Die Außerirdischen sind gelandet und sie bestimmen unsere Spritpreise. Mit Roadside Research erwartet Simulator-Fans eine Erfahrung der besonderen Art. Was das Spiel von anderen abhebt, wie es sich spielt und ob sich ein Blick lohnt, haben wir uns in der Redaktion von Game2Gether genauer angeschaut.
Story: Tanken, Verkaufen und Invasionsplanung
In Roadside Research übernehmen wir die Kontrolle über ein Alien, das auf die Erde gesandt wurde, um Informationen für eine bevorstehende Invasion des Planeten zu sammeln. Und wo könnte man diese Infos besser bekommen als an einer abgelegenen Tankstelle? Um der indigenen Spezies nicht aufzufallen, hat sich unser Außerirdischer ein Blatt Papier ins Gesicht geklebt und geht hier der Arbeit eines schlichten Tankwarts nach. Doch im Geheimen sammeln wir über verschiedene Aktivitäten zunehmend mehr Informationen über die Menschheit.

Das ist in etwa der grobe Plot dieser etwas anderen Simulation. Eine wirkliche Geschichte gibt es dabei bislang nicht. Während unserer Tätigkeit in der Tankstelle erhalten wir lediglich kleinere Übertragungen aus dem Mutterschiff, die uns entweder kleinere Ziele vorgeben oder unser Handeln loben und tadeln.
Dementsprechend lässt sich auch keine wirkliche Spiellänge festmachen, denn sie hängt ganz davon ab, wie viel Zeit wir als Spieler in unsere Tankstelle stecken möchten.
Gameplay
Doch bevor es losgeht, müssen wir zunächst unser Alien erstellen. Hier können wir zwischen zwei Körpertypen wählen und den Charakter etwas individualisieren. So können wir etwa die Kleidung anpassen, unserem Alien einen Hut aufsetzen oder die Anzahl unserer Zehen bestimmen. Auch die „Maske“ lässt sich anpassen und auf Wunsch sogar selbst bemalen.

Haben wir unser Alien erstellt und den Namen unserer Tankstelle gewählt, kann es auch schon losgehen. Zu Beginn gleicht das Gameplay hier dem eines jeden anderen Laden-Simulators: Wir kaufen Regale und Waren, platzieren diese in der Tankstelle und bestimmen ihre Preise.
Sobald wir den Laden eröffnen, strömen NPCs hinein, kaufen unser Inventar auf und müssen an der Kasse entsprechend abkassiert werden. Parallel parken immer wieder Autos an unserer Zapfsäule, die betankt und ebenfalls abkassiert werden müssen.
Mit dem erhaltenen Geld können wir im Umkehrschluss weitere Waren und Benzin kaufen, wodurch ein befriedigender Gameplay-Loop entsteht.
Sammelt Informationen
Doch im geschäftigen Alltag dürfen wir als stolzes Alien unser Ziel nicht aus den Augen verlieren: das Ausspionieren und Studieren der Menschheit – und das geht zunächst über das Sammeln ihres Mülls. Den Unrat bringen wir in ein besonderes Gerät im Hinterzimmer, das daraus DNA-Informationen extrahiert. Als Belohnung erhalten wir Forschungspunkte, unsere zweite Währung, die wir in Alien-Upgrades unserer Tankstelle stecken können, um neue Gadgets zu erhalten, die uns das Sammeln weiterer Punkte erleichtern oder Einfluss auf die Kunden nehmen. So gibt es etwa augenscheinlich dekorative Gegenstände, durch die die Kunden gegenüber erhöhten Preisen verzeihender werden.
Bei unserer Spionage dürfen wir jedoch von unseren Kunden nicht erwischt werden, denn dann steigt das Misstrauen. Hat dieses einen gewissen Wert überschritten, erscheinen Agenten in unserer Tankstelle, die sie ganz genau unter die Lupe nehmen. Wenn diese uns erwischen, machen sie kurzen Prozess mit uns.

All diese Gameplay-Mechaniken greifen wunderbar ineinander und bieten bereits stundenlangen Spaß. In Zukunft möchte man hier jedoch noch weitere Möglichkeiten bieten. Ein erstes Inhalts-Update ist bereits erschienen, welches etwa bei der Reinigung unserer Tankstelle mehr Automatisierung ermöglicht.
Roadside Research kann alleine oder mit bis zu drei Freunden im Koop gespielt werden. Im Multiplayer steigt der Unterhaltungsfaktor und das Management des Ladens und der Tankstelle lässt sich durch das Aufteilen der Aufgaben etwas vereinfachen. Hier eignet sich das Spiel besonders für einen gemütlichen Abend.
Ton & Technik
Grafisch sticht das Spiel abseits der Aliens nicht besonders hervor und reiht sich damit in die Liste der Simulationsspiele ein. Dennoch bietet die Spielwelt – und insbesondere die Tankstelle – viele Details, dank der zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten.
Eine Vertonung gibt es leider nicht: Sowohl die Aliens als auch unsere Kunden sind stumm. Dieses Manko gleicht das Spiel jedoch mit Umgebungssounds aus – etwa durch hupende Autos, die an der Zapfsäule warten, Toilettenspülungen oder das Klingeln der Kassen.

Roadside Research ist nicht besonders anspruchsvoll in puncto Systemanforderungen. Wer mit seinen Freunden die chaotische Tankstelle leiten möchte, sollte auf dem PC Folgendes mitbringen:
Mindestanforderungen
- Betriebssystem: Windows 10/11
- Prozessor: Intel Core i5-7400, AMD Ryzen 3 2200G
- Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
- Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 1060. AMD Radeon RX 570
- Speicherplatz: 6 GB verfügbarer Speicherplatz
Empfohlene Systemanforderungen
- Betriebssystem: Windows 10/11
- Prozessor: Intel Core i7-9700K, AMD Ryzen 7 2700X
- Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
- Grafikkarte: NVIDIA GeForce RTX 2060. AMD Radeon RX 5600XT
- Speicherplatz: 8 GB verfügbarer Speicherplatz
Getestet wurde das Spiel sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck. Auf Valves Handheld läuft das Spiel bei mittleren bis hohen Einstellungen mit etwa 45 bis 60 FPS. Während unseres Tests sind keinerlei Bugs, Abstürze oder FPS-Einbrüche aufgetreten. Obwohl sich das Spiel im Early Access befindet, läuft es bereits jetzt ausgesprochen rund.
Fazit
Roadside Research ist eine angenehm ungewöhnliche Simulation, die das vertraute Prinzip eines Laden- bzw. Tankstellen-Managers mit einer humorvollen Alien-Invasionsidee kombiniert. Besonders der Gameplay-Loop aus Verkaufen, Optimieren und heimlichem Sammeln von Informationen über die Menschheit motiviert und sorgt für langfristigen Spielspaß.
Zwar bleibt das Spiel technisch wie auch audiovisuell eher unspektakulär, punktet dafür aber mit vielen liebevollen Details, solider Performance und einer stabilen Early-Access-Version ohne nennenswerte Probleme.
Wer Spaß an entspannten, leicht chaotischen Simulationen hat, sollte definitiv einen Blick riskieren. Mit weiteren Updates und mehr Inhalten könnte sich Roadside Research zu einem echten Geheimtipp im Simulationsgenre entwickeln.
Roadside Research ist seit dem 12. Februar 2026 für PC und Xbox erhältlich. Neugierig? Dann schau dir hier den aktuellen Trailer an:
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Bildquelle: Cybernetic Walrus, Oro Interactive
Wir bedanken uns bei Oro Interactive und Cybernetic Walrus für die Bereitsstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens Entwickler oder Publisher ist nicht erfolgt.

