Hoch hinaus, vorbei an fliegenden Inseln ‑ Luftschiffe und Co. liegen als Thema gerade voll im Trend. Kürzlich wagte sich Echoes of Elysium mit dem Start in den Early Access als ein weiterer Vertreter in diese luftigen Gefilde. Ob dieser mit der Höhe mithalten kann oder unter dem Radar fliegt, haben wir uns genauer angesehen.
Story
In Echoes of Elysium beginnen wir mit einer heldenhaften Mission: Als Retterin oder Retter einer längst verschollenen Zivilisation müssen wir einen Weg finden, unser Volk zu retten. Durch eine kunstvoll, der Malerei griechischer Vasen ähnelnd, inszenierte Anfangssequenz erfahren Spieler vom Untergang Elysiums – einer Welt, die einst in Größe erstrahlte. Nach und nach begannen die Menschen zu verschwinden und die Welt brach auseinander. Das Vertrauen in die Falschen ließ das einst blühende Reich weiter zerfallen, bis schließlich niemand mehr übrig blieb – bis auf uns.

Verborgen von der göttlichen Lethe, die das Gedächtnis der Alten bewahrt, brechen wir auf, um die Geschehnisse zu erforschen und zu überleben. Unser Ziel ist es, die verlorenen Geheimnisse zu entschlüsseln, die uralten Artefakte zu bergen und letztlich das Schicksal der Elysen wieder in die Hand zu nehmen.
Gameplay
In Echoes of Elysium starten wir mit der Auswahl eines Chars. Hier stehen uns zunächst zwei Varianten zur Verfügung. Ist die Welt generiert befinden wir uns in einem halben Luftschiff – zumindest schwebt es, doch von Wänden bis zu den Segeln fehlt schlichtweg alles. Kaum haben wir den Fuß auf das schwankende Deck gesetzt, taucht Lethe auf und füttert uns mit ein paar Informationen, die den Weg zum ersten Ziel weisen. Der Dialog läuft leider automatisch durch, was man schnell begreifen muss, um sich nicht in den ersten Blicken auf die Umgebung zu verlieren.

Unser erstes Ziel ist ein Leuchtturm auf einer nahegelegenen Insel. Diese erreichen wir allerdings nicht ohne Weiteres. Da wir mehr auf einem Wrack als auf einem Schiff sitzen, das nicht die nötigen Gadgets zur Fortbewegung besitzt, liegt es zunächst an uns, ein wenig nachzuholen. So sind wir bereits bei der Kernmechanik des Spiels angekommen – dem Schiffsbau. Ressourcen befinden sich zum Teil auf den fliegenden Inseln, zum Teil in der Luft. Um sie zu erreichen, benötigen wir den Gleiter. Dessen Steuerung ist jedoch recht unintuitiv und erfordert einiges an Übung. Ein Tutorial gibt es dabei nicht. Wer Informationen braucht, muss sich durch das Journal oder den Guide mit viel Text wühlen.
Sobald wir neue Ressourcen finden, schalten sich neue Baupläne frei. Diese können wir nicht direkt Craften, sondern müssen sie erst über einen Zwischenschritt erforschen, welcher ebenso Ressourcen benötigt.

Sind genug beisammen, können wir das Schiff upgraden und uns auf dem Weg machen. Die kleinen Inseln um uns herum bieten wenig Sehenswertes. Abgesehen von wenigen Büschen, Steinen und Ästen finden wir nur Bruchteile von Konstrukten, wie Zahnrädern oder Rohre, mit denen wir allerdings nicht weiter interagieren können. Erst wenn wir größere Story Relevante Inseln erreichen, gibt es mehr zu sehen, zu sammeln und auch zu bekämpfen. Mechanische Wesen verteidigen alte Gebäude oder schwirren zwischen den Inseln. Wir müssen also sicherstellen, dass die Verteidigung sowohl aus der Luft per Schiff sowie an Land mithilfe händischer Waffen gesichert ist.
Nach und nach erweitern wir also unser Schiff, gehen auf Entdeckungstouren und erforschen die Geschichte der Elysier.
Ton und Technik
Wenn auch visuell schön anzusehen, ziehen sich die Negativpunkte in der Technik weiter durch. In der Steam‑Community wird in den Rezensionen häufig über Bugs geklagt, auch wir konnten während unseres Tests einige verzeichnen. Wer in eine neue Welt starten möchte, sollte außerdem ein paar Minuten einplanen – die Generierung dauert recht lange, und bis Mitspieler joinen können, ist nochmal so viel Zeit einzuplanen. Damit kommen wir zum Multiplayer: Echoes of Elysium kann in einer Single‑Session oder gemeinsam gespielt werden, wobei zusätzlich zwischen einem lokalen und einem dedizierten Server gewählt werden kann.

Nicht nur technisch, auch im Ton könnte der Early‑Access‑Titel noch etwas Liebe vertragen. Die Abmischung ist unausgeglichen: Craft‑Sounds sind laut und klirrend, während die Grundmelodie kaum wahrgenommen wird. Auf manchen Inseln läuft Kampfmusik weiter, obwohl keine Gefahr mehr besteht. Die Dialoge sind nicht vertont – mit Ausnahme der Anfangssequenz. Laut Shop‑Seite werden sieben Sprachen, darunter Englisch, unterstützt, die Auswahl ist aber recht irreführend. Möchte man die Sprache einstellen, muss dies über den Startbildschirm erfolgen. Es gibt allerdings in den Einstellungen ebenso eine Funktion, für die UI-Sprache in nur drei Sprachen.
Wer die Punkte selbst erproben möchte, sollte Folgendes mitbringen:
Minimale Systemanforderungen
• Betriebssystem: Windows 10
• Prozessor: Intel Core i5-2500K oder AMD FX-8350
• Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
• Grafik: NVIDIA GTX 960 (4 GB) oder AMD Radeon RX 470
• Speicherplatz: 5 GB verfügbarer Speicherplatz
Empfohlene Systemanforderungen
• Betriebssystem: Windows 11
• Prozessor: Intel Core i5-9400F oder AMD Ryzen 5 3600
• Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
• Grafik: NVIDIA RTX 2070 oder AMD RX 5700 XT
• Speicherplatz: 5 GB verfügbarer Speicherplatz
Fazit
Echoes of Elysium setzt auf ein aktuell beliebtes Konzept und ein interessantes Setting rund um eine vergessene Zivilisation. Dennoch ist auch mit Rücksicht auf den Early Access Status das Gameplay sowie einige Spielmechaniken unausgereift. Es erweckt den Anschein, als wären manche Mechaniken nicht ganz durchdacht, wie zum Beispiel überflüssige Zwischenschritte beim Erlernen neuer Gegenstände. Das Game hat Potenzial, benötigt jedoch noch ordentlich Feinschliff, bevor es das rundum passendes Spielerlebnis bieten kann.
Echoes of Elysium ist seit dem 27.01.2026 im Early Access für PC erhältlich.
Neugierig? Anbei haben wir den aktuellen Trailer für euch:
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Wir bedanken uns bei Loric Games, Inc. und Snail Games USA für die Bereitstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens Entwickler ist nicht erfolgt.

