Duskfade verspricht laut Entwicklerangaben eine Hommage an klassische 3D-Action-Plattformer zu sein. Was es damit auf sich hat, worum es in Duskfade geht und ob sich ein Blick lohnt, haben wir uns bei Game2Gether genauer angeschaut.
Story
In Duskfade schlüpfen wir in die Rolle von Zirian. Der lebt nach einer Katastrophe zusammen mit seiner Schwester als einer der wenigen Menschen bei einer niedlichen Spezies namens Wolkies. Plötzlich kommt es im Uhrenturm zu einem Unfall und vier große güldene Ketten ranken sich vom Turm aus in Teile der Welt und riegeln damit ihn ab. Und als wäre das nicht genug, ist Zirians Schwester im Uhrenturm gefangen.
Bewaffnet mit seinem Zeigerschwert Minutero zieht Zirian hinaus in die Welt, um die Ketten zu durchtrennen und seine Schwester schlussendlich zu befreien. Auf unserer Reise bekämpfen wir nicht nur die Tintenmonster, die diese Welt plagen, sondern erfahren an seiner Seite auch mehr über die Welt und die Katastrophe, die sie verändert hat.
Die Geschichte von Duskfade lässt sich dabei bequem an einem Wochenende durchspielen. Wir haben dafür etwa 10 bis 12 Stunden gebraucht.

Gameplay
Spielerisch verpackt Duskfade seine Geschichte, wie zuvor angemerkt, in einen klassischen 3D-Action-Plattformer. Wir springen über Hindernisse, lösen Rätsel und heizen den Tintenmonstern mit unserem Schwert ordentlich ein. Damit wirkt das Spiel zunächst wie ein Trip in die Vergangenheit. Dass Duskfade sich von Klassikern wie Kingdom Hearts oder Jak & Daxter inspirieren ließ, versuchen die Entwickler nicht zu verstecken. Stattdessen bauen sie darauf auf und liefern eine Erfahrung, die sich wie eine spielbare Zeitkapsel in die frühen 2000er anfühlt.
Die Level sind gespickt mit Plattformen und Hindernissen, die Zirian überwinden muss. Dazu kann er zum einen einen Doppelsprung ausführen und sich in der Luft durch einen Dash noch weiter nach vorn katapultieren. Im späteren Verlauf kommen noch Gadgets wie ein Greifhaken oder ein Gleiter dazu, die neue Bereiche der Regionen offenbaren.
Abseits der recht linearen Story gibt es dadurch allerhand zu entdecken. Das sorgt auch dafür, dass wir auch im späteren Handlungsverlauf immer wieder gerne in frühere Level zurückkehren, um dort noch kleine Geheimnisse und weitere Sammelobjekte wie Sternsplitter oder Zahnräder einzusammeln.
Diese dienen uns zugleich als Währung und werden eingesetzt, um Upgrades wie etwa neue Attacken für Zirian freizuschalten.

Auch bei den Kämpfen folgt Duskfade seinen Inspirationsquellen. Doch anstelle eines Keyblades teilt Zirian mit einem übergroßen Minutenzeiger Schaden aus. Das Kampfsystem ist dabei recht simpel. Per Tastendruck können wir Gegner anvisieren und ihnen anschließend mit einfachen Combos zusetzen. Im späteren Verlauf kommen weitere Möglichkeiten wie Fernangriffe oder das Pendulum hinzu, mit dem wir starke Hiebe ausführen können.
Gegnerischen Angriffen können wir hingegen mit der klassischen Ausweichrolle entkommen. Führen wir diese perfekt aus, verlangsamt das sogar für einen Moment die Zeit. Außerdem können wir Fernangriffe mithilfe von Minutero auf unsere Gegner zurückschleudern, vorausgesetzt, das Timing beim Tastendruck stimmt.
Die Gegnertypen sind für ein Spiel dieser Länge recht abwechslungsreich und zwischendurch dürfen wir uns auch mit Bossgegnern anlegen. Davon gibt es in jedem Biom zwei. Diese folgen allerdings alle einem ziemlich ähnlichen Muster. Nachdem wir ihnen einen gewissen Teil ihrer Lebensanzeige genommen haben, ziehen sie sich kurz zurück und wir müssen unter Zeitdruck eine kleinere Plattform-Sequenz abschließen, um wieder zu ihnen zu gelangen.
Keiner der Gegner ist besonders kompliziert und auch bei den Bossgegnern ist allerhöchstens die Zeit unser größter Gegner. Das könnte dem ein oder anderen Spieler zu eintönig und nicht herausfordernd genug sein. Um dem etwas Abhilfe zu schaffen, können Spieler aus insgesamt vier Schwierigkeitsgraden wählen. Dennoch verändern diese die Mechaniken nicht grundlegend. Dadurch bleibt das Spiel aber auch zugänglicher.

Ton & Technik
Auch optisch wird der Retrocharme, den das Spiel anvisiert, gut eingefangen. Die Level sind bunt und glänzen mit prächtigen Farben. Die Charaktere haben alle eine eher niedliche Optik, wobei besonders die knuffigen Wolkies hervorstechen.
In puncto Leveldesign schafft Duskfade den Spagat zwischen semi-offenen Leveln und einer stringenten Story sehr gut. Immer wieder gibt es auf dem Weg zum Ziel die Möglichkeit abzubiegen und kleine Extras sowie Schätze zu entdecken. Was jedoch an manchen Stellen fehlt, ist eine Karte oder Minimap, um besser verfolgen zu können, an welchen Orten wir bereits gewesen sind.

Das Spiel ist ausschließlich auf Englisch vertont, verfügt jedoch über Textübersetzungen in insgesamt neun Sprachen, inklusive Deutsch. Die Qualität der Vertonung ist in Ordnung. Sie passt zum Stil, der für Duskfade gewählt wurde, ohne dabei besonders hervorzustechen.
Technisch lief alles rund. Während unseres Runs konnten wir keinerlei Bugs oder Abstürze verzeichnen. Das Spiel wurde dabei sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck getestet. Für das Handheld gibt es sogar ein eigenes Grafik-Preset, mit dem das Spiel bei etwa 45 bis 60 FPS läuft.
Duskfade hat moderate Systemanforderungen. Wer sich an Zirians Seite auf die Rettungsmission seiner Schwester begeben möchte, sollte auf dem PC Folgendes mitbringen:
Mindestanforderungen
- Betriebssystem: Windows 10
- Prozessor: Intel Core i5-8400, AMD Ryzen 5 1500X
- Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
- Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1050TI, AMD Radeon RX RX580
- Speicherplatz: 20 GB verfügbarer Speicherplatz
Empfohlene Systemanforderungen
- Betriebssystem: Windows 10/11
- Prozessor: Intel Core i7-9700, AMD Ryzen 5 2600X
- Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
- Grafik: NVIDIA GeForce RTX 2060, AMD Radeon RX 5700
- Speicherplatz: 20 GB verfügbarer Speicherplatz

Fazit
Duskfade ist eine gelungene Hommage an die klassischen 3D-Action-Plattformer der frühen 2000er. Mit seinem bunten Look, den niedlichen Wolkies und dem zugänglichen Gameplay versprüht das Spiel ordentlich Retrocharme. Die abwechslungsreichen Level laden zum Erkunden ein und werden durch das Plattformer-Gameplay aufgewertet. Technisch lief unser Test sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck problemlos.
Allerdings dürfte Duskfade für erfahrene Spieler vor allem beim Kampfsystem etwas zu wenig Herausforderung bieten. Auch die fehlende Karte macht die Orientierung in den semi-offenen Leveln gelegentlich unnötig schwer. Wer jedoch auf klassische 3D-Plattformer steht und sich eine unkomplizierte Reise mit etwas 2000er-Nostalgie wünscht, sollte Duskfade durchaus einen Blick gönnen.
Duskfade ist seit dem 13. August 2026 für PC. PS5, XBOX Series S/X und Nintendo Switch 2 erhältlich. Neugierig? Dann schaut euch hier den aktuellen Trailer an:
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Wir bedanken uns bei Fireshine Games und Weird Beluga für die Bereitstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens Entwickler oder Publisher ist nicht erfolgt.

