD Ryzen 5 1600X
    • Arbeitsspeicher: 12 GB RAM
    • Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 1060. AMD Radeon RX 590, Intel Arc A750
    • Speicherplatz: 25 GB verfügbarer Speicherplatz

    Empfohlene Systemanforderungen

    • Betriebssystem: Windows 11
    • Prozessor: Intel Core i5-12600K, AMD Ryzen 7 5800X
    • Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
    • Grafikkarte: NVIDIA GeForce RTX 3070. AMD Radeon RX 6800
    • Speicherplatz: 25 GB verfügbarer Speicherplatz

    Getestet wurde das Spiel sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck. Auf Valves Handheld läuft das Spiel auf den niedrigsten Einstellungen mit FSR Balanced bei etwa 25 bis 30 fps. Steam-Deck-Nutzern raten wir an dieser Stelle, noch einige Patches abzuwarten, die die Performance hoffentlich etwas anheben. Auf dem PC gab es hingegen keine Probleme.

    Fazit

    Mit Styx: Blades of Greed liefert Entwickler Cyanide Studio einen weiteren Stealth-Ableger, der vor allem mit seinem durchdachten Leveldesign und dem konsequenten Fokus auf Schleichen überzeugt. Die weitläufigen und vertikal gestalteten Karten bieten zahlreiche Möglichkeiten, Gegner zu umgehen und die Spielmechaniken kreativ auszunutzen. Wer geduldig vorgeht und seine Umgebung genau beobachtet, wird mit einer intensiven Schleich-Erfahrung belohnt, wie man sie heute nur noch selten findet.

    Schwächen zeigt das Spiel hingegen bei der Story und beim Voice Acting, die beide nicht immer das Niveau des Gameplays erreichen. Auch technisch gibt es auf dem Steam Deck derzeit noch Einschränkungen bei der Performance, während die PC-Version stabil läuft.

    Trotz dieser Kritikpunkte bleibt Styx: Blades of Greed ein gelungener Titel für Fans anspruchsvoller Schleich-Spiele.

    Styx: Blades of Greed ist seit dem 19. Februar 2026 für PC, PS5 und Xbox Series S/X erhältlich. Neugierig? Dann schau dir hier den aktuellen Trailer an:

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    Mehr Informationen

    Bildquelle: Nacon, Cyanide Studio

    Wir bedanken uns bei Nacon und Cyanide Studio für die Bereitstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens Entwickler oder Publisher ist nicht erfolgt.

    Dennis Witzmann
    Seit meiner Jugend bin ich begeisterter Spieler. Ob PC oder Konsolen, ich bin überall Zuhause. Doch in den Bereichen MMO und JRPG findet man mich am meisten.