pixelBot Extreme! – Test

    Wenn ein klassisches Shoot ´em Up auf farbcodierte Waffen trifft, dann kommt am Ende pixelBot Extreme! dabei heraus. Was an diesem Spiel so extrem ist und warum wir uns zwischen Lust und Frust gefangen fühlen, das erfahrt ihr hier bei uns im Test!

     

    Jeder von uns kennt es: Man spielt ein Spiel und irgendwann ist man so geladen, dass man den Controller gegen die Wand pfeffern möchte. Ist es zu schwierig, das Spiel gar unfair oder bin ich als Spieler schlicht zu blöd? Egal, was der Beweggrund sein mag, diese Situation haben wohl die meisten von uns schon mindestens ein Mal erlebt. In pixelBot Extreme! durchlebten wir diesen Gefühlsausbruch gleich mehrere Male. Und der Grund dafür ist der wirklich knackige Schweregrad. Aber fangen wir vorne an…

    pixelBot Extreme! ist ein 2D Side-Scrolling Shoot `em Up, also ganz im Sinne von R-Type oder dem modernen Sine Mora. Das Gameplay an sich ist Genre-typisch, bietet aber einen interessanten Sonderpunkt. Euer Roboter kann Raketen in 4 verschiedenen Farben abfeuern, die identisch mit der Farbbelegung des PS4 Controllers sind. Gegner und Hindernisse sind eben so eingefärbt, dass ihr nur mit der gleichen Farbe Treffer landen könnt. Klingt in der Theorie einfach, ist aber bockschwer.

    25 Level mit jeweiligen Endbossen gilt es zu meistern, das alles in drei Schweregraden. Aber selbst im leichtesten Modus beißt man sich mitunter schon die Zähne aus. Jeder Schwierigkeitsmodus hat eigene Gesetze. Auf „Leicht“ ist die Schwerkraft ausgesetzt (man muss nicht permanent gegensteuern), man kann einen Schild ergattern und ist nach einem feindlichen Treffer kurz unbesiegbar. Auf „Mittel“ sind alle Gegner normal stark und die Gravitation ist aktiv. Zu guter Letzt wartet auf besonders hartnäckige Zocker der Modus „Schwierig“, in dem keine Schilde eingesammelt werden dürfen und Bosse deutlich stärker sind. Der ultimative Modus „Extreme“ wird erst dann aktiviert, wenn ihr im Spiel goldene Buchstaben eingesammelt habt, die am Ende das Wort Pixelbot bilden.

     

    Ja, man stirbt sehr oft, aber zum Glück gibt es innerhalb eines Levels Checkpoints, von denen man dann den nächsten Anlauf wagen darf. Außerdem sind die Ladezeiten so kurz gehalten, dass der Spielfluss eigentlich kaum nennenswert unterbrochen wird.

    Großer Pluspunkt in pixelBot Extreme! ist der lokale Multiplayer-Modus. Nur sollte man im Vorfeld sicherstellen, dass beide Spieler ein dickes Fell besitzen, denn leichter wird es im Koop nämlich nicht. Im Gegenteil: Beide Roboter besitzen nur jeweils zwei Farben, so dass alle vier Farben untereinander aufgeteilt sind. Kommunikation ist hierbei das A und O, sonst werden beide Spieler sehr schnell das virtuelle Zeitliche segnen. Genau das allerdings macht aber eben auch einen guten Couchabend aus, dass man miteinander spricht, Erfolge feiert und Spaß hat und eben nicht, dass jeder für sich sein Ding macht.

    Eine Info noch für alle Trophäen-Jäger: Es gibt 13 Trophäen zu ergattern, jedoch leider keine Platinum.

     

     

    Fazit

    Der hohe Schweregrad von pixelBot Extreme! haute uns anfangs aus den Socken. Nach und nach aber lernt man die sensible Steuerung einzuschätzen und kennt die Kniffe, um die farblich abgestimmten Gegner zu pulverisieren. Nichts desto Trotz solltet ihr euch darauf einstellen, dass ihr viele Tode sterben werdet, bevor ihr das Ende des Spiel erreicht. Flinke Finger, gutes Timing und eine zuverlässige Hand-Augen-Koordination sind der Schlüssel zum Erfolg. Dank des gelungenen Couch-Koops ein Spiel für spaßige Stunden zu zweit. Für knapp 10€ ein Spiel, das sich Freunde gepflegter Retro-2D Shoot `em Ups geben sollten!

    Christoph
    Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur