Werft den Trenchcoat über, es gilt, ein Verbrechen aufzuklären. In Mouse P.I. For Hire erleben wir eine Noir-Geschichte der besonderen Art. Worum es in der Story geht, wie es sich spielt und ob sich ein Kauf lohnt, haben wir uns in der Redaktion von Game2Gether genauer angeschaut.
Story: Tödliche Ermittlungen
In Mouse P.I. For Hire schlüpfen wir in die Rolle des ehemaligen Kriegshelden und Privatdetektivs Jack Pepper in den 1930er-Jahren. Pepper wird auf einen zunächst einfachen Vermisstenfall angesetzt, doch je tiefer Jack gräbt, desto größer wird das Netz aus Intrigen, Korruption und Mord. Schon bald findet sich unser Mäuse-Detektiv in der Schattenseite von Mouseburg wieder, in der er es mit allerhand Ganoven und anderen Widersachern zu tun bekommt.

Die Geschichte wird im Stil klassischer Noir-Detektivgeschichten erzählt und in ein klassisches Shooter-Konstrukt verpackt. Mouse P.I. For Hire ist ein intensives, aber kurzweiliges Spiel. Folgt ihr stumpf der Hauptgeschichte, könnt ihr die Story in rund 10 bis 12 Stunden abschließen. Wer jedoch auch die optionalen Ziele erledigen und alle Collectibles finden möchte, kann gut und gerne 20 Stunden einplanen.
Gameplay: Boomer-Shooter Fest
Spielerisch verpackt Mouse P.I. For Hire seine Geschichte in einen klassischen Boomer-Shooter. Wir schlagen uns mit der Waffe durch schlauchige Levels und legen unterwegs alles um, was uns entgegenkommt. Zwischendurch können wir mit Zeugen sprechen und Beweise einsammeln, die Jack in seiner Detektei miteinander verbindet und uns so den Weg zum nächsten Level offenbart.
Jack steht dabei ein großes Arsenal an Waffen zur Verfügung – von Klassikern wie Pistole, Shotgun oder Tommy Gun bis hin zu experimentellen Geräten wie dem Devarnisher, welcher Gegner mit Säureladungen bis auf die Knochen auflöst.
In den Levels können wir zudem Items für Heilung und Rüstung finden. Als Medipacks dienen in Mouse P.I. For Hire Käsestücke, die sich Jack in einer Notlage einverleiben kann.
Ein kleines Highlight bei den Kämpfen sind die Bosskämpfe, die sich durch verschiedene Phasen und Mechaniken von den regulären Gegnern abheben.

Die eigentliche Detektivarbeit hingegen fällt eher dürftig aus. Wer hier Befragungen wie in storylastigen Games wie etwa L.A. Noire oder vergleichbaren Titeln erwartet, wird eher enttäuscht. Die Beweise, die Jack auf seiner Reise findet, können in seiner Detektei auf einem Board angebracht werden, wobei Jack die Punkte selbst verbindet und uns zu seinem nächsten Ziel schickt.
Abseits der Ballerei können sich Spieler auch in einem optionalen Minigame verlieren. In der Spielwelt können verschiedene Baseballkarten gefunden und gesammelt werden, mit denen ihr in der örtlichen Bar spielen könnt.

Ton & Technik
Abseits vom Gameplay weiß Mouse P.I. For Hire auch auf technischer Seite zu überzeugen. Das Spiel zeigt sich im Look klassischer Cartoons aus den 1930er-Jahren, ähnlich wie etwa Cuphead. Mouse P.I. For Hire präsentiert sich dabei ausschließlich in Schwarz-Weiß, um den Noir-Look noch besser zur Geltung zu bringen.

Abgerundet wird der Retro-Charme durch die NPCs, denn diese sind keine dreidimensionalen Modelle, sondern klassische 2D-Sprites. Auch die Waffen sind zweidimensional und somit eher Teil des UI, welches generell sehr aufgeräumt ist und sich durch Liebe zum Detail auszeichnet. Die Spielumgebung hingegen ist dreidimensional und fängt den Look einer dreckigen Großstadt perfekt ein.
Hochwertiger Sprechercast und Jazz
Auch im Sound-Department weiß Mouse P.I. For Hire zu überzeugen. Das Erste, was einem beim Spielstart begegnet, ist der stimmige Jazz-Soundtrack, gepaart mit den Monologen von Jack Pepper. Dieser wird von Troy Baker gesprochen, dessen Stimme dem einen oder anderen als Joel aus The Last of Us oder Booker DeWitt aus BioShock Infinite bekannt sein dürfte. Auch der restliche Sprechercast liefert sehr hochwertige Arbeit ab.
Einziges Manko: Es gibt keine deutsche Vertonung. Mouse P.I. For Hire verfügt nur über ein englisches Voice-over. Dafür gibt es jedoch Texte in insgesamt vierzehn Sprachen – darunter Deutsch.
Die Systemanforderungen für Mouse P.I. For Hire sind moderat. Wer die Verschwörung von Mouseburg aufdecken möchte, sollte auf dem PC Folgendes mitbringen:
Mindestanforderungen
• Betriebssystem: Windows 10
• Prozessor: Intel Core i5-9500, AMD Ryzen 3400
• Arbeitsspeicher: 12 GB RAM
• Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 1060. AMD Radeon RX 580, Intel Xe 2 Graphics
• Speicherplatz: 11 GB verfügbarer Speicherplatz
Empfohlene Systemanforderungen
• Betriebssystem: Windows 11
• Prozessor: Intel Core i5-9600, AMD Ryzen 3600
• Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
• Grafikkarte: NVIDIA GeForce RTX 3060. AMD Radeon RX 7600, Intel Arc B570
• Speicherplatz: 11 GB verfügbarer Speicherplatz
Getestet wurde das Spiel sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck. Auf Valves Handheld läuft das Spiel auf mittleren Einstellungen bei etwa 45 bis 60 fps. Das Spiel hat daher berechtigterweise bereits eine offizielle Verifizierung erhalten. Während unseres Tests konnten wir, abgesehen von einem kleineren Lade-Bug zu Beginn, keine größeren Fehler feststellen.
Besagter Fehler trat während einer Cutscene auf, bei der Bild und Ton in der Eröffnungssequenz einfroren, die Untertitel jedoch weiterliefen. Ein erneutes Laden der Szene hat das Problem jedoch behoben.
Editionen:
Mouse P.I. For Hire gibt es in zwei Editionen.
Standard Edition
– Basisspiel
Digital Deluxe Edition
– Basisspiel
– Story DLC
– Digitaler Soundtrack
– Digitales Comicbuch
Fazit
Mouse P.I. For Hire überzeugt vor allem durch sein Gameplay und seinen einzigartigen Stil. Der Mix aus klassischem Noir-Setting, liebevoll umgesetzter 1930er-Jahre-Cartoon-Optik und stimmigem Jazz-Soundtrack sorgt für eine dichte Atmosphäre, die das Spiel klar von anderen Genrevertretern abhebt. Auch spielerisch liefert der Titel solide Boomer-Shooter-Kost mit abwechslungsreichen Waffen, knackigen Kämpfen und gelungenen Bossfights.
Abstriche muss man hingegen bei der eigentlichen Detektivarbeit machen, die deutlich oberflächlicher ausfällt, als es das Setting vermuten lässt. Wer tiefgehende Ermittlungen oder komplexe Entscheidungsmechaniken erwartet, wird hier eher enttäuscht.
Insgesamt ist Mouse P.I. For Hire ein stilistisch herausragender Shooter, der vor allem Fans von Retro-Ästhetik und geradlinigem Gameplay anspricht. Wer über die simplere Detektivmechanik hinwegsehen kann, bekommt ein rundes Spielerlebnis.
Auch auf Steam kommt das Spiel mit derzeit 95 Prozent positiver Bewertungen sehr gut an. (Stand 21.04.2026)
Mouse P.I. For Hire ist seit dem 16. April 2026 für PC, PS5, Xbox Series S/X und Nintendo Switch 2 erhältlich. Neugierig auf Jack Peppers Abenteuer? Dann schaut euch hier den aktuellen Trailer an:
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Wir bedanken uns bei Fumi Games und PlaySide für die Bereitstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens Entwickler oder Publisher ist nicht erfolgt.


