Legion Breaker – Test / Review

    Auf in den heiligen Krieg gegen untote Horden! In Legion Breaker stellen wir uns immer größeren Gegnerwellen entgegen. Wir verraten euch, worum es geht, wie sich das Indie-Spiel spielt und ob sich ein Kauf lohnt.

    Story & Gameplay: Nur noch eine Runde

    Legion Breaker legt seinen Fokus klar auf den Gameplay-Loop, weshalb eine wirkliche Story nicht vorhanden ist. Wir übernehmen die Rolle eines Zauberlehrlings, der sich zu Beginn mit nur einem einzigen Zauber einer Horde Skelette entgegenstellt. Lange hält unser noch schwacher Novize dem Ansturm jedoch nicht stand. Immerhin erhalten wir für jedes erledigte Skelett Gold, das wir in neue Upgrades investieren können. Dazu gehören stärkere Zauber, verbündete Soldaten oder Barrikaden, die uns im Kampf unterstützen.

    Schon bald ziehen wir mit einer eigenen Armee aufs Schlachtfeld und kämpfen uns von Level zu Level, um die jeweiligen Bosse zu besiegen und weiter voranzukommen. Das Gameplay selbst ist dabei recht simpel gehalten. Mit dem linken Stick des Controllers oder der Maus bewegen wir unseren Zielradius über die Karte, um Gegner mit unseren Zaubern zu treffen. Unser Zauberer und ein Großteil seiner Armee bleiben dabei an Ort und Stelle. Einige freischaltbare Verbündete rücken dagegen selbstständig in Richtung Gegner vor und tragen den Kampf direkt zu ihnen.

    So entsteht schnell ein befriedigender Gameplay-Loop aus Kampf, dem Freischalten neuer Upgrades und dem nächsten Gefecht. Obwohl das eigentliche Gameplay nur selten besonders fordernd ist, ertappen wir uns immer wieder bei dem Gedanken: „Nur noch eine Runde!“

    Stellt euch den Horden entgegen.

    Besiegte Bosse werden auf der jeweils nächsten Karte zu regulären Gegnern. Dadurch wächst die Vielfalt auf dem Schlachtfeld nach und nach an. Von einfachen Skelettsoldaten über Jotun-Riesen bis hin zu Hexern bekommen wir es mit immer neuen Gegnertypen zu tun, die unsere Armee vor zusätzliche Herausforderungen stellen.

    Das wohl größte Manko ist allerdings der überschaubare Umfang. In rund drei Stunden lässt sich Legion Breaker vollständig durchspielen – und das sogar mit allen verfügbaren Upgrades. Angesichts des eher simplen Gameplays und eines Preises von rund 13 Euro fällt der Wiederspielwert dadurch überschaubar aus. Entwickler Baffled Engineer hat allerdings bereits angedeutet, dass weitere Ideen im Raum stehen, um das Spiel künftig zu erweitern. Neben der bisherigen Kampagne könnten demnach ein Endlosmodus oder alternative Spielmodi folgen. Bestätigt sind die Entwicklungen daran bislang jedoch nicht.

    Ton & Technik

    Das unterhaltsame Gameplay von Legion Breaker wird in eine einfache, aber durchaus charmante Pixelgrafik verpackt. Optisch erinnert das Spiel dabei an Titel wie Vampire Survivors oder Kingdom. Die verschiedenen Schlachtfelder bringen Abwechslung ins Geschehen, während die Darstellung der zahlreichen Einheiten und Zaubereffekte angenehm übersichtlich bleibt. Statt auf aufwendige Details setzt das Spiel auf einen reduzierten Stil, der seinen eigenen Charme entfaltet.

    Der zunächst noch kleine Skilltree entfaltet sich mit jedem neuen Upgrade immer weiter.

    Eine Sprachausgabe gibt es abgesehen von den Soundeffekten nicht. Dafür stehen Textübersetzungen in insgesamt neun Sprachen zur Verfügung, darunter auch Deutsch.

    Technisch gibt sich Legion Breaker dementsprechend genügsam. Wer sich den Untoten auf dem Schlachtfeld entgegenstellen möchte, sollte lediglich die folgenden Systemanforderungen erfüllen.

    Mindestanforderungen

    • Betriebssystem: Windows 10
    • Prozessor: Intel Core i5-4460, AMD Athlon X4
    • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
    • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 950, AMD R7 370
    • Speicherplatz: 500 MB verfügbarer Speicherplatz

    Für unseren Test haben wir Legion Breaker sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck gespielt. Auf beiden Plattformen lief das Spiel butterweich. Bugs, Abstürze oder andere technische Probleme konnten wir während unseres Durchlaufs nicht feststellen.

    Fazit

    Legion Breaker ist ein unterhaltsames Indie-Spiel, das mit seinem simplen, aber motivierenden Gameplay-Loop schnell in seinen Bann zieht. Das Freischalten neuer Upgrades, der Aufbau einer eigenen Armee und die immer größer werdenden Gegnerhorden sorgen für kurzweilige Gefechte, bei denen man schnell die Zeit vergisst. Auch technisch gibt es nichts zu beanstanden, denn sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck läuft das Spiel problemlos. Leider ist der Spaß nach rund drei Stunden bereits vorbei. Angesichts des überschaubaren Umfangs und eines Preises von etwa 13 Euro fällt es daher schwer, uneingeschränkt eine Kaufempfehlung auszusprechen. Wer jedoch kurzweilige Gefechte mit motivierendem Fortschritt sucht und sich an der fehlenden spielerischen Tiefe nicht stört, kann mit Legion Breaker durchaus seinen Spaß haben.

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    Dennis Witzmann
    Seit meiner Jugend bin ich begeisterter Spieler. Ob PC oder Konsolen, ich bin überall Zuhause. Doch in den Bereichen MMO und JRPG findet man mich am meisten.