Destroy All Humans! (Switch-Version) – Test/Review

    Bereits letztes Jahr erschien mit Destroy All Humans! ein Remake des 2005er Alien-Klassikers für verschiedene Plattformen. Jetzt legt THQ Nordic nach und man kann sich auch auf der Nintendo Switch auf die Jagd nach Furonen-DNA begeben. Destroy All Humans! ist als Parodie der Alien-Invasisonsfilme aus der Zeit des Kalten Krieges zu sehen. So ergibt sich eine Mischung aus Sarkasmus, schwarzem Humor und Anspielungen an diverse Filme. Let’s take on giant step on mankind.

    Hilfe die grünen, ähm grauen Männchen kommen:

    Dass in diesem Spiel Aliens die Erde angreifen sollte ja keinen mehr überraschen, aber warum, wo und wann? Die Aliens, besser gesagt die Furonier, haben sich vor langer Zeit mit den Menschen gepaart und so einen Teil ihrer DNA im menschlichen Erbgut hinterlassen. Nach Jahrhunderten der Fortpflanzung mittels Klonen ist ihr Erbgut nun so stark geschädigt, dass sie sich nicht mehr lange reproduzieren können. So wurden Furonier ausgesandt Proben der DNA der auf der Erde hinterlassenen DNA zu sammeln, man ist sich nicht mehr ganz sicher mit welcher Lebensform die Paarung stattfand, in der Hoffnung so die Schäden am Genpool zu reparieren.

    Natürlich startet die Geschichte in Roswell, hier ist im Jahr 1947 ein Furonier namens Cryptosporidium 136  abgestürzt. Richtig ins Spiel-Geschehen einsteigen können wir dann im Jahr 1959. Wir spielen Cryptosporidium 137, der von Orthopox 13 losgeschickt wird, um zum einen den Verbleib von 136 aufzuklären und zum anderen den Auftrag fortzuführen die DNA-Proben aus Gehirnstämmen zu extrahieren. Dabei klärt sich recht schnell auf das die Paarung natürlich mit den Menschen stattfand, nicht mit den Kühen…

    Telekinese und DNA-Extraktion:

    Unsere erste Mission auf der Erde ist gleichzeitig das Tutorial. Hier werden uns die Steuerung und die verschiedenen Aktionen erklärt. Neben der typischen Strahlenkanone,  zunächst ist eher eine Blitzkanone (man hat später mehr Auswahl an Waffen), können wir unsere Psi-Kräfte für den Kampf einsetzen. Mittels Telekinese können wir unsere Gegner schweben lassen und entweder mehr oder weniger kontrolliert absetzten oder wir werfen sie weg. Diese Kräfte können wir nicht nur gegen Menschen einsetzen, auch Kühe oder kleinere Objekte lernen so das Fliegen. Haben wir einen menschlichen Gegner erledigt können wir anschließend seinen Gehirnstamm sammeln und die furonische DNA extrahieren. Schließlich sind wir ja genau hierfür auf der Erde gelandet.

    Zum Schutz sind wir auf unseren Missionen mit einem Schutzschild ausgestattet, dessen Zustand man natürlich im Auge behalten sollte. Dieser nimmt beispielsweise auch Schaden, wenn wir im Wasser stehen und so können wir schnell versehentlich an Ertrinken sterben. Furonier können anscheinend nicht schwimmen. Zur effizienteren Fortbewegung darf natürlich ein Jetpack nicht fehlen. Dieser erweist sich besonders im Kampf gegen mehrere Gegner für sehr praktisch, da man so schnell die Position wechseln kann.

    Inkognito als Alien:

    Unsere Psi-Kräfte ermöglichen es uns auch die Gedanken anderer Lebewesen zu lesen, ja auch die der Kühe „Muuuuh“. Ebenso können wir diesen bestimmte Gedanken einsetzen und sie so steuern. Sehr hilfreich, wenn man beispielsweise einen speziellen Menschen auf sein Raumschiff einladen soll. Als Außerirdischer kann man auf der Erde natürlich nicht besonders inkognito unterwegs sein. Hier kommt uns eine weitere Fähigkeit zugute, wir können die Gestalt beliebiger Menschen annehmen. Wenn wir dies tun wird das Original unsichtbar, sodass wir vollständig in dessen Rolle schlüpfen können. Allerdings muss man die Tarnung durch Gedankenlesen beliebiger Opfer immer wieder aufladen.

    Sollten sich uns auf einmal dann doch zu viele Gegner in den Weg stellen können wir auch mit unserem Raumschiff in den Kampf ziehen. Aus fliegender Position schalten wir die Gegner dann mit unserem Todesstrahl aus. Allerdings sind wir dann nicht besonders unauffällig unterwegs, da wir gleich die ganze Landschaft mit verbrennen.

    Missionen und ertrinkende Kühe:

    Da Orthopox 13 nicht mehr weiß mit welcher irdischen Lebensform sich die furonischen Krieger einst gepaart haben müssen wir auf unserer ersten Mission eine Kuhherde eliminieren und deren Gehirne auf furonische DNA überprüfen. Natürlich klärt sich schnell, wessen Gehirne wir tatsächlich sammeln müssen.

    Die Missionen unterteilen sich in einzelne Haupt- und Nebenquests, so gibt es auf der ersten Mission zum Beispiel die Zusatzaufgabe einige Kühe im See zu versenken. Wollen wir die Level vollständig abschließen ist es wichtig diese Nebenaufgaben im Blick zu haben. Die Quests bietet durchaus Abwechslung, muss man doch immer wieder andere Besonderheiten im Blick haben, um die Missionen vollständig abzuschließen. Es gibt Missionen mit einem recht linearen Handlungsstrang, aber auch welche bei denen man sich in einem bestimmten Gebiet recht frei bewegt und auch noch Aufgaben einsammeln kann.

    Auf in Pox‘ Labor:

    Auf unserem Raumschiff haben wir Zugriff auf eine Karte mit Missionsauswahl, dem Labor von Pox und auch auf ein Archiv. Die Missionskarte zeigt die USA und wir können nach und nach mehr Einsatzorte auswählen. Zu jedem Ort werden uns ein paar kurze Informationen angezeigt. In Pox‘ Labor können wir Cryptos Fähigkeiten nach unseren Vorlieben optimieren, von A wie Analsonde bis Z wie Zap-O-Matic ist hier alles dabei. Ebenso können wir unser Schiff vom Schild bis zu den Waffen optimieren. Das Archiv bietet uns schließlich die Möglichkeit Missionen oder Tutorials wiederholen. So kann man auch noch im Nachhinein einen 100 % Fortschritt erzielen. Zusätzlich hat man hier den Zugriff auf diverse Skins für Crypto, sodass wir auch sein Aussehen an unseren Geschmack anpassen können. Als Besonderheit enthält die Switch-Version alle Skins, die für das Spiel veröffentlicht wurden, inklusive des Skin Pack DLCs. Ein besonders Highlight hierbei ist der Elvis-Skin.

    Grafik und Performance:

    Die Performance war in unserem Test sehr gut. Es traten keine Ruckler oder sonstige Grafik- bzw. Stabilitätsprobleme auf. Das spricht für eine gute Optimierung des Spiels für die Nintendo Switch. Die Grafikqualität ist insgesamt gut, natürlich nicht ganz auf dem Niveau der PC-Version. Aber, wenn das Spiel so insgesamt flüssiger läuft, kann man hier minimale Abstriche verkraften.

    Fazit:

    Mit der Nintendo-Switch-Version von Destroy All Humans! veröffentlicht THQ Nordic eine gelungene Umsetzung des Remakes für die mobile Nintendo-Konsole. So kommen nun auch endlich alle Nintendo-Switch-Nutzer in den Genuss furonische DNA zu ernten. Fans des Originaltitels oder von Filmen wie Mars Attacks kommen hier voll auf ihre Kosten und werden sich am etwas sarkastischen Humor des Spiels sehr erfreuen.

    Vorteile: Nachteile:
    • Gelungene Umsetzung des Remakes für die Nintendo Switch.
    • Schöne Mischung aus Sarkasmus und schwarzem Humor.
    • Ideal für Fans von Filmen wie Mars Attacks.
    • Unterhaltsame Missionen, endlich ist mal nicht alles so ernst.
    • Grafik nicht ganz auf dem Niveau der PC-Version.

    Die Switch-Version von Destroy All Humans! wurde Game2Gether für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Alexander Schaaf
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich schreibe hier vor allem zu den Themen PC-Hardware und Marvel-Comics.