Final Fantasy XIV: A Realm Reborn – Test

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    Jeder der Final Fantasy XIV: A Realm Reborn 1.0 damals gespielt hat, erinnert sich an den großen Flop des Spiels und daran, dass nur wenige Leute es je gespielt haben. Daher war die Verwunderung groß und der Glaube daran klein, dass die neue Fassung des alten Spiels mit ca. 13 € monatlichen Gebühren bei der Spielergemeinschaft gut ankommen und laufen wird. Jedoch ist Square Enix wieder einmal für eine Überraschung gut, denn entgegen aller Zweifel, wurde uns ein Spiel geliefert, welches mit der Konkurrenz gut mithalten kann und den Helden von Eorzea viel zu bieten hat.
    Welche Neuerungen die Version 2.0 im Vergleich zum Vorgänger mit sich bringt, welche Abenteuer sie für jeden bereit hält und vieles mehr, könnt ihr in unserem umfangreichen Test nachlesen.

    [divider]Story

    KARTE

    Wie bereits in der ersten Version von Final Fantasy 14 und in jedem anderen MMO üblich, starten die Spieler mit der Erstellung des jeweiligen Charakters. Hier zeichnet sich bereits ab, das Square Enix eine Menge Arbeit in das Spiel und dessen Entwicklung gesteckt haben muss. Im Vergleich zu anderen Spielen ist die Auswahl sehr vielfältig.

    [divider]Zu Beginn darf eine der 5 Rassen ausgewählt werden, welche wiederum in je 2 Volksstämme untergliedert sind. Diese Völkerstämme unterscheiden sich in den Statistiken, welche für die verschiedenen Klassen wie Magier oder Nahkämpfer nötig sind. Weiterführend besteht das Charakter-Erstellsystem über vielfältige Möglichkeiten den eigenen Helden ein besonderes Erscheinungsbild zu verpassen.Von Körpergröße, Gewicht und Ohren oder anderen Körperteilen bis zu passenden Augen- und Haarfarben kann der Charakter individuell gestaltet werden.

    Ist dies geschafft, starten wir mit einer Videosequenz in unser Abenteuer, was je nach Klassenwahl, charakter erstellungin einer der 3 großen Hauptstädte Gridania, Limsa Lominsa oder Uldah als Startgebiet der Fall ist. Nach diversen Tutorialquests, welche je nach Gebiet mal leichter oder schwieriger sind, erfahren wir auch Recht bald, um was es in Eorzea bzw. Final Fantasy XIV: A Realm Reborn, wirklich geht. In diesem Falle bedeutet es die Rettung Eorzea’s durch den Auserwählten.

     

    [divider]Berufe und Klassen

    In jedem MMO stellen sich die Spieler folgende Frage: Was will ich eigentlich werden. klassen

    Nun, in Final Fantasy XIV warten 18 verschiedene Klassen auf uns.

    Allerdings sollte erwähnt sein, dass nicht alle zum Kämpfen gedacht sind und sich die 18 Möglichkeiten in folgende 4 Kategorien spalten:
    Krieger
    Magier
    Sammler
    Handwerker

    In die Krieger-Kategorie zählen wie gewöhnlich Nahkämpfer bzw. Fernkämpfer (außer Magier) allgemein und in die Magierkategorie Heiler und Magier.

    healerIn der Magiersparte stehen folgende Klassen zur Verfügung:
    Der Druide, Thaumaturg und der Hermetiker

    Anders als in den vielfältigen anderen MMO’s ist die Klassenauswahl weder eingeschränkt, noch endgültig. Der Spieler hat jederzeit die Möglichkeit, in der jeweiligen Klassengilde einen „Antrag“ auszufüllen. In diesem Falle gilt es eine Quest zu erledigen, und schon wird aus einem Ritter in glänzender Rüstung ein buchtragender, stoffgekleideter Hermetiker.

    Auf die Sammlerberufe und die Handwerkerberufe gehen wir in einem späteren Absatz noch ein.

     

    [divider]Jobklassen

    Sobald der Hauptcharakter Level 30 erreicht hat, ist es an der Zeit, einen Klassenwechsel in Angriff zu nehmen. Charakter 1

    Viele Neulinge in FF:XIV (Final Fantasy XIV: A Realm Reborn), fragen sich anfänglich noch, warum dies notwendig ist oder machen sich Sorgen, dass die gespielten 30 Level umsonst gewesen sind.

    Diese Sorge ist vollkommen unbegründet, denn sobald ein Klassenwechsel vollzogen wurde, erhält der Charakter die Hauptwaffe der jeweiligen Klasse. Sobald eine Waffe eines anderen Jobs angelegt wird, ändert sich automatisch die Anzeige und der Klassenname. Daher wird nichts bereits freigespieltes gelöscht und kann jederzeit fortgesetzt werden.

    blackAllerdings sollte mit Level 30 eine bestimmte Klasse auf Level 15 hochgespielt werden, um anschließend den Job annehmen zu können.

    Diese sogenannten „Jobklasse“ ist eine erweiterte Funktion der Hauptklasse, welcher der Spieler am Anfang gewählt hat. Bei dem Leveln eben jener schalten sich neben den ursprünglichen Skills alle 5 Level durch eine spezielle Quest weitere Fähigkeiten frei.

    Folgende Aufgaben müssen in jedem Falle erfüllt werden, da sonst das erlernen der Jobklasse unmöglich ist:

    1. Die erste geforderte Klasse auf Level 30 spielen.
    2. Die zweite geforderte Klasse auf Level 15 spielen.
    3. Bei beiden Klassen die Klassenquests für das jeweilige Level beendet haben.

    Sobald diese 3 Aufgaben erfüllt sind, erhält der Spieler eine seperate Questreihe, an dessen Ende eure Jobklasse freigeschaltet wird, welche beim Spielen für die Starterklasse mit Level 30 automatisch mitlevelt.
    Folgende Klassen müssen für eine Jobklasse kombiniert werden:

    Beschwörer => Hermetiker Level 30 + Thaumaturg Level 15
    Gelehrter => Hermetiker Level 30 + Druide Level 15
    Schwarzmagier=> Thaumaturg Level 30 + Waldläufer Level 15
    Weißmagier => Druide Level 30 + Hermetiker Level 15
    Barde => Waldläufer Level 30 + Faustkämpfer Level 15
    Dragoon => Pikenier Level 30 + Marodeur Level 15
    Krieger => Marodeur Level 30 + Gladiator Level 15
    Mönch => Faustkämpfer Level 30 + Pikenier Level 15
    Paladin => Gladiator Level 30 + Druide Level 15

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    Die verschiedenen Jobklassen sind, wie auch die normalen Klassen, je nach Aufgabe einer der 2 Kategorien (Krieger oder Magier) zugeteilt und haben im Laufe des Spiels auch seperate Aufgaben zu erfüllen.

     

     

    [divider]Levelsystem

    doppelpicIn jedem Spiel, vorallem in MMO’s gibt es eine Levelgrenze und da ist auch Final Fantasy 14: XIV A Realm Reborn keine Ausnahme. Jede (Job)Klasse und jeder Beruf, egal ob Sammler oder Handwerker, Krieger oder Magier, können bis Level 50 gelevelt werden. Für die erste Klasse ist dies noch ein leicht zu erreichendes Ziel, da es viele Möglichkeiten gibt, den eigenen Charakter „reifen“ zu lassen und jede ist dem Spieler selbst überlassen.

    Für die Grinder unter den Spielern, sind sogenannte Fates die erste Wahl. Ähnlich wie die Events in Guild Wars 2 starten bestimmte Aufgaben zu verschiedenen Zeiten. Dies geschieht in einem der vielen Level angepassten Gebieten, an welchem unbegrenzt viele Spieler teilnehmen können. Lediglich die Spieler mit höherem Level haben insofern einen Nachteil, dass sie ihr Level manuell per Mausklick anpassen müssen und nicht die vollen Erfahrungspunkte inkl. Belohnung erhalten können.

    Als weitere Levelmethode stehen enorm viele NPC’S bereit, die unsere Helden mit Quests bombadieren, welche erledigt werden „müssen“. Wenn keine weiteren gefunden werden, gibt es auch sogenannte Freibriefe, welche alle 5 Level als „Quest“ erledigt werden können. Auch hier gibt es eine breit gefächerte Auswahl. Während wir in der einen Aufgabe kleinen Marienkäfern oder ausgewachsenen Riesenkröten „Saures“ geben müssen, sollen wir in einer anderen per Emote bestimmte Aufgaben erfüllen. Und wenn diese nur darin besteht, einem Helden Beifall zu klatschen…warum nicht? Einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich auch nicht ins Maul. Auch wenn es in diesem Falle geschenkte EP’S sind.

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    Um auch noch eine letzte Alternative zu nennen, wären da auch noch die allseits bekannten Instanzen. Der Unterschied in diesem Falle ist der, dass statt 5 nur 4 Personen daran teilnehmen können. Ein Tank, ein Heiler und 2 Schadensausteiler (DD). Je nach Gruppenzusammenstellung kann sich ein Instanzen-„Run“ als schwierig oder leicht erweisen.

    Nicht jede Klasse kann als Tank oder Heiler fungieren. Dies ist wie in beinahe jedem Spiel fest vorgegeben.

    Als Tanks zählen unter anderem bis Level 30 der Gladiator und Marodeur und ab Level 30 die Jobs Paladin und Krieger.

    Druide und Hermetiker bzw. Weißmagier und Gelehrter zählen in den Instanzen immer als Heiler.
    Alle anderen Klassen sind DDs. Ausgenommen der Barde, welcher als DD-Supporter-Mix angesehen wird.

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    Instanzen

    In vielen MMO’s von Spielern gefürchtet und doch geliebt…die Instanzen. Ein Graus für so manchen Spieler,inisda man durch das Suchsystem nie wissen kann, mit wem der Held in eine Gruppe gesteckt wird.

    Insgesamt hat Final Fantasy 14 genau 16 Instanzen, angefangen bei Level 15 und nach oben hin steigend. Je nach Level unterscheidet sich die Länge und der Schwierigkeitsgrad enorm, zumal auch eine Zeitbegrenzung von genau 90 bzw. 120 Minuten gegeben ist. In Level 50er Instanzen kann das Zeitlimit zu vielen Problemen führen, wenn die Gruppe nicht gut miteinander spielen kann.

    Neben den Instanzen gibt es auch Gildengeheiße, welche genauso wie Dungeons fungieren, allerdings keinen Loot abwerfen und kleiner sind. Zum Leveln ist jedes Gildengeheiß allerdings nicht geeignet ,da die EP zu gering ausfallen.
    Auf Level 50 warten jedoch schwierige 8 Mann-Instanzen und Raids auf die Spieler, die es in sich haben und einen gewissen Equipstand erfordern.

    Crafting-System

    BERUFWie etwas weiter oben bereits erwähnt, existieren auch die Kategorien „Sammler“ und „Handwerker“, welche ebenfalls als Klassen angesehen werden.

    Zu nächst erläutern wir euch die sogenannten Sammlerklassen etwas näher:
    Als Sammelklasse zählen natürlich alle Klassen, welche hauptsächlich mit Sammeln beschäftigt sind. Fischer , Minenarbeiter und Gärtner sammeln hauptsächtlich die Materialien, welche die Handwerkerklassen benötigen. Dadurch ist ein stetiger Nachfüll-Bedarf, wodurch das Geschäft im Auktionshaus, was in Final Fantasy XIV: A Realm Reborn durch eine Anzeigetafel dargestellt ist, geradezu boomt.

    Die Handwerker-Kategorie umfasst folgende Klassen:
    Zimmerer, Grobschmied, Plattner, Gerber, Weber, Alchemist, Goldschmied und Gourmet.

    Der Fischer versorgt vorsätzlich den Gourmet mit Fischen, aus welchem Bufffood hergestellt wird.

    Als Minenarbeiter baut der Held Metall ab, welches zu Rüstungen, Schmuck und Waffen vom Grobschmied, Plattner und Goldschmied verarbeitet werden kann.

    Alle Pflanzen und Bäume des Gärtners gehen an den Alchemist für Tränke, welche innerhalb oder außerhalb eines Kampfes für positive Effekte sorgen oder für Waffen an den Zimmerer.
    Der Gerber und der Weber erhalten ihre Materialen durch die Beute von Monstern.

    minenarbeiterDas Crafting-System in Final Fantasy ist auf eine gewisse Art und Weise einzigartig. Im Gegensatz zu anderen MMOs muss der Held nicht nur die Materialien sammeln und den Gegenstand mit einem Mausklick herstellen. In Final Fantasy aktiviert sich, falls das richtige Werkzeug in der Hand liegt und dadurch der Beruf aktiv ist, beim Herstellen-Knopf die Aktionsleiste mit seperaten Skills. Letztere haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Herstellung. Durch bestimmte Skills wird der Fertigungsbalken bewegt, durch andere wiederum die Qualität erhöht. Sobald der Herstellungsbalken voll ist, wird der Gegenstand erschaffen. Bei einer Qualitätserhöhung steigert sich die Chance, das ein Item mit guter Qualität entsteht. Jedoch gibt es ebenfalls eine Haltbarkeitsanzeige, welche je nach Fähigkeiten-Nutzung sinkt. Ist dieser leer, schlägt die Herstellung fehl und eventuell gehen einige Materialien dadurch kaputt. Alles in allem ist die Herstellung jedoch leicht und spaßig durch das einzigartige System, welches Square Enix geschaffen hat.

    Weltevents und sonstiges

    eventSommerfest, Halloween…bei solchen Events fallen einem Gamer sofort die Ingame-Events aus verschiedenen anderen Spielen ein. Auch an diese hat Square Enix gedacht, auch wenn die Aufgaben darin ein wenig lieb,- bzw sinnlos wirken. Einen tieferen Sinn als einige Quests, Kostüme und etwas Deko gibt es leider nicht, bis auf die Tatsache, das pro Event ein einzigartiger Erfolg freigeschaltet werden kann.

    [divider]Ohne Gilde geht gar nichts, was auch in anderen Spielen der Fall ist.  Bis Level 50 hat man sich alleine leicht durchgeschlagen, im Endcontent hingegen herrscht auch hier das gleiche Problem, dass ohne Unterstützung das Spielen äußerst schwer fällt.

    Jeder Spieler sollte die Möglichkeit in Betracht ziehen, einer Gilde beizutreten. Und sei es nur für die Bonus-Fähigkeiten wie Bonus-EP, welche der Gildenleiter aktivieren kann.
    In späteren Updates kommen auch andere Kleinigkeiten, wie eine interne Hochzeit oder das Housing-System, hinzu.

    Weitere Informationen bezüglich Final Fantasy XIV: A Realm Reborn könnt ihr der offiziellen Seite von Sqare Enix entnehmen.

    [divider]Grafik

    ausblickGrafisch ist Final Fantasy XIV: A Realm Reborn ein typisches MMO und genauso ,wie jeder Final Fantasy-Liebhaber es gewohnt ist.

    Je nach Gebiet sticht dem Spieler saftiges Grün oder grelles Weiß eines Schneegebietes ins Auge. Durch eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten ist es, im Gegensatz zu anderen Spielen, möglich, alles ruckelfrei zu genießen und die wunderschöne, detailreiche Landschaft und die lieblich gestalteten NPCS und Gegner zu bewundern.

    Von erhöhten Plattformen bietet sich ein atemberaubender Blick auf die komplette Welt. Lediglich an wenigen Stellen birgt Final Fantasy kleinere, matschige Texturen,welche allerdings nur bei genauerem Hinschauen ins Auge fallen können.

    [divider]Sound

    Ob sich der Spieler in einem tiefen Wald, in einer belebten Stadt oder mitten im Kampf befindet, überall herrscht unterschiedliche Musik, welche vollends ins Spielgeschehen hinein passt. Ein zwitschernder Vogel, das plätschern eines Flusses oder das Rauschen des Meeres. Mit Soundeffekten hat Square Enix nicht gespart.

    Die Lokalisierung ist gut gelungen. So werden Texte professionell vorgelesen und steigern dadurch die Atmosphäre. Leider ist die Sprachausgabe nur in einigen Hauptquests vorhanden.

    [divider]Fazit:

    85_game2gether_silber_awardlogoTrotz großer Bedenken und den schlechten Erinnerungen an die erste Version von Final Fantasy XIV konnte Square Enix uns nun positiv überraschen. Gut aussehende Grafik, gute Soundeffekte, Filmsequenzen und eine Menge Beschäftigungen, welcher der Spieler im Spiel nachgehen kann, runden das Ganze ab. Leider blieben die monatlichen Abo-Gebühren erhalten und es ist im Endcontent kein Spiel für Solo-Spieler. Dennoch ist Final Fantasy XIV: A Realm Reborn ein Spiel mit hohem Potenzial, welches wir mit gutem Gewissen weiterempfehlen können.

    Für den nächsten Teil wünschen wir uns mehr Möglichkeiten für Solo-Spieler und Sprachausgaben bei allen Quests wie in Star Wars: The Old Republik.