Everwind – Vorschau / Preview

    Rollenspiel, Klötzchenoptik und jede Menge Liebe für Capybaras – so oder so ähnlich lässt sich das Sandbox-RPG Everwind beschreiben, das am 17. März 2026 in den Early Access gestartet ist. Wir haben uns angeschaut, worum es in Everwind geht, wie es sich wenige Monate nach Release spielt und ob sich ein Kauf lohnt.

    Story

    Everwind versetzt uns zu Beginn an die Spitze eines Turms in einer zufällig generierten Welt. Unsere erste Aufgabe ist es also, den Turm zu verlassen, der gleichzeitig als Tutorial fungiert. Hier lernen wir die wichtigsten Basics wie Kampf, Crafting und das Zubereiten von Mahlzeiten kennen. Haben wir uns den Weg durch den Turm gebahnt, eröffnet sich uns die erste von unzähligen Inseln – sowohl im Meer als auch in der Luft –, die wir bebauen, abernten und erkunden können.

    Eine wirkliche Geschichte gibt es bislang nicht. Stattdessen arbeiten wir uns von Quest zu Quest, um die Mechaniken des Spiels kennenzulernen. Laut Roadmap ist jedoch eine Story geplant. Wie diese aussehen wird, ist allerdings noch nicht bekannt. Durch die RPG-Mechaniken wird diese auch dringend benötigt. Aktuell hat man eher das Gefühl, dass ein klares Ziel fehlt. Alternativ würde auch ein Questsystem funktionieren, mit dem man zugleich seine eigene Geschichte schreibt – wie etwa beim Piraten-Survival-Spiel Windrose. Zurzeit können sich Spieler ohne einen roten Faden frei in der Open World austoben und diese mit ihrem Luftschiff erkunden.

    Erkundet die Welt von Everwind mit eurer mobilen Basis.

    Gameplay

    Ja auch in Everwind gibt es Luftschiffe. Das Spiel reiht sich damit in einen Trend ein, den es im Survival-Genre zurzeit immer häufiger zu sehen gibt – wie etwa jüngst bei Aloft, Echoes of Elysium oder Solarpunk.

    In Everwind können wir unser Luftschiff von Grund auf selbst kreieren. Nachdem wir im Tutorial die nötigen Bauteile wie Generatoren und Co. gebaut haben, können wir diese auf nahezu jede erdenkliche Konstruktion setzen und in die Lüfte aufsteigen.

    Die Ressourcen für den Bau bekommen wir klassisch aus unserer Umgebung. Wir fällen Bäume, graben uns in die Erde, sammeln Gräser und erlegen Wildtiere, um an alles zu kommen, was wir benötigen. Diese Rohstoffe können wir anschließend an Werkbänken oder in Schmelzöfen weiterverarbeiten. Everwind setzt hier auf den gleichen Gameplay-Loop aus Grinden und Bauen wie viele andere Genrevertreter – und auch hier macht das Ganze wirklich Spaß.

    Nach und nach entwickelt sich unser anfangs noch eher behelfsmäßiges Luftschiff zu einer fliegenden mobilen Basis, mit der wir die gewaltige Spielwelt unsicher machen. Das sorgt für eine erfrischende Abwechslung zu anderen Genrevertretern, bei denen die Laufwege von und zu unserer Hauptbasis immer länger werden. So haben wir das Wichtigste jederzeit dabei.

    Bei der Ausgestaltung unseres Luftschiffes sind uns keine Grenzen gesetzt.

    Beim Bau sind uns dabei nahezu keine kreativen Grenzen gesetzt. Soll unsere mobile Basis wie ein klassisches Luftschiff aussehen oder eher wie eine fliegende Festung? Gleichzeitig geht dadurch jedoch ein Stück weit der Anreiz verloren, sich auf einer bestimmten Insel niederzulassen und dort vielleicht seinen eigenen Luftschiffhafen zu errichten. Dadurch, dass man seine Basis stets dabeihat, dienen die Inseln eher der Erkundung und dem Sammeln von Ressourcen.

    Auf unserer Suche nach Ressourcen laufen uns außerdem immer wieder Gegner über den Weg. Zu Beginn handelt es sich dabei häufig um Skelett-Krieger. Beim Kampf hebt sich Everwind etwas von anderen Klötzchen-Survival-Games ab, indem es ein RPG-Kampfsystem integriert. Wir blocken, parieren Schläge, weichen aus und teilen mit leichten und schweren Angriffen Schaden aus. Im Laufe des Spiels können wir außerdem Fernkampfwaffen, Magieangriffe und weitere Skills freischalten. Den Spagat zwischen Rollenspiel und Survival-Game bekommt Everwind bereits jetzt gut hin.

    Auf den zahlreichen Inseln können wir außerdem kleinere Dungeons und Gebäude finden, die es zu erkunden und zu looten gilt. Doch Vorsicht ist geboten, denn hier warten besondere Gegner, wie explodierende Zombies auf uns. Kommt es dennoch zum Tod, wird das Inventar nicht vollständig geleert – man verliert lediglich einen Teil der gesammelten Items. Um die Gegenstände zurückzuerlangen, muss man eine leuchtende Kugel einsammeln, die am Ort des Todes erscheint. Dafür haben Spieler allerdings nur zehn Minuten Zeit.

    Das Spielprinzip von Everwind setzt vor allem auf die Erkundung der Inseln.

    Ton & Technik

    Grafisch verpackt Everwind sein Gameplay in einer Klötzchenoptik, wie wir sie etwa aus Minecraft oder Hytale kennen, hebt sich durch nette Partikeleffekte und Wasserreflexionen aber dennoch von beiden ab.

    Eine Vertonung gibt es nicht, dafür allerdings Textübersetzungen in insgesamt zehn Sprachen, darunter Deutsch und Englisch.

    Technisch gibt es noch einige Bugs und Kinderkrankheiten wie Freezes oder Audioprobleme. Daran wird seitens der Entwickler jedoch kontinuierlich gearbeitet und mit jedem Patch sind bislang spürbare Verbesserungen erkennbar.

    Wer sich in die Lüfte erheben und die Welt von Everwind auf dem PC erkunden möchte, sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:

    Mindestanforderungen

    • Betriebssystem: Windows 10/11
    • Prozessor: Intel Core i5-8400
    • Arbeitsspeicher: 12 GB RAM
    • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1060, Intel Arc A580
    • Speicherplatz: 5 GB verfügbarer Speicherplatz

    Empfohlene Systemanforderungen

    • Betriebssystem: Windows 10/11
    • Prozessor: Intel Core i7-8700K
    • Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
    • Grafik: NVIDIA GeForce RTX 2060 Super, Intel Arc B570
    • Speicherplatz: 5 GB verfügbarer Speicherplatz

    Getestet wurde das Spiel sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck. Auf beiden Plattformen läuft Everwind abseits der oben genannten Kinderkrankheiten bereits jetzt äußerst rund. Während unseres Tests konnten wir keinerlei Abstürze verzeichnen.

    Die Roadmap verspricht viele Updates in den kommenden Wochen und Monaten.

    Editionen

    Everwind ist derzeit in zwei Editionen erhältlich. Welche die richtige für euch ist, hängt nicht zuletzt von eurer Liebe zu Capybaras ab.

    Standardedition:

    • Basisspiel

    Capybara Edition:

    • Basisspiel
    • Soundtrack
    • Bildschirmhintergründe
    • Illustrierte PDF-Geschichte
    • Besonderes Hauptmenü-Design
    • 2 Einzigartige Capybara Outfits
    • Möbel im Capybara-Stil
    • Goldene Capybara-Statue
    • Capybara-Ballon-Skin
    Mit der Capybara Edition bekommt ihr viele Items im knuffigen Design der Wasserschweine.

    Fazit

    Everwind macht bereits im Early Access vieles richtig und liefert genau das, was Fans von Sandbox- und Survival-Games erwarten: eine große, frei erkundbare Welt, motivierendes Crafting und ein flexibler Gameplay-Loop zwischen Aufbau, Erkundung und Kampf. Besonders das Luftschiff als mobile Basis sorgt für einen frischen Twist im Genre und hebt das Spiel angenehm von klassischen Vertretern ab.

    Gleichzeitig merkt man dem Titel seinen Early-Access-Status noch deutlich an. Eine klare Story fehlt bislang, und auch technisch gibt es noch kleinere Baustellen, die zwar stetig behoben werden, aber dennoch auffallen können. Gerade das vorhandene RPG-Kampfsystem und die vielen Mechaniken schreien förmlich nach einer stärkeren inhaltlichen Struktur, die dem Spiel mehr Richtung gibt.

    Unterm Strich bleibt Everwind ein vielversprechender Genre-Mix mit starkem Fundament, der vor allem durch seine Ideen und sein Baukonzept überzeugt. Wer Lust auf ein kreatives Survival-Abenteuer mit Luftschiffen hat und Early-Access-typische Ecken und Kanten in Kauf nimmt, kann hier bereits jetzt einen Blick riskieren.

    Everwind ist seit dem 17. März 2026 für PC erhältlich. Neugierig? Anbei haben wir auch den aktuellen Trailer für euch:

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    Mehr Informationen

    Bildquelle: Enjoy Studio S.A., Bohemia Interactive

    Wir bedanken uns bei Enjoy Studio S.A. und Bohemia Interactive für die Bereitstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens Entwickler oder Publisher ist nicht erfolgt.

    Dennis Witzmann
    Seit meiner Jugend bin ich begeisterter Spieler. Ob PC oder Konsolen, ich bin überall Zuhause. Doch in den Bereichen MMO und JRPG findet man mich am meisten.